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Das Tier im Menschen sehen

G

Gast

Gast
Hallo

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass ich immer mehr andere Menschen und auch mich selbst als Tiere erkenne. Und das macht mir irgendwie Angst.
Wenn ich beispielsweise nicht verstehe, wieso jemand so und so handelt, dann verstehe ich das auf menschlicher Ebene nicht. Aber ich verstehe es auf der "animalischen Ebene". Wenn ich jetzt zum Beispiel denke, dass in den amerikanischen Gefängnissen die "Rassen" sich separieren: Ich sehe da nicht, dass es eine freie Entscheidung ist, sich zu seiner "Rasse" zu gesellen; es handelt sich vielmehr um einen Instinkt. Darum glaube ich auch, dass Rassismus etwas sehr, sehr Natürliches ist, obwohl ich ihn nicht befürworte. Es ist vielmehr ein Instinkt, um seine allernächsten Verwandten zu schützen.
Oder ein anderes Beispiel: Wenn jemand aggressiv reagiert, dann denke ich nicht, dass der einen schlechten Tag hat, sondern ich sehe einfach einen animalischen Instinkt darin.
Auch bei mir selber sehe ich es: Es gibt eigentlich keinen freien Willen. Wenn ich mich beispielsweise zum Lernen zwingen muss, dann handle ich einfach gegen meinen Instinkt. Der Instinkt sagt: "Bloss nicht zu viel Energie verlieren". Dann muss einfach das "Ich" stärker sein und das Tier in mir besiegen.
Und noch etwas: Ich habe auch erkannt, dass ich nicht Angst vor Menschen habe, sondern vielmehr vor den Tieren in ihnen. Wieso können wir uns eigentlich so sicher sein, dass unser Sitznachbar im Zug nicht gleich über uns herfällt? Gerade letztens bin ich in einem Fahrstuhl mit einem Schwarzen gewesen. Als Mensch hatte ich damit absolut kein Problem, aber das Tier in mir pumpte sofort Adrenalin in meine Adern für eine allfällige Selbstverteidigung.
Wenn Menschen keine Tiere wären, würden sie auch nicht töten, vergewaltigen, sich abgrenzen etc.

Das Problem, das ich jetzt habe ist einfach, dass ich kaum mehr jemanden ansehen kann, ohne gleich an das Tier im Menschen zu denken. Ich glaube auch, dass in letzter Zeit die Instinkte in mir Oberhand gewonnen haben und nicht mehr das "Ich" die Entscheidungen lenkt.
Nun wollte ich fragen, ob jemand so etwas auch schon erlebt hat und ob es vielleicht irgendwie möglich ist, die Erkenntis des "Tier-Seins" wieder zu vegessen.
 
Da Menschen im Gegensatz zu Tieren in der Lage sind (oder sein sollten), ihr Denken und ihr Handeln im voraus zu hinterfragen, sowie eventuelle Konsequenzen ausmachen könnten, glaube ich daran nicht. Das was Du beschreibst, wäre fast so etwas wie eine Entschuldigung für die Menschheit - mit welcher ich gut leben könnte, aber so einfach stelle ich mir das nicht vor.

Zu dem einen Beispiel - "Rassismus": ich glaube gar nicht, dass es so etwas im Tierreich gibt. Das sind schlicht und ergreifend menschliche Gesinnungen. (Oder? 😕 )

Mal sehen, was andere dazu schreiben.
 
Hallo Gast,
Tiere haben doch mehr Eigenschaften als die von dir so
beschriebenen, eher negativ wirksamen. Tiere zerstören
z.B. ihre Umwelt nicht sinnlos, sie vermehren sich im
Zusammenspiel mit anderen Tieren nicht mehr als ein
Gesamtsystem es trägt. Tiere haben also - wie Pflanzen -
eine eigene "Vernunft". Sie geht uns Menschen immer
wieder ab und wir müssen uns unseres Verstandes be-
dienen, da unsere Instinkte hier versagen. Mein Tipp an
dich wäre daher, dass du auch einmal die andere Seite
deines "inneren Tieres" entdeckst als nur die aggressive.
Also mehr deines Möglichkeitenspektrums wahrnimmst
als bisher - und das auch anderen Menschen, egal welcher
Herkunft oder welchen Aussehens, zugestehst. Auf gene-
tischer Ebene gibt es übrigens zwischen allen Wesen der
Gattung homo sapiens kaum Unterschiede und schon gar
nicht solche, die mit der Hautfarbe zu tun haben und die
auf bestimmte Charaktereigenschaften oder Wesenszüge
schließen lassen. Das ist Stand der Wissenschaft, auch
wenn das manche nicht akzeptieren möchten, weil die
alten Vorurteile halt so bequem sind ...

Gruß, Werner
 
Das Problem, das ich jetzt habe ist einfach, dass ich kaum mehr jemanden ansehen kann, ohne gleich an das Tier im Menschen zu denken. Ich glaube auch, dass in letzter Zeit die Instinkte in mir Oberhand gewonnen haben und nicht mehr das "Ich" die Entscheidungen lenkt.

Bist Du vielleicht in letzter Zeit mal gebissen worden ( Vollmond und so ??? )
 
Nun wollte ich fragen, ob jemand so etwas auch schon erlebt hat und ob es vielleicht irgendwie möglich ist, die Erkenntis des "Tier-Seins" wieder zu vegessen.

Scherz beiseite ....
Das Du die animalischen Aspekte des menschlichen Wesens erkennst ist ganz natürlich, denn sie sind Teil unserer Natur.
Daher lassen sich auch viele menschliche Verhaltensweisen aus unserer Entwicklungsgeschichte ableiten.

Es gibt keinen Grund die animalischen Aspekte Deiner Existenz zu vergessen .....
Wenn Du Dich allerdings mit Deinen animalischen Aspekten identifizierst und meinst, diesen Strömungen hilflos ausgeliefert zu sein, dann solltest Du bei Gelegenheit mal einen Psychiater aufsuchen, der Dir den Kopf ein wenig zurecht rückt.
 
Hallo Gast,
Tiere haben doch mehr Eigenschaften als die von dir so
beschriebenen, eher negativ wirksamen. Tiere zerstören
z.B. ihre Umwelt nicht sinnlos, sie vermehren sich im
Zusammenspiel mit anderen Tieren nicht mehr als ein
Gesamtsystem es trägt. Tiere haben also - wie Pflanzen -
eine eigene "Vernunft". Sie geht uns Menschen immer
wieder ab und wir müssen uns unseres Verstandes be-
dienen, da unsere Instinkte hier versagen. Mein Tipp an
dich wäre daher, dass du auch einmal die andere Seite
deines "inneren Tieres" entdeckst als nur die aggressive.
Also mehr deines Möglichkeitenspektrums wahrnimmst
als bisher - und das auch anderen Menschen, egal welcher
Herkunft oder welchen Aussehens, zugestehst. Auf gene-
tischer Ebene gibt es übrigens zwischen allen Wesen der
Gattung homo sapiens kaum Unterschiede und schon gar
nicht solche, die mit der Hautfarbe zu tun haben und die
auf bestimmte Charaktereigenschaften oder Wesenszüge
schließen lassen. Das ist Stand der Wissenschaft, auch
wenn das manche nicht akzeptieren möchten, weil die
alten Vorurteile halt so bequem sind ...

Gruß, Werner


Hallo Werner,
Du hast mir mit Deinem Beitrag Zeit gespart. Bin Wort für Wort Deiner Meinung.
 
ich seh das ganz anders.
ich kann es im gegenteil nicht mehr hören "der mensch ist auch nur ein tier".
nicht dass ich tiere geringer achte als menschen.
eher im gegenteil😱
tiere können ihrem instinkt nichts entgegensetzen...nehm ich zumindest mal an.
ein mensch kann das durchaus. sollte es zumindest können.
und wer das nicht tut, sondern sich von seinen "niederen" instinkten leiten lässt...oder das als ausrede gebraucht... ist schlimmer als jedes raubtier.
 
Wir Menschen töten einen Menschen aus Habgier, Neid, verschmähter Liebe oder Niedertracht.
Ein Tier tötet aus keinem der oben genannten Gründe, es tötet nur zur Nahrungsaufnahme seltener zum Schutz.
Nur beim Schwarzbären ist es erwiesen das auch er aus reiner Mordlust tötet.

Sie führen weder Kriege oder dezimieren sich auf andere unnatürliche Art und Weise,wir Menschen aber tun dies mit wachsender Begeisterung.

Nehme dir einen Rucksack, ein Zelt und alles was du brauchst um draußen zu überleben und gehe für eine Weile in die "Wildnis", da kannst du dann zurück zu den Wurzeln der Menschen und der Natur finden.
Was du aber nicht finden wirst ist die Natur des Tieres, weil du ein Mensch bist mit all seinen postiven und negativen Angewohnheiten.


Wer mit den Wölfen heulen will muss mit ihnen leben
 
Zuletzt bearbeitet:
@TE
Aus deinem Beitrag entnehme ich eine gewisse Angst vor Tieren, wobei es nur wenige Tiere gibt, vor denen man Angst haben muss, die meisten sind harmlos.
 
Hallo Gast,

der Mensch ist auf der Seite der Natur einfach ein Säugetier und auf der anderen Seite ein mit Vernunft, Freiheit und Moral bestücktes Wesen.

Das Tier im Menschen kann uns natürlich gefährlich werden so wie uns ja zB auch gewisse Tiere gefährlich werden können. Besonders übel kann es kommen, wenn sich das Tier mit dem schlechten Anteil des Menschen vermischt, quasi ein böser Mensch mit tierischen Instinkten.

Wir können das nicht ändern. Wir werden immer an die Natur - auch an unsere tierische Natur - gebunden sein. Und das ist auch gut so. Der Mensch kann seinen Wert zeigen im problematischen Umgang mit den Widrigkeiten der Natur.

Die Aufgabe des Menschen besteht unter anderem darin, seine Instinkte durch die Vernunft zu beherrschen. Die Vernunft sagt uns also gelegentlich, dass wir etwas tun sollen, was eigentlich unseren Instinkten widerspricht und sogar Schmerzen bereiten kann. Wir können unsere Instinkte und unsere tierische Natur nicht abschaffen, aber wir können sie kontrollieren.

Man sollte diesen Kampf (zwischen Natur und Vernunft) schätzen und sich darüber freuen, wie gut man sich im Griff hat. Nehmen Sie diesen Kampf auf!
 

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