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Der Wunsch nach Teilzeit - wie am besten beim Gespräch begründen?

  • Starter*in Starter*in Orchidee32
  • Datum Start Datum Start
Ich kann den Wunsch sehr gut verstehen, ich würde gerne selber Teilzeit arbeiten.
Abgesehen von finanziellen Aspekten tue ich es aber auch deswegen nicht, weil wie hier so schon formuliert "man schief angeschaut wird".

Wenn es keine familiären Gründe gibt, sondern es nur darum geht mehr vom Leben zu haben, macht man nach außen sehr deutlich: Die Arbeit kommt an zweiter Stelle.

Mit dieser Aussage kann man jegliches Berufliches Fortkommen / Beförderungen meist vergessen. Wenn du aber eine Tätigkeit machst, mit der du zufrieden bist und die sicher ist, dann ist doch dieser Stillstand ok.

Gerade als Frau fällst du selten negativ auf. Bei uns arbeiten von rund 1500 männlichen Kollegen 3 Teilzeit, aber fast die Hälfte aller Frauen. Auch wenn die meisten ihre Teilzeit mit Familie begründen, so arbeiten viele auch mit erwachsenen Kindern noch in Teilzeit weiter, manchmal bis zur Rente.

Ich würde im Gespräch mit Vorgesetzten nicht sagen "ich brauch das Geld nicht" sondern eher dich als Person betonen. Mit mehr Freizeit würde ich z.B. auch mehr Sport und damit mehr für meine Gesundheit tun. Man sollte dem Chef halt irgendwie verkaufen, dass man nicht die zusätzliche Zeit nur auf der Couch verbringt, sondern sich vielleicht Lebensträume wie die Weltreise erfüllen möchte. Vielleicht kannst du auch mit einem befristeten Teilzeitvertrag anfangen und dann schauen was es bringt und wie viel Zeit du willst. 10 Stunden weniger? 20?

Alles Gute!
 
Ich kenne das Problem auch, und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Begründungen allein reichen bei manchen Arbeitgebern nicht aus. Allerhöchstens ein "triftiger" Grund (Kleinkind, zu pflegender Angehöriger, etc. ) werden akzeptiert. Mein Wunsch nach Teilzeit ist bisher jedesmal abgeschmettert worden.
Ja, aber wenn man sich explizit auf eine Teilzeitstelle bewirbt, ist es doch klar , dass man eben nur Teilzeit arbeiten will.
 
Du arbeitest momentan ganz viel ehrenamtlich, Tierschutz oder was weiß ich... Dann stehst du nicht als faul da und gut ist 😉
Überleg dir nur die Details gut, falls interessierte Nachfragen kommen, Zack fertig.

Ich arbeite auch in Teilzeit und viele aus meiner Umgebung verstehen das nicht - aber warum soll ich mich kaputt arbeiten, wenn ich gerade mit dem Geld gut klar komme?
 
Hallo,

ich beschäftige mich momentan auch mit dem Thema Teilzeit und bin zufällig auf das Thema hier gestoßen.

Eigentlich muss ja der Arbeitnehmer nicht seinen Teilzeitwunsch begründen, sondern der Arbeitgeber muss im Zweifel begründen, warum Teilzeit aus seiner Sicht nicht möglich ist. Ich würde mich also Vollzeit einstellen lassen und dann nach der Wartezeit (6 Monate) die Verringerung der Arbeitszeit verlangen. Dann muss der AG eine stichhaltige Begründung liefern, warum das nicht möglich sein soll.
 
Er wird Gründe finden, wenn er will.

Im übrigen gilt das Teilzeitgesetz nicht für alle Betriebe.
 
Dann muss der AG eine stichhaltige Begründung liefern, warum das nicht möglich sein soll.

Ach naja, da reicht in der Regel die Begründung "aus betrieblichen Gründen nicht möglich". So ist das bei uns auch. Die Verantwortlichen winden sich hin und her, um mir nur ja keine Stundenreduzierung genehmigen zu müssen.
 
Ach naja, da reicht in der Regel die Begründung "aus betrieblichen Gründen nicht möglich". So ist das bei uns auch. Die Verantwortlichen winden sich hin und her, um mir nur ja keine Stundenreduzierung genehmigen zu müssen.
Als Mann halt nicht so einfach anscheinend... Ein Stellenwechsel kommt wohl nicht in Frage?
 
Ach naja, da reicht in der Regel die Begründung "aus betrieblichen Gründen nicht möglich". So ist das bei uns auch. Die Verantwortlichen winden sich hin und her, um mir nur ja keine Stundenreduzierung genehmigen zu müssen.

Ein Arbeitsgericht würde ihm diese Begründung um die Ohren hauen. (Ja ich weiß natürlich auch, dass der Schritt mit Kosten verbunden wäre)
 

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