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Die neue Groko

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Da muss ich jetzt wirklich etwas schmunzeln... Du traust den privaten Kassen und dem Staat aber viel zu...
Natürlich ist es im Interesse des STAATES!
Aber sicher nicht aus dem Grund den Du hier nennst und wenn, dann wäre es ja eine Riesenschweinerei: Frei nach dem Motto: Unsere Beamten sind uns mehr wert als unsere Bürger, deswegen sollen die die bessere Medizinische Versorgung kriegen..
ich glaube kaum, dass sich unser Staat in dieser Weise eingestehen würde, dass die gesetzliche Versicherung nichts taugt und er sie deshalb seinen eigenen Leuten nicht zumuten würde😀.

Dann würde ich doch gerne um Beispiele bitten, woran du das festgestellt haben möchtest.
Dann hättest du ein Klagerecht!

Nein, das ist sicher nicht der Punkt, sondern hier geht es ganz offenbar nur um wirtschaftliche Überlegungen, zumal die Private Versicherung nicht zwangsläufig die bessere medizinische Versorgung (sprich besseren Gesundheitszustand der Versicherungsnehmer) gewährleistet.
Siehst du!

Das würde ja bedeuten, dass es bewiesen ist, dass Privatpatienten gesünder sind und das ist ja nicht der Fall (zumindest habe ich nie etwas derartiges gehört: Der Gesundheitszustand scheint sich da nicht groß zu unterscheiden. Es gibt da glaub ich zwar Anhaltspunkte, aber die sind sich nicht ganz klar darüber, ob dieser Aspekt nicht andere Gründe hat: Also eindeutige Beweise, die den Staat ausreichend überzeugen könnten gibt es wohl nicht)

Äh... verstehe ich das?
Du trittst für was ein?

Wäre also ein seltsames Argument, dass der Staat aus Sorge um die Gesundheit seiner Mitarbeiter ihnen die bessere Versorgung zuteil werden lassen würde, wenn noch nicht mal wirklich bewiesen ist, dass die Versorgung besser ist.
Es ist dann wohl eher so, dass der Staat schlicht die Interessen der Privaten Kassen "füttert" (und auch der Pharma- und Ärztelobby).

Also erst einmal hat der Beamte die Pflicht sich gesund zu halten.
Insoweit besteht schon ein Unterschied.

Du generierst da eine Art Verschwörung zu Gunsten der PV, die man nicht nachvollziehen kann.
Denn man könnte doch ganz schnell die PV kaputt machen, wenn man die GKV für den Privatversicherten öffnet.

Die meisten Beamten die ich kenne, WOLLEN übrigens gar nicht so unbedingt privat versichert sein: Das bringt ja auch Nachteile mit sich.
Und für Selbständige usw ist das sowieso eine recht zweischneidige Sache.

Wenn du das weißt, warum schreibst du zuvor das Gegenteil?

Warum zB lässt man den Beamten nicht die Wahl, welche Kasse sie wählen? OK, "offiziell" haben sie die Wahl, jedoch nur auf dem Papier- das wissen wir ja.
So?
Wer oder was hindert sie denn?

(wären die privaten Kassen wirklich so viel besser, würden die Beamten doch sowieso in die privaten Kassen gehen,oder? Dann könnte man ihnen doch ruhig die Wahl lassen, oder?🙄 Dann würde doch niemand freiwillig die "schlechtere" Versorgung nehmen- Wird schon nen Grund haben, warum man sie sozusagen zwingt🙄.)

Versteht das jetzt jemand?
Beamte haben drei oder viel Möglichkeiten, allerdings nur bei der Verbeamtung.
Was bemängelst du jetzt genau?
Außer deine Verschwörungstheorie... 🙂

Wie wäre es denn, die Privatversicherungen- ganz im Sinne einer freien Marktwirtschaft- auch WIRKLICH wie ein Unternehmen der freien Wirtschaft dem allgemeinen Wettbewerb zu unterwerfen? Dann müssten sie die Kunden (auch die Beamten) gewinnen und könnten sich nicht darauf ausruhen, dass Vater Staat schon für Kunden sorgt.

Jetzt dachte ich doch wirklich, das wäre so... Ich Dummerchen... 🙂

Zudem würde das dazu führen, dass auch die Leistungen der gesetzlichen Kassen völlig neu überdacht werden müssten: Denn dann könnten sich Ärzte ja nicht mehr wie bisher hauptsächlich von den Privaten Patienten finanzieren und die Kassenpatienten nebenher laufen lassen: Dann müssten andere Maßsstäbe her und die scheut man offenbar auch. Lieber alles so lassen und weggucken, wenn was schief läuft.

Also wie viel ein Arzt an Privatpatienten verdient, dass kannst du selbst ausrechnen.
Eine Praxis hat in der Regel 10-25% Einnahmen aus Privatverträgen.
Darüber gibt es Praxen mit höherem Anteil, welches jedoch nicht die Regel darstellen.
Darunter sind auch "Selbstzahler".

So, damit du nicht auf falsche Gedanken kommst, musst du nun noch von den 10-25% die Kassenleistung abziehen, weil ein Arzt in der gleichen Zeit sich nicht teilen kann.
Das ergibt dann das Mehrverdienst.
Ich kenne jedoch nicht einen Arzt, der teure Gerätschaften nur für Privatpatienten anschafft.
Das würde sich nicht rechnen.

Privatversicherungen rechnen sich nur, weil sie eben nicht alles abdecken müssen (wie die GKV) und im Alter hohe Beiträge fordern können.
Willst du die teuren Patienten haben? 🙂

Also ist es keinesfalls anzunehmen, dass Privatversicherte besser behandelt würden.
Im Gegenteil! Gesetzlich versicherte Menschen kosten der Volkswirtschaft weitaus mehr!

EBEN! Denn auch dieses geld wird im "großen Topf" gebraucht: Das ist ja das Ding mit dem Sozialstaat: Der funktioniert nur, wenn ALLE mitmachen: Wenn sich gerade die bessergestellten da raushalten, bekommen wir die Probleme, die wir ja eben jetzt haben.
Das gleiche gilt für Rente (warum sollen nicht auch selbständige in die Rente einzahlen MÜSSEN) usw.

Du musst mir mal ein System zeigen oder nennen, wo man dadurch mehr Geld bekäme!
Das Gesundheitswesen würde drastisch teurer.
Denn es müsste nach der Verfassung einen Obergrenzbeitrag geben.
Gibt es ja auch in der GKV.

Eine Bitte. Könntest du mal Zahlen nennen, worauf du deine Ideologie stützt.
 
@Rhenus:
Ich glaube, du verstehst meinen Beitrag null. Lies ihn einfach nochmal oder vergiss ihn einfach, jedenfalls hast Du ihn nicht verstanden.
Wenn du das weißt, warum schreibst du zuvor das Gegenteil?
Tue ich nicht: Wie gesagt: Genau lesen hilft. Ich glaube Du hast ein paar mal das Wörtchen "Nicht" und den ein oder anderne Konjunktiv überlesen...

Wer oder was hindert sie denn?
Bei freiwillig Gesetzlicher Versicherung gibt es keinen Behilfeanspruch durch den Staat: Dh. sich als beamte gesetzlich zu versichern ist deutlich teurer als privat. Ich denke, das weißt Du aber.
 
Fassen wir doch vielleicht des Status Quo der Krankenversicherung zusammen.

Es gibt eine solidarische gesetzliche Krankenkasse, deren Beiträge sich am Arbeitslohn der Mitglieder orientiert. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 53.100 Euro, für die man dann 350 € Versicherungsbeitrag zahlt.

Daneben gibt es eine private Krankenkasse, die Menschen individuell nach ihrem Krankheitsrisiko absichert. Je nach Alter und Risiko sind Beiträge hier zwischen vielleicht 300 und 600 € drin.

Ärzte bekommen für gesetzliche Patienten Pauschalen, die nicht ansatzweise ausreichend sind. Ärzte verdienen nur an Privatpatienten.

Eine "Abschaffung" der Privatversicherungen hätte zur Folge, dass das aktuelle System mit maximal 350 € pro Versicherten nicht finanzierbar wäre, weil die "Melkkuh" Privatpatient wegfällt.

Wie Rhenus vollkommen zurecht sagt:

Die Ärzte und Krankenhäuser, Apotheker, Therapeuten usw. werden ihre Honorare kräftig für alle erhöhen müssen!
 


Da mache dir keine Sorgen!
Die Beamten haben durch Lohnverzicht für sich selbst gezahlt und zahlen mit ihrer vollen Besteuerung ihrer Pensionen auch für Dich mit!

Ich sehe da also absolut keine soziale Ungerechtigkeit, außer einer anhaltenden Neiddiskussion gegen Leistungsträger der Gesellschaft.

Und dir ist schon klar, ne wahrscheinlich nicht, dass die Entbeamtung exorbitant teurer für die Gesellschaft würde.
Und Fakt ist auch, weil eben sooo viiiel Geld nicht verdient wird, dass es erheblichen Nachwuchsmangel bzw. vielfach nur unqualifizierte Bewerber gibt, die früheren Anforderungen an das Amt nicht mehr gerecht werden.
Die gehen nämlich in gut bezahlte Jobs in die Wirtschaft!



Jow!
Welche Beamten sollen das denn sein, die nicht in diesen Sparten wären?
Und im Vergleich, Beamte zu öffentlich Bediensteten, verdienen die Beamten eh viel weniger Geld.

Also meine Folgerung: 80% der Deutschen wissen halt nicht so viel über das Berufsbeamtentum...
So einfach ist es erklärt!

Ja man kann ja auch privatisieren...
England machte es teilweise rückgängig, weil es lebensgefährlich wurde.
Soso Rhenus, du siehst keine soziale Ungerechtigkeit und ich bin nur neidisch wie die 80 Prozent dummen Deutschen.

Langsam schlägst du dem Fass den Boden aus.

Und ich weiss nicht, ob das blinde Obrigkeitstreue bei dir ist oder gelangweilter Pensionär

Was ich geschrieben habe, sind Fakten.

Und welche Beamten das sind?

Alle in den àmtern die da die Zeit totschlagen. Frag doch Andreas, wie sich sein Job nennt.

Ich finde es charakterlich wirklich grenzwertig, hier zu versuchen, die Leute als neidisch und missgünstig hinzustellen, die so offensichtliche Missstände benennen.
Solche Unterschiede bei der Bezahlung bei oft gleicher Tätigkeit sogar!


https://www.focus.de/finanzen/alter...ruhestand-wer-soll-das-zahlen_id_8219726.html
 
Alle in den àmtern die da die Zeit totschlagen. Frag doch Andreas, wie sich sein Job nennt.

Sind wir jetzt noch beim Thema soziale Gerechtigkeit, Krankenkassen und Groko oder sind wir wieder bei deinem Steckenpferd "Beamtenbashing"?

Denn wie fleißig Beamte deiner Meinung nach sind hat zb herzlich wenig damit zu tun, wie gut oder schlecht unser Sozial- und Krankenkassensystem ist.
 
Eine "Abschaffung" der Privatversicherungen hätte zur Folge, dass das aktuelle System mit maximal 350 € pro Versicherten nicht finanzierbar wäre, weil die "Melkkuh" Privatpatient wegfällt.
Aber es so zu lassen ist eben auch keine Alternative: So kann es ja nicht weitergehen.
Das System geht ja sowohl zu Lasten der Kassenpatienten (die gewisse Dinge nicht bezahlt bekommen) als auch zu Lasten der Privatpatienten (bei denen dann alles mögliche unnötige Zeug gemacht wird, nur weil man es abrechnen kann)
So wie es jetzt ist, funktioniert es nicht.
Übrigens: Ich schrieb ja nicht, dass man die Privatkassen abschaffen sollte: ich habe geschrieben, dass ich finde, dass Beamte nicht automatisch zur privaten Versicherung gezwungen werden sollten: Wenn dieser staatlich garantierte Kundenstamm wegfiele, müssten die Kassen wieder durch Leistung überzeugen und das würde den Wettbewerb unter den Privaten Kassen ja auch ordentlich ankurbeln.
Vielleicht wäre es generell kein schlechter Weg, das System zwischen Privat und gesetlichen Versicherungen durchlässiger zu machen.

Würde man die privaten ganz abschaffen (was ich durchaus für einen gangbaren Weg halte. Zumindest langfristig, denn wie gesagt: SO geht es nicht weiter!)müsste natürlich auch eine komplette Neuordnung des Gebürensystems her: dann müssten zB die Höchstsätze angehoben werden (die könnte man ja dann auch anheben, denn dann hätte man plötzlich auch einen Haufen sehr gut verdienende Leute mit im System, die durchaus in der Lage sind, mehr als den aktuellen Höchstsatz zu zahlen).
Eine Bürgerversicherung müsste eine Art Mischform sein: Zwischen privater und gesetzlicher Versicherung: ZB fände ich es schon wichtig, dass auch der Kassenpatient einen Einblick bekommt in das, was der Arzt abrechnet. Einfach damit man unter Kontrolle hat, was abgerechnet wird: Es gibt ja inzwischen sogar betrugssoftware für Ärzte und Kurse, wie sie das system maximal ausnützen können: Ernsthaft: Ein System, das sowas offenbar braucht und in dem sowas möglich ist, das krankt!
Das problem bei den Privaten ist ja auch, dass sie nicht bei denen abkassieren, die am mesiten zahlen KÖNNTEN, sondern bei denen ,die es oftmals nicht können: Also zB den älteren.
Dem könnte eine Bürgerversicherung, die sich wirklich an der Finanziellen Lage der Versicherungsnehmer orientiert auch entgegenwirken. man könnte also die Gebüren sozusagen "staffeln" und eben diejenigen, die momentan noch dem gesetzlichen System verloren gehen, aber viel Kohle haben eben mehr zur Kasse bitten. Diese Leute sitzen ja meist in einem sehr günstigen Einsteigertarif in einer Privaten und wenn die dann aber mal alt werden, oder wenn es finanziell nicht mehr läuft, haben sie ein Riesenproblem.
ich bin einfach dafür, dass man den beitrag am realen Einkommen eines Menschen festmacht und nicht daran, ob er zufällig Beamte ist, oder war, ob er selbständiger ist/war oder eben nicht.

Das typische Beispiel der Beamtengattin: Sagen wir mal eine Beamtenehefrau arbeitet nicht, und ist bei ihrem Mann mit privat versichert. Mit 55 wird sie geschieden und hat deswegen keine Möglichkeit, in die Gesetzliche zurückzugehen: Dann MUSS sie den basistarif wählen und der liegt ja bei ca 600,-: Wie soll sie das stemmen, wenn sie arbeitlos ist (und mit 55 findet sie sicher nicht so schnell einen Job, der so viel abwirft, dass sie die 600,- locker stemmen kann)
Das sind doch Fehler im System, die einfach nicht sein dürften: Gäbe es eine Bürgerversicherung, die sich am Einkommen orientiert wäre so ein fall nicht möglich.
 
Aber es so zu lassen ist eben auch keine Alternative: So kann es ja nicht weitergehen.
Das System geht ja sowohl zu Lasten der Kassenpatienten (die gewisse Dinge nicht bezahlt bekommen) als auch zu Lasten der Privatpatienten (bei denen dann alles mögliche unnötige Zeug gemacht wird, nur weil man es abrechnen kann)

Das stimmt, zumindest teilweise.
Als Privatpatient habe z.B. 12 mal Krankengymnastik verschrieben bekommen, meine gesetzlich versicherte Kollegin nur 10x.
Der Hammer kam später als meine Beihilfe und Privatkasse mir mitteilte, dass nur der Kassenumfang erstattet würde. Ich hatte also nichts von den zusätzlichen Terminen, ich musste sie selber zahlen.

Du hast aber vollkommen Recht, dass das jetzige System der gesetzlichen, welches nur Pauschalen auszahlt, schlecht ist. Ärzte werden heute dafür "bestraft" wenn sie gesetzlich Versicherte behandeln, weil sie viel zu wenig für diese abrechnen dürften.

Vielleicht wäre es generell kein schlechter Weg, das System zwischen Privat und gesetlichen Versicherungen durchlässiger zu machen.

Würde man die privaten ganz abschaffen (was ich durchaus für einen gangbaren Weg halte. Zumindest langfristig, denn wie gesagt: SO geht es nicht weiter!)müsste natürlich auch eine komplette Neuordnung des Gebürensystems her: dann müssten zB die Höchstsätze angehoben werden (die könnte man ja dann auch anheben, denn dann hätte man plötzlich auch einen Haufen sehr gut verdienende Leute mit im System, die durchaus in der Lage sind, mehr als den aktuellen Höchstsatz zu zahlen).

Vergiss dabei aber nicht, dass heute bereits 94% der Angestellten maximal 350 € im Monat zahlen. Und das genau deswegen funktioniert, weil Ärzte diese Menschen fast zum Nulltarif behandeln.

Ohne Privatversicherte, hielte ich es für realistisch, dass jemand der heute 2.500 € netto verdient und 350 € Krankenkassenbeitrag zahlt, vermutlich locker 500 € oder mehr zahlen müsste, genau wie vermutlich fast jeder mehr zahlen müsste. Natürlich geht das, es wäre aber vermutlich nicht so finanzielle Entlastung, die sich viele von einer Bürgerversicherung erhoffen.

Die Erfahrung aus anderen Ländern wie Frankreich zeigt, dass ein System ohne private Krankenkassen weniger Konkurrenz hat und dementsprechend weniger effektiv ist.
Warum?
Wenn ich private krankenversicherungen vergleiche, zahle ich verschiedene Beiträge. Die gesetzliche (egal ob Barmer, AOK usw) bekommen alle immer das gleich von mir. Es herrscht kein Wettbewerb um niedrigere Kosten für den Beitragszahler.
Deswegen ist die französische "Bürgerversicherung" bestenfalls eine Grundversicherung auf sogar niedrigerem Niveau wie die deutsche gesetzliche Versicherung und fast jeder Franzose (der es sich leisten kann) hat eine private Zusatzversicherung.

Ich gebe dir in vielen Punkten Recht Violetta. Es ist für manche Privatversicherte ein riesen Problem wenn sie nicht einfach in die gesetzliche zurück können. Eine echte Wahlfreiheit für Beamte wäre sinnvoll und viele wissen gar nicht was ihre Arztbesuche kosten.

Die frage ist eben, wie eine bessere Alternative aussieht. Dass es sicherlich sehr gut verdienende Leute gibt, die mehr zahlen könnten, da gebe ich dir Recht.
 
Wenn ich private krankenversicherungen vergleiche, zahle ich verschiedene Beiträge. Die gesetzliche (egal ob Barmer, AOK usw) bekommen alle immer das gleich von mir. Es herrscht kein Wettbewerb um niedrigere Kosten für den Beitragszahler.
Deswegen meine ich ja: Zumindest bei den privaten könnte mna ja ordentlich den Wettbewerb anregen, indem man beamte nicht mehr zwangsläufig privat versichert. So ist das ja ein ungleicher Wettbewerb, da sich die Privaten ja darauf verlassen können, dass sie einen großen Kundenstamm vom Staat zugeschoben bekommen. Würde das wegfallen, gäbe es einen echten Wettbewerb. Und dann würden sicher auch mehr Leute in die gesetzliche wechseln, wo man dann vielleicht auch ein gerechterese Beitragssystem aufbauen könnte.
 
ich denke übrigens generell, dass unser Beamtensystem ganz dringent erneuert werden müsste. Da ist so viel im Argen...

Und noch ein kleiner "Fun Fact" am rande: Du hast ja neulich gesagt, der Staat würde sich in erster Linie um die Gesundheit seiner Mitarbeiter sorgen und sie deshalb privat versichern...
An der Uni, an der ich studiert habe wurde einmal vom Kultusministerium eine Studie in Auftrag gegeben, in der darüber geforscht werden sollte, warum junge Lehrer so oft Burnout bekommen. Die Ergebnisse waren dann recht eindeutig: neben den Disziplinproblemen in der Schule wurde vor allem die Abhängigkeit vom Dienstherren, Überstunden und vor allem die Tatsache, dass junge Lehrer oft willkürlich ins hinterletzte Kaff versetzt werden und dort einsam sind gefunden. Die Empfehlung war dann, Lehrer nicht mehr einfach so zu versetzen, sondenr ihre soziale Situation mehr zu berücksichtigen. Die Antwort vom Kultusministerium war dann (so hat es zumindest unser Prof erzählt), dass das eigentlich nicht die Antwort war, die man hören wollte und man lieber an einer anderen Uni nochmal ne Untersuchung in Auftrag geben wird.:mad:

Sowas ähnliches habe ich auch schon mal vom Juristen im Staatsdienst gehört.
Und mal ehrlich. Wenn es um die Gesundheit der Mitarbeiter gehen würde, gäbe es ne menge Maßnahmen, die man leicht ergreifen könnte...aber die gesundheit ist denen doch wuppe...
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke übrigens generell, dass unser Beamtensystem ganz dringent erneuert werden müsste. Da ist so viel im Argen...

Und noch ein kleiner "Fun Fact" am rande: Du hast ja neulich gesagt, der Staat würde sich in erster Linie um die Gesundheit seiner Mitarbeiter sorgen und sie deshalb privat versichern...
An der Uni, an der ich studiert habe wurde einmal vom Kultusministerium eine Studie in Auftrag gegeben, in der darüber geforscht werden sollte, warum junge Lehrer so oft Burnout bekommen. Die Ergebnisse waren dann recht eindeutig: neben den Disziplinproblemen in der Schule wurde vor allem die Abhängigkeit vom Dienstherren, Überstunden und vor allem die Tatsache, dass junge Lehrer oft willkürlich ins hinterletzte Kaff versetzt werden und dort einsam sind gefunden

Das lass aber nicht jene hören, die sagen Beamte hätten es ja so gut und wären ja so faul 😉

Beamte sind eben streng genommen auch Freiwild für den Staat, Menschen mit denen man alles machen kann, weil sie keine Abwehrrechte wie zb Streikrechte haben.

Deswegen ist es aber auch schwer sie mit anderen Arbeitnehmern zu vergleichen. Das Beschäftigungsverhältnis ist ein vollkommen anderes.

Das gilt auch für die Krankenversicherung. Das Beamten-Prinzip egal ob es um Sozialabgaben, Altersversorgung oder krankenversorgung geht, lautet: Der Beamte bekommt alles möglichst direkt vom Staat.

Der Staat zahlt nicht an Dritte (z.B. Rentenkassen) ein, sondern zahlt alles für Beamte aus dem laufenden Haushalt. Damit spart er sich die "durchgehenden" Versicherungsbeiträge und zahlt halt nur im Schadensfall.

Das hat für den Staat durchaus Vorteile, weil kein Dritter mitmischt, der vielleicht noch Gewinne erwirtschaften will. Außerdem spart der Spart sich Versicherungsbeiträge dadurch lange auf. Statt jetzt schon in eine Rentenkasse zahlen zu müssen, schiebt der Staat die Ausgabe hinaus bis der jeweilige Beamte wirklich in Pension geht.

Deswegen ist es aber so aberwitzig wenn Menschen fordern, dass Beamte auch in die Rentenkassen eingebunden werden müssten. Der Staat müsste praktisch sofort zig Milliarden in Rentenkassen nachzahlen. Die Nachversicherung nur eines einzelnen Beamten kostet bisweilen hundert tausende Euro.

Insofern wenn man Dinge wie Pension oder Krankenversicherung reformieren möchte, sollte man dies aus meiner Sicht, nur für neue Fälle tun. Der Staat könnte beispielsweise einfach weniger Beamte und mehr Angestellte einstellen.
 
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