Nordrheiner
Sehr aktives Mitglied
Meiner Ansicht nach ja, und das trifft eigentlich nicht nur auf Glück oder Unglück zu: Stellen wir uns eine Gesellschaft vor, deren Mitglieder nie über Recht und Unrecht nachdenken. Für sie gibt es das einfach nicht, sie handeln nach anderne Prinzipien, beispielsweise nach ihren Instinkten.
da scheint Dir ein Fehler unterlaufen zu sein. Wenn Menschen nach Prinzipien handeln, haben sie bereits nachgedacht.
Erst das Nachdenken über Richtig und Falsch, über moralische Normen und Werte, lässt in den Mitgliedern dieser Gesellschaft die Vorstellungen entstehen, dass es Recht sowie Unrecht gibt und was ein Recht ist und was ein Unrecht.
Die Fundamente aller menschlichen Gesellschaften beruhen auf diesen Prozessen des Nachdenkens. Wir Menschen sind es, die solche Begriffe wie "Glück", "Unglück", "Recht", "Unrecht" schaffen und auch definieren, und was genau für jemanden "Glück" bedeutet oder "Unrecht", ist immer stark von der Gesellschaft abhängig, in der die Person aufwächst, und natürlich vom Individuum an sich.
Dein letzter Absatz ist nach meiner Meinung nach sachlich falsch. Sicherlich ist es so, dass Prozesse des Nachdenkens das größere Gewicht haben, wenn es um gesellschaftliche Prozesse geht. Aber ein nicht unbeträchtliches Gewicht ist den Gefühlen beizumessen. Allerdings könnte ich mich auch irren und es ist umgekehrt.
Wenn Du Recht hättest, müssten alle Erwachsene alle ihre wichtigen Entscheidungen nur auf Grund des Verstandes treffen. Das tun sie aber nicht. Gerade weil man weiß, dass viele Erwachsene gefühlsmässig stärker handeln, als ihnen oft lieb ist, lebt das Marketing so gut. Und vielleicht ist Dir bekannt, dass sich alle Parteien Marketingberater leisten.
Worüber man spekulieren könnte, wäre - wie groß der jeweilige Anteil der Gefühle bzw. des Verstandes an den Entscheidungen ist.
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