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Der Sinn des Lebens?

Oh , ich glaube auch an Gott, ich bin sogar von Herzen überzeugt, weil ich oft dieses Empfinden habe, den Schutz zu haben.
Ich finde Religion auch nicht schlimm- sondern als Bestandteil des Lebenssinnes wichtig.

Ich finde aber die Organisationstreue vieler, die behaupten religiös zu sein , sehr fragwürdig und ich empfinde , dass ein Gott keine Spenden braucht.

Zweifeln - ???? wieso ???
 
Sieh es doch mal so an: Bevor du ins Universum eintrittst und als Mensch lebst, warst/bist du Gott, also Alles. Danach nur noch Mensch, also ein Teil.

Die Frage ist dann, wieviel vom Eigentlichen du erinnerst oder dann auch auslebst. Oder ob dich diese Welt oder gar die Gesellschaft völlig vereinnahmt.

Wie es Hölderlin so fein formuliert hat: „Ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.“

Es erinnert mich irgendwie an den jüdischen Glauben. Nach dem, was mir gesagt wurde, ist ein Teil des jüdischen Glaubens, dass Juden zunächst zur linken und rechten Seite Gottes sitzen und dann zur Erde geschickt werden, oder zum wiederholten Male zur Erde geschickt werden, bis sie dann wieder zu Gott zurückkehren.

~~~

Eine andere Aussage, die von einem christlichen Bischof stammt, lautet wie folgt:

"Der Unterschied zwischen Gott und dem Menschen ist nicht die Qualität, sondern nur die Quantität."
 
Es erinnert mich irgendwie an den jüdischen Glauben. Nach dem, was mir gesagt wurde, ist ein Teil des jüdischen Glaubens, dass Juden zunächst zur linken und rechten Seite Gottes sitzen und dann zur Erde geschickt werden, oder zum wiederholten Male zur Erde geschickt werden, bis sie dann wieder zu Gott zurückkehren.

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Eine andere Aussage, die von einem christlichen Bischof stammt, lautet wie folgt:

"Der Unterschied zwischen Gott und dem Menschen ist nicht die Qualität, sondern nur die Quantität."

Gehen wir ganz hypothetisch mal davon aus, dass es zur Qualität Gottes gehört, einen Kampf zwischen Gut und Böse zu führen. Wenn es nun zur Quantität/Stärke Gottes gehört, allmächtig zu sein, und er den Kampf zwischen Gut und Böse nicht gewinnen kann, könnte es dann der Mensch?

Ist der Mensch die letzte Bastion zwischen Gut und Böse?
 
Gehen wir ganz hypothetisch mal davon aus, dass es zur Qualität Gottes gehört, einen Kampf zwischen Gut und Böse zu führen. Wenn es nun zur Quantität/Stärke Gottes gehört, allmächtig zu sein, und er den Kampf zwischen Gut und Böse nicht gewinnen kann, könnte es dann der Mensch?

Ist der Mensch die letzte Bastion zwischen Gut und Böse?
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
 
Mir fällt da noch was aus dem Bereich des Buddhismus ein:

Shambhala-Krieger

"Ich erzähle diese Geschichte gern bei meinen Workshops, denn sie beschreibt unser eigenes Vorhaben und die Schulung, der wir uns unterziehen."

-- Joanna Macy

Sie stammt von einer Prophezeiung, die vor über zwölf Jahrhunderten im tibetischen Buddhismus entstand. Ich erfuhr davon durch meine tibetischen Freunde in Indien, wo 1980 viel davon die Rede war, dass die Prophezeiung sich in unserer Zeit bewahrheiten würde. Die vorausgesagten Zeichen, so sagten sie, seien jetzt in unserer Generation erkennbar. Da diese Prophezeiung von Zeiten großer Gefahr kündet - von Apokalypse -, war es mir, wie man sich denken kann, sehr wichtig, Näheres darüber zu erfahren.

Es gibt für die Prophezeiung verschiedene Deutungen. Manche beschreiben das Kommen des Königreichs von Shambhala als ein inneres Geschehen, eine Metapher der persönlichen spirituellen Reise und nicht so sehr auf die Welt um uns herum gemünzt. Andere sehen darin ein rein äußeres Ereignis, das in der Welt seinen Gang gehen wird, unabhängig von unserer Entscheidung zu handeln oder in irgendeiner Weise an der Heilung unserer Welt mitzuwirken. Eine dritte Version hörte ich von Choegyal Rinpoche, meinem Freund und Lehrer aus der Tashi-Jong-Gemeinde in Nordindien:

Es kommt eine Zeit, in der alles Leben auf der Erde bedroht ist. In dieser Zeit haben sich große barbarische Kräfte entwickelt, eine in der westlichen Hemisphäre, eine im Zentrum der eurasischen Landmasse. Obwohl diese beiden Mächte ihren gesamten Reichtum für die Vorbereitung ihrer gegenseitigen Vernichtung aufgebracht haben, haben sie doch viel miteinander gemeinsam: Waffen von unvorstellbarer Zerstörungskraft und Technologien, um unsere ganze Welt zu verwüsten. In dieser Zeit, wo die Zukunft des Lebens an einem seidenen Faden hängt, taucht das Königreich von Shambhala auf.

Du kannst nicht dort hingehen, denn es ist kein Ort und kein geopolitisches Gebilde. Es existiert in den Herzen und dem Geist der Shambhala-Krieger. Das ist der Ausdruck, den Choegyal benutzte: Krieger.

Du erkennst einen Shambhala-Krieger auch nicht, wenn du ihn oder sie siehst, denn sie tragen keine Uniformen, keine Abzeichen, und keine Fahnen. Sie haben keine Barrikaden, auf die sie steigen können, um auf den Feind loszugehen, oder hinter die sie sich zurückziehen können, um zu ruhen oder sich neu zu formieren. Sie haben nicht einmal ein eigenes Territorium. Sie bewegen sich immer auf dem Terrain der Barbaren.

Doch es kommt die Zeit, wo große Tapferkeit des Herzens und Unerschrockenheit des Handelns von den Shambhala-Kriegern verlangt ist, denn sie müssen geradewegs in die Zentren der barbarischen Mächte gehen, in die Löcher und Höhen und Zitadellen, wo die Waffen verwahrt werden, und sie müssen diese Waffen entschärfen. Um die Waffen, wörtlich und im übertragenen Sinne, unbrauchbar zu machen, müssen sie in die Korridore und Schaltzentralen der Macht gehen, wo die Entscheidungen gefällt werden. Die Shambhala-Krieger haben den Mut, dies zu tun, weil sie wissen, dass diese Waffen „manomaya“ sind, „geistesgemacht“. Vom menschlichen Geist geschaffen, können sie auch vom menschlichen Geist entschärft und zerstört werden. Die Shambhala-Krieger wissen, dass die Gefahren, die alles Leben auf der Erde bedrohen, nicht von außerirdischen Mächten, satanischen Gottheiten oder der Vorsehung eines bösen Schicksals ausgehen. Sie erwachsen aus unseren Entscheidungen, aus unserer Lebensweise und aus unseren Beziehungen.

In dieser Zeit also begeben sich die Shambhala-Krieger ins Training. Als Choegyal das sagte, fragte ich: »Wie trainieren sie?« »Sie schulen sich«, erwiderte er, »im Gebrauch zweier Waffen«. »Was für Waffen?« fragte ich. Da hob er seine Hände in die Stellung, in der die Lamas die Ritualgegenstände Glocke und Dorje beim Lamatanz halten.

»Die Waffen sind Mitgefühl und Einsicht. Beide sind notwendig«, sagte er. »Du brauchst das Mitgefühl, denn das ist es, was dir den Antrieb, die Kraft, die Leidenschaft gibt, etwas zu tun. Wenn du dich dem Schmerz der Welt öffnest, kommst du in Bewegung und handelst. Aber diese Waffe allein genügt nicht. Sie kann dich ausbrennen, erschöpfen, deshalb brauchst du die andere -, du brauchst die Einsicht in die radikale wechselseitig bedingte Abhängigkeit aller Phänomene. Diese Weisheit macht dir klar, dass es hier überhaupt nicht um den Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen geht, denn die Linie zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch jedes menschliche Herz. Mit dieser Einsicht in unsere tiefe Verflochtenheit weißt du, dass alles, was aus reinem Herzen getan wird, sich durch das gesamte Gewebe des Lebens ausbreitet, weit über das hinaus, was messbar oder wahrnehmbar ist. Doch diese Einsicht allein dürfte zu kühl, zu vernunftbezogen sein, als dass sie dich in Bewegung halten könnte - deshalb brauchst du die Hitze des Mitgefühls. Erst gemeinsam - in jedem Shambhala-Krieger und zwischen ihnen - können diese beiden uns zu beharrlichen Verfechtern eines gesunden Wandels machen. Sie sind uns gegeben, damit wir sie annehmen und zur Heilung unserer Welt nutzen«.

(Quelle: »Die Wiederentdeckung der sinnlichen Erde« – Joanna Macy)
 
Vielleicht ist eine desaströse Kraft notwendig um zu testen, ob das Leben was da ist, überlebensfähig ist.
So dass es in der Ewigkeit bestehen kann.
Dann wäre das so , als hätte einer was gebaut und würde schauen, ob es hält.....
na und damit die Chance da ist, dass es hält, gibt es zehn Gebote .

Wenn Menschen nicht morden, nicht stehlen, nicht das Glück oder die Freude eines anderen begehren, sondern sich mit freuen, dann ist man schon recht nah an Frieden und Liebe dran.

Wenn Menschen nun auch noch gnädig sind und Fehler verzeihen, vertrauensvoll auf die Gemeinschaft bauen, weder Tiere noch Pflanzen schädigen oder ausrotten, sondern den Wert erkennen , der wirklich in diesem Schatz steckt, dann
wäre das nicht schlecht denke ich.

Sieh es doch mal so, der Fisch den Du aus dem Wasser holst, stirbt an der Luft und Du ertrinkst im Wasser, obwohl Du zu 80 % daraus bestehst.

Da könnte man leicht auf den Gedanken kommen, dass alles wiederkehrt, so wie der Wassertropen, der in Gemeinschaf den Fluss , das Meer bildet....das die Zeit wie das Wasser ist eine Art Kreislauf ewiger Wiederkehr....

ist ja auch ganz gut sich abzulenken, wenn man den Fisch aus dem Wasser holt, um ihn sterben zu lassen. Dann ist man sich der Schuld , die man so auf sich lädt, nicht so ganz bewusst.

Klar man kann sich auch mit Tic Tac ablenken, wenn der Tag zuviele Stunden hat , aber ob das im Hinblick auf die Deutung einer Schrift wirklich Sinn macht, wenn man die Primärquellen nicht kennt ?

Ich meine ja nur - es gab so Herrscher im alten Ägypten - die haben sich in heutiger Werbemanier auf den Pyramiden riesengroß abbilden lassen, als Sieger der Schlacht , der die Feinde mit der Macht der Stärke völlig besiegt hat .....der Gegner hat das auch getan ....also auf seinen Pyramiden .......
die Schlacht heute aus ausgegrabenen Primärquellen klar, war bestenfalls ein Unentschieden .......

Diktatoren haben ihren Untergebenen im Grunde immer was vorgelogen und Papier ist geduldig.

Da liegt die Überlegung nahe, die Untergebenen mit der Falschinformation gefügig zu machen und zu lenken sprich zu manipulieren.

Für mich ist das ganz einfach .
Ich mag keine Täuscher - Satan ist wohl auch so ein Halodri - den mag ich auch nicht.
 
Gehen wir ganz hypothetisch mal davon aus, dass es zur Qualität Gottes gehört, einen Kampf zwischen Gut und Böse zu führen. Wenn es nun zur Quantität/Stärke Gottes gehört, allmächtig zu sein, und er den Kampf zwischen Gut und Böse nicht gewinnen kann, könnte es dann der Mensch?

Ist der Mensch die letzte Bastion zwischen Gut und Böse?
Hm. Wenn wir unter "Gott" "Alles" verstehen, also die letzte Instanz, das All-Umschließende, das Eine etc. – dann kann es kein "Außerhalb" geben. "Gut und Böse" wären dann "innerhalb", also Eigenschaften Gottes.

Wer sich ausgedacht hat, dass Gott "allmächtig" wäre, weiß ich nicht, aber wie schon die Theologen im Mittelalter gesagt haben, ist Gott entweder allmächtig oder bösärtig (weil er dann das Böse zulässt, das geschieht).

Ich denke eher, dass das Universum neutral ist und dass sich die Eigenschaften Gut und Böse erst dort zeigen, wo jemand eine Entscheidung treffen kann, wie er sich verhält – und sich dann für das bösärtige Verhalten entscheidet. Du kannst etwa ein Tier töten (lassen), um es zu essen oder auf Tofu zurückgreifen. Du bist deshalb nicht bösartig, nur dein Verhalten ist es.

Und offenbar sind zumindest uns Menschen viele Entscheidungen im Leben überlassen, wir tragen die Verantwortung, kein Schöpfer. Wobei ja, wenn alles Leben im Universum eines ist, Täter und Opfer identisch sind. Gott im Mensch isst sozusagen den Gott im Schwein oder eben den Gott im Tofu (die Sojabohne). Der Unterschied ist mehr im Leid oder Nicht-Leid, das ein Verhalten hervorruft.

Insofern hast du mit der Idee, dass wir Menschen eine Art Bastion zwischen Gut und Böse sind, vielleicht gar nicht so unrecht. Wir machen einen großen Unterschied, je nach Verhalten. Dafür muss man kein Shambala-Krieger sein 🙂
 
Wieso kann Gott nicht allmächtig sein, das Böse für eine Zeit zulassen und es dann gänzlich abschaffen , das geht doch nur, wenn er mächtiger ist als das Böse.

Na und woher willst Du wissen , welche Verantwortung der Schöpfer trägt, falls es einen gibt, wenn noch nicht mal erforscht ist, ob das so ist ?
 
Manchmal stellt sich vielleicht auch einfach nur die Frage, ob der Mensch mehr oder weniger tun sollte...

Haben Gott, Natur und das Leben selbst dazu eine klare Position oder eine nebulöse?
 
Wieso kann Gott nicht allmächtig sein, das Böse für eine Zeit zulassen und es dann gänzlich abschaffen , das geht doch nur, wenn er mächtiger ist als das Böse.
Das ist ein gutes Argument 🙂
Na und woher willst Du wissen , welche Verantwortung der Schöpfer trägt, falls es einen gibt, wenn noch nicht mal erforscht ist, ob das so ist ?
Ich "weiß" es ja nicht. War nur eine logische Deduktion. Wenn ich ein Auto baue, das Kinder totfahren kann, bin ich mit verantwortlich dafür, wenn das geschieht und nicht nur derjenige, der das Auto dann auch fährt.

Offenbar ist es im Rahmen der Möglichkeiten des Universums, dass es einen Bach, Mozart und Einstein hervorbringt – aber auch Auschwitz, Hiroshima und alle anderen Schrecklichkeiten. Das hat man ja vermutlich beim Hervorbringen des Universums ahnen können, oder nicht?
 

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