Hallo,
im Großen und Ganzen stimme ich darksides Meinung zu (insbes. Post #51) Hier wird ja auch ganz klar unterschieden aus welchem Grund Selbstmord als Lösung aufgefaßt wird..wenn jemand todkrank oder alt ist und droht dahinzuvegetieren würde ich sagen: o.k. wenn jemand dann lieber in Würde abtreten will, kann ich das verstehen..in anderen Fällen halt nicht.
Es ist eine unwürdige Haltung wegzurennen, die Probleme die man hat nicht zu versuchen zu lösen. Schrumpligkeit und Verdrehtheit einer Seele, die oft Aggressoren davonkommen läßt, eher denen hilft und sich noch schlechter sich selber ggü verhält als der Täter....pervertiertes Machtgefühl..wenn man sich eingeredet hat nix gegen den Täter tun zu können, wendet man sich gegen sich selber um dem Grundgefühl etwas unternehmen zu müssen um seinen Schmerz zu beenden Irgendwie nachzukommen. Tja der Griff zum Selbstmord ist meiner Ansicht nach in den allermeisten Fällen ein Griff ins Klo.
Hier gab es mal in einem thread den Fall, dass ein Mädel vergewaltigt oder mißbraucht worden war, die Lehrerin nicht wusste was sie machen konnte und daher hier um Hilfe bat..lt. Rückmeldung der Lehrerin hatte sich die Schülerin nach einem mißglückten Selbstmordversuch im Krankenhaus umgebracht oder so ähnlich...also einer meiner Grundgedanken war neben Mitleid über die Verzweiflung des armen Mädels auch irgendwo Ärger auf sie. Anstatt gegen das ihr angetane Unrecht zu kämpfen, also den verdammten Täter zu kämpfen hat sich sich selber auf die Schlachtbank gelegt und das Schwein von Täter kommt wohl damit einfach so davon..wer weiss ob ihn das nicht noch ermutigt weiterhin sozial daneben zu bleiben und so weiterzumachen..sie die richtigen rauszusuchen, einzuschüchtern etc...Wie bereits gesagt hat das Mädel mein Mitgefühl für die beschissene Situation, aber gleichzeitig würde ich ihr auch gerne posthum noch in den Hintern treten für ihre Feigheit..denn es war einfach Feigheit. Grad im KH hatte sie ja die Möglichkeit sich an den behandelnden Psychiater zu wenden um sich helfen zu lassen...sie hatte ihre Möglichkeit...hat sich aber so in ihren Wunsch Schluss zu machen reingesteigert, dass sie nix mehr von außen zugelassen hat.
Sie hat nie erkannt, dass sie Herrin ihres Lebens ist, damit auch Verantwortung hat...nein sie wollte lieber wie eine Sklavin denken, kam nicht runter von diesem Tripp. Mangelnde SElbstreflexion. Hysterische Reaktion.
Auch wenn sie keine Auswege gesehen hat, ihr wurden ja auch von ihrer Lehrerin weitere Auswege gezeigt...das arme Mädel muss geistig ziemlich schräg drauf gewesen sein..sehr opfermäßige Denkweise...Schuld und Schamgefühle und riesengroßer Selbsthass...tja auch solche Menschen gibt es und die selektieren sich selber weg, auch wenn das nun hart klingt. Es wird immer Schwache Menschen gehen, die ihre Möglichkeiten und Chancen nicht sehen oder sehen wollen..denn Chancen zu haben bedeutet ja auch harte Arbeit an sich selber zu leisten, aktiv werden zu müssen indem man sie ergreift Und es gibt eben stärkere Menschen, die lernfähig sind, immer in Jeder Lebenssitutation, egal was passiert und wie dick es kommt, kämpfen, nach Möglichkeiten gucken und die auch ergreifen..einige suchen ja nicht einmal, vergeuden ihre Kraft für Selbstmitleid und Jammerei, Illusionen von Wundern oder strahlenden Rittern die einem all das ganz von allein geben was man braucht...und das finde ich verwerflich. Aber letztlich ist dazu zu sagen: nu ja: natürliche Selektion...auch der Mensch ist und bleibt solchen Naturgesetzen stets unterworfen, was nicht ausschließt, dass ich nicht auch Mitgefühl haben kann mit (zunächst! einige ändern sich ja auch) schwachen Menschen.
Ein bisschen Mitschuld an einer solchen passiven und opfermäßigen Grundhaltung von Frauen hat die Sozialisation und jahrhundertelange Erziehung und patricharchal eingefärbte Charakterzuschreibung von Frauen. Die ideale Frau ist halt dem Klischee nach (nicht in echt! Klischee ist sone Art Aberglaube, der aber indem man an ihn glaubt und sich demgemäß verhält real wird...Frauenforschung spricht von lebensgefährlichen Klischees..z.B Frau sei schwach und abhängig etc.) schwach, schutzbedürftig, unselbständig, geduldig, duldsam, stellt keine Ansprüche, sondern stellt ihre Bedürfnisse hinter die des Mannes, z.B beim Sex und damit ist das Tor zum Mißbrauch offen..denn die Selbstbestimmung über den Körper ist futsch und ein anderer übernimmt die Macht über den Körper der Frau.
Ne aktuelle Verhaltensstudie hat gezeigt dass auch moderne Mütters bei der Erziehung von Jungs bei denen immer noch nach wie vor aggressives und dominantes Verhalten eher dulden und sogar fördern, während das bei Mädels nicht so der Fall ist. Auch son Knackpunkt. Traditionen sind halt mächtig und dagegen kommt man nur mit Wissen, Aufklärung und bewusstem Handeln gegen an. Also anstrengen Mütters, damit eure Töchter bessere STartvoraussetzungen im Leben haben! Mal ein bissel Frauenpower in die Erziehung bringen..und bei der Partnerwahl genau hinschauen..unwürdige zu gewaltbereite und unsoziale Männchen nicht ranlassen und deren Gene austragen!!
Diesen Punk muss man sich als Frau immer wieder bewusst machen, immer im Hinterkopf haben und ein wenig bewußt dagegen an, anfangen aus der anerzogenen Infantilität, also Unselbständigkeit auszubrechen, Wege finden um selber die Macht über das eigene Leben zu ergreifen..was nicht selbstverständlich ist...Frauenforschung hat die Lebensläufe vieler Frauen untersucht und es kommt immer noch sehr häufig vor, dass Frauen ihr Leben lang männerdominiert verbringen..also Männer, zunächst der Papa, dann der Freund, dann der Ehemann entscheiden und sie sich diesen Entscheidungen anpassen. Nicht selber zu entscheiden hat ja auch seine bequemen Seiten, aber halt auch Schattenseiten..die dann statistisch gesehen so jede 3. FRau in ihrem Leben zu sehen bekommt. Sie sind Macht nicht gewohnt und können schlecht damit umgehen ..(es aber lernen!!) kennen eher das Grundgefühl der Unterlegenheit und Ohnmacht...und diejenigen die dieser Gewohnheit anhaften deren Leben verläuft halt nicht so dolle.
Darksides Analyse zum Unterschied V*** Selbstmörder stimme ich auch zu und füge hinzu: das was der V*** an Herrschsucht und Machtwillen zeigt zeigt der Selbstmörder in Sachen REinsteigern in Ohnmachtswillen. Vom Antrieb her sind beide unterschiedlich gepolt..der eine bejaht sich (zu sehr) selber, der andere viel zu wenig, der eine hat den Willen zur Macht, der andere Willen zur Ohnmacht, spricht sich selber das Recht auf Leben ab. Bequem für einen Täter...er gewinnt das Opfer verliert und im Leben geht es nun einmal darum ob man gewinnt oder verliert.
Ein Vergewaltigungsopfer oder Mißbrauchsopfer hat ne Menge verloren..an Selbstwert, dem Recht auf Unversehrtheit und Selbstbestimmung etc..aber der Weg sich dann den Rest zu geben und sich selber das Leben zu nehmen ist echt hahneschreiendes Unrecht gegen sich selbst...und auch das sollte man anklagen..denn ein Selbstmörder ist ja Täter an sich selber.
Es gibt IMMER in jeder Lebensituationen mehrere Möglichkeiten des Handelns...sogenannte Echte Dilemmasituationen in denen es nur ein einziges Entweder-Oder gibt sind eher selten. Wer das nicht einsehen kann oder will...Pech gehabt! Schade!
Gruß
Tyra