Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Demente Oma ist anstrengend

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 124556
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich weiß nicht kasiopaja. Sie war VOR der Demenz schon so. Wahrscheinlich will sich ihre eigene Tochter genau deswegen nicht mehr blicken lassen.
Poahh - schwiiierig!!
Da braucht man echt Geduld!

Ich war zB eben bei Mutter(89), Kartoffelsalat vorbereiten.
Auch so ein Ding.
An der Spüle sollte ich genau nach Anweisung genau das machen, wie sie es immer gemacht hat.
Alleine das Kartoffel schälen wäre abendfüllend geworden, drum bin ich nach hause gefahren, hab den Hund da gelassen und war nach 12 Minuten fertig, und zurück. Ok - ich war schnell.

Die Kartoffeln hab ich in 1.einen Topf getan, der bei mir zum Spülen anstand. Sie mussten eh noch gewaschen werden.
Die Schalen zu hause hab ich 2.in demselben Topf entsorgt.
Also wurde er vor dem Spülen schon 3x benutzt.

Kein Wunder dass man nicht vorwärts kommt wenn man so umständlich arbeitet und für alles eine neue Schüssel nimmt.
 
Hallo Erdnussmutter

Ich habe den gesamten Thread nicht gelesen, weiss also nicht, ob derartiges schon angesprochen wurde. Kämen alternative Betreuungsformate in Frage, z.B. eine Demenz-WG?

Wer betreut die Oma sonst?

VG
Santino
Kurzfassung: Sie kam vor Kurzem nach einer OP aus dem Krankenhaus, plötzlich stark zerstreut. Pflegegrad ist beantragt, aber Krankenkasse pennt. Bin von meinem Vater gebeten worden hier für ein paar Tage aufzupassen, aber nicht vorgewarnt worden, dass sie dement ist ("Sie ist ein bisschen verwirrt" - am Allerwertesten...). Aus "Vormittag" wurde 7-19 Uhr. Aus Aufpassen wurde Mahlzeiten machen, aufs Klo begleiten, waschen, beaufsichtigen, unterhalten. Bin inzwischen stinksauer, nachdem ich soeben gefragt wurde, ob ich nicht noch "einen" Tag mehr aufpassen könnte. Nein, kann ich nicht, mach ich nicht, geht nicht.

Hab gerade mal Demenz WG gegooglet, Kosten werden mit um die 3000€ angegeben, weiß nicht ob das tragbar ist, werde es aber vorschlagen, danke.
 
Ich war auch vor der Demenz das Hassobjekt, der Feind, und ich wollte mich nie kümmern.
Nachdem aber alle anderen sich von dieser Verantwortung verabschiedet hatten und sie sonst alleine verrottet wäre , habe ich es halt gemacht.
Ich wollte auch noch in den Spiegel sehen können und ein bisschen Anstand hat man ja auch. Also waren nicht mehr viele übrig ausser mir.
Ich habe es halt dann gemacht und fertig.
Das tut mir Leid.
 
Das tut mir Leid.
Das braucht keinem Leid zu tun. Das hat was mit Anstand zu tun. Und in den Spiegel schauen zu können.
Am Ende hat es irgendwie funktioniert. Wenn auch schwierig.
Ich bin ich und ich wollte mich nicht degradieren, indem ich ihr dasselbe angetan hätte, was sie mir angetan hat.
So bin ich nicht. So bin ich nicht erzogen. So sind WIR als unsere Ursprungsfamilie nicht.
 
Ich war auch vor der Demenz das Hassobjekt, der Feind, und ich wollte mich nie kümmern.
Nachdem aber alle anderen sich von dieser Verantwortung verabschiedet hatten und sie sonst alleine verrottet wäre , habe ich es halt gemacht.
Ich wollte auch noch in den Spiegel sehen können und ein bisschen Anstand hat man ja auch. Also waren nicht mehr viele übrig ausser mir.
Ich habe es halt dann gemacht und fertig.

Ich weiß nicht, warum man sein eigenes Leben aufgibt für jemanden, für den man immer das Hassobjekt war. Das hat auch nichts mit Anstand zu tun.

Es gibt immer noch das Pflegeheim.

Wenn ich pflegebedürftig werden sollte, gibt es auch keinen Menschen, der mich pflegen könnte. Ich habe keine Kinder, ich habe eine Nichte, der ich das aber niemals zumuten würde.

Also werde ich möglicherweise wohl im Pflegeheim verrotten, ist so, kann man nicht ändern.
 
Kurzfassung: Sie kam vor Kurzem nach einer OP aus dem Krankenhaus, plötzlich stark zerstreut.

Um ehrlich zu sein kann das logisch sein.
Ältere Leute können sich tatsächlich nach Sedierung (OP?) ändern und kommen nicht mehr als dieselben zurück.
Die Sorge hatte ich grad bei Mutter; sie haben ihr Krebs im Genitalbereich weggeschnitten, vermutlich nicht wenig.
Immerhin war halbwegs klar, dass es zu langsam wächst als dass sie daran sterben könnte.

So was beruhigt ungemein wenn man alt ist, also diesen Teil quasi ohne Chemo abhaken kann und aus dem Rest versucht, das beste zu machen.

Bei Dir und Oma könnte... viel daran liegen, ob sich ihr Umfeld ändert.
Mutter meinte, dass deren Tante sich mit Demenz noch recht lange orientieren konnte, weil sie in der Wohnung ewig lange gelebt hat und das Umfeld so was wie eine Art Jugenderinnerungen darstellte.

An frühere Dinge sollen sich Demente ja gut erinnern können, also auch an die Ordnung in der Wohnung vor langer Zeit, die sich nie geändert hat.

30 Jahre vor demselben Fernseher könnten der Ansatz sein, dass sie sich da gut aufgehoben fühlt, auch wenn sie moppert.
Alternativ wäre sie verloren wenn man sie umsiedelt.
 
Um ehrlich zu sein kann das logisch sein.
Ältere Leute können sich tatsächlich nach Sedierung (OP?) ändern und kommen nicht mehr als dieselben zurück.
Die Sorge hatte ich grad bei Mutter; sie haben ihr Krebs im Genitalbereich weggeschnitten, vermutlich nicht wenig.
Immerhin war halbwegs klar, dass es zu langsam wächst als dass sie daran sterben könnte.

So was beruhigt ungemein, wenn man alt ist, also diesen Teil quasi ohne Chemo abhaken kann und aus dem Rest versucht, das beste zu machen.

Bei Dir und Oma könnte... viel daran liegen, ob sich ihr Umfeld ändert.
Mutter meinte, dass deren Tante sich mit Demenz noch recht lange orientieren konnte, weil sie in der Wohnung ewig lange gelebt hat und das Umfeld so was wie eine Art Jugenderinnerungen darstellte.

An frühere Dinge sollen sich Demente ja gut erinnern können, also auch an die Ordnung in der Wohnung vor langer Zeit, die sich nie geändert hat.
Sie lebt in dieser Wohnung seit... ich glaube seit 20 Jahren. Heute hat sie die Tür zum Schlafzimmer mit der Tür zum Badezimmer verwechselt. Sie scheint sich auch nicht bewusst zu sein, in welcher Stadt sie lebt. Allerdings ist sie die letzten 20 Jahre auch nicht großartig vor die Tür gegangen.

ICH denke, dass sie sich ohne ihren Mann nicht mehr zurecht findet. Wenn er noch hier wäre, wäre es sicher anders. Aber der ist dieses Jahr gestorben. Die Beerdigung Anfang des Jahres hat sie aber noch begriffen gehabt. Jetzt scheint sie sich daran nicht mehr gut erinnern zu können.
 
Was ich wirklich gut fände: Wenn diejenige, die unverschuldet in diese sehr schwierige Situation gekommen ist, dieses Forum hier als Ventil nutzen würde und zwischen dem Dampfablassen hier zu der ihr anvertrauten, schwerstkranken Person dann sanft und empathisch wäre.

Ich hoffe sehr, es ist so.
 
Was ich wirklich gut fände: Wenn diejenige, die unverschuldet in diese sehr schwierige Situation gekommen ist, dieses Forum hier als Ventil nutzen würde und zwischen dem Dampfablassen hier zu der ihr anvertrauten, schwerstkranken Person dann sanft und empathisch wäre.

Ich hoffe sehr, es ist so.
Naja. Wer mitgelesen hat, weiß, dass die Frau keine angenehme Person ist und ich mich trotzdem kümmere. Glaub mir ruhig, wenn ich sage, dass ich mein bestes tue. Das mag im Forum nicht so rüberkommen, aber hier muss ich ja (hoffentlich) auch keine Maske aufsetzen.

Weißt du, vorgestern hat sie mich gefragt wo meine Mutter ist und da hab ich fast losgeheult, weil sie letztes Jahr gestorben ist. Und dann hat sie mich das gleich noch drei Mal hintereinander gefragt. Ich hab mich dann im Bad eingesperrt um mich zu beruhigen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 202) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben