Ich glaube, was Daenerys ausdrücken will, ist, dass Bedeutung und Sinn zutiefst menschliche Begriffe sind; jeder Mensch kann eine subjektive Auffassung von "Bedeutung" oder "Sinn" entwickeln, aber es existiert keine Bedeutung, kein Sinn losgelöst von uns; ich denke jedenfalls nichts, dass es einen universalgültigen Sinn des menschlichen Lebens gibt, der in den Naturgesetzen verankert steht oder von einem höheren Wesen geschaffen wurde - beides gute Beispiele dafür, wie wichtig wir Menschen uns oft nehmen, sowohl als Einzelne als auch als Kollektiv.
Religion ist ein zutiefst menschliches Phänomen, welches zeigt, wie wichtig es dem Menschen ist, in seinem Dasein einen Sinn zu sehen, der über ihn selbst hinausgeht; für viele Menschen scheint die Vorstellung tröstlich zu sein, das es einen "höheren Sinn" gibt, der über sie selbst hinausgeht.
Ich halte es da ohnehin wie Feuerbach und betrachte Religion als Anthropologie. Der Mensch hat Religion auf der Suche nach "dem" Sinn des menschlichen Lebens erschaffen, so jedenfalls meine Ansicht.