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DIE RENTE......das leidige Problem.....

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Man könnte ja selber alles, was man heute in die gesetzliche Rente einzahlt, selber anlegen und später z.b. ab 65 davon leben / sich also selber Rente auszahlen.
Das funktioniert naturlich momentan bei dieser Niedrigzinspolitik ganz besonders gut: Zinsen gibt es keine und das Kapital wird von der Inflation aufgefressen.🙄

Geld fürs Alter anlegen: Schön und gut, aber wie? Wo soll man momentan denn Geld anlegen, das auf der einen Seite sicher ist und auf der anderen Seite nicht von Inflation aufgefressen wird?
Wenn man fürs Alter selbst anspart, dann darf aber auch überhaupt nichts schief gehen: Sagen wir mal, man wird- wenn auch nur für kurze Zeit- Arbeitslos: Der Staat würde einen dann zwingen, seine Reserven fürs Alter aufzubrauchen, denn vorher gibt es keine Unterstützung und schon ist es essig mit dem ansparen fürs Alter.

Geld selber fürs Alter anlegen...naja, das mag klappen, wenn man eben nur 70 wird, aber was macht einer der 100 wird? Notschlachten, weil seine angesparte Rente aufgebraucht ist?

Rechnen wir mal, dass ein Mensch 1000 Euro Rente monatlich bekommen möchte: Das würde bedeuten, er müsste in 40 Jahren Arbeitszeit 180 000 Euro ansparen (Inflation nicht mitgerechnet), damit er zumindest bis zu seinem 80 Lebensjahr einigermaßen über die Runden kommt: Das bedeutet, er müsste pro Monat 375 Euro ansparen.
OK, das klingt noch schaffbar (aber auch das KANN nicht jeder!), aber: erstens sind 1000 Euro im Monat nicht wirklich viel für ein gutes Alter. zweitens, was macht derjenige, wenn er 81 wird? Drittens: Darf dann aber auch nun wirklich nichts schief gehen: Keine Arbeitslosigkeit! Keine schwere Krankheit! Am besten auch keine Familie, denn wenn zB auch noch eine Ehefrau mit bedacht werden muss, sind es schon 750 Euro im Monat, die auf eine Familie zukommen: Wer hat das schon?

Klingt nicht gerade nach einer wirklichen Alternative!
Zusätzlich: ja! aber nicht als alleinige Rente oder als Hauptanteil!
 
Wieso interessiert ihr 2 Beamten euch überhaupt so für die Rentner?

Habt ihr das Gefühl, sie sollten noch weniger bekommen?

Andreas, du schreibst von Rente abschaffen, daoga verhöhnend, dass gerade die, die wenig verdienen, selbst schuld sind, wenn sie nichts anlegen können.
 
Ehrlich gesagt finde ich ein gutes Rentensystem eine gesellschaftliche Errungenschaft, bei der ich es keine wirklich gute Idee finden würde, sie aufzugeben und auf Selbstverantwortung überzugehen. Das dürfte bei weitem nicht flächendeckend funktionieren. Die vermutliche Folge: noch deutlich stärker ausgeprägte Altersarmut.
 
Wieso interessiert ihr 2 Beamten euch überhaupt so für die Rentner?

Bisher war ich der Ansicht, dass insbesondere Beamte sich um ihre Altersbezüge vergleichsweise wenig Sorgen machen müssen, und nicht auf Selbstverantwortung angewiesen sind.

Ist das so oder liege ich falsch? Falls es so ist: würdet Ihr (Beamte) ebenfalls darauf verzichten, oder sollen die Forderungen nur für die anderen gelten?
 
Deswegen wird es auf ein sowohl-als auch hinauslaufen, wie es ja schon (Riester läßt grüßen) heute der Fall ist, einmal eine staatliche Rente, von der aber in Zukunft noch viel weniger Menschen als heute werden leben können, weil das Niveau stetig sinken wird, und dazu alles was sich jemand privat angelegt hat.
 
Wieso interessiert ihr 2 Beamten euch überhaupt so für die Rentner?

Habt ihr das Gefühl, sie sollten noch weniger bekommen?

Andreas, du schreibst von Rente abschaffen, daoga ganz verhöhnend, dass gerade die, die wenig verdienen, selbst schuld sind, wenn sie nichts anlegen können.
Ja, das wundert mich auch!
Auch ein Beamter würde wohl nicht so rosig in die Zukunft blicken, wenn er seine Rente vollkommen selber finanzieren müsste: Er stünde dann vor den gleichen Problemen, wie ein normaler Angestellter.
Vielleicht hätten sie sogar noch größere Probleme: Ich als Selbständige zB könnte ja mit 66 noch munter weiter arbeiten: So lange, bis es halt nimmer geht. Aber als Beamte bist Du irgendwann raus und MUSST in Rente.
ich weiß nicht, ob ihr das dann auch noch für so eine gute Idee halten würdet: Vom Beamtengehalt allein kann man sich auch kein gutes Alter zusammensparen: Es sei denn, man ist wirklich in sehr gehobenem Dienst.

Was macht man dann eigentlich mit Frührentnern (unter Beamten ja oft zu finden)? Gucken die dann in die Röhre?Oder gäbe es die dann nimmer, denn man wüsste ja, dass man es sich nict leisten kann: Also Zähne zusammenbeißen?
 
Wer nicht oder kaum etwas einzahlen oder sparen kann, der schaut am Ende auch in die Röhre. Ob das wirklich besser ist für alle Menschen?
Wer nichts oder kaum sparen kann - oder will - würde bei meinem System eher mal mit der Nase draufgestoßen und hätte dann Gelegenheit darüber nachzudenken, warum er denn nichts sparen kann. Wo er selber tätig werden kann um mehr zu verdienen, per Fortbildung, Berufs- oder Umgebungswechsel.
 
Wer nichts oder kaum sparen kann - oder will - würde bei meinem System eher mal mit der Nase draufgestoßen und hätte dann Gelegenheit darüber nachzudenken, warum er denn nichts sparen kann.

Allein der fett markierte Einschub signalisiert meines Erachtens, dass du dazu tendieren könntest, Menschen mit geringerem Einkommen einen fehlenden Willen zu unterstellen. Würden die Leute nur ordentlich wollen, dann wären sie alle viel besser situiert - oder so ähnlich?
 
Ja, das wundert mich auch!
Auch ein Beamter würde wohl nicht so rosig in die Zukunft blicken, wenn er seine Rente vollkommen selber finanzieren müsste: Er stünde dann vor den gleichen Problemen, wie ein normaler Angestellter.
Vielleicht hätten sie sogar noch größere Probleme: Ich als Selbständige zB könnte ja mit 66 noch munter weiter arbeiten: So lange, bis es halt nimmer geht. Aber als Beamte bist Du irgendwann raus und MUSST in Rente.
ich weiß nicht, ob ihr das dann auch noch für so eine gute Idee halten würdet: Vom Beamtengehalt allein kann man sich auch kein gutes Alter zusammensparen: Es sei denn, man ist wirklich in sehr gehobenem Dienst.

Was macht man dann eigentlich mit Frührentnern (unter Beamten ja oft zu finden)? Gucken die dann in die Röhre?Oder gäbe es die dann nimmer, denn man wüsste ja, dass man es sich nict leisten kann: Also Zähne zusammenbeißen?

Es gibt mehr Berufe mit Altersobergrenzen, ab wann man als nicht mehr tragbar gilt, etwa Piloten, Ärzte etc., aber die gelten alle als gut situiert, auch wenn sie es tatsächlich gar nicht sind (Ärzte, stark überbewertet, oder Piloten, die erst mal jahrelang die Darlehen für ihre Ausbildung abstottern müssen). Und wie viele Männer vom Bau sind mit 65 noch körperlich einsetzbar.
Ein Beamter im Ruhestand aber körperlich fit, kann immer noch was anderes finden, z. B. Teilzeit in irgendeinem Büro, da an Papierkrieg gewöhnt. Beamte sind höchstens als Frührentner im A*, da die Frühverrentung keineswegs so leicht zu kriegen ist wie Otto Nichtbeamter sich das denkt, einschließlich Untersuchung durch den Amtsarzt und allen möglichen (Zwangs-)Kuren, bis wirklich klar ist daß arbeitsmäßig nix mehr zu wollen ist.
Bei Beamten wäre also das wenigste Mitleid angebracht. 😛
 
Naja, so enorm frei in ihrer Gestaltung sind aber auch nur diejenigen, die über genügend hohe Einkommen verfügen, dass sie relativ frei entscheiden können, wie viel sie für die Altersvorsorge aufwenden wollen.

Wer nicht oder kaum etwas einzahlen oder sparen kann, der schaut am Ende auch in die Röhre. Ob das wirklich besser ist für alle Menschen?

Stimmt! Aber schau dir die Renten mal an, die derzeitige Einzahler künftig erwarten. Wer wenig verdient hat in BEIDEN Systemen schlechte Karten, egal ob über private Vorsorge oder eine individuelle Kapitalanlage.

Das funktioniert naturlich momentan bei dieser Niedrigzinspolitik ganz besonders gut: Zinsen gibt es keine und das Kapital wird von der Inflation aufgefressen.🙄

Das stimmt nicht. Kapitalanlagen lohnen heute genau wie früher. Lediglich der deutschen liebstes Kind, festverzinsliche Papiere von Banken und Staat lohnen nicht. Wer aber 30-50 Jahre Zeit hat, kann sehr gut in breit diversifizierte Fonds investieren.
Um eine Rente von rund 1.000 € zu bekommen, wird ein Anleger mit den richtigen Produkten (ohne Zockerei) vielleicht 200 € monatlich anlegen müssen. Wobei ich das steuerlich fördern würde.

Gut klar, ob man das dem typischerweise wenig finanziell gebildetem Deutschen Otonormalverbraucher zumuten will.... nun ich sage ja nicht, es wäre alles DIE Lösung. Du hast ja vollkommen Recht mit Bemerkungen wie:

Drittens: Darf dann aber auch nun wirklich nichts schief gehen: Keine Arbeitslosigkeit! Keine schwere Krankheit!

Das Problem privater Vorsorge ist natürlich auch die Sicherheit des Angesparten. Wer spart wenn er bei Arbeitslosigkeit davon leben muss?
 
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