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Der Sinn des Lebens?

Mal angenommen, das Universum würde gerne etwas richtig Spannendes erleben – was würde es wohl erschaffen? Ich meine, Sterne, Galaxien, Schwarze Löcher und diverse Planeten gibt es schon ... dann wäre es doch mal spannend, lebendige, fühlende und denkende Wesen zu haben. Vielleicht sogar welche, die klug genug sind, nach dem Sinn ihres Lebens zu fragen oder Instrumente zu bauen, mit deren Hilfe sie das Universum erkunden können.

So gesehen wären wir der Sinn des Lebens. Also dass es uns gibt. Nicht nur uns Menschen, sondern alle Lebewesen.

PS. In deiner Aufzählung fehlt die Liebe 😉

Aus meiner Sicht ist alles wichtig und wertvoll - jedes Lebewesen, jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Sichtweise, wie unterschiedlich das alles auch sein mag.

Wenn es nicht wichtig wäre, würde es das alles doch nicht geben, oder?
 
Wenn es nicht wichtig wäre, würde es das alles doch nicht geben, oder?
Vielleicht ist genau das der Punkt: das Universum "erlebt" sich durch "uns" – durch Körper, Geist, Gefühle, Intelligenz, Weisheit, und eben auch durch Liebe. Ob's dabei einen höheren Sinn gibt oder nicht, spielt imho gar keine so große Rolle. Alleine die Tatsache, dass wir empfinden, staunen, zweifeln und lieben können, macht das Leben selbst zu etwas Sinnvollem.
Und jep jedes Lebewesen, jede Sichtweise und jedes Gefühl tragen etwas (Einzigartiges) bei. Wenn man es so betrachtet, ist nichts umsonst. just my #2cents
 
Aus meiner Sicht ist alles wichtig und wertvoll - jedes Lebewesen, jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Sichtweise, wie unterschiedlich das alles auch sein mag.

Wenn es nicht wichtig wäre, würde es das alles doch nicht geben, oder?
Der Philosoph Heinz von Foerster hat gegen Ende seines Lebens die Erkenntnis vertreten, dass es einen fundamentalen Unterschied in der Weltsicht und damit der Einstellung zum Leben gibt – nämlich, ob ich mich als "Teil der Welt" (also des Universums) sehe oder als davon getrennt.

Der oft floskelhaft verwendete Satz "Eins mit Allem" ist so gesehen nicht esoterisch, sondern philosophisch und er entspricht auch der physikalischen Wahrheit. Weil kein Lebewesen ja für sich existiert, sondern aus uralten Bausteinen des Universums besteht und in permanentem Austausch mit ihm ist. Die Erde ist ja auch "Teil des Ganzen" und nicht getrennt vom Universum – weshalb auch die Frage, ob es intelligentes Leben im Universum gibt, schon lange beantwortet ist: Ja, denn wir sind hier – zusammen mit vielen anderen intelligenten Wesen (auch Pflanzen, Pilze, andere Tiere).

Sehe ich mich, also meine Existenz, mein Erleben, als Teil des Ganzen, dann bin ich in gewissem Sinne das Universum. Mit mir hat das Universum Augen, Ohren, ein Gehirn – und die Fähigkeit zum Beobachten, Fragen, Nachenken, Sprechen oder Schreiben 🙂

Das Universum hat es auch geschafft, ein Forum zu erstellen, in dem man sich über solche Fragen austauschen kann! Offenbar ist auch das wichtig.
 
Hallo @Werner ,

ich finde, das sind sehr wichtige Gedanken. Wenn man sich als Teil von allem sieht, geht man ja nach "dem Abtritt" nicht einfach verloren, sondern wandelt sich in etwas anderes um. Ich denke, mit so einer Vorstellung, kann man das Ganze leichter nehmen.

Obwohl ich gerne mein Leben resetten würde, nochmal starten und alles besser machen. Aber das Leben ist in der Hinsicht leider kein Computerspiel.
 
Wenn man sich als Teil von allem sieht, geht man ja nach "dem Abtritt" nicht einfach verloren, sondern wandelt sich in etwas anderes um. Ich denke, mit so einer Vorstellung, kann man das Ganze leichter nehmen.

Obwohl ich gerne mein Leben resetten würde, nochmal starten und alles besser machen. Aber das Leben ist in der Hinsicht leider kein Computerspiel.
Ja genau, so sehe ich das auch. In gewissem Sinne lebt man so lange es das Universum gibt.

Und wenn du dich (ähnlich wie es Buddha empfohlen hat) vom beschränkten und sterblichen Ich befreist, kannst du durchaus noch so oft "resetten" wie du willst und neue Lebensformen ausprobieren – die Kunst besteht halt darin "nicht zu sterben mit dem Tode" (Lao-Tse), sondern nur einzuschlafen und im neuen Leben wieder aufzuwachen. Auch Jesus hat ja von sich gesagt: "Ich bin das Leben." Und in den indischen Upanishaden liest man: "Die gesamte Welt bin im Grunde ich allein und außer mir ist nichts anderes existent und die gesamte Schöpfung habe ich selbst gemacht“. Oder beim Propheten Hape Kerkeling: "Das ganze Leben ist ein Quiz. Und wir raten, raten, raten" 🙂 Offenbar haben weise Menschen diese Sachen schon lange verstanden.

Genau hier macht ja das Bewusstsein, "Teil des Ganzen" zu sein, den Unterschied: Auch wenn meine aktuelle Form verloren geht, geht ja nichts von dem, was mein Leben ausmacht, verloren – also müsste auch das Bewusstsein erhalten bleiben im Sinne von "Das Universum verliert nichts": Ich war, bin und bleibe da.

Geburt und Tod sind so gesehen nur der Gang durch eine Tür, keine Auslöschung der Existenz.
 
Obwohl ich gerne mein Leben resetten würde, nochmal starten und alles besser machen. Aber das Leben ist in der Hinsicht leider kein Computerspiel.
Da bist du wirklich nicht der EINZIGE.
Sehr viele (mich eingeschlossen) würden das sehr gerne machen.
Wenn mich öfters so die Trübsal packt und ich denke, warum ist vieles bei mir so schlecht gelaufen?
Obwohl ich mir immer grosse Mühe gegeben habe.
Ok ich weiss, das ich von Natur aus schwach bin, sowohl körperlich als auch psychisch.
Dafür kann ich nichts. Liegt bei uns in der Familie.
Der sinn ist dann halt, das ich trotzdem lebe und nicht aufgebe und durchhalte.
Wenn andere Grosses leisten, ok, die können es halt.
Ich kann es nicht. Der Spruch, sieh nur die Vöglein unterm Himmel, sie säen nicht, sie ernten nicht, aber er (Gott) ernährt sie doch. Dann bin ich hält wie so ein Vöglein, was keinen Nutzen hat und trotzdem da ist und fröhlich zwitschert oder singt. 🥰
 
Hallo Community,

weil ich denke, dass es nach wie vor nicht unwichtig ist:

Was ist der Sinn des Lebens?

Für mich ist der Sinn des Lebens für uns alle als Ganzes, dass wir in die Realität kommen - weg von Selbstbelügen und uns und anderen Geschichten erzählen... Ich glaube, dass das nötig ist, um als Menschheit vom Überleben weg hin zu einem guten Leben für alle zu kommen.

Für mich ist der Sinn des Lebens, dass ich es gut lebe. Mit mir und anderen gut umgehen. "Zufriedenheit" statt "Glück". Früher war es "Glück" - aber dann habe ich verstanden, dass "Glück" ein Hoch ist, auf dem man nicht dauerhaft "reiten" kann. "Zufriedenheit" ist für mich eher leise, beständiger und mehr Gleichgewicht.
 
Ja genau, so sehe ich das auch. In gewissem Sinne lebt man so lange es das Universum gibt.

Und wenn du dich (ähnlich wie es Buddha empfohlen hat) vom beschränkten und sterblichen Ich befreist, kannst du durchaus noch so oft "resetten" wie du willst und neue Lebensformen ausprobieren – die Kunst besteht halt darin "nicht zu sterben mit dem Tode" (Lao-Tse), sondern nur einzuschlafen und im neuen Leben wieder aufzuwachen. Auch Jesus hat ja von sich gesagt: "Ich bin das Leben." Und in den indischen Upanishaden liest man: "Die gesamte Welt bin im Grunde ich allein und außer mir ist nichts anderes existent und die gesamte Schöpfung habe ich selbst gemacht“. Oder beim Propheten Hape Kerkeling: "Das ganze Leben ist ein Quiz. Und wir raten, raten, raten" 🙂 Offenbar haben weise Menschen diese Sachen schon lange verstanden.

Genau hier macht ja das Bewusstsein, "Teil des Ganzen" zu sein, den Unterschied: Auch wenn meine aktuelle Form verloren geht, geht ja nichts von dem, was mein Leben ausmacht, verloren – also müsste auch das Bewusstsein erhalten bleiben im Sinne von "Das Universum verliert nichts": Ich war, bin und bleibe da.

Geburt und Tod sind so gesehen nur der Gang durch eine Tür, keine Auslöschung der Existenz.
Das ist aber im Grunde alles nur Philosphie, ein netter Gedanke, aber ob es mehr ist, wissen wir nicht.
Ich jedenfalls nicht.
Das wäre ja anmaßenend.

Ob irgendwas "verloren" geht oder nicht, das Bewusstsein in irgendeiner Form weiterexistiert oder nicht, weiß ich ebenfalls nicht.

Für mich bleibt das ganze mehr wie ein Ü-Ei.
Und falls doch alles "vorbei" ist mit dem Tod.. dann isses halt so.
Wenn man nichts wahrnimmt, stört einen das nicht.
 
Das ist aber im Grunde alles nur Philosphie, ...
Genau das hatte ich ja geschrieben – keine Esoterik (mit dem Anspruch auf Wahrheit, Offenbarung oder höherer Erkenntnis), sondern eine philosophische Idee, eine denkbare Antwort auf eine "prinzipiell unentscheidbare Frage" (nach Heinz von Foerster).

Wenn sich jemand (wie mein Großvater, der ein "gläubiger Sozialist" war) mit dem Gedanken wohlfühlt, dass es weder davor noch danach irgendetwas gab/geben wird – prima. Er hat seine Antwort gefunden.

Ich für meinen Teil empfinde das Universum und das Leben selbst als so etwas Ungeheuerliches, Großartiges, Wundervolles, dass es mir nicht einleuchtet, dass das alles "aus Nichts" entstand. Vor allem die Tatsache, dass es eine unglaubliche Menge Energie im Universum gibt und dass die nach dem Energieerhaltungssatz wohl kaum aus dem Nichts kommen kann, lässt mich überlegen, was das Universum ist, was den Urknall verursacht hat, was das Leben ist usw.

Das als "netten Gedanken" abzutun, scheint mir nicht angemessen, @Postman.
 

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