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dem Glück/Unglück endlich nahe.....

Liebe Jette, Tage der Erinnerung werden uns immer wieder einholen, lange Zeit knechten und quälen - doch ob wir irgendwann von ihnen frei sein können, ist letztlich unsere Entscheidung. Es kann nur gelingen - auch ich bin ja noch auf dem Weg, aber ich spüre zumindest, dass es diesen Weg GIBT und er ein guter Weg ist -, wenn wir ihn wollen und aktiv betreiben. Denn unser Ja zu diesem anderen Weg gibt letztlich den Ausschlag - zur einen oder zur anderen Seite.
Ich umarme dich und wünsche dir dieses Ja zum Weg innerer Freiheit.

Liebe Grüße Christa
 
Danke liebe quasi,

um diese "Ja" zu finden und zu erkennen, muss ich erst einmal von der Wand (z.Z. noch angelehnt) mich entfernen und den vor mir leicht angedeuteten Weg gehen...leicht schimmernd...leicht wie in der Sommerhitze ein Asphaltweg flimmert...es ist als ob dich von zwei Seiten irgendwelche Kraft anzieht bzw. festhält...die Entscheidung liegt bei mir...nur bei mir..es ist keiner mehr da der mir diese abnimmt.

Sei Du auch umarmt...vielen Dank..aber heute...gerade heute ist wieder einmal der besch....Tage.

Nur das Beste
Jette
 
Schau einmal in unseren "Kummer wegsaufen"-thread hinein.
Natascha hat dort etwas sehr, sehr Bewegendes gepostet, das auch auf deine Situation passt - und das dein Herz berühren wird, wie es das meinige tat.
Schau hinein und lass es auf dich wirken - welch ein Trost und eine Zuversicht. Denn KEINE Not ist zu groß für den, um den es dort geht.
GRAD, wenn solch ein Tag ist wie heute......
Shalom, Jette! Christa
 
Hallo, Jette,
warum meldest du dich nicht mehr, wenigstens mal kurz "hallo".

Ich werde dir auch nicht mehr einreden, raus und unter Menschen zu gehen und das Leben wieder wahrnehmen.
DAS hat bei mir auch nichts gegen diese nicht enden wollende Trauer geholfen.

Aber ich habe es "leichter" als du.
Ich fühle meinen Freund irgendwie immer bei mir. Das kleinste Zeichen erkenne ich,
wenn z.B. nachts mein PC abstürzt, sage ich nicht "scheiße", sondern "danke Hannes, ja, du hast recht, ich sollte besser endlich schlafen". (nur 1 Beispiel)

Ich glaube auch nicht daran, daß eine Trauergruppe oder sonstwas dagegen hilft, bei dir wie bei mir,
aber ich möchte dir nochmal nahe legen, deinem Freund endlich zu verzeihen und es so sehen, wie ich überzeugt bin:

ER sucht den Kontakt zu Dir, sprich mit ihm, und sieh die kleinen Zeichen, die er dir geben kann. Und das sind so viele, wenn du sie nur sehen willst.

Und höre auf, ihn für immer zu bestrafen, daß er dich allein gelassen hat, indem du dein Leben am lebendigen Körper eingehen läßt.
Ja, es erscheint unverzeihlich, was du seit 2 Jahren durch ihn durchleidest,
aber das "Warum"fragen oder das daran verzweifeln...,

NEIN, Jette,
versuche, so zu leben, daß er stolz ist auf die Jette, die er geliebt hat,
er freut sich, wenn du dich hübsch machst, mal wieder befreit bist von deinen (auch Selbstmord-)quälenden Gedanken,
denn er weiß es jetzt inzwischen besser, daß das keine Lösung ist.
Und ich weiß, daß er so denkt und so bereut.

Vergib ihm und versuche, ihm zuliebe, ich weiß, das ist viel verlangt,
aber trotzdem, so wie es nur geht, wieder die liebenswerte und auch mal fröhliche Jette zu sein.

Kein Häufchen Elend, das noch so viele Jahre so dahin fristet.

NEIN, dagegen müssen wir aktiv ankämpfen.

Schmeiß die Coreanagedichte in die Ecke, zieh dich nicht daran runter,
sondern versuche, so wie ich es tue,
nicht in der Trauer zu versinken, sondern die Zeit, bis dies (und ich glaube, das entsteht durch erstmal einfach weitermachen und darauf hoffen, daß alles wieder besser wird) alles wieder besser wird.
Und vielleicht dauert das noch..

Komm Jette, geben wir dem Leben noch eine Chance und uns mehr Zeit,
es wieder als "schön" empfinden zu können.

Vertraue wie ich dabei auf Gott und auf eines der Wunder, die schon so vielen Menschen vor uns den Lebenswillen zurückgegeben haben, die auch dachten, ihr Leben sei zerstört.

Bis bald,
ich denke an dich
Claudia
 
Ihr Lieben - ich lese mit wachsender Trauer, aber auch mit zunehmendem Entsetzen mit.
Jesus sagt einen sehr weisen Satz: "Lasst die Toten ihre Toten begraben und folgt mir nach" - ich denke, er trifft auch mitten in eure Situationen hinein.
Wenn ihr eure Verstorbenen nicht loslasst, wenn sie auch nach ihrem Tod weiterhin euer Leben bestimmen in einer SO weitreichenden Art und Weise, das es mich irgendwie schaudert - Claudia, Hannes hat NICHTS, aber auch rein GAR NICHTS mit deinen PC - Abstürzen zu tun und er KANN und WILL dir nichts damit "sagen"!! -, werdet ihr in eurem eigenen Leben nie ankommen, nie Fuß fassen und nie offen werden für einen Weg ohne die, die ihr geliebt habt und liebt.
Trauer und Schmerz - JA.
Liebe in Erinnerung: JA.
Lebensbestimmung des Hinterbliebenen über den Tod hinaus - NEIN.

Shalom. Christa
 
Liebe Christa,
nein, Loslassen kann und will ich noch lange nicht.

Damit, oder besser, ohne das Wissen, daß mein Freund bei mir ist, könnte ich das überhaupt nicht ertragen.

Und ich habe gestern lange mit ihm geredet, ich hatte ihn "anfangs" gebeten, noch 1 Jahr bei mir zu bleiben, jetzt ist es bald rum, und noch nichts hat sich geändert.

So habe ich ihn gebeten, länger bei mir zu bleiben, und er hat mir gesagt, natürlich läßt er mich nicht allein, solange ich ihn so brauche.

Aber auch, daß ich keine Angst haben soll, und kein schlechtes Gewissen, mein Leben "ohne" ihn wieder irgendwann lebenswert zu finden.
Unsere Verbindung ist unendlich. und er wäre am glücklichsten, wenn er mich wieder froh sehen kann.

Ich kann nicht anders.., aber ich brauche ihn.

Liebe Jette, das habe ich jetzt in deinem Thread der Christa geantwortet,😉, aber wo sonst hätte ich das können,

und ich werde auch nicht mhr darüber reden, ich weiß auch nicht, wie DU das alles empfindest

Seid lieb gegrüßt
Claudia
 
Deine Entscheidung, aber was du/ihr da tu(s)t, hat etwas mit "Götzendienst" zu tun.
Und verhindert eigenes Heil werden und das Wachsen einer eigenständigen, unabhängigen Persönlichkeit.
Christa
 
Hallo Ihr Lieben,

es ist überhaupt nicht schlimm, das Ihr euch über diesen Terad ausstauscht...im Gegenteil für mich doch höchst interessant.

Liebe Claudia,

ich möchte mich hiermit erst einmal entschuldigen...Du hast Recht...ein kurzes "Hallo" hätte genügt. Ich stehe z.Z. beruflich ziehmlich unter Strom...stehe oft neben mir...die Erwartungen an meiner Person werden einfach zuviel..der Druck ist verdammt hoch.

Zu deinem Hinweis wegen Zeichen von unseren Lieben muss ich Dir leider aus 15-jähriger Erfahrung sagen....ICH hatte bisher nicht das Glück gehabt "Zeichen" zu erkennen, auch wenn aus deiner Sicht das Wort fiel "und auch wollen". Ich will und und ich wünsche mir nichts anderes, als so etwas mal zu erfahren...wenn auch nur zur Sicherheit zu wissen..."wir werden uns alle wiedersehen", mir ist dies bisher nicht vergönnt gewesen und das hat bei "Gott" nicht mit wollen zu tun. Du hast Recht mit dem Hinweis des "Verzeihens", darum hat ER mich auch in seinem Abschiedsbrief gebeten...nur muss ich noch sagen auf Grund der Zeit, wie Sie sich bisher gezeigt hat, kann ich es einfach (noch) nicht...mein Verstand...mein logischer Verstand hat es ja schon längst...mein Herz spricht aber einfach eine andere Sprache. Dinge...Taten wo ich einfach die fachliche Kenntnis nicht habe, das wusste er und nicht desto trotz...ER ging einfach...mit dem Gedanken...die "Jette" kommt schon irgendwie durch...ging ja auch früher wo ich noch nicht da war.

Ich merke, und da hast auch Du Recht liebe Claudia, wie mehr und mehr ich in eine Richtung gehe und auch von aussen gedrängt werde, dort endet wie hier schon beschrieben. Mein Beruf macht mir z.Z sehr zu schaffen und ich gelange ebenfalls an meine Grenzen. Auch der finanzielle Druck unseres gemeinsamen Büros...ein Beruf...sehr ungünstig was die emotionale Seite betrifft. Sicherlich, man muss sich nicht den "Schuh" anziehen, dafür ist aber mein Gedankengang einfach nicht konzepiert.

Ja das Leben "danach" ist verdammt schwer, einfach gesagt... fröhlich zu werden...mit dem Gedanken, das dein Partner nicht foh war. Für mich ist seine "Tat" mehr oder weniger eine Ohrfeige...eine Ohrfeige an deine Unfähigkeit zum eigenem Leben und Leben des anderen.

Hätte und könnte ich....aber dies ist vorbei...der Zug ist abgefahren eine zweite Chance wird und will es nicht für mich geben!

Ich umarme euch beide ganz doll und toll das Ihr immer wieder hier zugegen seit!

Nur das Beste
Jette
 
Hallo, Jette, freu mich, was von dir zu hören!!

Ja, es ist für dich ungleich schwerer, zu spüren, daß dein Freund bei dir ist.
Ja, verzeihen können..
Aber er ist bei dir, weil auch er bei Gott ist.

Ich hab dir auch schon mal gesagt, daß ich die Katzenbabies als ein "Zeichen" von ihm sehe.

Ich war gerade gassi, und habe in mich reingehorcht, ob ich mir etwas einbilde, so wie Christa es wohl meinst.

Und NEIN, ich bilde mir nicht ein, daß Gott, Jesus, und mein Freund bei mir sind.
Ich fühle es.

Und wenn ich gleich in die Arbeit gehe, freue ich mich, mit IHM durch die Nacht zu laufen und daß er überall mit mir mitgeht.

Verrückt? Götzendienst?

Ich würde sagen, NEIN.

Das ist mein fester Glaube und das, was ich fühle,
und daran kann niemand "rütteln".

Natürlich überwiegt auch bei mir noch die Verzeiflung, und alles ist mehr oder weniger ein "Durchhalten",
aber das tue ich mit dem festen Glauben daran, daß es irgendwann wieder besser wird.

Liebe Jette, ich hab dir erst letzthin gesagt, daß dies schon so vielen Menschen vor uns passiert ist, die auch gedacht haben, ihr Leben wird nie wieder schön.

Laß uns nicht den Glauben und die Hoffnung verlieren!!

Liebe Grüße erstmal,
nehm dich sanft tröstend in den Arm,
fühl dich geborgen und geliebt, wenn du heute einschläfst.

Deine Claudia
 
Ach liebe Claudia,

natürlich hast Du schon gesagt bzw. angedeutet das die drei "Racker" ein Zeichen von Ihm sein mögen...nur sehe ich das eben nicht so. Für mich ist hier einfach das Schickal seinen Weg gegangen....nur die "Hoffnung" oder "Schönrederei" es könnte von Ihm sein...dafür bin ich einfach zu realistisch. Weist nur als Beispiel...meine Mutter...meine, im Staat anerkannte Adoptivmutter war und ist für mich nicht nur eine Mutter gwesen sondern, wie in so seltenden Fällen unserer heutigen Gesellschaft, eine Freundin....meine beste Freundin..Sie ist mir bisher heut nicht erschienen...(im Gegenteil...weil ich hab Sie mir angesehen...nur wie im Horrorfilm) hat gesagt warum Sie nicht mehr wollte...und ich weiß das Sie nicht mehr wollte...Gott hat mir damals auf meine Fragen auch keine Antwort gegeben, also hab ich dann gedacht....Schicksal...ein Gott gibt es nicht...denn damals nach dem Anruf von Papa habe ich immer im Taxi zum lieben Gott gebetet und habe gesagt bzw. wirklich gefleht.....bitte lieber Gott, lass nichts schlimmes passiert sein (Papa hatte am Telefon gesagt...sie ist im KH gelandet)...aber bereits zu diesem Zeitpunkt war Sie tot!

Bei meinem Freund war es ähnlich....ich hatte es schon einmal beschrieben...alles vorbereitet...am nächsten Morgen find ich alle seine Papiere auf dem Tisch mir gegenüber....finde seine gepackte Tasche auf dem Fussboden und was mache ich? Ich denke mir nischt dabei und fahre zur Baustelle...habe aber dann doch ein komisches Gefühl...rufe Ihn auf dem händy an...immer wieder...alle 5min...nischt..kein rangehen...fahre dann zum Büro und finde erst dann auf dem Tisch den Abschiedsbrief und Angaben, wo ich Ihn finden kann. Vorher war es mir nicht möglich zu reagieren? Wo war "Gott" da?...wo hat "Gott" dort mir Zeichen hinterlassen...Wo hat mir "Gott" überhaupt zeichen gegeben?

Nein liebe Claudia, wir müsen dort alleine durch...wir Menschen...wenn wir nur zusammenhalten...uns Halt geben...uns Zuversicht geben..wir uns an den Händen halten...und gegeneinander ehrlich sind...eine hörere Macht macht dies nicht!

In diesem Sinne
Nur das Beste
Jette
 

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