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Die neue Groko

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Ich sehe das ganz pragmatisch und weiß, wie unverzichtbar der Beamte ist. Doch das werden andere erst merken, wenn es dann zu spät ist.

Im übrigen haben Beamte bereits Einschnitte hingenommen: Arbeitszeitverlängerung, Realkürzung des Einkommens, Selbstbeteiligung an der Altersversorgung und die Pflegepflichtversicherung. Für mich sind einige dieser Dinge verfassungswidrig, aber geklagt hat offenbar niemand dagegen.

Das Berufsbeamtentum ist kein überholtes Relikt, denn es hat sich über Jahrhunderte hinweg den Gegebenheiten angepasst und wird dies auch weiterhin tun.

Das sind Dinge welche für den Nichtbeamten mehr oder weniger Alltag ist. Dennoch, wenn sie weiterhin nichts in die Rentenkasse einzahlen, wird es irgendwann nicht mehr finanzierbar, ist nicht schön, ist aber so.
Und ja, man sollte schon überlegen ob man die Beamtenfülle braucht welche man da hat und ich denke dort wird man am ehesten ansetzen. Ich denke, man wird über die Ausdünnung versuchen Kosten zu senken, weil es nicht mehr anders geht.
 
Was ich als Maaßen's Stelle getan hätte?

1. Ich gebe keine Interviews bei der BILD, erst recht nicht vorab
2. Ich kläre den Sachverhalt auf
3. Ich informiere vorrangig die Politik über meine Ermittlungen
4. Falls ich mich überhaupt der Presse offenbare, dann ausschließlich mit Tatsachen

Und ja, selbst wenn mich die Kanzlerin öffentlich angreift, ist Teil des Beamtemtums, dass ich diesen Konflikt NICHT in der Bild kläre.


@Ondina: Wenn du Beamte abschaffen willst, dann muss dir aber auch das klar sein. Die neuen Nicht-Beamten haben ALLE Arbeitnehmerrechte. Das bedeutet der Leiter des Geheimdienstes kann streiken, öffentlich (!). Du kannst auch dann direkt eine Email an Russland und die US schicken: Spioniert uns bitte JETZT aus, unser Nachrichtendienst streikt die nächste Woche 😀

Die neuen Arbeitskräfte stünden in keinem engen Treueverhältnis mehr, müssen nicht politisch neutral sein und wären bestechlicher.
Bereits heute sind 60% der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes keine Beamten. Natürlich kann man die Quote weiter senken aber man schaue nur nach Länder wie Griechenland, in denen der Staat kein funktionierendes Beamtensystem hat.
Da wird keine Grundsteuer eingetrieben, weil es keine funktionierenden Katasterämter gibt. Da wüten Waldbrände, weil die Feuerwehr nicht funktioniert. Da haben die Lehrer vor einigen Jahren für eine zwanzigprozentige (!) Lohnerhöhung acht Monate lang gestreikt. Ein ganzer Schülerjahrgang bekam keine Abgangszeugnisse, verlor ein Jahr Schulbildung!

Als Beamter lernst du nicht wie andere Ausbildungsberufe deine Tätigkeit. Du investierst einen Großteil deiner Zeit darin Staat und Verfassung zu lernen und eine Verfassungstreue zu entwickeln. GERADE der Fall Maaßen zeigt, was passiert wenn ein Beamter dies nicht verinnerlicht.

Beamte oder nicht ist eine Frage wie eng und treu ein Staat seine Bediensteten an sich binden will.

Ja, da ist auch wieder was dran, dennoch denke ich schon das es einen Teil gibt auf den wir gut und gerne verzichten können. Und diesen Teil meinte ich.
Schau, auch wenn nicht jeder Briefträger/Postbote mehr Beamter ist, kommt die Post dennoch pünktlich an und auch Briefe von Ämtern und Behörden werden pünktlich zugestellt. Das hätte sich vorher auch niemand träumen lassen, natürlich wenn man da gefragt hätte ob man diese denn nicht einsparen könnte wäre garantiert der Einwurf gekommen das dann die Deutsche Post zu Grunde geht.

Ich meine mich zu erinnern das solche oder ähnliche Horrorszenarien da auch an die Wand gemalt wurden, und was ist passiert nix ist passiert. Gleichwohl ich, dass was Lohntechnisch dort abgeht, ganz und gar nicht für gut heiße. Aber es ging hier ja um Beamte.
 
Naja aber wir haben in unserem Land eben eine Gewaltenteilung:
Legislative macht Gesetze und führt das Land politisch (Merkel)
Judikative fällt Urteile und überwacht die Verfassungskonformität der Legislative (Gerichte)
Exekutive setzt Gesetze um (Beamte)

.

Merkel gehört nicht zur Legislative, sondern sie ist ein Teil der Exekutive. Das Parlament ist die Legislative, also Bundestag und Bundesrat.
 
Ja, da ist auch wieder was dran, dennoch denke ich schon das es einen Teil gibt auf den wir gut und gerne verzichten können. Und diesen Teil meinte ich.
Schau, auch wenn nicht jeder Briefträger/Postbote mehr Beamter ist, kommt die Post dennoch pünktlich an und auch Briefe von Ämtern und Behörden werden pünktlich zugestellt. Das hätte sich vorher auch niemand träumen lassen, natürlich wenn man da gefragt hätte ob man diese denn nicht einsparen könnte wäre garantiert der Einwurf gekommen das dann die Deutsche Post zu Grunde geht.

Ich meine mich zu erinnern das solche oder ähnliche Horrorszenarien da auch an die Wand gemalt wurden, und was ist passiert nix ist passiert. Gleichwohl ich, dass was Lohntechnisch dort abgeht, ganz und gar nicht für gut heiße. Aber es ging hier ja um Beamte.

Post - gutes Beispiel 😀

Vor 10 Jahren bekam ich meine Post und Pakete morgens von der immer gleichen Post/DHL Zustellerin, relativ pünktlich, freundlich, alles super. 🙂

Heute ist der Markt "liberalisiert". Ich bekomme Sachen abwechselnd von 4-5 verschiedenen Firmen, mal um 9 Uhr Morgens, mal um 20 Uhr Abends. Als Fahrer werden junge Männer beschäftigt, die kaum Deutsch sprechen und die Hinterlegung von Paketen funktioniert nicht, Stichwort "Adresse nicht gefunden" oder "Paket wochenlang verschollen".
Aber ja, die Zustellung ist günstiger und keiner von denen ist verbeamtet ... super ....

Amazon hat jetzt angefangen nur noch über den eigenen Lieferdienst Amazon Logistics auszuliefern - der Zusteller fährt in einem weißen total verschmutzen Wagen vor (kein Post- oder Amazon-Logo, alter Privatwagen, kennt keine Verkehrsregeln), kann ungelogen KEIN Wort Deutsch und zeigt nur auf den Adressaufkleber um zu fragen ob ich die Person bin. Geilo....

Ja gute Arbeit muss nicht bedeuten, dass derjenige verbeamtet sein muss. Aber wenn Leute weniger Beamte im öffentlichen Dienst wollen, heißt ja übersetzt "schlechtere Bezahlung, Kündbarkeit usw". Das wird die Qualität im öffentlichen Dienst nicht verbessern, siehe Post. Der öffentlichen Dienst hat ja heute schon Probleme gutes Personal zu finden. Praktisch kein IT Fachmann geht in den ÖD.

Es stimmt, dass viele Verwaltungen stark unterbesetzt sind, das bestätigen etliche Erhebungen. Etwa 185.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen aktuell in Verwaltung und Behörden, beziffert der Deutsche Beamtenbund. Allein die Kommunen könnten 140.000 Menschen mehr einstellen, hauptsächlich Erzieher und Lehrerinnen. Auf sogar 300.000 bis 400.000 fehlende Mitarbeiter im gesamten öffentlichen Dienst schätzt das Beratungsunternehmen PwC die Beschäftigtenlücke bundesweit schon jetzt. Bis 2030 werden es sogar 800.000 unbesetzte Stellen sein.

Wenn ich dann höre, es soll weniger Beamte geben, weniger Geld, weniger Pension, Kündbarkeit usw, wer will dann noch im ÖD arbeiten?
 
Post - gutes Beispiel 😀

Vor 10 Jahren bekam ich meine Post und Pakete morgens von der immer gleichen Post/DHL Zustellerin, relativ pünktlich, freundlich, alles super. 🙂

Heute ist der Markt "liberalisiert". Ich bekomme Sachen abwechselnd von 4-5 verschiedenen Firmen, mal um 9 Uhr Morgens, mal um 20 Uhr Abends. Als Fahrer werden junge Männer beschäftigt, die kaum Deutsch sprechen und die Hinterlegung von Paketen funktioniert nicht, Stichwort "Adresse nicht gefunden" oder "Paket wochenlang verschollen".
Aber ja, die Zustellung ist günstiger und keiner von denen ist verbeamtet ... super ....

Amazon hat jetzt angefangen nur noch über den eigenen Lieferdienst Amazon Logistics auszuliefern - der Zusteller fährt in einem weißen total verschmutzen Wagen vor (kein Post- oder Amazon-Logo, alter Privatwagen, kennt keine Verkehrsregeln), kann ungelogen KEIN Wort Deutsch und zeigt nur auf den Adressaufkleber um zu fragen ob ich die Person bin. Geilo....

Ja gute Arbeit muss nicht bedeuten, dass derjenige verbeamtet sein muss. Aber wenn Leute weniger Beamte im öffentlichen Dienst wollen, heißt ja übersetzt "schlechtere Bezahlung, Kündbarkeit usw". Das wird die Qualität im öffentlichen Dienst nicht verbessern, siehe Post. Der öffentlichen Dienst hat ja heute schon Probleme gutes Personal zu finden. Praktisch kein IT Fachmann geht in den ÖD.

Es stimmt, dass viele Verwaltungen stark unterbesetzt sind, das bestätigen etliche Erhebungen. Etwa 185.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen aktuell in Verwaltung und Behörden, beziffert der Deutsche Beamtenbund. Allein die Kommunen könnten 140.000 Menschen mehr einstellen, hauptsächlich Erzieher und Lehrerinnen. Auf sogar 300.000 bis 400.000 fehlende Mitarbeiter im gesamten öffentlichen Dienst schätzt das Beratungsunternehmen PwC die Beschäftigtenlücke bundesweit schon jetzt. Bis 2030 werden es sogar 800.000 unbesetzte Stellen sein.

Wenn ich dann höre, es soll weniger Beamte geben, weniger Geld, weniger Pension, Kündbarkeit usw, wer will dann noch im ÖD arbeiten?

Andreas, du hast es schon richtig erfasst, um gute Arbeit abzuliefern muss man nicht zwingend verbeamtet sein. Und das die Zustände bei der Post so sind wie sie sind, ist doch letzten Endes auch nur der viel umjubelten Globalisierung geschuldet in der im übrigen auf kurz oder lang kein Platz sein wird für Beamte denn, man muss ja konkurrenzfähig bleiben. Ja man sollte sich schon überlegen wofür man jubelt.

Man kann auf der einen Seite nicht die Globalisierung befürworten und auf der anderen Seite jedoch wünscht man sich das gute alte Beamtentum aus der guten alten Zeit zurück und das funktioniert nicht mehr. Schön wäre wenn die Globalisierung nur für die anderen stattfinden würde und man selber bliebe verschont. Noch besser wäre es, man bliebe gleich ganz in seiner eigenen Wohl-fühl Blase, nur da gibt es ein Problem, so läuft das nicht, hat euch das keiner gesagt?

Da kann man nur sagen das wolltet ihr doch alle. Und ich kann dir eines sagen, das geht noch weiter so. Eine Globalisierte Welt die hart auf Wettbewerb ausgerichtet ist, sowie nur noch den/ ihren Aktionären verpflichtet, hat keinen Platz mehr für deutsches Beamtentum, das werden die Beamten hier auch noch merken. Denn diese Büchse der Pandorra hat man schon lange geöffnet.

Und dann liegt das niedrige Qualitätsniveau wohl eher daran, dass die Personaldecke mehr als dünn ist, und da auch nur noch vermehrt Menschen aus irgend welchen armen EU- Staaten eingestellt werden ( und jetzt weis man auch, warum man so scharf war diese Länder in die EU zu kriegen, ganz hart vernebelte meinen ja immer noch es hätte humanitäre Gründe, ja und Morgen kommt der Osterhase😀) sieht es dann in diesem Bereichen nun mal so aus.

Aber das scheint in vielen bereichen als Qualifikation auszureichen. Man muss nicht aus jedem Briefträger einen Beamten machen es würde schon genügen wenn man die Leute anständig bezahlt und die Personaldecke etwas mehr verdichtet, aber ach nein da bleibt ja weniger für die Konzerne und ihre Aktionäre über.

Man muss nicht jeden Kloputzer verbeamten um saubere Toiletten zu bekommen, man muss nur eine vernünftige Lohn- und Personalpolitik betreiben aber davon entfernt sich dieses Land immer mehr, auch unter den Jubel von so manchem seiner Bewohner ja, aber so sieht dann nun mal die Kehrseite aus.

Und dann ist es doch nicht so, dass man diese offenen Stellen von den du redest nicht besetzen könnte, das ginge ohne weiteres, da gibt es jedoch nur ein Problem, es will niemand bezahlen, so schaut's aus. Und da der Beamte garantiert kein Sparmodell ist, passt er nicht mehr in diese Globalisierte Welt. Und deshalb wird es hier auch nie wieder Postbeamte geben.😉

Hier wird nur noch forciert was so wenig wie möglich kostet, und so viel wie möglich Gewinne einfährt. Billig und willig ist das Zauberwort, in einer immer mehr globalisierten Welt. Denn wie sollten wir denn sonst mit dem Arbeiter in Indien, China und/oder Bangladesh anders Lohntechnisch mithalten können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ich kann den Groll schon verstehen: so ein Beamter, der reine Sachbearbeiter-Tätigkeiten macht, bekommt um einiges mehr Geld, als ein normaler Sachbearbeiter. Dass Geheimdienst, Polizei, Justiz etc. alle Beamte sein sollten, da lässt sich für mich nicht dran rütteln, das ist ein wichtiger Aspekt und wenn man bedenkt, wie hart allein oft die Arbeit der Polizei ist, sollte es einfach Vorteile für diesen Job geben. Aber beim Rest muss ich echt sagen, das muss nicht sein. Und es gibt doch auch noch ein Zwischending: wenn die Post nur ungelernte, schlecht Deutsch sprechende Zulieferer beschäftigt, dann gibt es auch nicht nur das Beamtentum, sondern man könnte prinzipiell darüber reden, wie man vielleicht bessere, fairere Bedingungen schafft und das nicht wieder nur am Beamtentum festmachen. 😉 Oder man sagt, dass Beamte halt wie die Normalsterblichen verdienen und lediglich Vorteile haben, wie beispielsweise Arbeitsplatzsicherheit oder mehr Zulagen, was weiß ich. Weil mies ist das schon: der Staat kann sich um seine Mitarbeiter dann sehr gut kümmern, teilweise echt überzogen und die Normalsterblichen, die die Steuern und das Geld ranschaffen, die müssen um ihre Rente noch sehr viel mehr fürchten und haben noch ganz andere Probleme.

Das ganze System gehört dann trotzdem irgendwo erneuert. Ich finde es z. B. total daneben, dass der Lehrer-Anwärter, der eine Therapie macht und seine Probleme aufarbeitet so um seinen Status fürchten muss und der abgedrehte Lehrer, der den Frust dann an seinen Schülern auslässt und dem Job nicht gewachsen ist, den lässt man im Beamtentum (jetzt überspitzt gesagt).
 
Andreas, du hast es schon richtig erfasst, um gute Arbeit abzuliefern muss man nicht zwingend verbeamtet sein. Und das die Zustände bei der Post so sind wie sie sind, ist doch letzten Endes auch nur der viel umjubelten Globalisierung geschuldtet in der im übrigen auf kurz oder lang kein Platz sein wird für Beamte denn, man muss ja konkurrenzfähig bleiben. Ja man sollte sich schon überlegen wofür man jubelt.

Man kann auf der einen Seite nicht die Globalisierung befürworten und auf der anderen Seite jedoch wünscht man sich das gute alte Beamtentum aus der guten alten Zeit zurück und das funktioniert nicht mehr. Da kann man nur sagen das wolltet ihr doch alle. Und ich kann dir eines sagen, das geht noch weiter so. Eine Globalisierte Welt die hart auf Wettbewerb ausgerichtet ist, sowie nur noch den/ ihren Aktionären verpflichtet, hat keinen Platz mehr für deutsches Beamtentum, das werden die Beamten hier auch noch merken. Denn diese Büchse der Pandorra hat man schon lange geöffnet.

Wie wer in Deutschland Post zustellt, hat doch nix mit Globalisierung zu tun sondern schlicht damit ob der Staat die Postzustellung selbst hoheitlich wahrnimmt oder den Markt Privatunternehmern öffnet.

Und ich bin sehr erstaunt, dass du Privatisierungen verteidigst. Privatisierungen sind typisch neoliberale Ideale. Nach dem Motto: "Alles ist besser wenn es im harten Wettkampf steht. Wer dabei verliert hat eben Pech"
Was ist wenn du am A**** der Welt wohnst und kein privater Zusteller dich beliefert? Pech gehabt.

Und dann liegt das niedrige Qualitätsniveau wohl eher daran, dass die Personaldecke mehr als dünn ist

Liebe Ondina, ich verstehe deine Intension nicht.
Private Zusteller zahlen extrem schlecht, behandeln ihre Mitarbeiter oft schlecht, die Personaldecke ist dünn, schlecht qualifiziert und die Leistungsqualität mies.
Ist das deine Argumentation warum es GUT ist, dass die Post privatisiert wurde und dort keine Beamten mehr arbeiten?

Seit ich hier im Hilferuf Forum bin, betone ich immer wieder, dass wie fairere Löhne und Arbeitsverträge brauchen, weil zb Leiharbeit (wieder eine tolle neoliberale Idee) nur die absolute Ausnahme sein soll. Jetzt siehst du einen Bereich (Beamte), der kein Lohndumping macht und dauerhafte Arbeitsplätze bietet und sagst "Ne das geht nicht! Lieber privatisieren und beim Lohndumping mitmachen!"

Ich bin froh, dass viele Bereiche noch SICHER, sprich staatlich sind. Nicht nur Polizei und Feuerwehr, sondern auch Dinge wie Telekommunikation und Post gehören für mich vom Staat gemacht und nicht von Privaten, die dich nur dann beliefern wenn es für sie lohnend ist. Wir haben doch schon heute das riesen Problem, dass die Netzabdeckung in Deutschland erschreckend schlecht ist. Warum? Weil kein Privatunternehmen an einem 1.000 Seelen Kuhdorf interessiert ist.

Und wenn ich dann höre, dass Beamte faul seien und keine qualitative Arbeit abliefern würden, dann muss ich doch lachen. Denn wenn die Alternative privates Lohndumping sein soll, dann ist das weder qualitativ besser noch gut für Arbeitnehmer oder Bürger. Beamte werden nicht fürstlich bezahlt aber anständig. Und solch faire anständige Lohne braucht das Land, sonst kannst du auch keine Qualität erwarten.
 
Jetzt hast Du Dich aber selbst, den Kunden, vergessen, der das alles billig haben will. Der ist nämlich am Ende der entscheidende Faktor.

Nein da irrst du dich aber gewaltig, nicht ich möchte alles billig haben, ich muss billig kaufen, weil mir gar nichts anderes übrig bleibt.

Gerhard Schröder hat den besten Niedriglohnsektor in Europa geschaffen, und war auch noch Stolz darauf. Ich würde viel lieber anständiges Zeug kaufen zu einem vernünftigen Preis und die Betonung liegt auf anständiger Ware, kein billig Schrott aus sonst-woher, leider ist das mit dem Einkommen welches ich generiere nun mal nicht möglich.

Ich glaube kaum das der Billig Löhner beim Bäcker um die Ecke einkaufen kann, auch wenn er weis das dass Brot und die Brötchen dort zehn mal besser schmecken, es geht aber nicht, sein Budget gibt es nicht her, da kann er wollen was er will.

Den ganzen Niedergang des Handwerkes haben wir doch den von G. Schröder geschaffenen Niedriglohnsektor zu verdanken.
Und der Niedriglohnsektor musste geschaffen werden, um Deutschland fit für die Globalisierung zu machen. So wird ein Schuh draus.

Auf den niedrigen Löhnen fußt doch der ganze Globalisierungsquatsch, den auch übrigens auf kurz oder lang jede Menge Beamte zum Opfer fallen werden. Notfalls werden Gesetze geändert, alles kein Problem. 😉
 
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