Action war wohl eher so gemeint, das mit denen mehr anzufangen war. Ich brauch eine unternehmungslustige begeisterungsfähige Frau und auch Höhen und Tiefen, viel nähe, trotzdem ein eigenes Leben, intelligente Unterhaltungen, etc. und all das hat ich mit diesen Frauen.
Action im Sinne von Adrenalin war nicht gemeint. Dafür sorg ich schon anders, ich mache sehr viel Sport. Da komm ich schon auf meine Kosten.
Und ich bin ja auch wirklich immer nur so am durchdrehen, wenn ich abgewiesen werde. Damit konnte ich noch nie umgehen, hängt wohl mit meiner Erziehung zusammen oder womit auch immer.
In der Zeit in der wir zusammen waren bin ich total aufgeblüht und war ein ganz andrer Mensch. Nur seit dieser letzten Frau hab ich das Gefühl ich bin gebrochen. Ich lieg seit Monaten nur noch im Bett, grübel über die sinnvollste Ausführung meiner Suizidpläne, die ich dann aber doch nicht in die Tat umsetze, nach. Es ist alles viel komplexer und übersteigt bei weitem den Umfang eines Beitrags in diesem Forum. Durch diese Sache habe ich mich von meinem besten und längsten bekannten Freund getrennt, über diesen habe ich die Frau auch kennen gelernt und er ist mir in jeder Hinsicht in den Rücken gefallen (hat ihr zum Beispiel alles gezeigt, was ich ihm geschrieben habe als ich mich "ausgeheult" habe nur um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen weil er dann besser da stand als ich, oder hat sich zusammen mit ihr(sie sind ja noch befreundet über mich sogar in Facebook lustig gemacht, als ich ihn darauf angesprochen habe meinte er nur "selber schuld")...
Mein Menschenbild war noch nie besonders gut. Aber jetzt ist es verheerend.
Und die Frau hat mit mir wirklich absolut behinderte Spiele getrieben, ich könnte jetzt alles aufzählen, aber da müsst ihr euch einfach mal mit dem Feedback meiner Freunde begnügen, die haben das Live miterlebt und alle die Hände über den Kopf geschlagen. Ich hab ihren kompletten Umzug gemacht, ich hab ihr jeden verschissenen schönen Ort gezeigt, den ich im Umkreis von 80 km kenne (und ohne zu prahlen, ich kenne verdammt viele schöne Ecken hier), ich hab sie für neue Dinge begeistert, hab sie mal motiviert was anderes zu machen als ihr unglaublich dummes Fitnessleben, ich hab ihr neue kulinarische Highlights geboten, ich hab mit ihr über tiefgründige "philosophische" Gespräche bei Kerzenschein mit Blick auf die Festung geführt und sie hat mir die ganze Zeit vorgeschwärmt wie toll alles ist und wie sie sich freut mit mir zusammen zu sein blabla. Und von einem Tag auf den nächsten war alles weg. Da möchte ich euch mal sehen ...
Naja. Ich gehe auch regelmäßig zu einer Therapeutin seit einigen Monaten, nur so wirklich weiter gebracht hat mich das nicht. Ich bin sehr stur und ich glaube auch möglicherweise therapieresistent. Ich bin ehemaliger Polizist, musste diesen Beruf aufgeben, es war mein absoluter Traumjob, das ist jetzt etwa 7 Jahre her, ich hab es bis heute nicht verdaut. War danach auch in stationärer Behandlung, gebracht hat es damals auch nur temporär was bzw. an der Oberfläche - so dass ich für einige Jahre stabil war, aber so richtig glücklich war ich auch nicht.
Und genau DAS was jetzt passiert ist hat mich wieder MINDESTENS zu dem Punkt zurückgeworfen, an dem ich vor 7 Jahren gestanden war.
Einschlafen kann ich nur noch, wenn ich mir sowas vorstelle wie nicht mehr aufzuwachen oder dass ein Grill im Zimmer steht und ich dadurch im Schlaf sterben werde. Das einzige was ich noch mache ist Sport. Aber wirklich helfen tut das nicht. Ich habe mein Studium pausiert, dieses Semester also keine einzige Klausur mitgeschrieben, das weiß aber nur der Teil meiner Freunde der nichts mit der Ex zu tun hat. Dem Rest verschweige ich es. Und um das ganze mal zu relativieren - eigentlich habe ich nur noch einen richtigen Freund. Der Rest sind absolut oberflächliche Kontakte aus dem Studium. Achja. Und eine Wirklich Motiviationsquelle habe ich auch nicht bezüglich Karriere. Eigentlich habe ich sowieso genug Geld (das soll jetzt nicht überheblich rüber kommen - aber ist so), das Studium intressiert mich eigentlich einen scheiß Dreck, die Alternativen interessieren mich noch weniger. Ich hab bis jetzt gute Noten, der betriebene Aufwand ist zu vernachlässigen, trotzdem begeistert es mich nicht. Nicht eine Vorlesung. Und nein. Ich sitze nicht im falschen Studium, das ist schon das geringste übel, ich habe innerhalb von 5 Semestern (mittels einiger Tricks und hin und her) insgesamt 5 Studiengänge kennengelernt, bin jetzt im 3. Semester eines Medienstudiengangs, vorher Jura, Archäologie, Geographie und einen informatiklastigen Studiengang. Es hat mir alles nicht getaugt, außer Jura. Dafür bin ich aber zu faul.
Und die Vorstellung in irgend einem Medienberuf unterbezahlt mit hoher Konkurrenz zu versauern, das macht mich jetzt auch nicht so an.
Naja, ich schweife ab. Zurück zum Thema:
An Silvester bin ich nachts um 21:30 aus Kummer weil ich alleine war nach Straßburg gefahren - ich war da mit ihr ein paar Tage, stand dann im Stau um 0 Uhr, um 0 Uhr 30 war ich dann da, hab mir Drehtabak gekauft, an der Stelle, an der ich mit ihr ein sehr vertrauliches Gespräch geführt habe habe ich eine geraucht, einen Cidre aus der Flasche getrunken und um 3 bin ich wieder heimgefahren!
Ich schreib das nur mal, damit klar wird, das ich echt richtig tief drin stecke. Ich habe in dieser Frau meine Traumfrau gesehen, sie hat mir das über diesen Zeitraum in dem wir zusammen waren extrem erwidert, ist fast noch mehr auf mich zugegangen als ich auf sie und dann wars aus. Da kann man nicht einfach ein Häckchen hinter die Sache machen. Es hätte alles so schön sein können, ich habe nichts falsch gemacht, nichts grundlegendes, klar hab ich mal widersprochen oder so aber alles im Netten, ich glaube ich hab es wenn dann zu perfekt gemacht, aber ohne darauf zu achten, ich hab mich schon ziemlich verausgabt für diese Frau. Aber ich hab es gerne getan. Nur leider scheint das nicht anzukommen, bereit zu sein alles für seinen Partner zu tun - weil man dann angeblich schwach dasteht. Sich schnell zum Deppen macht. Ich finde man sollte so sein wie man ist. Das sagt man doch immer so floskelhaft. Und ich habe es nicht getan, um sie bei mir zu "halten", sondern eben einfach weil ich in ihr meine Traumfrau gesehen hab. Und für DIE mache ich eben alles.
Aber scheinbar kommt das zumindest bei Frauen in meiner Altersgeneration nicht an, die müssen immer das Gefühl haben nichts allzu besonderes zu sein. Das ihr Freund mehr wert ist als sie und sie auf diese weise zu ihm aufschauen. Ich glaube sogar sie wollen ab und zu schlecht behandelt werden, abgewiesen werden etc. Und das ist jetzt keine Erfindung die sich in meinem schrägen Kopf abspielt, sondern ich hab es von mehreren Frauen so erzählt bekommen, denen ich von meiner Erfahrung mit meiner Ex erzählt habe und ich sehe es an einigen Freunden, die genau darauf setzen. Für mich ist das alles nur ein total krankes Spiel. Die sind alle nicht mehr sie selbst, sondern versuchen irgendwelche Techniken anzuwenden, schreiben bewusst abweisende Dinge. Sagen, dass sie keine Zeit haben, obwohl sie es eigentlich hätten. Achten darauf bloß nicht längere Nachrichten zu schreiben als die Partnerin. ABER DAS ALLER VERRÜCKTESTE AN DER SACHE IST: es funktioniert bei denen. zumindest für einige Zeit. Glücklich sind die dann zwar auch nicht. Aber die Frauen (und vermutlich wird das gleiche auch mit den Männern umgedreht getrieben, ich weißt nicht) die sind so strunzblöd, das sie das auch noch mit sich machen lassen. Und das sind keine dummen unterdurchschnittlich schlauen Menschen, sondern eben angehende Akademikerinnen mit Topnoten. Auch meine Ex.
Es gibt ganz wenige Ausnahmen, bei denen mal eine Beziehung länger hält, aber das ist dann oft eine Jugendliebe oder sehr glückliche Zufälle. Aber die Ausnahme bestätigt ja bekanntlich nur die Regel. Und es sind wirklich nur Ausnahmen.
Ich weiß nicht ob die Aussage "früher war alles besser" wirklich stimmt, aber das was in meiner Generation also 20-30 so abgeht, das ist für mich nur krank, pervers und die absolute Eintrittskarte zum Unglücklichsein.
Nur wenn man einen andren Kurs fährt hat man es auch nicht leichter.
Und ich sag bestimmt nicht, das ich der heilige Messias bin, der alles besser weiß und richtig macht. Aber wenigstens handle ich nicht bewusst schlecht. Ich versuche ich selbst zu sein - und scheitere, weil alle noch schräger sind als ich selbst. Zumindest ist das ein Teilfaktor.
Und meine Ex hat auch bewusst schlecht gehandelt. Die hat sich bewusst daran profiliert, zu sehen, wie ich ihr hinterherrenne, hat sich darüber lustig gemacht, hat sich ihre Bestätigung geholt, dass sie so unglaublich toll ist, das ein Typ wie ich sich so zum Kasper macht. Für sie. Ja und das habe ich. Aber wie schon gesagt, einfach nur aus Liebe.
Wir könnten es alle (zumindest die meisten) so schön haben. Aber man muss immer was noch besseres haben, noch mehr, noch sportlicher/mehr Muskeln, noch reicher, noch intelligenter, noch attraktiver, ein noch schnelleres Auto, eine noch schönere Wohnung, ich kann gar nicht aufhören. Nie langt einem das was man hat. Und wenn doch ja mal alles passt und eigentlich gut ist, dann wirds trotzdem irgendwann langweilig. Und dann sind da ja noch die Meinungen anderer Leute.
Das ist alles so abgefuckte Scheiße.
So siehts aus. Alles Freaks.
Zumindest in Studentenkreisen ist das so, aber mir ist ein gewisses Maß an Intelligenz schon wichtig und das findet man dort eben am ehesten.
So. Jetzt kommen bestimmt 10 Widersprüche zu allem was ich geschrieben hab => NEIN, ich bin das Problem, nicht alle sind so, vielleicht verkehrst du in den falschen oberflächlichen Kreisen. Aus dir spricht viel negative Energie, man merkt die Wut in deinen Worten und in Wirklichkeit ist das alles gar nicht so. DOCH. Genau so ist es!
Gute Nacht.