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Deutungshoheit und Standing für Introvertierte

Ja, mit der Einschätzung ich würde hilfelose Signale aussenden liegst Du richtig. Leider konnte mir auf Anfrage bisher niemand sagen, worin diese nun genau bestehen. Es ist schwer bis unmöglich daran, zu arbeiten, wenn man sie kaum greifen kann.
War jemand schon in einer vergleichbaren Situation und was habt ihr unternommen?

Ich würde Fortbildung empfehlen, Kurse.
 
Zitat entfernt (...)
Ne, ich gehe davon aus, dass dieses Forum dazu da ist, dass man für seine Probleme Hilfe bekommt.
Das war eine Rückmeldung, dass mir der Kommentar nicht geholfen hat.
Es wäre ja sonst schade um die Beiträge, wenn sie ins Leere laufen.
 
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Ne, ich gehe davon aus, dass dieses Forum dazu da ist, dass man für seine Probleme Hilfe bekommt.
Das war eine Rückmeldung, dass mir der Kommentar nicht geholfen hat.
Es wäre ja sonst schade um die Beiträge, wenn sie ins Leere laufen.
Dir müssen auch nicht alle Beiträge helfen. Du möchtest, dass man dir Lösungen vorgibt, für Kurse kannst du beispielsweise auch Google nutzen.

Und ich behaupte, dass du null einschätzen kannst, wie du auf andere wirkst.

Hier sehr fordernd, im job kannst du dich nicht durchsetzen. Hast du den Eindruck, man nimmt dich ernst?
 
Ja, mit der Einschätzung ich würde hilfelose Signale aussenden liegst Du richtig. Leider konnte mir auf Anfrage bisher niemand sagen, worin diese nun genau bestehen. Es ist schwer bis unmöglich daran, zu arbeiten, wenn man sie kaum greifen kann.
War jemand schon in einer vergleichbaren Situation und was habt ihr unternommen?

Der Begriff der Deutungshoheit mag schwulstig sein - fällt Dir ein besser geeigneterer ein @Pfefferminzdrops ? Natürlich möchten alle eine konstruktive Zusammenarbeit, deswegen zu unterstellen dass es soetwas wie Deutungshochheit nicht, wäre naiv, meinst Du nicht?
"Dir wurde die Verantwortung übertragen; entsprechend leitest du das Projekt und trägst die Hauptverantwortung". Damit ist ja alles gesagt und es ergibt sich schon zwangsläufig, dass du auch entscheidest, ob Mittel und Weg stimmen.

Als Seminar müsstest du eines zur Persönlichkeitsentwicklung besuchen, sofern du in Sachen Projektleitung, also dem Handwerk als Solchem, schon fit genug bist. Das kann ein Führungsseminar sein, bei dem man auch lernt, mit unbequemen Mitarbeitern umzugehen. Bei uns gibt es auch eines, das nennt sich "Stärken stärken, Schwächen schwächen" oder natürlich auch etwas zur Förderung des Selbstbewusstseins. Ein Rhetorik-Training könnte auch helfen.

Als Erste-Hilfe: Kannst du nicht mal einen dir wohlgesonnenen Kollegen (oder besser noch eine Kollegin) um ein kritisches Feedback geben? Sie soll mal gezielt auf deine Körpersprache und -haltung achten, auf deine Art zu formulieren. Bist du bestimmt unterwegs (das gibt auch den anderen Sicherheit) oder eher vorsichtig (das verunsichert)? Lächelst du die ganze Zeit? Willst du everybody's darling sein? Springst du über jedes Stöckchen, das man dir hinhält? Diskutierst du jeden Einwand bis zum Exitus aus, weil du möchtest, dass man all deine Entscheidungen versteht oder schaffst du es auch, Diskussionen elegant zu stoppen, einfach weil sie nichts bringen, man sich verzettelt und sie unnötig Zeit kosten? Aus der Distanz und ohne dich zu kennen ist das tatsächlich schwierig zu beurteilen.

Ich habe z. B. einen neuen Chef, der sehr schwammig formuliert, ständig abgedroschene Floskeln benutzt, um jeden Preis lustig sein will... Anfangs hieß es noch "Ist ein ganz Netter" - mittlerweile rollen alle nur noch mit den Augen. Auch der wird nicht ernst genommen.
 
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Das ist so typisch deutsches Verhalten. Gerade in der heutigen Zeit, wo die meisten Leute nur noch wie blöde an sich selbst denken und meinen, sie dürfen sich alles erlauben, weil sie schon XY Jahre arbeiten und da sind, weil sie "die bessere Frisur" hätten, weil sie schönere Autos fahren, oder oder oder. Gibt tausende Gründe, was den Leuten so einfällt nur um besser abzuschneiden. Dieses Konkurrenzgetue und Gezicke nervt sowas von ab. Habe ich selber 20 Jahre lang mitgemacht und ich bin ausgestiegen, weil ich keine Lust mehr drauf hatte mich täglich fertig machen zu lassen von Menschen, die sich aufführen wie Hühner oder Gockel und einfach nicht mehr normal miteinander umgehen wollen, die innerhalb einer Schicht Unfrieden stiften und die eine Schicht gegen die andere wettert. Mit Frauen und genauso wie mit Männern einfach nur unsagbar schlimm. Habe den Saftladen verlassen. Heute geht es mir viel besser. Damals habe ich denen ordentlich Pfeffer gegeben, aber es wurde mir zu anstrengend, zu dumm.
 
Dir müssen auch nicht alle Beiträge helfen. Du möchtest, dass man dir Lösungen vorgibt, für Kurse kannst du beispielsweise auch Google nutzen.

Und ich behaupte, dass du null einschätzen kannst, wie du auf andere wirkst.

Hier sehr fordernd, im job kannst du dich nicht durchsetzen. Hast du den Eindruck, man nimmt dich ernst?
Ich habe Google zum Suchen von Kursen genutzt und das Problem dabei ist, dass Anbieter vollmundige Versprechen abgeben und ich nicht beurteilen kann, wieviel dahinter steckt.
Deshalb habe ich gehofft, dass jemand hier im Forum schon mal in derselben Situation war und seine Erfahrung teilen kann.
Es ist einfach unbefriedigend, immer wieder zu suchen und an derselben Stelle stehen zu bleiben, wo man einfach nicht weiterkommt.
Mit Mimik und Tonlage könnte man eher verstehen, dass mein Nachhaken eine Interessensbekundung und keine Forderung war. Das ist halt immer das Risiko bei einem Forum, dass man sich missversteht.
 
"Dir wurde die Verantwortung übertragen; entsprechend leitest du das Projekt und trägst die Hauptverantwortung". Damit ist ja alles gesagt und es ergibt sich schon zwangsläufig, dass du auch entscheidest, ob Mittel und Weg stimmen.

Als Seminar müsstest du eines zur Persönlichkeitsentwicklung besuchen, sofern du in Sachen Projektleitung, also dem Handwerk als Solchem, schon fit genug bist. Das kann ein Führungsseminar sein, bei dem man auch lernt, mit unbequemen Mitarbeitern umzugehen. Bei uns gibt es auch eines, das nennt sich "Stärken stärken, Schwächen schwächen" oder natürlich auch etwas zur Förderung des Selbstbewusstseins. Ein Rhetorik-Training könnte auch helfen.

Als Erste-Hilfe: Kannst du nicht mal einen dir wohlgesonnenen Kollegen (oder besser noch eine Kollegin) um ein kritisches Feedback geben? Sie soll mal gezielt auf deine Körpersprache und -haltung achten, auf deine Art zu formulieren. Bist du bestimmt unterwegs (das gibt auch den anderen Sicherheit) oder eher vorsichtig (das verunsichert)? Lächelst du die ganze Zeit? Willst du everybody's darling sein? Springst du über jedes Stöckchen, das man dir hinhält? Diskutierst du jeden Einwand bis zum Exitus aus, weil du möchtest, dass man all deine Entscheidungen versteht oder schaffst du es auch, Diskussionen elegant zu stoppen, einfach weil sie nichts bringen, man sich verzettelt und sie unnötig Zeit kosten? Aus der Distanz und ohne dich zu kennen ist das tatsächlich schwierig zu beurteilen.

Ich habe z. B. einen neuen Chef, der sehr schwammig formuliert, ständig abgedroschene Floskeln benutzt, um jeden Preis lustig sein will... Anfangs hieß es noch "Ist ein ganz Netter" - mittlerweile rollen alle nur noch mit den Augen. Auch der wird nicht ernst genommen.
Super, so konkrete Beispile wie "Seminar stärken stärken, Schwächen schwächen" kann man ja googln; man braucht halt einen Anhaltspunkt, von wo man loslaufen kann. Vielen Dank @Pfefferminzdrops !
Oder auch die Erste-Hilfe-Idee finde ich auch sehr weiterführend, weil da etwas ist, was man konkret umsetzen kann. Wenn nicht klappt, entwickelt man noch weitere Ideen, was man ausprobieren könnte. Wie soll man sonst Veränderung herbeiführen, wenn man nicht ins machen kommt? 🙂
 
Schau mal nach Seminaren von Haufe, falls du konkrete Tipps haben möchtest und ihr keine internen Fortbildungsabgebote habt. Z. B. so etwas hier: https://www.haufe-akademie.de/hierarchy/fuehrungskompetenz+fuer+einsteiger. Oder hier: https://www.haufe-akademie.de/hierarchy/fuehrungskompetenz+fuer+einsteiger?anchor=Selbstmanagement und Führungspersönlichkeit#Selbstmanagement und Führungspersönlichkeit

Habe jetzt nicht intensiv durch deren Angebot geblättert. Es gibt aber so einiges was m. E. passen und dir weiterhelfen könnte. Mit dem Anbieter habe ich gute Erfahrungen gemacht, wenngleich mein Seminar mit denen schon einige Jahre zurück liegt. Das Renommée ist aber weiterhin gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
So nervig solche Leute sind aber man kann von ihnen auch lernen.
Was kannst Du von der Frau mitnehmen? Was macht sie gut?

Zum Projekt:
Ich würde mir wirklich Zeit nehmen, sie zu einem Gespräch bitten und ihr sachlich mitteilen, dass Du es toll findest, dass sie ihre Ideen einbringt (Wertschätzung) und du als Projektleiterin die finalen Entscheidungen triffst und du sie doch bittest, die zu akzeptieren.
Solche Gespräche sind unangenehm aber sie bringen was und wenn du mal 2-3 hattest, gibst du dich mit solchen Fragestellungen künftig gar nicht mehr lange ab, sondern klärst das gleich. Das ist nur kaltes Wasser am Anfang.
Wenn die sachliche Ebene geklärt ist, kannst Du ggf. drauf eingehen, dass Du es so empfindest, dass sie dich als Anfängerin und Laie hinstellt. Du kannst sie fragen, ob das richtig ist und dann kannst du sagen, dass ihr im gleichen Unternehmen am gleichen Projekt arbeitet und du sie im Sinne einer besseren künftigen Zusammenarbeit darum bittest, respektvoll zu kommunizieren.

Zum Thread:
Wieso sollen wir Dir Weiterbildungsmöglichkeiten heraussuchen? Du musst doch für dich wissen, welche Themen dich ansprechen.
Deutungshoheit - wenn Du noch mehr solche Wörter auf Lager hast, würde ich Dir empfehlen, die schnellstmöglich aus deinem Wortschatz zu streichen. Spätestens wenn Du damit bei deinem Vorgesetzten um die Ecke kommst, gibt es Minuspunkte für dich. Nutze stattdessen Ausdrücke wie "Verantwortung", "Entscheidungsbefugnis", "Miteinander", "Effizienz". Positive Ausdrücke eben.
 

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