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Dauerhaft Arbeitslos wegen fehlender Reisebereitschaft?

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Es ist tatsächlich so, dass, je höher du qualifiziert bist, desto eher musst du mal für ein paar Tage irgendwohin.

Ich denke, du solltest das Problem auf zwei Ebenen angehen. Die erste ist die therapeutische. Ich wüsste keinen Grund, warum deine Ängste nicht therapierbar sein sollten. Sie schränken dich massiv ein. Sie erzeugen enormen Leidensdruck. Vielleicht dachte der Therapeut, das sei nicht in diesem Maße der Fall?

Die zweite Ebene ist die eines Attests. Wenn das traumabedingt ist, dann sollte man es dir attestieren können. Und kann es die Möglichkeit geben, dass du an derartigen Veranstaltungen mit Übernachtung nicht oder in anderer Form teilnimmst.

Um dir Mut zu machen: Ich hatte lange Jahre eine panische Angst vorm Autofahren. Nicht gerade das, was man als Mann gerne rumerzählt. Und habe mich bei gut mit Bus und Bahn erreichbaren Unternehmen beworben. Ständig kamen Termine, die ich dann mit dem (Firmen-)Wagen hätte wahrnehmen sollen. Ich habe, so schwer es fiel, gesagt, dass ich das nicht kann. Einmal scheiterte es daran, danach klappt es, wohl halb weil mein damaliger Chef ein netter Mensch war und halb, weil ich echt gut bin, in dem, was ich tue und man mir eine etwas längere Anfahrt zum Kunden schon zugestanden hat.

Bei mir haben sich beide Fragen erledigt, mittlerweile fahre ich Auto, und mittlerweile brauche ich es beruflich gar nicht mehr zu tun. Ich wünsche dir, dass es bei dir genauso gut läuft.
 
Es geht mir nur um das ALLEINIGE wegfahren mit fremden Menschen. Ich bin schon mehrmals umgezogen, und war auch schon im Urlaub und zu Hause schlafe ich auch allein. Nur dieser Punkt geht für mich leider einfach gar nicht. Gibt es keine Jobs ohne sowas?
Auch wenn es dir nicht weiterhilft, ich kann das total nachvollziehen.
Ich hatte schon zu Schulzeiten Probleme damit auf Klassenfahrt zu gehen und mit anderen Kindern in einem Raum zu schlafen. Im späteren Leben bin ich zwar noch mehrmals mit anderen in Urlaub gewesen aber jedes Mal nur mit großen Problemen, kaum schlafen zu können.

Ich glaube, dass nicht jeder Arbeitgeber das von dir fordern wird, zumal auch nicht jede Fortbildung so weit entfernt ist, dass du dort übernachten musst, geschweige denn mit Anderen zusammen.

Ich wunder mich aber, dass dies thematisiert wird. Ich kenne es nur so, dass man gefragt wird ob man grundsätzlich an Fortbildungen teilnehmen will. Tatsächlich wurde ich zum Beispiel noch nie gefragt: Sind sie bereit für eine Fortbildung 500 km zu fahren und dort zu übernachten?
 
und wie sollen sich die Menschen in diesen Berufen weiterbilden bzw auf dem aktuellen Stand bleiben?
Durch Online-Weiterbildungen.

Sind seit Corona sowieso fast Standard.

@TE
Mich irritieren dieser enge Blick und diese Absolutismen.

Dass in der Sozialen Arbeit natürlich nicht in jeder Tätigkeit Rufbereitschaften oder Reisetätigkeit verlangt werden, sollte klar sein. Und dass Dein Abschluss wegen dieser (falsch angenommen) Voraussetzung nun nichts mehr wert sein soll, ist doch etwas sehr dramatisch.

Auch, dass es keine, keine Lösungs-/ Behandlungsmöglichkeit für Deine Panik geben soll, kann ich mir nicht vorstellen.

Ehrlich gesagt bin ich eher über Deine Befähigung diesen Beruf auszuüben besorgt. Zwingend erforderliche Kompetenzen sind dort differenziertes Denken und Problem- und Konfliktlösungskompetenzen.
 
In dem Fall ging es um eine Beratungsstelle und die Weiterbildung war irgendwas mit Statistik. Aussage: Als Berufseinsteiger käme das wohl immer auf mich zu…
Ich denke, das ist einfach nicht überall der Fall. Einfach immer weiter probieren. Weiterbildungen gehen sicher oft auch online.
Ich kann auch meinen Bruder fragen. Der wird nächstes Semester fertig (auch Soziale Arbeit) und vielleicht hat er ein paar Ideen für dich.
 
Gibt es keine Jobs ohne sowas?
Ob es solche Tätigkeiten mit deiner Ausbildung gibt, kannst du selbst am Besten beantworten. Nur du kennst genau deine Ausbildung, deine Interessensgebiete.
Da du diese Einschränkung schon seit deiner Kindheit hast, hast du doch vor deiner Ausbildung genau überlegt, ob du die späteren Aufgaben im Beruf damit erfüllen kannst.
Mir z.B. war es mit meinem Berufswunsch, den ich schon sehr früh entwickelt habe, völlig klar, dass ich eine entsprechende Stelle niemals heimatnah bekomme und ich mich nicht auf eine bestimmte Gegend in D beschränken durfte. So kam es dann auch.
 
Eine Bekannte von mir arbeitet bei der AWO und macht dort Migrationsberatung. Die musste noch nie irgendwo anders dafür übernachten, soweit ich weiß. Stelle ich mir bei Behinderteneinrichtungen ähnlich vor. Oder in einer Suchtberatungsstelle. Ich würde es an deiner Stelle weiter versuchen und mich überall bewerben. Gib nicht auf!

Eine Bekannte arbeitet auch in dem Bereich im ÖD (diverse Ämter) und muss nicht reisen, auch bei der AWO war sie früher mal und musste da nicht reisen.
Bin gerade überrascht, dass das bei diesem Beruf so häufig sein soll?
 
Man kann eine EMDR-Therapie machen. Das ist eine Traumatherapie und sicher sind nicht alle Berufe in deinem Bereich mit einer Reisetätigkeit verbunden. Du muss suchen.
 

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