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Die Logik vom Glücklichsein

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Alles richtig.

Und was ist mit dem Sinn des Lebens? Muss man diesen finden?

Braucht das Leben einen Sinn? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es diesen übergeordneten mysteriösen Sinn gibt. Wir werden geboren, wir leben, wir sterben, nach uns leben und sterben andere. Das Ganze hat wahrscheinlich keine besondere Bedeutung.
Aber genau das ist doch eine unglaubliche Chance, oder? Weil wir unserem Leben dadurch selbst einen eigenen Zweck geben können. Der Sinn des Lebens ist leben. 🙂
 
Braucht das Leben einen Sinn? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es diesen übergeordneten mysteriösen Sinn gibt. Wir werden geboren, wir leben, wir sterben, nach uns leben und sterben andere. Das Ganze hat wahrscheinlich keine besondere Bedeutung.
Aber genau das ist doch eine unglaubliche Chance, oder? Weil wir unserem Leben dadurch selbst einen eigenen Zweck geben können. Der Sinn des Lebens ist leben. 🙂

das würde bedeuten, dass Glück und Unglück, Krankheit und Gesundheit, alleine oder in angenehmer Gesellschaft, arm oder reich bedeutungslos sind. Was nichts bedeutet, wird entsorgt.

Wenn wir uns selbst den Zweck geben können, warum wirst Du dann nicht Bundeskanzler oder Milliardär?
Weil Du es nicht kannst. Deinen Sinn des Lebens teile ich nicht.
 
das würde bedeuten, dass Glück und Unglück, Krankheit und Gesundheit, alleine oder in angenehmer Gesellschaft, arm oder reich bedeutungslos sind. Was nichts bedeutet, wird entsorgt.

Wenn wir uns selbst den Zweck geben können, warum wirst Du dann nicht Bundeskanzler oder Milliardär?
Weil Du es nicht kannst. Deinen Sinn des Lebens teile ich nicht.

Dass beispielsweise unser Glück oder Unglück etwas bedeutet, würde voraussetzen, dass wir selbst auch etwas bedeuten. Was wir jedoch nicht tun. Wir verschwinden nach einer eigentlich ziemlich kurzen Zeit, ohne nachhaltige Spuren zu hinterlassen.

"Was nichts bedeutet, wird entsorgt"? Wo aus meinem Beitrag liest du das heraus? Ich sage doch, dass genau diese Bedeutungslosigkeit uns im Grunde frei macht. Von Zwängen. Natürlich funktioniert auch absolute Freiheit nicht, weshalb wir uns schließlich in eine Gesellschaft mit gewissen Regeln fügen, die unsere wesentlichen Freiheiten erhält. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

Warum sollten wir uns NICHT einen eigenen Zweck geben können? Wir sind – in einem gewissen Rahmen – dazu in der Lage, frei zu handeln und, aufgrund von Vernunft oder Gefühlen, eine eigene, individuelle Zukunft zu planen, eigene Zwecke zu setzen, frei zu sein, uns selbst zu verwirklichen und uns damit im Endeffekt einen Sinn zu geben.

Um ehrlich zu sein, verstehe ich den letzten Absatz deines Beitrags nicht.
 
... Ach, und noch zum letzten Absatz 😀 :

Natürlich kann ich mich nicht selbst mal eben zur Milliardärin oder Kanzlerin machen, um deine Beispiele mal aufzugreifen. Aber ich könnte mir es als Ziel setzen, dies zu erreichen, es mir also zum (Teil-)Sinn/Zweck meines Seins zu machen; ich hätte somit etwas, das mir einen Sinn gibt und das ich anstrebe.
 
Dass beispielsweise unser Glück oder Unglück etwas bedeutet, würde voraussetzen, dass wir selbst auch etwas bedeuten. Was wir jedoch nicht tun. Wir verschwinden nach einer eigentlich ziemlich kurzen Zeit, ohne nachhaltige Spuren zu hinterlassen.

"Was nichts bedeutet, wird entsorgt"? Wo aus meinem Beitrag liest du das heraus? (Diese Aussage war meine Ableitung aus Deinem Beitrag)

Ich sage doch, dass genau diese Bedeutungslosigkeit uns im Grunde frei macht. Von Zwängen. Natürlich funktioniert auch absolute Freiheit nicht, weshalb wir uns schließlich in eine Gesellschaft mit gewissen Regeln fügen, die unsere wesentlichen Freiheiten erhält. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Bedeutungslosigkeit des Menschen bedeutet n.m.M. auch menschliches Unglück.

Warum sollten wir uns NICHT einen eigenen Zweck geben können? Wir sind – in einem gewissen Rahmen – dazu in der Lage, frei zu handeln und, aufgrund von Vernunft oder Gefühlen, eine eigene, individuelle Zukunft zu planen, eigene Zwecke zu setzen, frei zu sein, uns selbst zu verwirklichen und uns damit im Endeffekt einen Sinn zu geben.

Liebe Daenerys,

warum sollten Menschen nach guten Berufen oder nach hohen Zielen (Glück) streben, wenn sie sich selbst als bedeutungslos empfinden? Durch Deine Definition wird doch alles entwertet, was mit Menschen zu tun hat.

Und es geht noch schlimmer:
Wenn wir uns für einen Hund halten, werden wir das Bellen üben und uns über die Leine am Hals nicht beschweren. Das Leben des Menschen neigt zur Bedeutungslosigkeit, wenn sich der Mensch für bedeutungslos hält.

Es gibt Menschen, die sich durch ihren Beruf definieren. Andere wieder definieren sich durch ihren Besitz. Wieder andere definieren sich durch die Menschen, die ihnen applaudieren, wenn sie sich so verhalten, wie diese Menschen es wollen. Der Definitionsraum beträgt bei vielen Menschen lediglich ein Menschenleben. Deine Definition von Dir ausgewählt, bestimmt, was Du in der Folge denkst und machst. Daher kommen ganz unterschiedliche Ansichten über das Leben und seine Bedeutung zustande. Wenn ich Deine Aussagen betrachte, habe ich den Eindruck, dass Du Dich als einen ungeliebten Mensch siehst.

Wo meine Definition angesiedelt ist, kannst Du meiner Signatur entnehmen.
Ich sehe mich als einen von Gott geliebten Menschen.

LG, Nordrheiner
 
Lässt denn nicht erst das Nachdenken über Glück die Vorstellung entstehen, es könnte Nicht-Glück/ Unglück geben?
 
Lässt denn nicht erst das Nachdenken über Glück die Vorstellung entstehen, es könnte Nicht-Glück/ Unglück geben?

Auf ersten Blick klingt diese Frage völlig logisch nach einer vollständigen Erklärung. Wir sollten jedoch nicht übersehen, dass wir ein Bewusstsein haben, mit dem wir auch unsere Gedanken bewerten können und tun. Der Verstand ist also lediglich ein wichtiges Instrument für das Bewusstsein.

Ohne Verstand hätten wir nur noch die Gefühle, mit denen wir eine Bewertung der Umstände vornehmen. Insofern ist verständlich, dass sich Menschen unglücklich fühlen, auch wenn es ihnen auf Grund ihres guten Arbeitsplatzes und der lieben Menschen um sie herum gut geht.

Es handelt sich hierbei um Menschen, denen die Bewertung durch die Gefühle mehr bedeutet, als die Bewertung mittels Verstand. Das Ich entscheidet, auf welcher Informationsbasis sich der Mensch zur Bewertung Glück oder Unglück entschließt.
 
Liebe Daenerys,

warum sollten Menschen nach guten Berufen oder nach hohen Zielen (Glück) streben, wenn sie sich selbst als bedeutungslos empfinden? Durch Deine Definition wird doch alles entwertet, was mit Menschen zu tun hat.


LG, Nordrheiner

Da hast du die Aussage von Daenerys missverstanden, denke ich. Wir Menschen empfinden uns selbst ja nicht als bedeutungslos. Im Gegenteil, wir messen unserem bescheidenen kleinen Leben oftmals sogar eine unangemessen große Bedeutung zu und sehen gerade deshalb nur unser eigenes Glück oder Unglück.

Ich glaube, was Daenerys ausdrücken will, ist, dass Bedeutung und Sinn zutiefst menschliche Begriffe sind; jeder Mensch kann eine subjektive Auffassung von "Bedeutung" oder "Sinn" entwickeln, aber es existiert keine Bedeutung, kein Sinn losgelöst von uns; ich denke jedenfalls nichts, dass es einen universalgültigen Sinn des menschlichen Lebens gibt, der in den Naturgesetzen verankert steht oder von einem höheren Wesen geschaffen wurde - beides gute Beispiele dafür, wie wichtig wir Menschen uns oft nehmen, sowohl als Einzelne als auch als Kollektiv.

Religion ist ein zutiefst menschliches Phänomen, welches zeigt, wie wichtig es dem Menschen ist, in seinem Dasein einen Sinn zu sehen, der über ihn selbst hinausgeht; für viele Menschen scheint die Vorstellung tröstlich zu sein, das es einen "höheren Sinn" gibt, der über sie selbst hinausgeht.
Ich halte es da ohnehin wie Feuerbach und betrachte Religion als Anthropologie. Der Mensch hat Religion auf der Suche nach "dem" Sinn des menschlichen Lebens erschaffen, so jedenfalls meine Ansicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lässt denn nicht erst das Nachdenken über Glück die Vorstellung entstehen, es könnte Nicht-Glück/ Unglück geben?

Meiner Ansicht nach ja, und das trifft eigentlich nicht nur auf Glück oder Unglück zu: Stellen wir uns eine Gesellschaft vor, deren Mitglieder nie über Recht und Unrecht nachdenken. Für sie gibt es das einfach nicht, sie handeln nach anderne Prinzipien, beispielsweise nach ihren Instinkten.

Erst das Nachdenken über Richtig und Falsch, über moralische Normen und Werte, lässt in den Mitgliedern dieser Gesellschaft die Vorstellungen entstehen, dass es Recht sowie Unrecht gibt und was ein Recht ist und was ein Unrecht.

Die Fundamente aller menschlichen Gesellschaften beruhen auf diesen Prozessen des Nachdenkens. Wir Menschen sind es, die solche Begriffe wie "Glück", "Unglück", "Recht", "Unrecht" schaffen und auch definieren, und was genau für jemanden "Glück" bedeutet oder "Unrecht", ist immer stark von der Gesellschaft abhängig, in der die Person aufwächst, und natürlich vom Individuum an sich.
 
Ich glaube, was Daenerys ausdrücken will, ist, dass Bedeutung und Sinn zutiefst menschliche Begriffe sind; jeder Mensch kann eine subjektive Auffassung von "Bedeutung" oder "Sinn" entwickeln, aber es existiert keine Bedeutung, kein Sinn losgelöst von uns; ich denke jedenfalls nichts, dass es einen universalgültigen Sinn des menschlichen Lebens gibt, der in den Naturgesetzen verankert steht oder von einem höheren Wesen geschaffen wurde - beides gute Beispiele dafür, wie wichtig wir Menschen uns oft nehmen, sowohl als Einzelne als auch als Kollektiv.

Religion ist ein zutiefst menschliches Phänomen, welches zeigt, wie wichtig es dem Menschen ist, in seinem Dasein einen Sinn zu sehen, der über ihn selbst hinausgeht; für viele Menschen scheint die Vorstellung tröstlich zu sein, das es einen "höheren Sinn" gibt, der über sie selbst hinausgeht.
Ich halte es da ohnehin wie Feuerbach und betrachte Religion als Anthropologie. Der Mensch hat Religion auf der Suche nach "dem" Sinn des menschlichen Lebens erschaffen, so jedenfalls meine Ansicht.

Ein interessanter Beitrag.
Ich habe den Eindruck, Du unterstellst, dass die Realität das ist, was wir mit unseren 5 Sinnen erfassen und mit dem Verstand erdenken können. Und was wir nicht erdenken können, gibt es auch nicht. Diese Auffassung teile ich nicht.

Feuerbach war leider ein Ignorant, der von sich auf andere schloß. Es ist keine gute Referenz, sich auf ihn zu beziehen.

LG, Nordrheiner
 
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