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Dauerhaft Arbeitslos wegen fehlender Reisebereitschaft?

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Das alleinige verreisen mit fremden Menschen - mir ist noch nicht klar, was das genau bedeutet. Wäre es ok, wenn

a) du ohne Kollegen anreisen würdest, du anonym alleine in einem Hotel übernachten würdest?

b) du pendeln und abends in deinem Bett schlafen könntest?

c) du eine vertraute Person mitnehmen könntest? Oder auch ein Haustier?

d) eine vertraute Person ständig per Internet mit dir verbunden oder erreichbar wäre?

Für jede Variante könnte es eine Lösung geben, vom Wohnmobil bis zur geschickten Ausrede bzw. Begründung gegenüber Kollegen oder dem Arbeitgeber. Oder du lässt dir vom Psychiater für die paar Tage was geben, das Ängste dämpft.
 
Es ist tatsächlich so, dass, je höher du qualifiziert bist, desto eher musst du mal für ein paar Tage irgendwohin.

Ich denke, du solltest das Problem auf zwei Ebenen angehen. Die erste ist die therapeutische. Ich wüsste keinen Grund, warum deine Ängste nicht therapierbar sein sollten. Sie schränken dich massiv ein. Sie erzeugen enormen Leidensdruck. Vielleicht dachte der Therapeut, das sei nicht in diesem Maße der Fall?

Die zweite Ebene ist die eines Attests. Wenn das traumabedingt ist, dann sollte man es dir attestieren können. Und kann es die Möglichkeit geben, dass du an derartigen Veranstaltungen mit Übernachtung nicht oder in anderer Form teilnimmst.

Um dir Mut zu machen: Ich hatte lange Jahre eine panische Angst vorm Autofahren. Nicht gerade das, was man als Mann gerne rumerzählt. Und habe mich bei gut mit Bus und Bahn erreichbaren Unternehmen beworben. Ständig kamen Termine, die ich dann mit dem (Firmen-)Wagen hätte wahrnehmen sollen. Ich habe, so schwer es fiel, gesagt, dass ich das nicht kann. Einmal scheiterte es daran, danach klappt es, wohl halb weil mein damaliger Chef ein netter Mensch war und halb, weil ich echt gut bin, in dem, was ich tue und man mir eine etwas längere Anfahrt zum Kunden schon zugestanden hat.

Bei mir haben sich beide Fragen erledigt, mittlerweile fahre ich Auto, und mittlerweile brauche ich es beruflich gar nicht mehr zu tun. Ich wünsche dir, dass es bei dir genauso gut läuft.

Danke, dass du deine Geschichte teilst. Ich fühle mich jetzt etwas besser und denke, dass es auch immernoch Mittel und Wege gibt 🙂
 
Das alleinige verreisen mit fremden Menschen - mir ist noch nicht klar, was das genau bedeutet. Wäre es ok, wenn

a) du ohne Kollegen anreisen würdest, du anonym alleine in einem Hotel übernachten würdest?

b) du pendeln und abends in deinem Bett schlafen könntest?

c) du eine vertraute Person mitnehmen könntest? Oder auch ein Haustier?

d) eine vertraute Person ständig per Internet mit dir verbunden oder erreichbar wäre?

Für jede Variante könnte es eine Lösung geben, vom Wohnmobil bis zur geschickten Ausrede bzw. Begründung gegenüber Kollegen oder dem Arbeitgeber. Oder du lässt dir vom Psychiater für die paar Tage was geben, das Ängste dämpft.

Es ist leider nur okay, wenn eine vertraute Person dabei ist. Aber besagter Träger wollte das nicht, da es eine „teambildende Maßnahme“ sein sollte..
 
Eine Bekannte arbeitet auch in dem Bereich im ÖD (diverse Ämter) und muss nicht reisen, auch bei der AWO war sie früher mal und musste da nicht reisen.
Bin gerade überrascht, dass das bei diesem Beruf so häufig sein soll?

Ja ich hatte wie gesagt auch nicht damit gerechnet. So, wie es mir gesagt wurde sind die Fortbildungen da, damit irgendwelchen Kram in Sachen Statistik lernen kann. Ich dachte immer, die Quali vom Studium reicht aus- das ich da mehrere weitere Lehrgänge machen soll finde ich sehr schräg.
 
Durch Online-Weiterbildungen.

Sind seit Corona sowieso fast Standard.

@TE
Mich irritieren dieser enge Blick und diese Absolutismen.

Dass in der Sozialen Arbeit natürlich nicht in jeder Tätigkeit Rufbereitschaften oder Reisetätigkeit verlangt werden, sollte klar sein. Und dass Dein Abschluss wegen dieser (falsch angenommen) Voraussetzung nun nichts mehr wert sein soll, ist doch etwas sehr dramatisch.

Auch, dass es keine, keine Lösungs-/ Behandlungsmöglichkeit für Deine Panik geben soll, kann ich mir nicht vorstellen.

Ehrlich gesagt bin ich eher über Deine Befähigung diesen Beruf auszuüben besorgt. Zwingend erforderliche Kompetenzen sind dort differenziertes Denken und Problem- und Konfliktlösungskompetenzen.

Ich finde das etwas schade. Denn: Ich selbst sehe mich als fachlich sehr qualifiziert an und habe dies in meinen praktischen Ausbildungen auch schon mitgeteilt bekommen. Nur weil ich nicht an MEINEN Problemen arbeiten kann, gilt das nicht pauschal für alles!

Was mich sehr stört ist immer dieses: Ja, das muss sein von den Trägern. Bei Corona war das ja auch nicht so und ich glaube Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen. Ich habe viele andere Vorzüge, bin motiviert, ehrgeizig, intelligent und bereits ins Netzwerk involviert. Schwerbehinderte Bewerber müssen sicher auch nicht alles.

Im Endeffekt hab ich jetzt schon ein Tief, da ich nicht weiter weiß. Gefühlt finde ich nichts passendes. Ich arbeite momentan als Schulbegleitung, aber das unterfordert mich halt auch. Ich wollte schon immer gern ins Lehramt gehen, finde aber keine Option zum Quereinstieg.
 
Auch wenn es dir nicht weiterhilft, ich kann das total nachvollziehen.
Ich hatte schon zu Schulzeiten Probleme damit auf Klassenfahrt zu gehen und mit anderen Kindern in einem Raum zu schlafen. Im späteren Leben bin ich zwar noch mehrmals mit anderen in Urlaub gewesen aber jedes Mal nur mit großen Problemen, kaum schlafen zu können.

Ich glaube, dass nicht jeder Arbeitgeber das von dir fordern wird, zumal auch nicht jede Fortbildung so weit entfernt ist, dass du dort übernachten musst, geschweige denn mit Anderen zusammen.

Ich wunder mich aber, dass dies thematisiert wird. Ich kenne es nur so, dass man gefragt wird ob man grundsätzlich an Fortbildungen teilnehmen will. Tatsächlich wurde ich zum Beispiel noch nie gefragt: Sind sie bereit für eine Fortbildung 500 km zu fahren und dort zu übernachten?

Danke das du das ansprichst! Ich finde sowas wird immer nur unter den Teppich gekehrt und wenn man es „nicht kann/gleich so macht“ ist man seltsam. Da die Frage häufig gestellt wird denke ich, nicht alle sind zu sowas bereit. Vielleicht war es bei der aktuellen Stelle auch besonders extrem. Im übrigen kann ich auch nicht in Schichten arbeiten (nachts nicht) und bin deshalb nicht im Kinderheim.
 
Natürlich muss das sein. Einarbeitungsseminare finden meist nicht komplett vor Ort statt sondern zentral am Hauptsitz oder woanders.

Und auch außerhalb der Einarbeitung muss man doch zumindest ab und an mal mit Kollegen aus anderen Städten zusammenkommen.

Das hat nichts mit dem Bereich oder sonstwas zu tun, das ist überall so wo man nicht einfach nur Hilfskraft ist.

Das ist weder überraschend, noch ungewöhnlich.
Lösung: spiel mit offenen Karten, ich würde dir dann allerdings absagen, nur für eine Person kann man nicht das komplett System umkrempeln.

Vielleicht gibt es in deiner Nähe as, was ne kleine Bude bist, die alles selbst machen, dann hast du vlt Glück. Zunehmende Online-Seminare helfe dir zukünftig vlt. auch.

Aber ich weiß nicht wie du dir das vorstellst: als Top-Qualifizierte Person muss dein Chef doch darauf vertrauen können, dass du zumindest in Ausnahmefällen mal reisebereit bist.
 
das ist halt akademisches Arbeiten....
sind es keine Fortbildungen, sind es teambuildings-Prozesse, sind es diese nicht,
sind es Fachtagungen zu neuen Entwicklungen.....
man geht schon davon aus, dass formell Gebildete eben auch resilient und ambiguitätstolerant sind....
ist das nichgt sogar eine pädagogische Konstante, soweit ich mich dunkel erinnere?
 

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