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Der Weg nach oben - wie mache ich das?

G

Gast

Gast
Hi erstmal.
Nach über zehn Jahren Depressionen mit Selbstmordversuch, endlosen Problematiken allerlei Arten und einer ziemlich krassen Isolationszeit versuche ich, wieder auf die Beine zu kommen. Es gibt nur ein wirkliches Problem, welches übrig ist; diese verdammte Panik vor Leuten, die mich anstarren.
Ich möchte gerne wieder aktiv am Leben teilnehmen und arbeite hart daran, meinen Körper wieder in Schwung zu bringen und bei meiner guten Einstellung zu bleiben. Es ist nicht immer einfach, aber eigentlich klappt es recht supi - bis jemand in meine Richtung schaut und die Nase rümpft. Ich lebe in einer eher ländlichen Gegend, in der alles, was nicht der Norm entspricht, mehr angestarrt wird als anderswo (bereits getestet: war in größeren Städten und keiner hat schräg in meine Richtung gesehen). Ich habe schon alles mögliche versucht, nicht abwertend angeschaut zu werden. Aber weder freundlich lächeln mit nettem Gruß noch neutraler Gesichtsausdruck haben etwas gebracht. Um zu wissen, ob es an mir liegt, habe ich schon meine Lebenspartnerin gefragt, darauf zu achten, ob ich mich anders benehmen würde. Sie meinte allerdings, dass ich mich vollkommen normal verhalten würde, also nicht anders als die anderen Menschen. Daraus schließe ich, dass ich die Blick evtl. einfach stärker wahrnehme aufgrund von Paranoia.
Wie kann ich mich von solchen Reaktionen distanzieren und wieder besser leben, ohne mich davon beeinflussen zu lassen? Hat da jemand Rat? :)
Wäre für jede Antwort dankbar.
 

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L

Lebensdeserteurin

Gast
Hey.
1. Wenn wirklich jemand blöd guckt, hat immer derjenige irgendein Problem und nicht du.
2. Höre auf damit, dich auf Blicke anderer Leute zu konzentrieren und regelrecht irgendeine Reaktion auf dich in ihren Gesichtern zu suchen. Blende vieles diesbezüglich aus, sei einfach bei dir und / oder beliebigen Dingen in der Umgebung. Du musst nicht jedem, der dir entgegen kommt, in die Augen (zurück) starren, und erst recht nicht musst du von jedem dir über den Weg laufenden Menschen den Gesichtsausdruck kennen.
So handhabe ich das und "stehe darüber", denn was ich nicht weiß macht mich nicht heiß und siehe Punkt 1. ;)
3. wäre natürlich ideal: Stehe absolut darüber, auch wenn du genau mitbekommst, wie jemand dich anstarrt oder schräg anschaut. Werde nicht nervös, unsicher oder panisch. --- Nun ja, wie man das am besten lernt, kann ich dir leider auch nicht sagen. :rolleyes: :eek: Am liebsten bekomme ich so etwas gar nicht mit und bleibe daher meistens bei meinem Punkt 2. Was ich aber z.B. sagen kann ist, dass Blicke auch schnell fehlinterpretiert werden können. Die Menschen können aus allen möglichen Gründen so gucken, wie sie eben gucken. Das muss längst nicht immer etwas damit zu tun haben, was du in einem Blick zu sehen glaubst, nämlich einen direkten Bezug auf dich, Ablehnung usw. Das sind in dem Moment lediglich deine unbestätigten Gedanken (Ängste).
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Ich finde es prima, daß Du auf so einem guten Weg bist! Braucht viel Kraft und viel Mut. Chapeau.

Du hast Recht, es findet in Deinem Kopf statt und da ist es auch lösbar.

Wie wäre es deshalb, wenn Du aufhörst, Dich darauf zu konzentrieren, alles zu unternehmen, um nicht angestarrt zu werden. Das ist doch total anstrengend. Und verbraucht so viel Deiner Energie, die Du jetzt für anderes brauchst.

Vielleicht versuchst Du mal, den anderen innerlich die Erlaubnis zu geben, zu gucken, zu starren, die Nase zu rümpfen, was auch immer. Wenn die das einfach dürfen, es ok ist, dann mußt Du Dich nicht weiter darum kümmern.

Vielleicht kannst Du das liebevoll wahrnehmen. Ist doch menschlich, zu gucken. Und auch mal Schlechtes von anderen zu denken. So sind Menschen eben manchmal.

Ich wünsche Dir Stärke und Gleichmut.
 

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