Ich habe aber die berechtigte Frage: Woher kommen den die Zutaten? 😉
Woher kamen die Zutaten für Gott? Wer hat den angestoßen? Wie kann sich so eine komplexe Lebensform aus dem Nichts entwickeln?
Wenn du meinst, sowas einfach wie eine Zelle muss zwingend einen Schöpfer haben, warum braucht sowas kompliziertes wie Gott keinen Schöpfer?
Und nein, es verbleibt nicht immer 1% Unsicherheit, manche Dinge sind zweifelsfrei bewiesen. Nur wenn du in die Ebene der Quantenmechanik gehst, wird es komplizierter.
Nochmal, du hast abgestritten dass es Evolution gibt, sagst also: Gott hat mal Dinosaurier erschaffen, hat sie dann absichtlich aussterben lassen, und erschafft dann uns, lässt uns absichtlich aussterben (was mit sicherheit passieren wird) und erschafft dann vllt. intelligente Octopoden, die sich dann auch in paarmillionen Diskussionen um Glauben liefern werden, und lässt sie später wieder aussterben.
Sorry, wenn ich mal von deiner Vorstellung ausgehe und annehme es gäbe den Gott, dann wäre er doch doof, wenn er jede Sache einzeln kontrolliert, dann erschafft man doch schlauerweise ein Instrument wie die Evolution. Dann braucht er nur einmal was zu machen und es funktioniert auf Dauer.
Im übrigen Evolution ist zweifelsfrei bewiesen, weil man sie auch in menschlichen Maßstäben beobachten kann, z.B. Buntbarsche in einem großen afrikanischen See, die sich früher miteinander paaren konnten, aber jetzt mittlerweile sich in einzelne Arten auftrennten, die sich nicht mehr untereinander fortpflanzen können.
Du behauptest nur, es könnten keine Zellen von sich aus entstehen, du weisst es aber nicht. Die Natur ist voll von Beispielen wie komplexe Dinge, sich einfach selbstorganisieren. Im Grunde ist das das ganze Konzept der Natur: Sie senkt die Entropie in den Organismen, indem diese die Entropie in ihrer Umgebung stärker erhöhen, als diese Senkung war, wodurch die Thermodynamik (die Gesamtentropie eines abgeschlossenen Systems erhöht sich immer nur und verringert sich nicht), nicht verletzt wird, und dennoch komplexe Formen zugelassen sind. Eine Senkung der Entropie durch Selbstorganisation, ist nicht nur in der Natur zu beobachten, das geschieht auch in anderen System (z.B. Kristallgitter bei Metallen).
Und ich seh einen Sinn, nämlich dass wir als Teil der Natur das große Spiel mitspielen, was zu einer immer differenzierteren Artenreichtum führt. Auch wenn wir als Menschen 99% der Arten vernichten, gehört das zum Konzept. Es gab zu lange keine globale Katastrophe mehr, und es können nur in größerem Ausmaß neue Arten entstehen, wenn man vorher die Lebensräume freiräumt. Und dadurch dass es nach nem großen Artensterben immer noch mehr Arten übrig bleiben als nach einem vorherigen großen Artensterben, hat die Natur die Möglichkeit die Nischen noch enger aufzusplitten, noch mehr Vielfalt zu erzeugen. Wie sind eine globale Katastrophe und gehören zum Konzept. Genauso wie es zum Konzept gehört, dass wir als soziale Affen erschaffen wurden.
@in extremo: Genauso wie ich entscheide, wann ich mein Handy anschalte, bestimme ich auch, wann ich mal Lust hab meine Emails abzurufen. Ich werde mich nicht diesem Diktat der Zeit unterordnen und sofort auf elektronischen Weg erreichbar sein, wenn ich Freizeit hab. Ich find ständige Erreichbarkeit kein Luxus. Wenn du mir 2 Mails geschrieben hast, hab ich die schlicht noch nicht gelesen, und werd auch heute meine Mails noch nicht abrufen. Warum? Weil ich heute einfach keine Mails beantworten oder lesen will. So einfach. Nicht böse gemeint, sondern schlicht meine Form mir meine Freiheit zu erarbeiten.