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Die Logik vom Glücklichsein

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Der Agnostiker

Dein Beitrag gefällt mir. Ich verstehe ihn und kann sehr viel damit anfangen.

Glücklich ist der, der nichts braucht.

Das stimmt. Es wäre gewissermaßen der Mittelpunkt - kein Mangel, kein Bedürfnis, keine Unzufriedenheit. Auch Kriege, Wettbewerbe, Konkurrenz und Mobbing hätten sich dadurch erledigt. Doch dann wiederum sind Menschen, zumindest die meisten, nicht so gestrickt. Schematisch/hierarchisch trifft es meines Erachtens die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow ganz gut.

Dauerhaftes Glück wird nicht von egoistischen Zielen erreicht, sondern durch Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, dem Willen, anderen Menschen etwas Gutes zu tun ohne etwas dafür zu erwarten.

Auch das stimmt, allerdings mit der Einschränkung, dass das Glück des Einzelnen nicht dem Glück der Gemeinschaft widersprechen sollte und das Glück der Gemeinschaft nicht dem Glück des Einzelnen.

Man tut es aus Herzlichkeit und Menschlichkeit, denn das, was man dafür zurückbekommt ist ein Gefühl des Friedens, des guten Gewissens, die Welt ein kleines Stück besser gemacht zu haben.

Da kann ich dir nun gar nicht widersprechen.

Leider ist das vielen Menschen in unserer leistungsorientierten und materiellen Gesellschaft, die sich trotz von vielen "Propheten" postuliertem "Goldenen Zeitalter" nicht zu bessern scheint, in der es nur um Geld und Vergnügen geht, einfach nicht bewusst.

Bewusstsein bzw. Sichtweise ist im Grunde alles, wie man diese Welt sieht und ihr begegnet. Der Begriff WYSIWYG (what you see is what you get) aus der Informationstechnologie trifft es ziemlich gut. Die Welt ist im Grunde immer genau so, wie du sie siehst. Und natürlich sieht jeder Mensch die Welt ein bisschen anders, sei es Mama, Papa, Oma, Opa, der Partner, der beste Freund, ein Kommilitone, ein Arbeitskollege, irgendjemand auf der Straße oder ein Mensch auf der anderen Seite der Welt.

Materieller Reichtum und Vergnügen sind insofern wichtig, als dass jedes Vergnügen auch Glück bedeutet und jeder materielle Reichtum nicht nur diverse Arten von Glück erleichtert, sondern auch einer Urangst entgegenwirkt, sich selbst und/oder seine Familie nicht ausreichend versorgen zu können.

Viele verfolgen nur, ja eigentlich durch diese Verrohung ganz unbewusst, egoistische Ziele, versuchen krampfhaft ihr Glück dort zu finden, wo keines zu finden ist, zumindest nicht auf Dauer.

Ich denke, dass jeder Mensch das Glück verfolgt. Im Übrigen stimme ich dir vollkommen zu.

Wenn ich mir so die Menschen angucke, dann verfallen viele in Depressionen, weil sie keinen Freund/Freundin haben oder sind traurig, weil sie kein Geld für ihr Lieblingskonzert haben oder meckern über den fehlenden Sommer, weil sie die Sonne im Inneren ihrer Seele nicht finden können.

Ich selbst denke, dass sehr viele Menschen in sich selbst keine Sonne finden. Und aus dieser Sehnsucht heraus suchen und klammern sich Menschen an andere Menschen, welche die Sonne versprechen - gewissermaßen der perfekte Partner, die große Liebe. Ich glaube, dass es oft einem Hilferuf gleicht, weil man sonst kein Licht sieht.

Sicherlich gehören solche Dinge zu einem erfüllten Leben dazu, sie sind aber nicht erforderlich, um wirklich glücklich zu sein. Liebe kann man nicht nur in einer Partnerschaft erfahren. Es gibt viele Formen der Liebe. Liebe zu der Natur, Liebe zum Hund, Liebe zu einem bestimmten Freund (ohne Schwul sein zu müssen).

Das stimmt auch. Auch ich bin durchaus fähig, das Leben zu mögen und zu lieben, ohne eine feste Beziehung zu haben oder schwul zu sein.

Wenn man die Frage stellt, was die Logik vom Glücklichsein ist, so würde die Antwort vermutlich lauten: "Das Glück ist eine mathematische Gleichung. Teile das Glücklichmachen anderer durch das Glücklichwerden wollen, das Ergebnis davon wird die Größe des Glücks sein, welches du erfahren wirst."


Glücklichmachen anderer (Selbstlosigkeit)
-------------------------------------------- = zu erfahrenes Glück
Glücklichwerden wollen (Egoismus)

Deine selbst aufgemachte Formel gefällt mir. Erlaubt sie doch zumindest, darüber nachzudenken, ob das Gegenteil wahr sein könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es um das Glücklichsein sein geht, dann geht es um ein ultimatives Prinzip, welches viele Menschen niemals gelernt haben, weil sie niemals die Gelegenheit hatten, es zu lernen.

Insofern ist Glück im Leben tatsächlich nicht mehr als ein Roulettespiel.
 
Wenn es um das Glücklichsein sein geht, dann geht es um ein ultimatives Prinzip, welches viele Menschen niemals gelernt haben, weil sie niemals die Gelegenheit hatten, es zu lernen.

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Wie lautet denn nun das ultimative Prinzip und hast Du es denn gelernt, sofern es das gibt?
 
Für mich gibt es keine "Glücksformel" oder "Glücksprinzip" das sich auf alle Menschen übertragen lässt und absolute Glückseligkeit für jeden Erdenbürger verspricht. Vielleicht gibt es Dinge, die sich bei vielen Menschen überschneidet, z.B. werden dir viele Menschen sagen, dass für sie Glück darin besteht, dass die Rahmenbedingungen des Lebens stimmen. Aber am Ende sind Menschen doch keine amorphe Masse, sonden Individuen mit eigenen Vorstellungen. Solche Sprüche wie "das Glück liegt in der Einfachheit" etc. sind für mich Phrasen.
"Das einzig Wahre" glauben nur Religionen und andere Despotien für sich gefunden und gepachtet zu haben. Ich bin eher dafür, dass jeder seinen eigenen Weg findet und erkundet, was ihn/sie glücklich macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
die absolute glücklichkeit empfindet man ab und zu, aber nie immer. es gibt immer mal wieder dinge (Arbeit, Studium, Beziehung, gewisse Ereignisse usw.) die einen das eine oder andere mal irgendwie runter ziehen. die gedanken dann auszuschalten fällt dann schwer. mir gelingt es manchmal aber nicht immer. nach einer schlechten Klausur bin ich dann einige tage total down und nichts kann mich aufheitern. dann gibt es aber Phasen, in denen fällt mir das glück nur zu. dann habe ich nichts in meinem leben zu bemängeln und bin einfach rundum zufrieden.

allerdings finde ich auch, sollte man versuchen, sich glücklich schätzen, mit dem was wir hier in deutschland haben. die meisten menschen haben ein dach übern kopf, eine Toilette, müssen nicht hungern und bekommen geld vom Staat. klar gibt es das drei klassen system, was aber im gegensatz zu anderen Ländern und Kulturen trotzdem purer luxus ist. doch sich das immer wieder vor augen zu führen ist schwer, da wir in dieser gesellschaft leben, in der jeder nach mehr strebt. besser, schneller, viel und davon immer mehr. ich beneide die, die mit dem "bisschen" was sie haben trotzdem vollkommen zufrieden sind und auch nicht mehr wollen oder brauchen.

menschen die alles haben (tolle freunde, tolle Familie, tolles privat leben, tollen job, genug geld) werden zum beispiel durch den tod eines lieben menschen aus diesem glück heraus gerissen und sind dann nicht mehr glücklich. die welt scheint still zu stehen und all das was sie bisher hatten, was sie glücklich machte, zählt nun alles nicht mehr.

ich kenne die formel zum glücklich sein nicht, einige menschen sind es aber trotz Schicksalsschläge oder wenig "Luxusgüter" aber trotzdem. ist es eine sache der Einstellung, der Erziehung oder eine sache der Erfahrungen. ich weiß es nicht.

ich bin ein normaler durchschnitt. ich kann mich wirklich nicht beklagen, habe eigentlich was ich brauche. trotzdem passiert es mir immer wieder, das mich manches eben doch mal runter zieht. obwohl ich immer inneren weiß, eigentlich ist alles okay.

ich versuche mir immer zu sagen, dass was du hast ist ausreichend und doch reicht es nicht immer ganz aus.
 
Wenn es um das Glücklichsein sein geht, dann geht es um ein ultimatives Prinzip, welches viele Menschen niemals gelernt haben, weil sie niemals die Gelegenheit hatten, es zu lernen.

Insofern ist Glück im Leben tatsächlich nicht mehr als ein Roulettespiel.
Glück kann man nicht lernen
Zufriedenheit daß Leben versuchen anznehmen wie es ist,trotz Schicksalsschläge schon eher.
Glück ist eher eine Sache von Fortuna.
 
Gast

die absolute glücklichkeit empfindet man ab und zu, aber nie immer. es gibt immer mal wieder dinge (Arbeit, Studium, Beziehung, gewisse Ereignisse usw.) die einen das eine oder andere mal irgendwie runter ziehen. die gedanken dann auszuschalten fällt dann schwer. mir gelingt es manchmal aber nicht immer. nach einer schlechten Klausur bin ich dann einige tage total down und nichts kann mich aufheitern. dann gibt es aber Phasen, in denen fällt mir das glück nur zu. dann habe ich nichts in meinem leben zu bemängeln und bin einfach rundum zufrieden.

allerdings finde ich auch, sollte man versuchen, sich glücklich schätzen, mit dem was wir hier in deutschland haben. die meisten menschen haben ein dach übern kopf, eine Toilette, müssen nicht hungern und bekommen geld vom Staat. klar gibt es das drei klassen system, was aber im gegensatz zu anderen Ländern und Kulturen trotzdem purer luxus ist. doch sich das immer wieder vor augen zu führen ist schwer, da wir in dieser gesellschaft leben, in der jeder nach mehr strebt. besser, schneller, viel und davon immer mehr. ich beneide die, die mit dem "bisschen" was sie haben trotzdem vollkommen zufrieden sind und auch nicht mehr wollen oder brauchen.

menschen die alles haben (tolle freunde, tolle Familie, tolles privat leben, tollen job, genug geld) werden zum beispiel durch den tod eines lieben menschen aus diesem glück heraus gerissen und sind dann nicht mehr glücklich. die welt scheint still zu stehen und all das was sie bisher hatten, was sie glücklich machte, zählt nun alles nicht mehr.

ich kenne die formel zum glücklich sein nicht, einige menschen sind es aber trotz Schicksalsschläge oder wenig "Luxusgüter" aber trotzdem. ist es eine sache der Einstellung, der Erziehung oder eine sache der Erfahrungen. ich weiß es nicht.

ich bin ein normaler durchschnitt. ich kann mich wirklich nicht beklagen, habe eigentlich was ich brauche. trotzdem passiert es mir immer wieder, das mich manches eben doch mal runter zieht. obwohl ich immer inneren weiß, eigentlich ist alles okay.

ich versuche mir immer zu sagen, dass was du hast ist ausreichend und doch reicht es nicht immer ganz aus.

Vielen Dank für deinen schönen Beitrag. Dem kann und will ich nichts hinzufügen.
 
OldCat

Wenn es um das Glücklichsein sein geht, dann geht es um ein ultimatives Prinzip, welches viele Menschen niemals gelernt haben, weil sie niemals die Gelegenheit hatten, es zu lernen.

Insofern ist Glück im Leben tatsächlich nicht mehr als ein Roulettespiel.

Glück kann man nicht lernen. [...]

Das sehe ich anders.

Zufriedenheit daß Leben versuchen anzunehmen wie es ist, trotz Schicksalsschläge schon eher.

Das ist bestimmt ein Teil des Glücks.

Glück ist eher eine Sache von Fortuna.

Das "Würfelglück" bestimmt, aber das Lebensglück weniger.

..

Nachtrag:

Ich meine, dass es irgendwie traurig klingt, dass wir keine Mächtigkeit, also keinen Einfluss auf unser Lebensglück haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
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