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Der Sinn des Lebens

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Sicher wird unsere Wille auch durch Abhängigkeiten manifestiert, die körperlich notwendig sind, weil einige unserer Bedürfnisse lebensnotwendig sind. Wir wollen es, weil wir es müssen aber wir müssen nicht alles, was wir wollen.

Danke an alle für die vielen Erläuterungen, die Verknüpfung von Produkten mit Emotionen um einen Wunschzwang und damit ein „künstliches Bedürfnis“ herzustellen, war mir geläufig…der grundsätzliche Punkt über den ich in diesem Thema aber einfach nicht hinwegkomme, ist; was bzw. wo ist der Punkt bzw. die Instanz in uns die uns befähigt, dem dann nicht nachzugehen und umzusetzen, was wir (angeblich) wollen? Was bringt uns dazu, innezuhalten und uns bewusst anders zu entscheiden? Sind es nicht…unser Verstand, unsere Vernunft und die Selbstreflektion? Und was für Eigenschaften von uns sind das dann, wenn nicht Eigenschaften unseres Gehirns?

Bzw. wenn diese Eigenschaften dem Unterbewusstsein angehören bzw. zuzurechnen sind…wo ist dieses Unterbewusstsein manifestiert? Wenn das Unterbewusstsein eine Eben des Gehirns ist die vielleicht nur tiefer ist als jede andere, bleibst sie doch dennoch eine Eigenschaft bzw. Funktion des Gehirns – und ist somit wieder beeinflussbar oder zumindest nicht völlig unabhängig von unseren Erfahrungen, Neigungen, etc.

Es kann aber sein dass eine gute Erklärung hier schon verfasst wurde und ich bloß zu blöd bin…oder mich im Kreis drehe… 🙂

Von Gerhard Roth habe ich noch kein Buch gelesen, heute bisher nur etwas im Netz „recherchiert“, ist denn nicht gerade er jemand der sich tendenziell eher gegen einen unabhängigen, „freien“ Willen ausgesprochen hat und auf den Grundlagenkomplex „Erfahrungen, Prägungen, Gene, etc.“ verweist?
 
Solange ich nicht sicher weiß, ob ich (teilweise) frei handle, entscheide ich mich natürlich für die würdigere Form der Freiheit.

Will ich ein Blatt im Wind sein, das nur umhergetrieben wird oder jemand, der sich rational und durchdacht für oder gegen etwas entscheidet?

Selbst wenn man einmal die Willensfreiheit falsifizieren würde - was ich nicht für wahrscheinlich halte - so hätte ich mit meiner "falschen" Entscheidung für die Willensfreiheit doch die würdigere Form gewählt.

Stimmt. Roth machte bisher eher den Eindruck, dass er gegen die Willensfreiheit argumentieren würde. Aber wie ich selbst gelesen habe, liefert er das vielleicht entscheidende Gegenargument. Ich meine, ich hätte es in dem 2007 erschienen Buch

Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern.

gelesen. Dort findet man das entscheidende Kapitel ganz zum Schluss ("Persönlichkeit und Freiheit").
 
Danke für den Buchtipp - am Wochenende wird bestellt! 🙂

Solange ich nicht sicher weiß, ob ich (teilweise) frei handle, entscheide ich mich natürlich für die würdigere Form der Freiheit.

Will ich ein Blatt im Wind sein, das nur umhergetrieben wird oder jemand, der sich rational und durchdacht für oder gegen etwas entscheidet?

Selbst wenn man einmal die Willensfreiheit falsifizieren würde - was ich nicht für wahrscheinlich halte - so hätte ich mit meiner "falschen" Entscheidung für die Willensfreiheit doch die würdigere Form gewählt.

Ich ahne bzw. befürchte dass meine Fragerei allmählich seltsam rüberkommt, aber ich will einfach nur in die Tiefe...und über dieses Thema (diesen Themenkomplex) grüble ich schon seit zig Jahren...es ist nachvollziehbar dass alleine der Glaube selbst an die (teilweise) Freiheit des Willens einen Menschen ein Stück an diese Willensfreiheit näherbringt (glaube das stand auch in einem der Links)...anderseits wurde auch erklärt dass bereits die Annahme, sich aus freien Stücken für die (Illusion einer) (teilweisen) Willensfreiheit bereits eine Illusion ist, um die eigene Homöostase zu gewährleisten.

Ich muss das für heute aber erst einmal sacken lassen. 🙂
 
Danke an alle für die vielen Erläuterungen, die Verknüpfung von Produkten mit Emotionen um einen Wunschzwang und damit ein „künstliches Bedürfnis“ herzustellen, war mir geläufig…der grundsätzliche Punkt über den ich in diesem Thema aber einfach nicht hinwegkomme, ist; was bzw. wo ist der Punkt bzw. die Instanz in uns die uns befähigt, dem dann nicht nachzugehen und umzusetzen, was wir (angeblich) wollen? Was bringt uns dazu, innezuhalten und uns bewusst anders zu entscheiden? Sind es nicht…unser Verstand, unsere Vernunft und die Selbstreflektion? Und was für Eigenschaften von uns sind das dann, wenn nicht Eigenschaften unseres Gehirns?

Die letzte Instanz sind immer wir selbst - inwiewiet wir uns selbst trainiert haben, zu wiederstehen und zu verzichten und wo und wie wir unsere eigenen Prioritäten setzen, durch Analyse inwieweit wir dies und das wirklich brauchen und ob es Alternativen gibt und ob und welche Folgen ein Verzicht für uns haben würde.
Das sind ganz normale Prozesse die in unserem Gehirn ablaufen - und uns die Entscheidung eigentlich ganz leicht machen müsste, wenn ja wenn, wir gelernt haben uns von Fremdeinflüßen frei zu machen und wirklich nur auf eine Person zu hören - uns selbst.

Alle Einflüße die uns angenehm erscheinen nehmen wir gern in uns auf, selbst wenn sie wünsche wecken, die wir vorher garnicht hatten und/oder kannte, denn auch unser Gehirn ist hungrig und giert nach neuen Erfahrungen, die mit Neuem kommen und steckt damit den Körper an, der nun seinerseits auch danach fiebert - wir manipulieren uns selbst und übelagern die fundamentierte Erinnerung die uns daran erinnern sollte - abzuwägen.

In dem Moment haben wir uns selbst vergessen und manchmal ist es hilfreich etwas oder Jemand zu haben, der uns aus dieser Welt der Manipulative wieder herausholt und wir unserem Ich eine Waffe entgegenschleudern die es eigentlich garnicht mag..............Konsequenz.

Es ist das Kind in uns, was wir als Erwachsener auch mal fest an die Hand nehmen müssen um ein Machtwort zu sprechen, damit der erwachsene teil in uns immer die letzte entscheidende Stimme hat.
 
Oh, das ist schon ein gewaltiges Kaliber, was ihr hier auffahrt. Gut so. Wirklich gut.

Und ich weiß, dass die Wörter immer nur weniger sagen können, als das, was hinter den Wörtern steht.

Insofern möchte ich mich nur virtuell vor euch verbeugen, mich bedanken und sagen, dass ihr alle fantastigenial seid.

Sowas wie euch hat die Welt noch nicht gesehen.
 
Träume, Bewusstsein und Unterbewusstsein

Dafür ist dieses Forum denkbar ungeeignet. Nicht nur dieses, sondern jedes. Die Sache ist die, dass Wörter und Sätze nur sehr bedingt dafür tauglich sind, um über etwas zu sprechen, was weit über Sätze und Wörter hinausgeht.

Träume, Bewusstsein und Unterbewusstsein, das alles ist nicht wirklich kompliziert. Wie ich bereits sagte, habe ich eine gut ausgeprägte Alpha-Welle, was dazu führt, dass meine Brücke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein äußerst breit ist.

Mein Unterbewusstsein arbeitet permanent und löst Aufgaben, die ich im Bewusstsein niemals hätte lösen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Unterbewußtsein kann auch nur mit dem "arbeiten" was es im Laufe der Zeit an Erfahrungen eingespielt bekommen hat. Aber gerade das ist oftmals unvollständig ( weil das Gehirn immer, auch und gerade aus unvollständigen Bildern irgendwas bilden will ) und daher macht das Unterbewußtsein kompletten Quatsch. Gut an den Träumen zu erfahren. Der Mensch - und zwar ich - hat einen freien Willen in jeder Beziehung. Auch wenn sich im Laufe des langen Lebens jede Menge "Automatiken" ausbilden, die Gehirn plus Arme und Beine ohne nachzudenken, in die Tat umsetzen - der ( gesunde ) Mensch ist in jeder Situation handlungsfähig. Auch gegen Automatiken.
 
Auch wenn sich im Laufe des langen Lebens jede Menge "Automatiken" ausbilden, die Gehirn plus Arme und Beine ohne nachzudenken, in die Tat umsetzen - der ( gesunde ) Mensch ist in jeder Situation handlungsfähig. Auch gegen Automatiken.

Das sehe ich etwas anders. Der sogenannte "gesunde Mensch" kann von Glück sagen, dass er einigermaßen "gesunde" Automatiken herausgebildet hat. Denn falsch angelegte Automatiken kann man selber sehr schlecht erkennen und die zu ändern ist sehr aufwendig.

Bei der Werbung oder im Supermarkt geht das noch einigermaßen, aber schon bei der Partnerwahl oder in der Partnerschaft stürzen falsch angelegte Automatiken die Menschen in längere Krisen oder in Leiden und sie können es selbst sehr schwer durchschauen woher das kommt.

So kann man sagen, dass der Mensch natürlich einen freien Willen hat, aber nicht in jeder Beziehung, nicht vollständig und nicht allgemeingültig und nicht immer.

Jeder würde bestätigen, dass es eine Freiheit der Partnerwahl oder eine freie Berufswahl gibt. Aber wenn man darüber nachdenkt wird man merken, dass der freie Wille doch sehr von den Erfahrungen mit der Herkunftsfamilie, der Beziehung der eigenen Eltern oder von den Arbeitsplatzangeboten eingeschränkt wird.

Die schlechte Nachricht ist, man kann eben doch nicht tun und wollen was man will und die gute Nachricht, man kann mit seinem freien Willen sich selber und die Verhältnisse ändern, wenn man will.
 
Hört sich so an, als wäre es die absolute Ausnahme, das "jeder Mensch gesund" geboren wird.

Der Mensch wird "gesund" geboren, muss sich aber dann in nicht ganz so gesunde Familienverhältnisse, nicht ganz so gesunde soziale Verhältnisse, etwas kranke politische Verhältnisse, kurz nicht ganz so gesunde gesellschaftliche Verhältnisse einfinden. Dabei geht nicht alles, aber eben viel schief mit dem anfänglich so "gesunden Menschen", mit seinen Bedürfnissen, Hoffnungen, Sehnsüchten, Vorstellungen und seinem guten Sinn für das Leben.
 
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