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Die Logik vom Glücklichsein

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Irgendwie ist hier gerade auch ein bisschen was falsch verstanden, glaube ich.

Es geht doch nicht um die, die viel oder gar unendlich viel haben, sondern um die, die wenig oder unendlich wenig haben.
 
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Re: Die Logik vom Glücklichsein
Das hat doch nichts mit jeder für sich selbst zu tun, wenn es uns egal ist , ob jemand mehr hat.

Sehe ich auch so. Das hat doch eher mit dem Thema Neid zu tun, bzw. der Abwesenheit von Neid. Wie gesagt, mich muss nicht weiter kümmern, wenn andere mehr verdienen als ich (es würde ja immer welche geben, die mehr haben als ich, auch wenn ich den Jackpot knacken würde), solange ich selbst gut über die Runden komme.
 
Und das ist eben auch, was die Dänen ein bisschen besser draufhaben, bzw. was der Wert des skandinavivischen Modells ist. Es wird mit diesen überdurchschnittlich hohen Steuern erstmal geschaut, dass es allen gut gehen kann, keiner hinten runterfällt.

Bestimmt kannst du auch dort "hinten runterfallen", aber es wird dir eben besonders schwer gemacht.
 
In Deinem Beispiel ging es aber darum, ob jemand mehr oder weniger verdient.

Nein, darum ging es nicht. Nicht wirklich. Es ging eigentlich nicht um Geld, sondern darum, wie Menschen Vergleiche zwischen sich selbst und anderen ziehen. Das kann etwas mit Geld zu tun haben, aber auch mit tausend anderen Dingen mehr.

Diese Gesellschaft ist nicht zuletzt auch eine vergleichende Gesellschaft. Das sollte die Aussage sein. Wie sehr aber so ziemlich jeder Vergleich hinkt, sollte gleichfalls klar sein.
 
Diese Gesellschaft ist nicht zuletzt auch eine vergleichende Gesellschaft. Das sollte die Aussage sein. Wie sehr aber so ziemlich jeder Vergleich hinkt, sollte gleichfalls klar sein.

So hatte ich das auch verstanden. Und ich wollte ausdrücken, dass ich mich relativ wenig mit anderen vergleiche, weil ich z.T. sowieso aus anderen "Quellen" meine Zufriedenheit zu beziehen versuche als andere. Reichlicher Besitz und Statussymbole bringen mir weniger Freude als (vermutlich) den meisten anderen. Stattdessen brauche ich ein Gefühl von Freiheit, Unabhängigeit, und die Möglichkeit, mich mit meinen Interessen beschäftigen zu können.

Ob andere wohlhabender leben als ich oder nicht, fällt mir meistens gar nicht auf, weil ich nicht so sehr darauf achte.
 
Nein, darum ging es nicht. Nicht wirklich. Es ging eigentlich nicht um Geld, sondern darum, wie Menschen Vergleiche zwischen sich selbst und anderen ziehen. Das kann etwas mit Geld zu tun haben, aber auch mit tausend anderen Dingen mehr.

Diese Gesellschaft ist nicht zuletzt auch eine vergleichende Gesellschaft. Das sollte die Aussage sein. Wie sehr aber so ziemlich jeder Vergleich hinkt, sollte gleichfalls klar sein.

In diesem Bezug ist es mir auch relativ egal, ob es anderen scheinbar besser geht oder nicht oder wie die ihr Leben leben.

Solange ich mit meinem Leben zufrieden bin ist alles gut.
 
Manchmal ist es wohl tatsächlich so, dass wir uns unser Leben härter machen, als es eigentlich ist bzw. sein müsste. Und ja, es ist nicht mehr als ein Gedankenspiel, welches man auch in eine ganz andere Richtung spielen könnte.
 
Vergleichen sollte man sich möglichst selten. Vor allem weil Menschen dazu tendieren sich mit besseren/reicheren/erfolgreicheren zu vergleichen.

Allerdings steckt hinter einem Vergleich auch der Wunsch nach Gerechtigkeit.
Wenn ich sehe, dass ich im Betrieb 10 Jahre fleißig arbeite und ein neuer Kollege die gleiche Arbeit direkt mit dem doppelten Gehalt anfängt, dann wäre ich schon sehr buddhistisch veranlagt nicht zu vergleichen und unzufrieden zu werden.

Mir ist es egal, dass es Menschen gibt, die mehr haben oder bekommen als ich. Nicht egal wird es mir aber, wenn ich es als ungerecht ansehe.

Das ist aber auch Einstellungs- und Typenfrage. Der eine zieht ständig Vergleiche und pocht auf Gerechtigkeit, der andere nicht.
Meine Oma hat mir nie gesagt, die Welt sei ungerecht oder sie sei unzufrieden obwohl sie nicht viel Geld hatte und schlimme Zeiten wie den zweiten Weltkrieg durchgemacht hat. Wenn der Nachbar ein dickes Auto hatte, kam nur gelassen "Na wenn er es nötig hat ..."
Ich hab ein wenig Sparsamkeit meiner Oma geerbt, aber trotzdem zucke ich schon mal bei ner dicken Protzkarre. Ist doch erstaunlich. Ich kenne jemanden nicht, sehe nur das Auto und denke "Prolet, bestimmt auf Kredit gekauft, Angeber!" Und kurze Zeit später merke ich, dass mich diese Aufregung nur 5 Sekunden Lebenszeit und ein Stückchen Zufriedenheit gekostet hat.
 
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