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Die Bahn nervt

Wenn mir etwas nicht gefällt, überlege ich mir, was ich dagegen machen kann. Häufig ist darüber reden ein guter Weg.

Bei den Problemen, die ich bisher hatte, wäre es mir nie in den Sinn gekommen, zu streiken.

Streiken kann man meines Erachtens in bestimmten Situationen (zB wenn man Kunden betrügen soll). Wenn ich also dazu aufgefordert werde, rechtswidrig oder gegen die sogenannten "Guten Sitten" zu handeln.

Gehaltsverhandlungen sind meines Erachtens aber kein Grund. Mein Gehalt wurde mir schließlich per Arbeitsvertrag verkündet, dem ich zugestimmt habe. Und an Verträge halte ich mich, solange sie rechtskonform sind.

Beschreib bitte mal, wie es bei dir abläuft, wenn du mehr Geld möchtest, falls diese Verhandlungen nicht durch eine Gewerkschaft gemacht wird und für dich somit kein Tarifvertrag gilt.

Haben die Bahnmitarbeiter während der Laufzeit des letzten Tarifvertrages sich nicht rechtskonform verhalten und gestreikt oder haben die die Friedenspflicht eingehalten?
Meiner Meinung nach schon.
Nur ist der vorherige Tarifvertrag ausgelaufen und somit haben deren Tarifverhandlungen wieder begonnen.

Jetzt verstanden, worauf ich hinaus will?
 
Wenn mir etwas nicht gefällt, überlege ich mir, was ich dagegen machen kann. Häufig ist darüber reden ein guter Weg.

Aha, und du meinst, mit "drüber reden" hätte man in der Vergangenheit die inzwischen als selbstverständlich betrachteten Arbeitnehmerrechte bekommen? Ich glaube eher, dann hätten wir immer noch Arbeitsbedingungen wie im 19. Jahrhundert, mit zum Teil gesundheitsgefährdenden Arbeitsplätzen und Arbeitszeiten jenseits von Gut und Böse.

Du schreibst, wenn dir etwas nicht gefällt, dann überlegst du dir, was man dagegen machen kann. Aber genau das wird doch beispielsweise bei solchen Streiks getan. Die Arbeitnehmer möchten etwas verbessern und kommen mit "drüber reden" (sprich: Verhandlungen) nicht weiter. Dann sind Streiks doch eine der möglichen Maßnahmen, um eine Verbesserung durchzusetzen.
 
Haben die Bahnmitarbeiter während der Laufzeit des letzten Tarifvertrages sich nicht rechtskonform verhalten und gestreikt oder haben die die Friedenspflicht eingehalten?

Ich sagte bereits, dass sich die Streikenden nach aktuellem geltendem deutschen Recht möglicherweise korrekt verhalten haben. Dass dasselbe aber oft Unrecht oder Ungerechtigkeit praktiziert. Oder dass das Grundgesetz in dieser Hinsicht möglicherweise falsch interpretiert wird.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass hier ein Gesetz missbraucht und auf unangemessene Weise dem Staat und Otto Normalbürger, der einfach seinen Arbeitsplatz mit der Bahn erreichen möchte, auf der Nase herumgetanzt wird.

Wie ich schon sagte: Arbeitsverweigerer bekommen in der Regel mindestens eine Abmahnung - vor allem wenn sie dabei noch viele Unschuldige drangsalieren. Dass sowas gesetzlich gedeckt sein soll, halte ich für fragwürdig.
 
Aha, und du meinst, mit "drüber reden" hätte man in der Vergangenheit die inzwischen als selbstverständlich betrachteten Arbeitnehmerrechte bekommen? Ich glaube eher, dann hätten wir immer noch Arbeitsbedingungen wie im 19. Jahrhundert, mit zum Teil gesundheitsgefährdenden Arbeitsplätzen und Arbeitszeiten jenseits von Gut und Böse.

Dagegen sollte man natürlich vorgehen. Und dafür gibt es in unserem Land den Rechtsweg. Wir leben eben nicht mehr im 19. Jahrundert.

Du schreibst, wenn dir etwas nicht gefällt, dann überlegst du dir, was man dagegen machen kann. Aber genau das wird doch beispielsweise bei solchen Streiks getan. Die Arbeitnehmer möchten etwas verbessern und kommen mit "drüber reden" (sprich: Verhandlungen) nicht weiter. Dann sind Streiks doch eine der möglichen Maßnahmen, um eine Verbesserung durchzusetzen.
Arbeitsverweigerung ist für mich keine rechtskonforme Praxis. Das ist Erpressung, die eigentlich nicht erlaubt sein sollte. Das macht man höchstens, wenn man das Gefühl hat, dass der Staat mir gegenüber einem Arbeitgeber nicht zu meinem Recht verhelfen würde. Ein Verzweiflungsakt. Das mag in Diktaturen der richtige Weg sein, aber doch nicht in einem Rechtsstaat.

Verstehst Du, wie ich das meine?
 
Dagegen sollte man natürlich vorgehen. Und dafür gibt es in unserem Land den Rechtsweg. Wir leben eben nicht mehr im 19. Jahrundert.


Arbeitsverweigerung ist für mich keine rechtskonforme Praxis. Das ist Erpressung, die eigentlich nicht erlaubt sein sollte. Das macht man höchstens, wenn man das Gefühl hat, dass der Staat mir gegenüber einem Arbeitgeber nicht zu meinem Recht verhelfen würde. Ein Verzweiflungsakt. Das mag in Diktaturen der richtige Weg sein, aber doch nicht in einem Rechtsstaat.

Verstehst Du, wie ich das meine?


Der Arbeitnehmer sagt, ich möchte das und das haben. Der Chef sagt, dann reden wir drüber und so wie ich das sage wird das dann gemacht. Basta sozusagen. Was würdest du dann machen?

Und wie läuft eine Gehaltsverhandlung bei dir ab?
 
Der Arbeitnehmer sagt, ich möchte das und das haben. Der Chef sagt, dann reden wir drüber und so wie ich das sage wird das dann gemacht. Basta sozusagen. Was würdest du dann machen?

Und wie läuft eine Gehaltsverhandlung bei dir ab?

Wenn man meint, dass man zuwenig Geld bekommt, dann überlegt man sich, ob man den Job wechseln sollte. Ich kann natürlich auch schreien und trampeln und Arbeitsverweigerung praktizieren. Solange sich der Arbeitgeber an Recht und Gesetz hält und nicht gegen die guten Sitten verstößt, werde ich - auch aus Klugheitsgründen - nicht streiken.
 
Ich kann natürlich auch schreien und trampeln

Schreien und trampeln? Davon habe ich nichts mitbekommen. Mein Eindruck war, dass ein Streik durchgeführt wurde. Schreiende und trampelnde Bahnangestellte habe ich weder am Bahnhof noch in den Zügen bemerkt. Möglicherweise war das in deiner Region eine Besonderheit?

Da du selbst sehr wenig Wert auf Verbesserung der Arbeits- und Gehaltsbedingungen zu legen scheinst, nehme ich an, dass Du selbst kein Arbeitnehmer bist bzw. nicht auf ein Gehalt angewiesen bist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Da du selbst sehr wenig Wert auf Verbesserung der Arbeits- und Gehaltsbedingungen zu legen scheinst, nehme ich an, dass Du selbst kein Arbeitnehmer bist bzw. nicht auf ein Gehalt angewiesen bist?

Ne, ne. Ich habe durchaus ein Herz für den "unterdrückten kleinen Arbeiter". Kann man hier im Forum an vielen Stellen nachlesen. Und meine politische Präferenz, aus der ich keinen Hehl mache, geht in dieselbe Richtung. Und daher ist mir zB auch ein Mann wie Merz hochsuspekt (verharmlosend ausgedrückt).

In Deutschland läuft vieles nicht gut für Arbeitnehmer. Ich denke da zB an Amazon. Oder ich denke da an Berufsgruppen, die viel zu viel arbeiten (Überstunden etc.). Die Folgen für die Gesundheit sind fatal ...

Ich finde aber nicht jeden Streik OK.

Und was passiert dann? Der Arbeitgeber drückt die Gehälter immer weiter. Er bietet einfach nach Ablauf des alten Tarifvertrages jedes Mal einen schlechteren an – gemeinsam mit der Aussage: 'Ihr könnt ja gehen, wenn's euch nicht passt.'
Für den AG ist das super, denn er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schon irgendeinen Dummen finden, der verzweifelt genug ist, um auch für weniger Geld zu arbeiten. So lange, bis man das absolute Minimum erreicht hat.
Ist das das Lohnniveau, das du dir für Deutschland wünschst?

Für solche Fälle gibt's den Mindestlohn und ähnliche Sachen.
 
Ich finde aber nicht jeden Streik OK.
Das ist ja wieder was anderes. Darüber kann man ja (sachlich) diskutieren, welche Streiks und in welcher Ausprägung sinnvoll sind. Ich bin als Bahnkunde auch nicht begeistert vom fast bundesweitem Stillstand des Bahnverkehrs und würde eher andere Streikmaßnahmen vorschlagen, die gezielter den Arbeitgeber und weniger stark die Kunden treffen würden.
 

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