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dem Glück/Unglück endlich nahe.....

Hallo Jette,

ich habe hier in Deinem Thread bislang noch nicht geschrieben, jedoch in Claudias und bin so auch auf Deine Geschichte gestoßen - hab ab und an nachgelesen. So auch heute. Möchte eigentlich nur meinen beiden Vorrednern (Claudia und Truth) eindeutig zustimmen in ihren Aussagen. Auch ich mußte die Erfahrung machen, daß Ablenkung in neuen oder auch in vertrauten Kreisen kein Lösungsweg ist. Zusprache und Gespräche mit anderen, die man annehmen kann (was man aber nicht erzwingen kann und sollte), kann einem eventuell in eine Richtung stoßen, die eigenen Gedanken wieder in eine zuversichtliche Richtung zu lenken, muß es aber nicht. Das kann nur funktionieren, wenn man selber wieder soweit und bereit ist, die grauen Schleier etwas auf die Seite zu schieben und wieder anfangen kann, positiv zu denken. Dieser Schritt, der das ermöglicht, liegt aber ganz allein bei einem selber, und nur die Zeit kann ihn am Horizont wieder zum Vorschein kommen lassen.

Ich wünsche Dir, liebe Jette, Dir, liebe Claudia, und allen, die einen solch schweren Verlust erleiden mußten, viel viel Kraft und langsam, langsam wieder mehr Sonnenschein im Leben!! Er wird irgendwann wieder kommen. Bei mir war es so, und ich vertraue, daß es Euch genauso gehen wird!

lg in-silence
 
Hallo Truth, Claudia61, in-silence,

heute...ja heute ist wieder einer der Tage.....ich könnte am liebsten um die Ecke gehen und einfach gehen...einfach weg sein...einfach nicht mehr diesem "stress" ausgesetzt werden...niemand da mit dem reden kann....keiner der da ist, der einem diese Last abnimmt.

Man ist allein....ein Tag der Realitaet...immer vor Augen...man ist nur Mensch...als Mensch steht man immer allein da...Entscheidungen am Kreuzungsweg...man kann sich nur fuer erinen Weg entscheiden...es gibt immer nur einen WEG!

Mein querverkehertes Deutsch oben schwer zu verstehen...vieleicht sollte ich mich mal wirklich der GHemeinschaft anschliessen.

Es hat nischt mit Selbsmitleid zu tun...ich habe auch einfach nicht mehr die "Kraft" immer wieder erklären zu müssen, wie es um meinem sogenannten Zustand steht...eins weiss ich...ich will "Ruhe" will dieses Leben eträglich haben...vieleicht hier öffentlich falsch für jedermannn....falsch zum verstehen für manch einen....Mensch....schwach um zu bestehen....zu schwach um zu verstehen.

Jette
 
Hallo Jette,

ich bin so froh, daß du dich endlich wieder gemeldet hast.

Du ahnst nicht, wie ich dich immer mehr verstehe.

Seit dieses erste Jahr vorbei ist, merke ich, daß nichts besser wird, im Gegenteil, jeder Tag wird schwerer aushaltbar.

Und eigentlich gibt es keine Ratschläge für sowas. Ja, die tun nicht gut, obwohl gut gemeint.

Helfen kann einem das Gefühl, daß man nicht ganz alleine damit da steht.

Und daß wir zusammen die Hoffnung nicht aufgeben.

Und Momo, du In-Silence, ihr habt das doch auch geschafft.
(nach wieviel Jahren?)

Liebe Jette,
sei lieb umarmt

Claudia
 
Hallo Liebe Claudia,

ja warum lässt man sich so tief in eine Bindung mit einem Meschen ein?
Warum liebt man diesen EINEN so abgöttisch...so als wenn es nur diesen EINEN eben auf dieser Erde gibt.....und wird entäuscht und verletzt...man ist geblendet....man ist faziniert...man ist eben...mhhh abhängig...ja ich gebe es zu...ich war und bin es heute noch. Die Liebe geht für den Menschen manch unergründliche Wege....Quasi, Modo oder wie auch immer hat es ganz gut erkannt....wo bleibt die Wut? Der Zorn? Ich habe ihn bis heute nicht...der Respekt...die Erkenntnis zum wahrem Leben ist einfach...auch noch heute...zu prensent und man lebt dieses jeden Tag auf´s Neue aus.

Ich umarme Dich...liebe Claudia...und möge für Dich morgen ein guter Tag werden...was ich mir übrigerns für alle wünsche!

Nur das Beste
Jette
 
Liebe Claudia, liebe Jette,

schön, wieder etwas von Euch hier zu lesen!
Jette, Du fragst nach dem Warum – warum liebt man so, warum bindet man sich so emotional, warum sind wir so fixiert auf eine Person… Klar, ich verstehe Deine Fragen, die Du jetzt in Deinem Schmerz hier stellst, aber ist diese Liebe nicht auch eine Rettung für uns? Ist es nicht das, woran wir uns halten können? Was wäre Dein Leben ohne diese Person je gewesen? Kannst Du nicht dankbar sein, für die Momente des Glücks – dankbar, daß Du sie erleben durftest? Claudia, Du hast immer wieder erzählt, wie Dich Dein Freund auch aus dem Sumpf damals rausgezogen hat. Wer weiß, wo Du heute stündest, hättest Du ihn nie kennengelernt…? Er hat in Deinem Leben etwas bewegt, was Dich auch jetzt wieder hoffen und kämpfen läßt. Durch ihn hast Du damals den Kampf gewonnen und hast jetzt zumindest die Erfahrung inne, daß es Wege gibt für Dich, den Alk und sonstiges zu überwinden. Ist es nicht so? Ermutigt das nicht?
Warum einem das Leben so hart manchmal zuspielt, das kann von uns wohl keiner nachvollziehen oder sagen. Keiner weiß, warum manchen das Schicksal so schwer treffen muß, warum es diese menschlichen Tragödien auf der Welt gibt – und es gibt sie zu Hauf. Was aber würde uns Wut und Zorn helfen? Warum wartest Du auf die Wut, den Zorn? Was versprichst Du Dir davon, und was willst Du dann tun? Gegen wen willst Du wettern? Wut kostet Kraft – Kraft, die wir so dringend brauchen, um andere Hürden zu nehmen, nicht um sinnlos zu wüten. So ist wohl das Leben, ein Auf und ein Ab, und wir sollten wohl wirklich lernen, an den schönen Dingen festzuhalten und uns zu erinnern. Auch wenn es im Moment nur noch Erinnerung ist, ist diese Erinnerung doch viel mehr wert als ewig zu leben, monoton, gelangweilt, ohne diese Freuden, die Glücksmomente und die erlebte Liebe!?

Und nun zu Deiner Frage – Claudia. Tja, wie lange hat es bei mir gedauert? Ich denke, es dauert manchmal immer noch an, es ändert sich nur mit der Zeit die Art und Weise, damit umzugehen, die Häufigkeit der Tiefpunkte, aber ob sie jemals ganz vergehen?? Derzeit geht es mir nicht gut, ich habe mich gerade von meinem Freund getrennt (oder besser wir haben uns getrennt), und ich hänge ziemlich in den Seilen. Da kommt dann auch die alte Geschichte wieder hoch, aber auf einer anderen Ebene als unmittelbar nach dem Verlust. Ich kapsele mich ab, lese meine Gedichte aus dieser Zeit, höre die Lieder von damals und weine einfach nur in mich hinein… Thorsten ist für mich die Liebe, die ewig halten wird, die Liebe, die mir keiner mehr nehmen kann, die Liebe und Achtung, die sich nicht mehr im irdischen befindet und sich nicht mehr ändern wird. Er gibt mir Halt, wenn keiner mehr da ist. Ihn kann man mir nicht nehmen. Es hat sich einfach sehr gewandelt – der Verlust in tiefes Empfinden und Dankbarkeit.
Damals, als er weg war, habe ich begonnen, meine Geschichte aufzuschreiben und so versucht, zu verarbeiten. Es war mir ein Bedürfnis. Ich schrieb und schrieb immer weiter, solange ich das Gefühl hatte, es wäre irgendwie noch so präsent und notwendig – einfach nicht vorbei. Ca. 3 Jahre nach Thorstens Tod war ich soweit, die Geschichte abzuschließen. Ich beendete sie. Weiterhin gab es meine „Rituale“, die übrigblieben, die Bilder in meiner Wohnung, die Stiche im Herzen in bestimmten Momenten. Aber doch, ich denke, nach diesen ungefähr 3 Jahren war ich an einem neuen, greifbaren Punkt im Leben angelangt, einer Wende, an der ich es „geschafft“ hatte.

Ich denke wirklich, Zorn bringt uns nicht weiter. Und noch weniger bringt es uns weiter, wenn wir uns selbst aufgeben. Tut das nicht. Trauert SO LANGE ES EUCH DANACH IST und steht drüber, wenn Euch andere nicht verstehen dabei. Weint und unterdrückt nicht den Schmerz – nur wenn der freigelassen wird, könnt Ihr Euch auch befreien und irgendwann wieder in die Zukunft sehen mit lächelnden Augen. Aber vergeßt auch nicht, daß Ihr Eure Zukunft auch jetzt in den Zeiten des Schmerzes weiter formt! Bleibt trotzdem dran und verbaut sie Euch nicht durch unüberlegte Handlungen.
Das ist meine Meinung und meine Erfahrung. Ich bin ganz gut damit gefahren bislang.

Ich schicke ganz viel Kraft und liebe Grüße!

in-silence
 
Liebe Jette, lange haben wir nichts voneinander gelesen durch meine Forenauszeit.
In diesen Tagen denke ich besonders an dich und frage mich, wie du mit dem Mediengeschehen um Robert Enke zurecht kommst....

Du bist nicht vergessen.

Alles Liebe Christa
 
Liebe Jette, lange haben wir nichts voneinander gelesen durch meine Forenauszeit.
In diesen Tagen denke ich besonders an dich und frage mich, wie du mit dem Mediengeschehen um Robert Enke zurecht kommst....

Du bist nicht vergessen.

Alles Liebe Christa

Hallo Liebe Crista,

es ist schön das Du wieder da bist und danke für deine Worte!

Ja es werden immer noch offene Wunden weitergeöffnet, durch die Situation um Robert Enkes Geschichte...man wird ja zwangsmaessig konfrontiert, selbst wenn durch kein Fernsehen oder Radio...die Gesellschaft um einen herum hat z.Z. nur dieses eine Thema. Ich stehe meistens daneben...wie ein Schatten...kurz da und dann schnell wieder weg. Die eigene kommt Unfähigkeit schiebt sich einen wieder vor den Blick...nein falsch bei Herrn Enkes Schicksal, denn sein Fraiu sagte ja...selbst die Liebe reicht in solch einem Fall nicht aus.

Ich habe gewisse Parallelen sehen können, die Versagens- und Existenzängste...auch mein Partner hatte diese und ist daran gescheitert. Ich verstehe immer mehr, denn ich habe seinen "JOB" übernommen und begebe mich nun langsam aber sicher in diese Richtung. Nur zu gut erkenne ich immer mehr und mehr, was das Ergebis daraus ist.

Ich bin leider nur noch wenig hier, ich weile jetzt oft...auch viel ohne einen Laut...in der IG, habe mich getraut, denn einen negativen Aspekt hatte die Tat meines Partners auf mich.
Schreiten wir weiter in diesem "Overgame".

in-silence hat es mit sehr wahren Worten beschrieben, und manchmal vergessen wir dies. Vieleicht mit diesem Aspekt würde es uns besser gehen, aber das ist ein langer Kampf, und manch einer verliert diesen.

Ich danke Dir nocheinmal😀...ich weiss...ich bin nicht vergessen (Du warst es auch nie), denn auch "Moment" aus dem Terad von Clauidi sagte dies schon indirekt...

Nur das Beste
Jette
 
Hallo, Jette,
wollte nur überschreoben, hab jetzt allls gelöscht.

Melde mich.


Wünsche Dir, Momo, In_Silence,
und allen Trauernden und Traurigen,
und euch allen Lieben

schöne ruhige Weihnachtstage,
Kraft tanken für die nächste Runde..
2010.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat Jette
...na ja, wünschen tu ich mir das schon sehr lange liebe claudi, gezeigt hat dieser gott es bisher...zumindestens bei mir...noch nicht. ich bin ja nicht gläubisch...vieleicht liegst daran!
ein einziges zeichen nur, oder doch auch nur ein gedanke...das wissen zu erhalten, es geht allen gut, wo auch immer sie sein mögen, würde bei mir den lebenswillen höher entfachen...oder eben einfach nur das leben "lebenswerter" machen.


Liebe Jette,
ich habe das aus dem anderen Thread hierher kopiert.

Ich habe mir vorgestellt, wie es sein muß, zu leben, ohne sich sicher zu sein, daß unsere Lieben über uns wachen, genauso wie Gott.
Das wäre mein Ende. WEnn ich denke, ich halte es nicht mehr aus, bete ich,
bitte, bitte, helft mir!!!!!!!!!!!!!
Und dann bekomme ich Zeichen.
Diese Zeichen sind so "klein und unbedeutend", daß ein Mensch, der nicht glauben kann,
sie niemals als solche, sondern als Zufall und Einbildung sehen würde.

Aber man kann dir ja den Glauben daran, daß auch dein Freund immer bei dir ist,
(leider) nicht aufzwingen.
Obwohl ich das am liebsten würde.
Jette, es gibt Gott, es gibt Jesus,
und allen "Toten" geht es gut,
aber sie leiden mit uns mit, weil sie uns sehen und mitfühlen (müssen), wie es uns geht.

Mein Freund sagt mir immer wieder,
STOP Claudia, nein, du heulst jetzt NICHT wieder, ich bin doch da, und du fehlst mir auch.
Zeig mir, daß du eine starke Frau bist. Komm, dieses kurze Leben auf der Erde ist von hier aus gesehen, nur eine Episode.
Bringe es hinter dich, aber du machst mich auch sehr traurig, wenn du es nicht mit etwas Lebensfreude tust.

Jette, das hilft mir inzwischen über die Momente, wo ich denke, mein Herz hält diese Sehnsucht nicht aus.
Insofern, daß ich mich im Vergleich zu vor einem Jahr nicht mehr so total, wie du immer noch, in die Trauer, die Erinnerungen fallen lasse.

Jette, ich könnte nicht weitermachen, wenn ich nicht so spüren würde, daß dein wie mein Freund immer über uns wachen.

Meine Realität sieht natürlich auch so aus, daß ich mich trotz Schlaftabletten niemals ohne laufenden Fernseher einschlafen trauen würde,
ich denke immerzu an meinen Freund,
und wenn ich der nächtlichen und morgendlichen Stille und meinen Erinnerungen so ausgeliefert wäre, wie du es noch immer bist..,
das ist ein Alptraum!!

Ich sage es dir jetzt nochmal:

Ich weiß, daß du nicht alleine bist, Jette,
Gott ist immer da, dein Freund ist auch da,
und würde am liebsten alles ungeschehen machen.
Und am meisten wünscht er sich, daß du ihm verzeihst,
diese verdammten Depressionen hatten die Macht über ihn gewonnen,
es war NICHT ER, der dir das angetan hat!!!
Jette,
ich kann auch trotz meines tausendprozentig sicherem Glauben noch nicht viel besser umgehen damit, daß unser Leben so zerstört wurde,
aber ich kann wenigstens immer wieder die Momente erleben, wo ich spüre und weiß,
daß NICHTS, was wir denken, vorbei ist!!

Jette,
bitte glaube mir,
es gibt diese andere Realität!!!

Und ich werde nicht aufhören, daran zu glauben und versuchen, das in deinen Kopf zu kriegen!!

Weißt du, 1, 2 Jahre sind wohl noch keine Zeit,
um zu erwarten, daß es uns wieder besser geht..

Ich hoffe und wünsche uns,
daß es vielleicht nächstes Weihnachten schon besser aussieht..

Das haben andere vor uns auch geglaubt, daß das Leben zu Ende ist,
und irgendwann ist irgendwas passiert, daß das Leben doch wieder lebenswert wurde.

Also, versuchen wir es bitte erstmal wieder ein Jahr.

Ich umarme dich, ich weine mit dir,
und ja, was haben wir sonst für eine Chance..



Jette, alles wird gut!!!
Und wenn ich dir das sage, die das am wenigsten hinkriegt..,

so gebe ich die Hoffnung darauf nicht auf!

Und du bitte auch nicht!!

Wie gesagt, erstmal EIN Jahr noch, ok?
 

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