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die arbeit macht mich krank - vielleicht bin ich es auch schon?!

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Gast

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hallo, ich bin 21 jahre, habe bereits 1 abgeschlossene ausbildung (pflegehelfer) und bin seit november 2010 in meiner 2. ausbildung als altenpfleger (habe im april 2010 eine angefangen, allerdings aus privaten gründen nicht fortgeführt, mehr dazu im beitrag)

ich habe also eine abgeschlossene ausbildung als pflegehelfer, nicht mit note 1 aber auch nicht note 4, "durchschnitt" - denke ich.
nach der 1 jährigen ausbildung bekam ich auf anhieb eine stelle in einem ambulanten pflegedienst, dort lief zu der zeit auch alles super, ich wurde akzeptiert und meine arbeit wurde auch gelobt.
im april 2010 habe ich dann eine ausbildung als gesundheits - und krankenpflege angefangen - 400 km weiter weg - meine chefin sagt mir damals, ich könne jederzeit wieder bei ihr anfangen, wenn etwas schieflaufen sollte oder ich die ausbildung erfolgreich abgeschlossen habe.
leider habe ich die ausbildung nicht zuende gebracht, bin wieder zurück in die heimat.
ich habe meine chefin daraufhin kontaktiert, ihr alles erzählt und bekam auch anerkennung von ihr, da ich sehr "charakterstark" sei und zu meinen fehlern stehe - sie sieht viel potenzial in mir und möchte mir keine steine in den weg legen, sie kümmert sich um eine neue ausbildung -- SUPER!

ich fing also wieder bei meiner alten arbeitsstelle an und bekam dazu einen schulvertrag.
die schule muss allerdings finanziert werden, auch hier wollte sie mir keine steine in den weg legen und wir haben einen vertrag gemacht, das sie die kosten übernimmt! (sog. knebelvertrag - ich bezahl dir das, nachdem du aber fertig bist, musst du noch n paar jahre bei mir arbeiten!!) - ich weiß, schön doof, aber wer konnte damit rechnen das alles kommt wie es jetzt ist..
seit november bin ich also in meiner neuen ausbildung, alles lief bis mai auch super
ab und zu mal von kollegen belächelt, mal hier ein blöder blick und auch da mal wieder ein hinter-dem-rücken-gerede - was solls, lehrjahre sind keine herrenjahre

nun, seit ende mai geht alles bergab!
eine kollegin sucht regelrecht nach fehlern - findet anscheinend auch immer wieder was zu bemängeln und erzählt das auch gleich lautstark herum! aber nein, nicht mir persönlich "hör mal, das is S**** gelaufen,weil.." nein, gar nicht, alles direkt hinter meinen rücken - den ärger bekomm ich dann von meinen vorgesetzten zu hören, weiß nicht von wem konkret dieser "anmaul" kommt und weiß meistens auch nicht, was ich falsch gemacht haben soll?!

gut, die ersten 2-3 tage dachte ich mir, was solls - vielleicht haben sie ja recht, irgendwas muss ja dran sein
fing also an, anders an die sache heranzugehen

ich muss nebenbei mal sagen.. ich werde von den patienten die ich versorge immer gelobt, sie freuen sich wenn ich komme und wir können auch sonst sehr gut reden (mit vielen, nicht mit allen aber das ist doch normal)

seit juni nun das große chaos, ich weiß nicht, was das ziel meiner chefin ist, ich weiß auch nicht ob das unter mobbing o.ä fällt allerdings merke ich selber, wie ich immer mehr abbaue!

ich bekomme seit juni also regelmäßig "anschiss" , für sachen , die ich meines erachtens nicht so ausführe wie es dargestellt wird , meine arbeit wird regelrecht in grund und boden geredet! und ich fühle mich wirklich persönlich angegriffen!

da ich ja nun seit 1 monat den anschiss gewohnt bin, lebt man damit also immer vor sich hin..
heute dann der hammer, der mich völlig aus der bahn geworfen hat

ich hatte vor versammelter mannschaft ein gespräch mit meiner chefin! keine diskretion - nichts.
sie hat mir heut gesagt wie schlecht ich bin, wie schlecht meine arbeit ist und das ich momentan ein hoffnungsloser fall bin!
sie wird auch ein schreiben aufsetzen - was ich unterschreiben soll - (ich weiß nicht was sie darin schreiben will, aber ich werd es bestimmt nächste woche sehen, damit wird sie ja nicht ewig warten) sollte ich nach dem schreibsel, meine einstellung (???!!!!!!!) nicht ändern, wird sie mir eine abmahnung erteilen (auch hier: ????!!!!!! WIESO?????????????????????????????????????) als allerletztes drohte sie mir regelrecht mir den schulvertrag zu kündigen! den arbeitsvertrag natürlich nicht (das wäre ja ein eigentor für sie) und ich bin nun fix und fertig!

ich habe einfach gar keine lust mehr, immer bin ich an allem schuld und immer sehen die kollegen bzw chefin nur die fehler bei mir!
ich frage mich ernsthaft : wenn ich so unfähig bin, wieso hat sie mir dann die schule "angedreht"??? wieso fahre ich alleine patiententouren?? wieso fahre ich nicht mit einer erfahrenen pflegefachkraft mit?!!! wieso werd ich nicht "an die hand" genommen?!!

angeblich beschweren sich unmengen an patienten - namen nannte sie keine und auch ich bin bestimmt schon 50 mal durchgegangen wer das sein könnte - alle sind immer so nett.. (bin ich vielleicht zu naiv??????!)

ich muss wirklich sagen,momentan bin ich echt an dem punkt angelangt die ganze sache hin zu schmeißen
sie knallte mir auch an den kopf "du hast ja schon den pflegehelfer, da stehen dir doch viele türen offen" (schon ein indirektes "lang bleibst DU hier eh nicht mehr"???)

ich hab teilweise panik zur dienstversammlung zu gehen (1x wöchentlich!), mir drehts den magen schon um wenn ich nur an die nächste DV denke
ich habe starke schlafprobleme, komme nachts nicht zur ruhe oder wache regelmäßig auf, dafür bin ich tagsüber nur müde, unmotiviert.. und könnte den ganzen tag schlafen
der wecker klingelt - ich bin todmüde und hab sowieso schon gar keine lust auf arbeit zu fahren
ich esse kaum noch was (angeblich, mir selbst fällts nicht so auf)
ich ziehe mich nur noch zurück, ich hab keine lust rauszugehen und ich hab auch sonst zu nichts lust
wenn ich dann mal rausgehe, hoffe ich das mich keiner sieht
mein selbstbewusstsein ist momentan auf nem 0 stand, ich bin der meinung - ich krieg doch eh nix hin
zuhause fliegt mir auch jeden tag was runter oder ich renne mit den beinen irgendwo dagegen
ich gehe genervt zur arbeit und komme auch dementsprechend nachhause
alles macht mich aggressiv, egal was ich empfinde teilweise auf alles und jeden hass
(WAS HAT DAS ALLES ZU BEDEUTEN????!)

ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.. ich kann ja auch nicht zum arzt gehen, das würde doch nur noch mehr ärger geben weil ich mich dann dem ärger entziehen würde..
ich hab einfach keine lust mehr 🙁 manchmal wünsche ich mir auch, ich würde einfach nicht mehr aufwachen, und wenn ich es mir nicht so schlimm wünsche, dann das ich arbeitsunfähig bin- dann kann mich und meine arbeit auch niemand mehr nieder machen (nein, ich gehe gern arbeiten und bin auch dankbar dafür arbeiten zu dürfen und zu können)

vielleicht hat ja jemand sowas ähnliches erlebt oder kann mir einfach was nettes aufn weg mitgeben, mit dem ich mich vielleicht einfach nochmal motivieren kann..
 
Hallo,

habe Deine Geschichte gelesen und das alles tut mir echt leid, kann Deine Situation sehr gut verstehen. Kenne das, wenn das Umfeld um einen sehr ungerecht ist und man dem machtlos entgegensteht. Schlafstörungen können eine Folge dieser belastenden Situation sein. Leider ist das genau der Teufelskreis, dadurch, das Du schlecht schläfst, hast Du tagsüber wenig Kraft und Energie, das alles durchzustehen oder Dich 'irgendwie zu wehren'.
Deswegen würde ich Dir raten zu versuchen irgendwie zur Ruhe zu kommen und versuchen an den Schlafproblemen zu arbeiten. Wenn Du Dich nämlich wieder fitter fühlst, kannst Du alles viel besser angehen-
ich wünsche Dir viel Kraft dafür. Und ich glaube Dir auch wie schlimm das alles zu sein scheint, manchmal denke ich wird grade im Berufsalltag irgendjemand in einer schächeren Position gesucht, auf dem dann alle rumhacken können, das ist super unfair ... wünsche Dir wirklich alles Gute. Wenns zu schlimm wird, schreib einfach wieder...
 
ich habe starke schlafprobleme, komme nachts nicht zur ruhe oder wache regelmäßig auf, dafür bin ich tagsüber nur müde, unmotiviert.. und könnte den ganzen tag schlafen
der wecker klingelt - ich bin todmüde und hab sowieso schon gar keine lust auf arbeit zu fahren
ich esse kaum noch was (angeblich, mir selbst fällts nicht so auf)
ich ziehe mich nur noch zurück, ich hab keine lust rauszugehen und ich hab auch sonst zu nichts lust
wenn ich dann mal rausgehe, hoffe ich das mich keiner sieht
mein selbstbewusstsein ist momentan auf nem 0 stand

das könnte von mir geschrieben sein. :/ Auch wenn es mir schon was besser geht als noch vor einem Jahr.
Aber ich bin der Meinung, dass Selbstmord KEIN Ausweg ist. Stattdessen sollte man dann doch eher den Job kündigen oder sonst was. Das Leben bzw die Gesundheit ist einfach wichtiger als Geld.
Deshalb würde ich bei dem Job einfach aufhören und was neues suchen. Wer aktuell keinen Job hat und etwas in der Brine hat, der bekommt auch eine neue Arbeitsstelle.
 
Hallo, ich habe gerade deinen Brief gelesen und bin tief getroffen weil es mir vor ein paar Monaten genauso erging . Ich muss sagen ich bin 17 und hatte davor eine Ausbildung als kinderpflegerin angefangen die ich aber abbrach weil der Beruf mich nicht erfüllt hat . Nachdem hatte ich ein Praktikum in einem Altenheim absolviert , das war die schlimmste Zeit in meinem Leben . Am Anfang war alles in Ordnung , alle Mitarbeiter waren nett und freundilich die Bewohner waren nett . Dieses Blatt wendete sich allerdings schnell. Ich musste am 2 Tag mit anpacken ohne Einarbeitung . Ich hatte nach 3 Tagen 14 Leute zu machen . Nach der Zeit wurden es immer mehr und immer mehr Arbeit musste ich den Kollegen abnehmen . Ich musste durcharbeiten ohne eine Pause zu bekommen , ich saß oft auf der Toilette und weinte vor mich hin . Ich wollte auch das nicht hinschmeißen ich wollte nicht als loser. Dastehen also kämpfte ich weiter . Nach einiger Zeit fingen die kollegen an Fehler zu suchen ,über mich zu lästern und zu lachen . Alles was ich machte war falsch ,ich bemühte mich in allem was ich tat und nix war recht . Ich musste zum Teil die komplette Station versorgen währenddessen die anderen jede 10 Minuten eine rauchen gingen . Ich schluckte und schluckte und schluckte . ich. Hatte keine Freunde mehr an nix und niemanden . Ich funktionierte einfach ! Als ich etwa 3 Monate dort war würde ich zu einer bettlägerigen Oma geschickt ich sollte sie versorgen ,ich muss dazu sagen in diesem heim haben die Fachkräfte auf die Bewohner geschossen ! Es wurden keine Ärzte angerufen wenn Leute Kran waren nixbwirde unternommen wie in diesem Fall . Diese Oma war erkältet und man hätte sie trotzdem geduscht und so wie es kommen musste bekam die eine lungenentündung ich sollte nach dieser Oma schauen ich setzte mich neben sie und der Anblick war erschûtternd sie glühte und bekam sehr schlecht Luft da ihr Mund voller schleim war . Ich rief die Kollegen und sagte ob man ein Arzt rufen kann diese Frau hat eine Temperatur von 41,8 man versprach mir einen Arzt zu rufen ich blieb bei ihr stunde für stunde ich versuchte das Fieber zu senken sprach immer wieder die Schwester drauf an niemand interessierte das . Ich hielt ihre Hand und musste zustehen wie sie neben mir starb . Niemand hatte schukdgefühle ich musste mir noch anhören alle sterben im Oktober und jetzt haben wir wieder Platz für Neue. Bewohner . Ich hielt. Es nicht mehr aus. ,denn das gab mir den Rest ! Ich könnte und wollte nicht mehr . Dieses Personal und dieses Heim machten mich kaputt .
 
Das kenne ich, ich mache eine Ausbildung zur MFA in einer Klinik, in den ersten 4 Monaten hatte ich bereits 4 Heulkrämpfe, dazu muss ich sagen, dass ich noch nie, nicht mal als Kind, der Typ Mensch war, der vor anderen weint, also bis man mich dazu bringt, muss man sich mir gegenüber auch viel geleistet haben. Generell gilt in der Klinik das Grundgesetz - immer auf den kleinen - und - Lehrjahre sind keine Herrenjahre, es wurde penibel darauf geachtet mir so schnell wie möglich alles bei zu bringen, oder besser gesagt darauf geachtet, dass ich mir selber so schnell wie möglich alles beibringe, damit man selber beruhigt die Beine nach oben legen kann. Das Wort Azubiaufgabe bekam eine neue Dimension und der frusst privater Probleme wird gründlich an uns Azubi ausgelassen. wir merken schnell wenn einer der Frauen mal wieder Single geworden ist. Jeden Tag behandelt werden als sei man dumm, aber nie gelobt werden, wenn ich ein Fehler mache habe ich die Welt zum Stillstand gebracht, aber wenn die ein Fehler machen wird drüber gelacht, ist ja jetzt keiner von gestorben, auch ich bekam Depressionen und alle Anzeichen die du beschrieben hast, doch jedes mal, wenn ich mit dem Wort Kündigung kam, wurde ich überredet mit Versprechungen die nicht eingehalten wurden. Ein Azubi von uns lässt sich jetzt einweisen und alle die neu kommen, kündigen noch in der Probezeit. ich wünschte ich wäre so klug gewesen. Ich liebe den Beruf an sich und dennoch haben es meine Kollegen geschafft, dass ich es jeden Tag bereue mich dafür entschieden zu haben, mich tröstet der Gedanke, dass ich in 8 Monaten durch bin, also nehme ich mir nix mehr zu Herzen, doch ich merke auch dass ich nicht mehr lange kann, meine Nerven sind bis zum Ende gespannt und es frisst mich jeden Tag ein bisschen weiter auf meine Beziehung leider darunter weil ich nach der Arbeit nur noch gestresst wirke und bei jeder kleinen Sache die Decke gehe, doch ich muss durchhalten und dann kann ich gehen, ich wünsche diese Stelle nicht mal meinen Feind und würde mich nie wieder dafür entscheiden. Der Job im sozialen Wesen, ist an sich schön, doch leider machen es die Kollegen, die meistens in dieser Art von Job sind, den Beruf alles andere als sozial und für diese unmenschliche Bezahlung ist mir dass echt nicht wert.
 

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