Andreas, ich unterstelle Dir keine unlauteren Aussagen, bin sogar sehr wohlwollen, was deine Aussagen betreffen, weil das im Einzelfall sogar durchaus richtig sein kann. Also nicht "krumm" nehmen. 😉
Tu ich nicht, im Gegenteil. Ich bin ja durchaus dankbar wenn man mir Denkfehler aufzeigen kann oder bessere Ideen hat
🙂
Du sprichst von Gebühren und Provisionen... auch richtig.
Doch zahlst du bei Aktien keine Provisionen und Depotgebühren? 🙂
Es gibt gängigen Bankprodukte heute Provisionen von rund 5% beim kauf und nochmal jährliche Managementkosten von 1,5-3%. Für Aktiendepots zahlst du vielleicht 0,3-0,6%. Wie gesagt, der schwedische Staat hat Fonds für 0,1% Managementkosten aufgelegt. Das sind gigantische Unterschiede.
Das ist sehr viel Geld, das nicht zu Banken fließt, sondern, was der kleine Anleger bekommt.
Du wirst auch die Menschen nicht ändern können, die sich dem Konsumterror nicht erwehren können.
Sie sehen auch nicht ein, vorzusorgen.
Hast Recht. Ein Grundproblem der privaten Vorsorge ist, dass sie auf Freiwilligkeit basiert. Private Vorsorge kann für mich auch immer nur
ergänzend sein.
Die gesetzliche Rente muss die Basis bleiben. Und diese Basis muss ausreichend sein.
Das war übrigens auch Sinn und Zweck der Geldpolitik mit 0 Zinsen.
Zweck war die Umschuldung der hoch verschuldeten Staatshaushalte auf Kosten der Sparer und Kleinanleger.
Gebe ich dir auch Recht. Die Staatsentschuldung von heute trägt der Anleger, der Geld auf dem Sparbuch bzw. fast zum Nullzins liegen hat.
Menschen sollten in Aktien gezwungen werden!
Allerdings hat die konservative Anlage in zb. Tagesgeld oder deutsche Staatsanleihen historisch selten ein Plus nach Inflation und Steuern gebracht. Insofern ist der "Zwang" in Aktien oder andere renditestärkere Sachen anzulegen nicht neu. Früher waren die Menschen nur glücklicher, weil zwar ihr Vermögen netto nichts wuchs aber die Zahlen auf dem Konto
😀
Ich persönlich halte aus mehreren Gründen die Hartz Gesetze für teilweise Verfassungswidrig.
Doch es gibt eine seltsame Koalition aus Kapital und Gewerkschaften. Die mich allerdings nicht wundert.
Hartz hätte von Gewerkschaften verhindert werden können.
So bin ich, wie ich x-mal schrieb, für das Bedingungslose Grundeinkommen für alle.
Was nicht nur Bedürftige belohnt, sondern auch die, die es erwirtschaften.
Ich muss leider sagen, dass schwere Zeiten auf uns zukommen werden. Denn der Druck aus asiatischen Ländern wird zunehmen und Deutschland veranlassen, noch mehr Leute in Mindestlohn zu bringen.
Der ungehemmte Ökowahn wird auch sein Teil dazu tun.
Man muss sich nur die Vorgänge in den USA anschauen, die etwa 8 bis 10 Jahre voraus sind.
Daher müsste man die Inlandsnachfrage rechtzeitig stärken und die Sozialsysteme vom Faktor Arbeit abkoppeln
ich möchte dir gar nicht widersprechen. Ich glaube dass
dein Fokus darauf liegt wie man unser System verbessern kann. Während
ich eher denke und empfehle wie man mit dem Status Quo umgehen kann um das beste für sich rauszuschlagen.
Dass ich heute für viele Menschen private Vorsorge und Aktien empfehle, heißt nicht im Umkehrschluss, dass ich das heutige System für gut halte.
Wobei ich in vielen Dingen selbst nicht weiß, was die beste Richtung ist. "Ökowahn" ist so ein Beispiel. Man kann herrlich gegen Diesel und für Elektroautos reden und ich bin geneigt dem zuzustimmen, aber welche Schäden die Massenproduktion von Batterien für uns in anderen Ländern anrichtet, erwähnt man nicht.