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Der Sinn des Lebens?

Gewissermaßen im Kontext:

Je mehr ich so über alles nachdenke, desto relativer wird es.

Im Grunde ist man alles und nichts. Ich meine, wir definieren uns mehrheitlich über das Selbst. Damit greifen wir an, und das verteidigen wir. Was aber genau ist das Selbst?

Alles, was wir haben oder können, ist nicht wirklich das Selbst. Das eine ist nur Besitztum, das andere sind nur Fähigkeiten.

In verschiedener Hinsicht sind wir auch nur Spielbälle der Umstände - zu dieser Zeit oder an jenem Ort gelandet, mit diesem Besitztum oder jenen Fähigkeiten ausgestattet. Wenn jemand nun ein Milliardär und/oder ein Höchstleistungssportler ist, definiert das das Selbst? Ja und nein, würde ich sagen.

Wenn nun die Milliarden aus irgendeinem Grunde weg sind und auch die sportlichen Fähigkeiten stark eingeschränkt sind, existiert dann das Selbst nicht mehr?

Mal angenommen, das Selbst "steckt ganz tief in einem drin", ungeachtet aller Umstände, was ist dann das Selbst? Sind es vielleicht die Erfahrungen, die Charaktereigenschaften, die Werte, die Ziele oder Träume? Was ist dieses Selbst, für das wir doch bereit sind, alles zu tun?
 
Im Grunde ist man alles und nichts.
... und genau zwischen diesen Extremen liegt die Freiheit der Selbst-Definition!

Du darfst dich heute mal als "Alles" definieren und morgen als "Nichts". Dann pendelst du zwischen Jesus ("Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben", "Ich und der (All-)Vater sind eins") und Buddha (Das Nichts/das Nirvana ist das Ziel) und triffst in diesem Raum so ziemlich alle Denker und Philosophinnen der Menschheit.

Ich mag ja Heinz von Foerster und seine Entdeckung/Definition der "prinzipiell unentscheidbaren Fragen" (auch "frei beantwortbare Fragen")– auf genau so eine bist du anscheinend mit deiner Frage, was denn das Selbst sei, gestoßen, scheint mir. Von Foerster meinte ja auch, dass nicht die Antwort selbst das Wichtige wäre, sondern was die jeweilige Antwort aus einem Menschen macht (siehe nochmal Jesus und Buddha als Extreme).
 
Ich mag Schubladisierungen/Pauschalisierungen ja nicht so gerne, aber wenn ich es mal versuche, so würde ich sagen, dass es zwei Arten von Menschen gibt:

1) Menschen, die sich bereits festgelegt haben bzw. festgelegt wurden.

2) Menschen, die noch auf der Suche nach dem sind, auf was sie sich festlegen könnten/wollen.

~~~

Übrigens, aus meiner Sicht ist keines per se besser als das andere. Beides kann Vor- und Nachteile haben.

Und ja, was heute nicht möglich ist, ist es morgen vielleicht doch. Ich meine, natürlich sind dem Menschen allerlei Grenzen gesetzt, aber viele Grenzen sind auch nur "menschengemacht", vielleicht auch zu unrecht, und von daher überwindbar.

Zunächst gölte es aber vielleicht zu klären, wo man überhaupt hin will.
 
Und ja, es ist wohl auch so, dass so manche Menschen sich darüber grämen, dass sie dieses oder jenes nicht erreicht haben, dass ihnen dieses oder jenes verlustig gegangen ist.

Aus meiner Sicht kann es durchaus so sein, dass man genau dort ist, wo man zu sein hat, um vielleicht die Lektionen zu lernen, die man noch nicht gelernt hat.

~~~

Ich meine, wenn man diesen ganzen Planeten und das Leben darauf betrachtet - mit und ohne Mensch -, hat alles eine gewisse Ordnung?

~~~

Und ja, wenn der Mensch die ultimative Instanz in diesem Leben wäre, nur Gott wüsste wahrscheinlich, wie es hier aussehen würde.
 
Ich mag Schubladisierungen/Pauschalisierungen ja nicht so gerne, aber wenn ich es mal versuche, so würde ich sagen, dass es zwei Arten von Menschen gibt:

1) Menschen, die sich bereits festgelegt haben bzw. festgelegt wurden.

2) Menschen, die noch auf der Suche nach dem sind, auf was sie sich festlegen könnten/wollen.
und 3) Menschen, die alles abgesucht haben und noch immer neugierig sind, sich aber nicht festlegen wollen 🙂
Zunächst gölte es aber vielleicht zu klären, wo man überhaupt hin will.
Was für ein schönes Wort 🙂 ... "gölte"!
Und ja, es ist wohl auch so, dass so manche Menschen sich darüber grämen, dass sie dieses oder jenes nicht erreicht haben, dass ihnen dieses oder jenes verlustig gegangen ist.
Buddha hätte da sicher einen sinnvollen Kommentar im Sinne von "die Illussionen des Lebens erkennen durch Verlusterfahrungen".
Aus meiner Sicht kann es durchaus so sein, dass man genau dort ist, wo man zu sein hat, um vielleicht die Lektionen zu lernen, die man noch nicht gelernt hat.
... und auch Sachen anwenden, die man schon gelernt hat; das hat ja auch seinen Sinn.
Ich meine, wenn man diesen ganzen Planeten und das Leben darauf betrachtet - mit und ohne Mensch -, hat alles eine gewisse Ordnung?
Eine Art "chaotische Ordnung" vielleicht? Das Ganze reguliert sich ja immer wieder, zumindest bisher auf der Erde. Falls es auf dem Mars mal Leben gab, hat es da nicht mehr funktioniert.
Und ja, wenn der Mensch die ultimative Instanz in diesem Leben wäre, nur Gott wüsste wahrscheinlich, wie es hier aussehen würde.
Ich weiß, dass es üblich ist, zwischen "Gott", "Mensch", "Tiere", "Umwelt" etc. zu unterscheiden ... aber inzwischen erlaube ich mir immer öfters, alles zusammen zu denken. Weil ja alles im Universum zusammenhängt, erscheint mir das angemessen.
Teilweise vermute ich sogar, dass viele Menschen keinen besonders soliden Plan für sich selbst haben, aber für andere, ja?
Oder der "Plan" reicht nur bis 20.15 Uhr des aktuellen Tages 😉
 
und 3) Menschen, die alles abgesucht haben und noch immer neugierig sind, sich aber nicht festlegen wollen 🙂

Was für ein schönes Wort 🙂 ... "gölte"!

Buddha hätte da sicher einen sinnvollen Kommentar im Sinne von "die Illussionen des Lebens erkennen durch Verlusterfahrungen".

... und auch Sachen anwenden, die man schon gelernt hat; das hat ja auch seinen Sinn.

Eine Art "chaotische Ordnung" vielleicht? Das Ganze reguliert sich ja immer wieder, zumindest bisher auf der Erde. Falls es auf dem Mars mal Leben gab, hat es da nicht mehr funktioniert.

Ich weiß, dass es üblich ist, zwischen "Gott", "Mensch", "Tiere", "Umwelt" etc. zu unterscheiden ... aber inzwischen erlaube ich mir immer öfters, alles zusammen zu denken. Weil ja alles im Universum zusammenhängt, erscheint mir das angemessen.

Oder der "Plan" reicht nur bis 20.15 Uhr des aktuellen Tages 😉

Ja, ich denke, das erfordert bspw. eine visuelle oder holistische Denkweise. Ich selbst bin auch geneigt zu sagen, dass alles zusammenhängt, vom Allerkleinsten bis zum Allergrößten, vom Elementarteilchen bis hin zu ganzen Galaxien und dem Kosmos bzw. Universum. Nur sind die Nuancen/Zusammenhänge oftmals so fein, dass man sie kaum oder gar nicht wahrnimmt. Beispielhaft könnte man sich da vielleicht mit der Chaostheorie oder dem Schmetterlingseffekt befassen.

~~~

Oder wie jemand gerne zu sagen pflegte: "Zufälle sind nur nicht erkannte Zusammenhänge."

~~~

Wenn der Mensch alles wahrnehmen könnte, was grundsätzlich wahrnehmbar ist, würde dem Menschen womöglich der Kopf platzen. Andererseits erachte ich es als durchaus sinnvoll, (möglichst) viel zu sehen, zu lernen und zu verstehen. Also ja, eine weitreichende Kenntnis und Erkenntnis mag auch erstrebenswert bzw. ein Sinn des Lebens sein.
 

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