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dem Glück/Unglück endlich nahe.....

Da leben wir Drei nun auf ebenso drei verschiedenen Ebenen, hm?

Du, Claudia, bist der Ansicht, dass neben Gott dich vor allem Hannes führt und leitet und deinen Tag mit bestimmt, dass du "Zeichen" von ihm erhältst und so ihn immer noch bei dir hast.

Du, Jette, teilst diese Ansicht nicht, aber für dich gibt es auch Gott, der dich in alledem bewahren und trösten kann, nicht.

Und ich, die ich Gottes Gegenwart in eurem Leben sehe, aber weiß, dass ein Verstorbener weder Einfluss auf das Leben der Hinterbliebenen nehmen kann noch sollte.

Hinter allem aber steht in jedem Falle eines (und denkt doch nicht, dass ich noch nie einen Menschen verloren hätte... Ich bin nicht mehr jung und mit fortschreitenden Jahren werden es immer mehr, die vor einem gehen... Ja, es waren schon einige nahe und liebe Menschen, die ich hergeben musste....):
Dass wir, die wir zurück bleiben auf dieser Erde, das Leben zwar mit der Erinnerung weiterleben können/dürfen/müssen (je nach Ausgangsbasis), dass aber dieses Leben nun auch ohne den anderen ein neues Gesicht bekommen muss.

Denn sonst wird auch das eigene Leben nur noch zu einem Teil der Erinnerung und ist vorbei, längst bevor es wirklich endet....

Ich umarme euch und wünsche euch die Kraft zum Loslassen in Gottes Hand.

Christa
 
Ach liebe Quasi,

ich hatte eigentlich was zu deinem o.g. Tread von gestern geschrieben, aber meine drei "Racker" latschen mir ständig über die Tastatur, so das immer wieder ein völlig verquertes "Deutsch" herauskommt und das man dies vieleicht dann falsch intepterieren könnte (vieleicht im Zusammenhang mit Genuss von Alkohol o.ä.)

Ich antworte morgen vom Büro aus, da hab ich meine Ruhe...hoffentlich!

Sei bis dahin lieb umarmt
Nur das Beste
Jette
 
Ja das Leben "danach" ist verdammt schwer, einfach gesagt... fröhlich zu werden...mit dem Gedanken, das dein Partner nicht foh war. Für mich ist seine "Tat" mehr oder weniger eine Ohrfeige...eine Ohrfeige an deine Unfähigkeit zum eigenem Leben und Leben des anderen.

Liebe Jette,

was würde den passieren, wenn du seine "Tat" als etwas anderes ansehen würdest? Uzw. nicht als eine Ohrfeige sondern als seine ganz persönliche Niederlage! Denn genau das ist es doch im Grunde. Genauso wie dich kein anderer Mensch retten kann, genauso wenig ist es deine Aufgabe gewesen, deinen Partner zu "retten"! Eine Partnerschaft nährt sich nicht von den Schwächen und Unzulänglichkeiten und dunklen Seiten des anderen - sich nährt sich und gedeiht von der positiven Entwicklung des einzelnen Individiums einer Partnerschaft. Und wenn einer von beiden da nicht mit machen will - ist/war es NICHT DEIN Problem, sondern einzig und allein seins. Könntest du das verinnerlichen, würdest du für dich weiterkommen - da bin ich mir sicher!

Pass auf dich auf!

Lieben Gruß
Truth
 
Liebe Jette,
ich verstehe dich nur zu gut..

Aber vertraue wenigstens darauf, daß immer wieder etwas schier Unmögliches, Schönes für dich passieren kann.

Wie ich schon gesagt habe, auch anderen Menschen sind solche "Wunder" passiert..

Ich trauere auch sehr..

Aber so lange wir leben, genauso schnell kann sich das ändern, ganz unverhofft..

Und auch DIR kann das passieren.

Also, laß uns nie endgültig verzweifeln, Jette!

NEIN, auch du nicht!!

Bleib hier, bitte, und sprechen wir darüber,
ich denke viel an dich,
und ich kann mir nicht vorstellen, daß du/wir nicht in 2, 3 Jahren wieder besser drauf sind, was das Weiterleben angeht.

Aber mit Zwang geht das nicht, habe ich auch inzwischen realisiert.

Für heute
liebe Grüße,
Claudia

P.S., neue Katzenbabiebilder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, liebe Jette, ihr alle Lieben,

wollte eigentlich in die Stadt mit meiner Tochter, aber die hat beschlossen, übers WE nach Südtirol zu fahren,
und so habe ich wenigstens Zeit, mal wieder meinen Gedanken nachzuhängen und dir zu schreiben.

Jette, mir ist es wirklich nicht mehr wichtig, in welchem Thread wir gerade schreiben,
irgendwo gehts für uns beide darum, wieder ins Leben zu finden..

Und das fällt dir wohl noch viel schwerer als mir.

Natascha, dieser Satz von deiner Schwiegeroma "dankbar sein für das, was man gemeinsm erlebt hat, für die Erinnerungen..",
damit beschäftige ich mich viel.

Er läßt sich damit vielleicht leichter leben nach einem langen gemeinsamen Leben als wenn man mittendrin so unerwartet rausgeworfen wird.

Oder aber kann man in unserem Alter auch zu dieser Weisheit gelangen?

Irgendwie noch unvorstellbar für mich, und für dich Jette, sind gerade die letzten Erinnerungen an deine Liebe das schmerzhafteste überhaupt.

Aber irgendwann muß diese Trauer nachlassen.
Das hält kein Mensch ewig aus.

Ich glaube daran, daß die Zeit die Wunden mehr und mehr schließt,
und daß sie für uns "arbeitet".

Wir können nur soviel dazutun, daß wir uns möglichst ablenken und immer wieder versuchen, uns über jede Kleinigkeit zu freuen.

Und das Zauberwort schlechthin heißt SELBSTLIEBE.

DU hast nichts schlimmes getan, DU bist es wert, daß es dir gut geht, du es dir gutgehen läßt..

DU SOLLST WEITERLEBEN!

Und Gott vertrauen, daß es wieder besser wird.., und solange einfach das Beste daraus machen, nur nicht verzweifeln.

Das ist auch für mich ein ständiger Kampf,

aber laß ihn uns nie aufgeben, bitte, genauso wie die Hoffnung auf irgendetwas Schönes, Unerwartetes, das dir deine Lebensfreude zurückbringt..!

Sei umarmt,
liebe Grüße erstmal,
Claudia
 
Meine Liebe Claudia,

erstmal vielen Dank...Dank immer wieder für die Darstellung deines Kummers und Verzweiflungen...deine Ratschläge. Natürlich können wir nicht resignieren, auch in Hinsicht unserer Lieben nicht...denn das wollte keiner von Ihnen.
Aber es gibt Tage....Situationen da kann man den Rat, die helfende Hand des anderen gut gebrauchen....das dies nicht mehr gegeben ist, ist um so schmerzlicher. Ja...das Wort lautet "die Zeit heilt die Wunden"...ob das auf unsere Situation treffen wird, wird sich zeigen. Bei manch einen dauert es das ganze Leben.
Bei mir wird es Ende des Monats genau zwei Jahre her sein (ich habe jetzt schon Angst davor), wo man sich gesehen hat...wo man sich berührt hat...wo man Gedanken wie selbstverständlich ausgetauscht hat. Auch an diesem Tag wird es mir höchstwarscheinlich sehr bescheiden gehen. Alles kommt so nah wieder an einen heran...in den Tagen und Monaten dazwischen versucht man dies zu verdrängen.
Ja man sollte sich ab und zu mal was gönnen...vieleicht in Form eines entspannenden Bades, oder einfach mal was leckeres Kochen...das Bad geht ja noch...etwas leckeres Kochen schon schwieriger. Bei mir kommen bei solchen Ideen gleichzeitig das schlechte Gewissen hoch...Der Gedanke, du tust Dir mal was Gutes...dein Partner hat nichts mehr davon...Du möchtest mit allen Mitteln das Gefühl der Zweisamkeit erringen...die Zweisamkeit mit deinem Partner...nicht mit irgendjemanden...Nur mit Ihm...Dies wird natürlich nicht mehr passieren, das weiss ich auch...trotz des Aufrechterhaltens der vertrauten Umgebung.

Ja die Hoffnung nie aufgeben, das uns auch mal wieder etwas Gutes wiederfährt...Ich erfahre diese Hoffnung in Form von Aufträgen...also beruflich bedingt...man traut mir also doch Dinge zu, wo ich immer gedacht habe, ohne meinen Retla geht es nicht mehr....aber das hat Er ja mehr oder weniger schon in seinem Abschiedsbrief verlangt? auferbürgt?...eher wohl gehofft.

Nein so kannst Du das nicht sehen, liebe Claudia, das ich es schwerer habe als Du. Wie auch in deinem Fall (eigentlich in allen Schicksalschlägen):

Wenn ein geliebter Mensch,
plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung stirbt,
entstehen Gefühle, die nur sehr schwer zu ertragen sind.
Es entsteht ein giftiger Cocktail aus Liebe, Schmerz, Hass, Trauer,
Verzweiflung, Wut, Zorn und endloser Leere.
Es wird dir vom Leben ein Stück Seele herausgerissen -
und du bekommst dieses Stück nie wieder zurück.
Es gibt keine Skala, um diesen Schmerz zu beschreiben -
und die Zeit eines Lebens reicht nicht, um diese Wunde zu heilen.
Du spürst, wie deine Seele schreit und sich vor Schmerzen krümmt,
weiter als dein Körper sich je krümmte.
Du hörst dein halbes Herz schlagen, jede ewige Sekunde -
und du wünscht nur, noch es komme bald deine Stunde.
Nichts wird jemals wieder so wie es einmal war.
Jeder Gedanke an das Geschehene bohrt sich tiefer,
jede Erinnerung reißt die Wunde nur noch größer,
(und) deine Zukunft wird in Trauer gebettet.
Verzweiflung und der Hass sind deine stetigen Begleiter,
versuche nicht daran zu denken, scheitern in jenem Moment,
wenn man unter Trauer jeden Tag daran denkt.
Die Liebe hast du verloren und die Wut wurde geboren.
Du versuchst all deine Gefühle im Rausch zu ertränken,
mit allen Mitteln nicht mehr (daran) zu denken -
doch nicht mehr denken, bedeutet nicht mehr zu leben.

Keine anderen Gefühle wie o.g. habe ich auch nicht.

Liebe Claudia, für heute soll dies genügen...ich hatte ja in deinem Tread schon erwähnt, das mich das ganze z.Z. doch recht schmerzt, auch in Hinblick auf Ende dieses Monates....merke aber auch das es immer wieder tut gut hier alles so abzulassen.

Sei lieb umarmt...Ich denke an Dich
Nur das Beste
Jette
 
Wenn ein geliebter Mensch,
plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung stirbt,
entstehen Gefühle, die nur sehr schwer zu ertragen sind.
Es entsteht ein giftiger Cocktail aus Liebe, Schmerz, Hass, Trauer,
Verzweiflung, Wut, Zorn und endloser Leere.

Liebe Jette,

jast du jemals deinen Gefühlen so richtig Ausdruck geben können? Hast du diese ganzen Emotionen, die dich zu erdrücken drohen jemals richtig raus lassen? - oder spührst du ihre Gegenwart nur als einen dich erstickenden Schrei? Denn so kommen deine Wort für mich rüber. Es scheint, als ob deine Emotionen dich ersticken! Lass sie raus, liebe Jette - lass sie einfach raus!!!!

Drück dich ganz fest
Truth
 
Hallo Liebe Truth,

mhhh..rauslassen, meinst Du auf eine einsame Landstraße fahren und einfach mal losschreien? Hören würde es eh ja keiner. Ich habe es gelernt, lautlos zu schreien. Ich weiss nicht...ob das hilft...ein Versuch wäre es schon wert. Vieleicht ist das ja befreiend. Ich möchte davonlaufen...einfach irgendwohin...in eine Zukunft, die so unbeschwert ist...frei von Sorgen, Kummer und Schmerz. Wer wünscht sich dies nicht? Alles Dinge die man haben könnte, wenn der Mensch sich nicht immer selbst geißelt oder andere mit. Es ist wieder soweit...meine Tastatur sehe ich nicht mehr und ich möchte wieder laufen...weit weg!

Sei lieb umarmt
Nur das Beste
Jette
 
Liebe Jette,

wie du das genau anstellen sollst/willst kann ich dir nicht wirklich sagen. Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, dass wir uns manchmal gar nicht bewusst sind, wieviele Emotionen in uns brodeln, die einfach mal raus müssen - und wenn wir sie raus lassen, ist das Befreiung pur. Dein lautloses Schreien muss dich doch fast erdrücken. Lautlose Schreie beschweren unendlich. Lauf nicht davon, liebe Jette, lass einfach deine Gefühle raus!

Drück dich ganz fest!
Truth
 
Alles Dinge die man haben könnte, wenn der Mensch sich nicht immer selbst geißelt oder andere mit. Es ist wieder soweit...meine Tastatur sehe ich nicht mehr und ich möchte wieder laufen...weit weg!

Liebe Jette,

lese ich da auch Schuldgefühle heraus? Ich hab mir deine Worte einige Male durchgelesen. Hab mich oft schon gefragt, was das wohl sein mag, das dich nicht loslässt, damit du dich aus deiner emotionalen Gefangenschaft endlich befreien kannst. Liebe Jette, der Weg dorthin ist manchmal steil und scheint unendlich - aber die Befreiung selbst ist ein Moment. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du an diesen kostbaren Moment kommst. Dass alles was dich beschwert abfällt - dass sich die Ketten, die dich binden sprengen und in tausend Stücke zerfallen, damit du wieder atmen kannst. Das wünsch ich dir von Herzen!

Umarm dich!
Truth
 

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