Vielleicht bildet sich ja der Sinn, den der Mensch im Leben sieht, aus dem was der Mensch erfährt / erfahren hat und dem was für den Menschen die Wirklichkeit darstellt.
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Das wird gewiss so sein. Von nichts kommt nichts?
Anders ausgedrückt, wir haben uns ja alle nicht ausgesucht, in welche Existenz, in was für eine Familie, Land oder Kulturkreis wir geboren wurden?
Und ja, das macht natürlich einen großen Unterschied - mag zum Beispiel einen Einfluss darauf haben, welcher Sprache/Sprachen du mächtig bist, welcher Religion du zugehörig bist, welcher politischen Richtung du zugehörig bist, was für eine Ausbildung/Bildung du genießen konntest, welche Berufe dir zur Verfügung stehen, und viele andere Dinge.
Nicht zuletzt ergibt sich durch "Bestimmung" bzw. einen Zufall heraus, welche Erfahrungen du hast - welche Kenntnisse, Einstellungen und Fähigkeiten dir zugegangen sind. Natürlich bestimmt der "Zufall" das nicht in Gänze, aber man sollte es vielleicht nicht unterschätzen.
Irgendein "typischer" Inder oder Spanier wird bspw. nicht wie ein "typischer" Chinese oder US-Amerikaner sein. Ein "typischer" Norweger wird nicht wie ich sein.
Man könnte also sagen, dass viele Dinge ganz simpel "vorgegeben" sind.
Und man kann ja nur auf Grundlage dessen aufbauen bzw. leben, was einem überhaupt bekannt ist bzw. mal zugänglich wurde - nicht auf Grundlage dessen, was man alles nicht kennt bzw. einem nicht zugänglich wurde.
Ich könnte bspw. einem Mongolen - also diesen Steppenreitern und so - erklären wollen, wie das bzw. mein Leben ist oder zu sein hat. Nicht nur, dass das Sprachliche vermutlich eine nicht unerhebliche Hürde darstellt, auch wenn das von mir Gesagte sprachlich so halbwegs verständlich ist, würden sich die Mongolen vermutlich am Kopf kratzen und nicht so besonders viel damit anfangen können.
Und ja, man muss nicht einmal um die halbe Erdkugel reisen, um missverstanden zu werden oder misszuverstehen. Dafür reicht im Zweifel auch dieses Forum aus, oder wenn man beliebig irgendwelche Leute auf der Straße anspricht.
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Ja, assoziativ passt der Film wohl ein bisschen:
Packendes Drama von Alejandro González Iñárritu ("21 Gramm","Amores Perros") mit dem herrausragenden Brad Pitt, Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett und dem ch...
www.youtube.com
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In gewisser Weise muss man oder sollte man einen gewissen Grad von Verständnis erlangt haben, um überhaupt irgendeine fundierte Aussage über diese Welt oder das Sein treffen zu können.
Soll jetzt nicht überheblich oder so klingen, aber ich würde meinen, dass so manche fundierte Aussage über die Welt und das Sein bei näherer Betrachtung gar keine solche ist, sondern vielleicht eher so ein müdes oder auch überzeugtes "so ist das halt". Dagegen kann man grundsätzlich nichts sagen, aber es impliziert zumindest leicht, dass sich nichts ändert, was vielleicht schlecht wäre.