Viel schlimmer finde ich, welche Prioritäten für die Politik anscheinend wichtiger sind, als die richtigen Baustellen, wo schon jede kleinste tiefgehendere Änderung vieles besser machen würde.
Da gehen Rentner Pfandflaschen sammeln, die Pflege und sozialen Berufe haben Probleme, die Krankenkassen haben Überschüsse, dass mir schlecht wird, bezahlbarer Wohnraum wird auch immer kritischer ... Aber man erhöht erstmal schick die Diäten und so, dass sie sich bequemerweise jetzt automatisch erhöhen. Und labert herum. Und beklatscht sich, dass jetzt wenigstens für die nächsten Pippifax-Jahre minimal mehr Geld da ist an Rente. Während meine Generation und die jüngeren immer noch die Arschkarte hat. Oder die Rentner, die nur 10, 20 Jahre später kommen.
Und was mich als Selbständige auch sehr ärgert: egal wie viel du verdienst, die Krankenkassen machen als Mindesteinkommen, das monatlich berechnet wird, 2000 Euro + geltend. Während Festangestellte nach ihrem tatsächlichen Einkommen bewertet werden.
https://www.vgsd.de/faire-beitraege/
Dabei zahlen die Selbständigen auch unabhängig davon allgemein mehr, weil für ihre Berechnung Aspekte herangezogen werden, die bei Festangestellten nicht beachtet werden. Und oft kann es noch Jahre später zu hohen Nachzahlungen kommen, weil die Krankenkassen lustig sind.
Wer hat das damals in Frage gestellt? Die Linken. Wer hat das alles richtig so gefunden und eine fairere Änderung abgelehnt? Die SPD, die CDU und die Grünen.
Die Groko hat das ja jetzt auf ihre Liste gesetzt.
🙄
Die Flüchtlingsthematik: ja, es ist wichtig, dass wir diesen Menschen helfen. Aber die Regierung hat viel zu viel Fakten und Fragen ausgesessen, die für das Miteinander sehr, sehr wichtig gewesen wären: wie geht man mit zutiefst traumatisierten Menschen um? Wie geht man damit um, dass sie auch eigenen Wohnraum und Arbeit wollen? Und dass es allgemein einfach so ist, dass alle Menschen gewisse Bedürfnisse haben. Was ist jetzt? Die Rechten schaukeln sich immer mehr hoch, die AfD hat diese Probleme teilweise für sich benutzt und sogar "normale" Leute sind so unzufrieden und unsicher, dass es sich in Fremdenhass reinsteigert oder dass man zumindest sehr kritisch allem gegenüber ist. Oder dass das mit den Tafeln jetzt so gekippt ist. Anstatt, dass man sagt, dass es überhaupt schlimm ist, dass so viele die Tafeln brauchen und die Politik da Verantwortung hat, werden die Flüchtlinge oft zu den Schuldigen gemacht. Es ist doch ein prinzipielles Problem, dass die Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet und Kinder großgezogen haben, jetzt zur Tafel müssen. Oder allgemein viele ohne Tafel am Hungertuch nagen müssten.
"Wir schaffen das" war halt dann doch leider ein "Ihr schafft das". Und während die Politiker ihr Bonzenleben weiterführen und es nur noch um Macht geht und Prestige, sitzen die Flüchtlinge wie in Konservenbüchsen aufeinander, horten sich mittlerweile oft zu extremen Gruppen zusammen und allgemein ganz allgemein sind bezahlbare Wohnungen sehr schwer zu bekommen und die Deutschen müssen immer noch um ihre Renten so sehr fürchten.
Und was mich am meisten nervt und ärgert ist, dass der Warnschuss bei den letzten Wahlen offensichtlich nicht krass genug war und man wieder nur alles tut, um sich seine Pöstchen und seinen Status unter den Nagel zu reißen und frei nach dem Motto verfährt "Was dann in ein paar Jahren ist, da sehen wir dann mal weiter".