Ich weiß nicht, ob 25 Millionen für die Parteienfinanzierung zu viel ist, gefühlt würde ich sagen ja.
Andrerseits klingt das extrem viel, aber es kostet auch alles extrem viel. Die schwierige Regierungsbildung mit zwei Sonderparteitagen, Mitgliederentscheid und Regionalkonferenzen habe allein die SPD rund vier Millionen Euro gekostet. Damit hat die SPD die Mehreinnahmen schon praktisch verbraten.
Auch die Digitalisierung kostet Geld. FDP Parteichef Lindner kritisiert zwar süffisant "Private Firmen SPAREN durch Digitalisierung", aber natürlich muss man erst mal Geld in die Hand nehmen, neue Technik kaufen, Aktenbestände digitalisieren, neue Kommunikationswege für Bürger schaffen.
Die Digitalisierung kostet meiner Stadt in diesem Jahr etwa 1 Mio, weil man z.B. Aktenbestände einscannt. Langfristig spart das Geld, zb Büroraum, aber kurzfristig kostet es.
Und genau wie in der Privatwirtschaft werden auch bei Parteien Mitarbeiter beschäftigt, die Tariflohn bekommen und i.d.R. wird das jedes Jahr 1-3% mehr, die eine Partei auch bezahlen müssen.
Ich habe keine Ahnung ob 25 Mio richtig sind, aber ich denke es ist logisch, dass der Finanzierungsbedarf steigt.