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Depressive Freundin

Rosi66

Mitglied
Ihr Lieben,

Ich lese meistens nur still mit und kommentiere nur sehr selten. Aber nun habe auch ich mal ein Problem, über das ich allerdings mit niemandem sprechen kann, weil es sich um eine enge Freundin handelt und ich mit den anderen nicht über sie sprechen möchte.

Ich werde am 6.6. 60, sie ist ein Jahr älter.

Wir kennen uns ewig durch die Arbeit (öffentlicher Dienst), sie arbeitet aber seit über 10 Jahren in einem anderen Bereich. Wir hatten uns aus den Augen verloren, sahen uns nur selten.

Dann ist mein Lebensgefährte vor 4,5 Jahren an Krebs gestorben. Ich muss dazu sagen, dass ich unter Verlustängsten leide seitdem meine Mutter, die eigentlich herzensgut ist, mir in meiner Kindheit immer mal wieder, wenn ich unartig war gedroht hat, ich käme in ein Heim. Hätte sie zwar nie gemacht, aber das wusste ich ja damals nicht und ich glaube sie weiß gar nicht was sie dadurch bei mir angerichtet hat.

Ich habe, gerade bei Männern, immer geklammert, aber das hat sich schon ziemlich gebessert. Nun bin ich Single und denke das wird auch so bleiben.

Ich hatte immer einen ziemlich großen Bekanntenkreis der sich aber in den letzten Jahren aus vielen Gründen immer mehr verkleinert hat. Kinder habe ich keine.

Nun hatte besagte Freundin (ebenfalls Single) damals, als meine große Liebe starb, nach Monaten von jemand anderem erfahren was passiert ist und sprach mir über Messenger ihr Beileid aus. Ich freute mich und seitdem haben wir sehr engen Kontakt. Mittlerweile würde ich sie als meine beste Freundin bezeichnen.

Sie hat immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, hatte vor ich glaube 2,5 Jahren ein Aneurysma das operiert werden musste. In dem ganzen Nervenkrieg damals habe ich sie sehr unterstützt, habe immer wieder aufmunternde Worte gesendet und sie später, als sie noch nicht Autofahren durfte, immer mitgenommen zum Einkaufen zum Beispiel.

Sie war schon immer sehr – wie nenne ich das – schnell beleidigt? Keine Ahnung ob das der richtige Begriff ist. Aber als wir zum Bespiel vor 1,5 Jahre in Wien waren, hat sie mich mitten auf der Straße angemault, weil sie meinte wir müssten einen anderen Weg zum Hotel gehen, der aber nachweislich falsch war. Als ich ihr das auf dem Plan nochmal zeigen wollte, ist sie fast ausgeflippt und herrschte mich an: „JA, wenn Du meinst, dann gehen wir eben DAHER“. Ich sagte dann wenn sie meine wir müssten daher, dann ging wir eben daher. „NEIN, wir gehen jetzt HIERHER“ – aber in einem Ton, der mich erschreckte. Ich traute mich schon gar nichts mehr zu sagen denn dann hätten wir uns auf offener Straße gezofft. Als wir später an einem großen Hotel vorbei kamen tat sie so, als ob SIE es gewesen wäre die den richtigen Weg genannt hätte.

Ich sagte wieder nichts, hätte mich aber über ein „ja, hast Recht gehabt“ gefreut. Wahrscheinlich würde sie das jetzt anders erzählen, aber das wäre typisch für sie.

Sie ist ein Mensch der immer gerne anderen die Schuld gibt. Auch ihre Tochter, die glaube ich mit über 30 keine Ausbildung abgeschlossen hat, war an nichts schuld. In den Augen meiner Freundin waren immer die Lehrer schuld, die ihre Tochter nicht leiden konnten oder bei der Ausbildung wurde sie immer nur gemobbt – sie stand immer wie eine Mauer vor ihr.

Sorry für die lange Einleitung – aber nun kommt das Problem: meine Freundin hat Depressionen, ist seit fast einem Jahr krankgeschrieben.

Durch ihre Impulsivität habe ich sie eh meistens wie ein rohes Ei behandelt muss ich sagen. Seitdem ich weiß dass sie depressiv ist, habe ich sie immer weiter mit lieben Sprüchen unterstützt. Nicht aufdringlich, nur ab und zu und sie hat sich auch öfter bedankt. Wir haben uns ab und an getroffen und öfter telefoniert.

Jetzt ist sie in der REHA und ich habe jetzt schon zum zweiten Mal per WhatsApp aus verschiedenen Gründen den Spruch gekriegt: „Das hat mich verletzt“ oder „ich musste schlucken als Du das gesagt hast“.

Das Schlimmste ist dass sie mir tatsächlich geschrieben hat dass ich gesagt hätte, Zitat: „es würde uns auch vieles eingeredet hier“. SO habe ich das überhaupt nicht gesagt! Ich habe sehr vorsichtig als Frage formuliert ob es sein könnte, dass die Therapeuten vielleicht auch einiges überinterpretieren!? Man kann ja in jeden einzelnen Satz etwas hineininterpretieren, sogar in „Guten Morgen“.

Sie WEIß doch, dass ich die Letzte bin die ihr Böses will. Das habe ich viele Mal bewiesen finde ich. Und ich bin auch nicht nervig, ich will nur eine Freundin sein. Nun habe ich ihr geschrieben, dass ich sie natürlich nicht verletzen wollte, ich würde ehrlich gesagt eh schon wie auf rohen Eiern gehen und dass ich das SO nicht gesagt hätte.

Nein, so sollte das ja nicht sein, dass ich wie auf rohen Eiern ginge, aber sie wolle eben immer sagen können was sie verletzen würde – ohne eine weitere Schublade aufzumachen etc.

Nun habe ich an meinem 60. Geburtstag vor, ein Fotoshooting mit meinen Gästen zu machen. Ich habe in einem Fotostudio das Shooting gebucht und es keinem Gast verraten. Wir sind zu 8.

Nun wollte ich meine Freundin etwas aufmuntern, nachdem sie mir Samstagabend das oben beschriebene vor den Latz geknallt hat, und habe sie gefragt ob ich ihr als Einzige verraten solle was wir machen am 6. Kam zurück: „magst Du mir das morgen schreiben? Ich habe heute einen besch…..Tag“. Ich schrieb dann „klar“. Das war es.

Bisher habe ich ihr das aber nicht geschrieben. Ich grübele seitdem nur noch und den ganzen Tag drehen sich die Gedanken. Wie soll das denn weitergehen? Ihre Sprüche sind ganz klar die der Therapeuten, aber ich weiß überhaupt nicht mehr wie ich reagieren soll?

Und ehrlich gesagt bin ich auch ein bisschen sauer. Ich bin doch auch ein Mensch mit Gefühlen und wer hat denn Verständnis für MICH?? Zumal ich mit niemandem darüber reden kann! Alle kennen sich und ich will sie nicht in die Pfanne hauen, sie will natürlich nicht dass irgendjemand Bescheid weiß. Also bin ich mit dem Gedanken-Karussell sehr alleine.

Sie kommt nächste Woche Donnerstag wieder aus der REHA. Gott sei Dank fahre ich nächste Woche Freitag mit meiner 87jährien Mutter bis montags in ein Wellness-Hotel. Mit ihr kann ich sowas aber auch nicht besprechen.

Mein Geburtstag ist am 6, eine Woche später. Ich könnte mir gut vorstellen dass meine Freundin auf diesem Geburtstag so einiges auf sich bezieht und wieder „verletzt“ ist. Soll ich mir denn jeden Satz überlegen den ich sage? Sie ist eh schon immer eine Meisterin im Alles-auf-sich-Beziehen. Ich hab schon gar keine Lust mehr zu dem Geburtstag.

Hat jemand einen Rat? Wir haben im September zusammen ein Wellness-Wochenende geplant.

Ich fühle mich allein damit und steigere mich immer mehr rein, bin ich so schlimm? Ich möchte sie ja auch nicht verlieren, mein Freundeskreis ist eh schon sehr klein.

Sorry dass es so lang geworden ist, aber man muss vielleicht einiges wissen um einen Rat geben zu können.

Danke fürs Lesen
 
A

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Re: Depressive Freundin
Hallo,

wie Du ja schon geschrieben hast, neigst Du in Beziehungen aufgrund von Verlustangst und traumatischen Erlebnissen in der Kindheit (die Drohung Deiner Mutter mit dem Heim) dazu, zu klammern. Und dadurch vermutlich auch zu viel zu ertragen und zu schlucken.

Es tut mir leid, dass Deine Freundin Depressionen hat. Aber sie scheint ein Mensch zu sein, der sehr schnell emotional reagiert und offensichtlich nicht sehr selbstkritisch ist. Es gibt Menschen, die ständig Fehler bei anderen suchen und selten bei sich und dann aufbrausen, wenn man sie auf einen Fehler hinweist bzw. auch nur, wenn man seine Meinung sagt.

So eine Beziehung ist dann schwer zu führen, man steckt oft zurück, ist aber damit dann auch nicht glücklich, so wie es wohl Dir geht.

Eine Freundschaft sollte einen bereichern, glücklich machen, man sollte gerne mit der Person zusammen sein. Nicht Angst haben müssen, was Falsches zu tun oder zu sagen oder auf rohen Eiern gehen zu müssen. Kann es sein, dass sie in ihrer Kindheit oder in ihrem Leben schlechte Erfahrungen hatte mit Kritik? Vielleicht in ihrem Elternhaus oft kritisiert wurde oder dass ihre Empfindlichkeit Wurzeln in ihrer Vergangenheit hat?

Bei einer Therapie wird natürlich sehr viel aufgewühlt, da ist man oft besonders verletztlich bzw. unausgeglichen.

Nicht jede Freundschaft begleitet einen das ganze Leben, das hast Du ja schon gemerkt. Ich würde an Deiner Stelle mal Bilanz ziehen, was Dir die Freundschaft gibt. Wie oft Du draufzahlen muss. Ob Du Du selbst sein kannst oder Dich oft verbiegst. Und dann mit Deiner Freundin irgendwann mal offen darüber reden bzw. an Deinem Verhalten arbeiten, damit Du lernst, Dich besser abzugrenzen und zu behaupten.

Und vielleicht mal gucken, ob Du nicht mit Ehrenamt, Kurse, Freizeit-App, Nebenan.de etc. etc. mal nach neuen Freunden guckst.
 
Vielen Dank, das ist schön geschrieben und beschrieben.

Ja, ich schätze mal dass ich über kurz oder lang mal so ein Gespräch mit ihr führen muss. allerdings wird das eine Weile dauern, denn in der jetzigen Situation geht das nicht.

Ich weiß nicht ob sie im Leben viel kritisiert wurde. Ich vermute ebenfalls dass da mal was war. Sonst wäre sie vielleicht nicht so.

Ich bin ja echt mal gespannt wann sie sich wieder meldet. Ich hatte ihr, bevor ich ihr eröffnen wollte was an meinem Geburtstag geplant ist, geschrieben dass ich vorschlagen würde dass sie sich melden soll wann immer sie möchte und erzählen soll was immer sie möchte. Ich würde dann einfach nur zuhören.

Vorstellbar wäre allerdings auch dass sie beleidigt ist weil ich ihr nicht am nächsten Tag geschrieben habe was ich vorhabe. Und dass sie eventuell noch darin bestärlkt wird durch die Therapeuten weil die natürlich nur ihre Sichtweise hören. Aber mir war nicht wirklich danach.

Ich würde mir wünschen dass ihr dort auch mal vor Augen geführt wird wie SIE sich anderen gegenüber manchmal verhält fürchte aber dass sie eher noch bestärkt wird.
 
Ich glaube, du solltest aufhören wie auf Eierschalen zu laufen. Sei mehr du selbst und lasse ihre mehr oder weniger unterschwelligen Vorwürfe an dir vorbei ziehen. Mit solchen rechthaberischen Menschen kann nan nicht diskutieren. Sie würden sich lieber die Zunge abschneiden als zuzugeben, dass sie im Unrecht sind. Du kannst höchstens zu ihr sagen: "Es tut mir leid, dass das so bei dir angekommen ist. Tatsächlich war es so..." Sie wird Nein sagen und dann sagst du: "Dann einigen wir uns darauf, dass wir uns hier nicht einig werden. Ich muss mir nicht jeden Schuh anziehen den du mir zuwirfst." Oder du kannst auch einfach sagen: "Dann weisst du es halt besser."

Eigentlich ist es nur das: Zieh dir den Schuh nicht an. Rechthaberei ist eine Charaktereigenschaft, da beisst du auf Granit. Du kannst nur daran arbeiten, dass solche Dinge dir nicht zu nahe gehen.

Du bist Zwilling, wetten sie ist Löwe?
als wir zum Bespiel vor 1,5 Jahre in Wien waren, hat sie mich mitten auf der Straße angemault, weil sie meinte wir müssten einen anderen Weg zum Hotel gehen, der aber nachweislich falsch war. Als ich ihr das auf dem Plan nochmal zeigen wollte, ist sie fast ausgeflippt und herrschte mich an: „JA, wenn Du meinst, dann gehen wir eben DAHER“. Ich sagte dann wenn sie meine wir müssten daher, dann ging wir eben daher. „NEIN, wir gehen jetzt HIERHER“ – aber in einem Ton, der mich erschreckte. Ich traute mich schon gar nichts mehr zu sagen denn dann hätten wir uns auf offener Straße gezofft. Als wir später an einem großen Hotel vorbei kamen tat sie so, als ob SIE es gewesen wäre die den richtigen Weg genannt hätte.
Das ist noch gar nichts. Ich fuhr mal mit einer Bekannten durch London (mit Linkssteuerung). Wir mussten auf dem 'North Circular' entlang. Der North und der South Circular sind normale Strassen, die aber an jeder Ecke beschildert sind, weil man so am schnellsten durch London kommt. Meine Bekannte fuhr, ich achtete auf die Beschilderung, was eigentlich nicht nötig war, es war deutlich genug angeschrieben.

Der NC ging nach rechts, sie fuhr geradeaus.
Ich sagte: "Du hättest rechts fahren sollen, dreh um."
Sie meinte: "Gar nicht."
"Doch."
"Niemals."
"Wenn du's besser weisst, dann ist das so. Aber dann musst du auch alleine wieder zurück finden in diesem Strassenchaos. Ich sag nix mehr."
Ich schwieg und sie fuhr noch ein paar Minuten weiter bis sie merkte, dass nirgendwo mehr NC angeschrieben war.
Sie: "Du ich glaube wir sind hier falsch."
"Sag ich doch."
"Ne hast du nicht."
"Doch."
Und dann guckt sie mich an und sagt: "Ich habe schon immer geahnt, dass du schlechte Augen hast." 😆
In den Augen meiner Freundin waren immer die Lehrer schuld, die ihre Tochter nicht leiden konnten
Selbe Bekannte wie oben. Wir büffeln Buchhaltung, sie hat was mit Soll und Haben falsch verstanden und hat alle Testaufgaben versemmelt. Sagt sie: "Du, die haben das Buch falsch geschrieben..."
 
Vielen lieben Dank!

Das ist ein toller Rat - ich versuche mir nicht mehr den Schuh anzuziehen.

Und - Du hast mich zum Lachen gebracht obwohl es eigentlich nicht zum Lachen ist. Aber die Geschichte mit dem Buch ist schon "witzig" - einfach unglaublich.

Man weiß in solchen Momenten gar nicht wie man reagieren soll oder? Habt Ihr noch Kontakt?

Nun, da ich es mal loswerden konnte, geht es mir schon besser und ich freue mich sehr über die netten Antworten.

Ach so: ja, dass ich Zwilling bin sieht man ja an meinem Geburtsdatum, sie ist allerdings Wassermann
 
Ach so: ja, dass ich Zwilling bin sieht man ja an meinem Geburtsdatum, sie ist allerdings Wassermann
Am Horoskop würde ich Verhaltensweisen nicht fest machen.

Mir wäre diese Freundin zu anstrengend, du musst ja ständig auf der Hut sein und aufpassen, ja nicht das Falsche zum falschen Zeitpunkt zu sagen/schreiben.

Ich habe aus ähnlichen Gründen eine über 35jährige dauernde Freundschaft beendet. Wie sagt man so schön, wir haben uns in gegensätzliche Richtungen entwickelt. Danach habe ich mich gefragt, ob sie mir fehlt, wir haben doch soviel zusammen erlebt, unsere Kinder etc. pp und konnte das zu jeder Zeit mit nein beantworten. Meine Aktivitäten und meine Energie bin ich anders sehr gut losgeworden.
Kümmere dich mehr um dich und dein Seelenheil.
 
Ich habe aus ähnlichen Gründen eine über 35jährige dauernde Freundschaft beendet.
Ich auch.....wobei ich die Freundschaft nicht mal aktiv beendet hatte.

Es war zu Ende, als ich sie das erste Mal nicht mehr wie ein rohes Ei angefasst hatte.

In diesem letzten Gespräch stellte sich außerdem heraus, dass sie nicht nur eine Depression hatte, sondern außerdem seit langer Zeit eine Persönlichkeitsstörung hat.
Rückblickend betrachtet, hat ihr Verhalten genau dazu gepasst.
 
Die "Freundschaft" wäre mir zu anstrengend. Es ist egal was du sagst, sie sieht in allen Worten nur, dass du ihr Böses willst. Da kannst du reden wie du möchtest und Wattebäuschchen werfen, das bringt alles nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es war zu Ende, als ich sie das erste Mal nicht mehr wie ein rohes Ei angefasst hatte.
Deshalb sagte ich...
Ich glaube, du solltest aufhören wie auf Eierschalen zu laufen.
...denn dann zeigt sich, ob die Person damit umgehen kann, dass man mehr auf sein eigenes Seelenwohl achtet, als auf den "Frieden" zwischen den beiden.

Jemand der die Schuld immer dem anderen zuschiebt, hat im Grunde ein Problem mit sich selber. Aber solange es Menschen gibt die dies (warum auch immer) mit sich machen lassen, sehen sie kein Problem und müssen somit nicht an sich arbeiten. Sie werden ja immer wieder darin bestätigt, dass sie recht haben, sobald der andere dem lieben Frieden Willen aufgibt und aufhört sich zu wehren. Und das passiert ja hier offensichtlich. Ganz nebenbei gesagt: Sie werden immer jemanden finden, der den schwarzen Peter nimmt. Immer. Wenn das gesamte gewohnte Umfeld nicht mehr dazu bereit ist, suchen sie sich lieber ein neues Umfeld als einzugestehen, dass sie Schuld haben könnten.

@Rosi66 hat also mehrere Möglichkeiten:
  • Sie kann bis zum Nimmerleinstag diskutieren und auf ihren Standpunkt beharren, was zum Streit führt und schlussendlich zum Rückzug der Freundin.
  • Sie kann murrend dem Frieden Willen aufhören zu diskutieren, der Freundin damit recht geben und sich für sich alleine darüber grämen und an der Freundschaft zweifeln.
Oder
  • Sie zieht sich den Schuh nicht an, sagt das der Freundin auch, aber spielt den Ball nicht mehr zurück. Eine Win-Win Situation. Die Freundin ist zufrieden, weil sie vermeintlich die Schuld abgegeben hat und @Rosi66 ist zufrieden, weil sie die Schuld nicht angenommen hat und sich nicht grämen muss. Es kann auch sein, dass die Freundin mit dieser Lösung nicht leben kann, weil sie erst dann zufrieden ist wenn @Rosi66 den schwarzen Peter auch wirklich in der Hand hält. Damit muss man rechnen. Dann ist entweder die Freundschaft vorbei, oder @Rosi66 krebst zurück und an der Situation ändert sich nichts.
Wie man reagiert hängt davon ab, wie wichtig einem die Freundschaft ist. Hier würde ich tatsächlich Möglichkeit 3 als beste Lösung sehen. Ich glaube, die beiden haben es gut zusammen und sind auch füreinander da. Der Störfaktor "Schuldzuweisung" sollte nicht alleine über die Freundschaft entscheiden.
 

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