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Depression komplett heilbar?

@zenny: kannst du mir bitte meine letzte Frage an dich beantworten, ist mir wirklich wichtig.

@rose: darf ich fragen, welche Diagnosen du hast, bzw. ob es bei dir genauso ist wie bei mir ?
 
@nordreiner:

Es trifft denk ich am ehesten auf die das letzte also den 3. Punkt zu. Manchmal glaub ich kam erst die Depression und dann die Sinnlosigkeit. Diese Angst vor dem Leben und sich so unfähig zu fühlen etwas zu tun oder Freude zu empfinden. Es scheint als wäre das Leben fast gelaufen. Und dann denkt man von wievielten Menschen man im Leben Abschied nehmen muss, und dann scheint es manchmal sinnlos Beziehungen aufzubauen, Familie zu gründen arbeiten zu gehen da sowieso alles getrennt wird durch den Tod.

Ich möchte nicht so denken und fühlen. Es ist aber irgendwie so.

Du bist unsicher. Hast Du mal eine ärztliche Diagnose erstellen lassen? Wenn nein, möchte ich hiermit dazu anregen.
Ich kann hier keinen Arzt ersetzen sondern nur versuchen Dir Gedanken und Möglichkeiten aufzuzeigen, die evt. eine Hilfe sind.
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Wenn ich Dich also richtig verstehe, waren zuerst Ängste da, die Dich depressiv machten. Es gibt rationale Ängste, wie z.B. dass Du Dich bös erkältest, wenn Du im Winter mit nassen Haaren raus gehst. Dann gibt es irrationale Ängste, wie z.B. die Angst davor, unfähig zu sein, obwohl man doch schon einiges im Leben geschafft hat.

Mir scheint, wir reden hier über beide Arten von Ängsten. Rational ist die Angst vor dem Tod. Gibt es sonst noch einen rationalen Grund für Angst? (z.B. Du hast für eine Prüfung nicht gelernt und hast jetzt Angst, in der Prüfung durchzufallen). Abgesehen von der rationalen Angst vor dem Tode reden wir hier über Deine irrationalen Ängste, oder?
 
@nordrheiner: ich glaub an Gott und Jesus Christus und ich verstehe nicht wie ich trotzdem diese Sinnlosigkeit finde. Was mache ich falsch ?

Auch, wenn ich mich jetzt einmische, aber ich habe gerade den Eindruck, dass der Thread wieder einen unguten Verlauf nimmt. Wir dürfen unseren Glauben nicht als Garant dafür sehen, vor allen Grausamkeiten, die das Leben mit sich bringen kann, geschützt zu sein.

Das wird uns nirgendwo und auch nicht in der Bibel versprochen. Es gibt im Alten Testament (siehe Hiob) und auch im Neuen Testament hinreichend Beispiele dafür, dass auch glaubende Menschen nicht vor Zweifeln, vor Krankheiten und anderen Grausamkeiten des Lebens geschützt sind.

Das gilt auch für das Empfinden von Sinnlosigkeit. Ich bin ein bipolarer Zeitgenosse und das ziemlich genau seit meinem 16./17. Lebensjahr, seit also mehr als 50 Jahren. Diese meine psychische Disposition macht mich genau so aus wie meine Spastik, mit der ich zur Welt kam.

Für meine Spastik gibt es eine plausible Erklärung, ließen mich die Ärzte damals zu lange in der Geburt und setzten mich damit einem Sauerstoffmangel aus, der mich lebenslang schädigte und mich zum körperlichen Krüppel machte.

Das liegt in der Verantwortung der Weißkittel und hat mit Gott zunächst nichts zu tun. Meine Ärzte von damals hätten sich also nicht auf Gottes Willen berufen können, was ihnen sehr zu passe gekommen wäre.
Nein, es war ihre Schuld, Ergebnis ihres falschen ärztlichen Handelns.

Meine später auftretenden Depressionen hatten und haben noch heute viel mit meinem körperlichen Zustand zu tun, weil er mein Selbstbild, mein Ego oft auf unerträgliche Weise schädigte.

Ich mache dafür Gott nicht verantwortlich, ersparen können freilich, das sage ich dann auch, hätte mein Schöpfer mir das schon. Für mich gibt es unverdientes Leid, wie es eben auch unverdientes Glück gibt.

Glaube und Religion können helfen, verhindern aber können sie menschliches Unheil nicht.

Ich kann schon lange mit meinen Depressionen leben, seit Jahren auch ohne Medikamente, weil sie mich nicht mehr beeinträchtigten als unbedingt notwendig.

Burbacher
 
Das ist Deine Interpretation, die ich nicht teilen muß, oder?

Natürlich nicht. Aber ich bin gespannt wie du einem mit HIV infiziertem Menschen erzählst, dass er geheilt ist, nur weil er Tabletten nimmt, die den Virus eindämmen, er aber für immer im Blut nachgewiesen kann und die medikamentöse Dosis immer stärker werden muss.

Was im übrigen bei Depressionen genau sind. Jeder mit Depressionen freut sich doch wahnsinnig, wenn die Medikamente wieder neu dosiert werden müssen, immerhin ist er ja geheilt und so eine Umstellung richtet ja nichts an, weder psychisch noch physisch.
 
Auch, wenn ich mich jetzt einmische, aber ich habe gerade den Eindruck, dass der Thread wieder einen unguten Verlauf nimmt. Wir dürfen unseren Glauben nicht als Garant dafür sehen, vor allen Grausamkeiten, die das Leben mit sich bringen kann, geschützt zu sein.

Das wird uns nirgendwo und auch nicht in der Bibel versprochen. Es gibt im Alten Testament (siehe Hiob) und auch im Neuen Testament hinreichend Beispiele dafür, dass auch glaubende Menschen nicht vor Zweifeln, vor Krankheiten und anderen Grausamkeiten des Lebens geschützt sind.

Völlig korrekt. Jedoch ist der Unglaube, der Verlust der Hoffnung, ein in meinen Augen gutes Mittel zu erkranken und krank zu bleiben.
 
Natürlich nicht. Aber ich bin gespannt wie du einem mit HIV infiziertem Menschen erzählst, dass er geheilt ist, nur weil er Tabletten nimmt, die den Virus eindämmen, er aber für immer im Blut nachgewiesen kann und die medikamentöse Dosis immer stärker werden muss.

Was im übrigen bei Depressionen genau sind. Jeder mit Depressionen freut sich doch wahnsinnig, wenn die Medikamente wieder neu dosiert werden müssen, immerhin ist er ja geheilt und so eine Umstellung richtet ja nichts an, weder psychisch noch physisch.

Du bist ungläubig. Das nehme ich Dir nicht übel. Dafür entscheidest Du Dich. Das ist ok für mich.

Jedoch, damit bleiben Dir nur die ärztliche Hilfe bzw. Medikamente. Versagen diese, sieht es noch übler aus. Das tut mir sehr leid für Dich. Aber bitte unterlasse jegliche abfällige Aussage über Gott, denn diesen kennst Du nicht.
 
Du bist ungläubig. Das nehme ich Dir nicht übel. Dafür entscheidest Du Dich. Das ist ok für mich.

Jedoch, damit bleiben Dir nur die ärztliche Hilfe bzw. Medikamente. Versagen diese, sieht es noch übler aus. Das tut mir sehr leid für Dich. Aber bitte unterlasse jegliche abfällige Aussage über Gott, denn diesen kennst Du nicht.

Bitte? Ich bin sehr wohl gläubig, wie meine ganze Familie. Bei uns wird jeden Tag gebetet, tut mir leid dich da enttäuschen zu müssen. Ich besuche ein Gotteshaus wahrscheinlich auch öfter als du selbst.

Und nur weil man glaubt, muss man nicht zum Gottes-Spießer werden und darf kein Paradoxon über selbigen in die Welt setzen.

Trotzdem weiß ich nicht, was Gott damit zu tun hat, wenn man körperlich krank ist. Mein Arm würde auch nicht über Nacht nachwachsen, wenn ich Gott nur lieb darum bitte oder daran glaube, dass er ihn nachwachsen lässt.

Da hat Burbacher doch vollkommen recht.
 
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