Vergleichen sollte man sich möglichst selten. Vor allem weil Menschen dazu tendieren sich mit besseren/reicheren/erfolgreicheren zu vergleichen.
Allerdings steckt hinter einem Vergleich auch der Wunsch nach Gerechtigkeit.
Wenn ich sehe, dass ich im Betrieb 10 Jahre fleißig arbeite und ein neuer Kollege die gleiche Arbeit direkt mit dem doppelten Gehalt anfängt, dann wäre ich schon sehr buddhistisch veranlagt nicht zu vergleichen und unzufrieden zu werden.
Mir ist es egal, dass es Menschen gibt, die mehr haben oder bekommen als ich. Nicht egal wird es mir aber, wenn ich es als ungerecht ansehe.
Das ist aber auch Einstellungs- und Typenfrage. Der eine zieht ständig Vergleiche und pocht auf Gerechtigkeit, der andere nicht.
Meine Oma hat mir nie gesagt, die Welt sei ungerecht oder sie sei unzufrieden obwohl sie nicht viel Geld hatte und schlimme Zeiten wie den zweiten Weltkrieg durchgemacht hat. Wenn der Nachbar ein dickes Auto hatte, kam nur gelassen "Na wenn er es nötig hat ..."
Ich hab ein wenig Sparsamkeit meiner Oma geerbt, aber trotzdem zucke ich schon mal bei ner dicken Protzkarre. Ist doch erstaunlich. Ich kenne jemanden nicht, sehe nur das Auto und denke "Prolet, bestimmt auf Kredit gekauft, Angeber!" Und kurze Zeit später merke ich, dass mich diese Aufregung nur 5 Sekunden Lebenszeit und ein Stückchen Zufriedenheit gekostet hat.