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Depression komplett heilbar?

@deliverence: das ist aber schon seit 3 Jahren so. Dann müsste ich das ein komplett anderer Mensch sein, damit ich die Welt anders wahrnehme. Aber wie soll man seine Wahrnehmung ändern, wenn man die Welt so sieht wie sie ist.[/QUOTE]

Tja, wie ist die Welt?

Ich leide seit 15-20 Jahren unter verschiedenen Stufen der Depressionen - ich merke oft, dass vieles eine Frage der Sichtweise ist.
Man kann Die Welt sehen, wie sie ist und sich trotzdem nicht davon herunter ziehen lassen.
Das ist oft schwer, ich muss mich oft zusammen reissen, um auch Die schönen Dinge im Leben zu sehen.

Manchmal hilft es, die Perspektive zu wechseln:

meine Mutter war ein furchtbarer Mensch, sie hat mir furchtbare Dinge angetan.
Macht es das rückgängig, weil sie selbst als Kind schwer misshandelt wurde und dadurch sehr krank wurde?
Definitiv nicht.

Macht es mir das einfacher, die ganzen Misshandlungen nicht persönlich zu nehmen? Ja.

Kann ich meine Vergangenheit ändern? Nein - kann ich gegen die negativen Gedanken kämpfen, Die mein Hirn fressen? Ja 😉

Manche Ziehen tolle Karten im Leben, manche Die komplette Arschkarte - niemand zwingt dich, dein Blatt zu behalten.

Was mir geholfen hat - ein Glückstagebuch, wo ich alle schönen Momente des Tages fest halte - ich war überrascht, wie schön mein Leben ist.


Was war bei dir heute schön?
 
@lotus: wie hast du es denn geschafft, jetzt glücklich zu sein und wieder Freude zu empfinden ? Hast du nicht Angst, dass es wieder kommen könnte?

@deliverence:
Woran liegt es dass du Depression hast? Es ist halt schwer zu sagen was schön war, selbst wenn ich was finde raubt es mir gleich die Möglichkeit mich darüber zu freuen weil ich denke wieviel schlimmes in der Zukunft noch auf mich zukommen könnte evtl. Verluste Od Krankheiten oder so vielleicht
 
Was mir sehr, sehr dabei geholfen hat, meine Depressionen zu überwinden, war die Einsicht, dass manches Unglück krankhaft ist, sowie das Verständnis, dass Glück nur eine Sache des Bewusstseins, der Einstellung, und damit subjektiv ist.

Gepaart mit den passenden Medikamenten, habe ich auf dieser Basis erst meine Depressionen (künstlich) überwunden, und mir ein gutes Leben aufgebaut, und später, als ich genug Rückhalt und Energie aus meinem Leben bezogen habe, den Absprung von meinen Tabletten gemacht, ohne rückfällig zu werden...


Gib die Hoffnung nicht auf, Greenchic, im Leben ist wirklich alles möglich...


Liebe Grüße

Deine Vorgehensweise, besonders Deine Einstellung zum Thema Glück, finde ich gut.
Weil es evt. untergeht, möchte ich hervorheben, was Deine Einstellung begleitet hat: Das Tun des Guten. In Deinem Leben war dies der Aufbau eines guten Lebens.

Jedoch möchte ich auf folgendes hinweisen: Aus meiner Sicht ist das beste Medikament die Liebe. Ohne Liebe scheint es mir sehr schwer zu sein, wenn nicht gar unmöglich, zu guten Erkenntnissen zu kommen, gesund zu werden. Von daher vermute ich, dass Du trotz Depression mit dem Begriff "Liebe" etwas anfangen konntest, ggf. im Rückgriff auf die Vergangenheit, vor dem Eintritt der Depression, Liebe in irgendeiner Form erfahren hast. Vermute ich da richtig?
 
Dann müsste ich (...) ein komplett anderer Mensch sein, damit ich die Welt anders wahrnehme. Aber wie soll man seine Wahrnehmung ändern, wenn man die Welt so sieht wie sie ist.

Nein, nein, red dir nicht ein, dass du mit deinen Gefühlen von Sinnlosigkeit als Einzige die Welt so siehst, wie sie ist. Das ist eine sehr subjektive Wahrnehmung. Ein gesunder Mensch macht sich gar nicht so viele Gedanken über den Sinn des Lebens, er genießt es einfach. Ich merke das selbst immer wieder, wie sehr die Sichtweise auf die (selbe) Welt davon abhängt, ob es mir gerade gesundheitlich gut oder schlecht geht. Ich halte die positive Sichtweise für die realistische, weil sie die eines gesunden, normalen Menschen ist. Also so, wie der Mensch "von der Natur gedacht" ist. Wenn du es spürst, dann verstehst du es auch. Aber wenn du es nicht spürst, kannst du es dir gar nicht vorstellen.
 
Jedoch möchte ich auf folgendes hinweisen: Aus meiner Sicht ist das beste Medikament die Liebe. Ohne Liebe scheint es mir sehr schwer zu sein, wenn nicht gar unmöglich, zu guten Erkenntnissen zu kommen, gesund zu werden. Von daher vermute ich, dass Du trotz Depression mit dem Begriff "Liebe" etwas anfangen konntest, ggf. im Rückgriff auf die Vergangenheit, vor dem Eintritt der Depression, Liebe in irgendeiner Form erfahren hast. Vermute ich da richtig?

Ich denke tatsächlich, das tust du.
Liebe war in meinem Leben zwar immer ein Fremdwort, jedoch auch immer der Motor, der mein Leben angetrieben hat, d.h. mein Sinn und Inhalt im Leben war es immer, mich zu einem Menschen zu entwickeln, von dem ich ausgehen konnte, dass er in der Lage ist, eine lebenslange, glückliche und treue Beziehung zu führen.

Ohne diese Aussicht hätte ich, in aller Ehrlichkeit, wohl nicht die Kraft gefunden, mich immer wieder aufzurichten, immer wieder weiter zu machen, insgesamt nicht aufzugeben...

Und, auch im Nachhinein bereue ich nichts, und würde es noch einmal genau so machen...

Ja, Liebe ist eine starke Macht, eine der stärksten im Leben, und auch eine der schönsten...
 
@kasiopaja: ja aber das bringt irgendwie nichts also die Behandlung also zumindest nicht viel.

An alle: ja aber wenn man Depressionen hat scheint auch die Liebe sinnlos zu sein. Es munter einen nicht viel auf. Und was soll man machen wenn man die Welt subjektiv negativ wahrnimmt ? Man kann ja nicht seine Wahrnehmung ändern oder? Ich meine das wäre so wie wenn ich zu einem sagen würde guck mal eine Hose ist schön obwohl ich ich sie nicht schön finde mir das sozusagen nur einreden würde aber selbst wissen würde dass es nicht so ist .
 
Hast Du Dir auch schon mal überlegt, dass die ungewisse und ungute Situation mit Deinem Freund zu Deinem Unwohlsein beitragen kann?
 
@kasiopaja: ja aber das bringt irgendwie nichts also die Behandlung also zumindest nicht viel.

An alle: ja aber wenn man Depressionen hat scheint auch die Liebe sinnlos zu sein. Es munter einen nicht viel auf.

Liebe ist unwirksam, wenn ich sie nicht oder nur unzureichend annehme.

Und was soll man machen wenn man die Welt subjektiv negativ wahrnimmt ? Man kann ja nicht seine Wahrnehmung ändern oder? Ich meine das wäre so wie wenn ich zu einem sagen würde guck mal eine Hose ist schön obwohl ich ich sie nicht schön finde mir das sozusagen nur einreden würde aber selbst wissen würde dass es nicht so ist .

Wir nehmen die Welt immer nur subjektiv wahr. Unsere Wahrnehmung ist immer eine Frage der Perspektive.
Perspektive ist wie eine Brille. Du entscheidest, welche Brille Du aufsetzt.

Der Verstand filtert die Informationen, die über die Sinnesorgane in unser Gehirn gelangen. So werden unwichtige von wichtigen Informationen unterschieden. Was aber eine wichtige Information ist, entscheiden wir. Unser Ich bestimmt. Unsere Entscheidung macht es deutlich.

Wir können unsere Sinnesorgane schulen und schärfen. Und wir können den Filter überdenken und entscheiden, ob wir einen anderen Filter wollen. Unsere Einstellung sowie unser Verstand spielen eine große Rolle.

Depression ist zunächst eine Empfindung. Die Empfindung sagt noch nichts über die Ursache aus.
 
@kasiopaja:
Ich weiß es nicht, aber irgendwie denke ich nicht. Er ist auch wo es mir schlecht geht sehr für mich da. Klar gibt es bei uns öfter Streit aber grundsätzlich habe ich andere Probleme, nämlich die die ich aufgezählt habe.

@nordrheiner: aber wie macht man das, dass man das Leben plötzlich schön sieht und positiv wenn man nur Angst und Sinnlosigkeit empfinden und fühlt
 

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