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Das Studium erfüllt mich absolut nicht

A

Anonym........

Gast
Deine Mutter enttäuschen, wieso?
Will die mit dir etwas kompensieren was sie selbst nie erreicht hat,....
Es geht um dich , deine Zukunft, nicht das was andre wollen.
Menschen sind Säugetiere. Jeder saugt den andern aus.
Du willst Lehrerin werden, da sind es Kinder die dir anvertraut werden.
Kommst mit dir und deinem Leben jetzt schon nicht klar.
Was willst du denen mit auf den Lebensweg geben.
Außer Wissen zu vermitteln ist da mehr zu tun!
Lehrkräfte haben eine große Verantwortung:
In ihrer Hand liegt nicht nur die Bildung von Kindern und Jugendlichen.
Auch müssen sie oft Erziehungsaufgaben übernehmen.
Die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich zu erziehen, zu unterrichten, zu beurteilen und zu beraten.
Hier die TE:
Wie schon geschrieben,hat meine Mutter beim gemeinsamen Essen erwähnt,dass sie stolz darauf ist,welchen Berufswunsch ich habe.Durch einen Abbruch habe ich Angst,sie zu enttäuschen.Sie versucht sicher nicht,etwas zu kompensieren!Meine Eltern haben mich nie zu irgendwas gedrängt,auch nicht zur Matura oder eben zum Studium.Dass ich mit mir und meinem Leben nicht klar komme,finde ich schon etwas gewagt,zu behaupten...bis auf die Situation mit dem Studium ist alles in Ordnung.
 

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Sisandra

Moderator
Teammitglied
BITTE, mach dir bewusst, du lebst nicht um deine Eltern stolz zu machen!!!

Du und nur du musst mit deinem Leben klar kommen und es so gestalten wie es dir entspricht.

Wenn das Studium dir nicht entspricht, dann schlag einen Weg ein, der dir entspricht. Das mag sich jetzt hart anfühlen, ist aber für dich auf Dauer gesünder.
 
A

Anonym........

Gast
Das aller-aller-aller-aller-allerwichtigste in deinem Leben ist: Was DU willst.
Ich weiß, wie heftig die Gedanken sind, ich habe auch mal das Studium abgebrochen bzw. gewechselt.
Wofür brennst du? Warum hast du dich damals für das Studium entschieden? Wegen der Kinder, die du betreust? Wegen der sicheren Arbeit? Was machst du wirklich gerne? Was genau macht dir denn bei deinem Nebenjob so viel Freude?
Hier die TE:
Darf ich fragen,was deine Beweggründe waren,das Studium abzubrechen?
Ich habe mich damals für das Studium entschieden,weil ich in den Sommerferien während der Schulzeit im örtlichen Hort ausgeholfen habe und ich gemerkt habe,dass mir das Arbeiten mit Kindern viel Freude bereitet.Dass es ein sicherer Job ist,war natürlich auch ein Bonuspunkt.Mein jetziger Job ist im Online Marketing Bereich,bei einer großen und bekannten Firma.Was mir hier extrem gut gefällt,ist der Kontakt mit Menschen,telefonisch und persönlich,das „brauche“ ich auch,also ich kann mir nicht vorstellen,in einem Job zu arbeiten,bei dem kein Kontakt mit anderen vorhanden ist.Das Gefühl,wenn ich ihnen helfen bzw sie beraten kann,ist super.Außerdem ist die Materie für mich sehr interessant.Mir gefällt,dass ich viel selbst entscheiden und kreativ sein kann.Das ganze erzählt eine „Krönung“ durch sehr liebe Kollegen.Wie ich die Schule beendet habe,hatte ich nicht wirklich Ahnung,was ich machen möchte.Da meine Schulbildung den Schwerpunkt Marketing hatte,wollte ich eigentlich in dem Bereich arbeiten,da ich mich eben schon immer dafür interessiert habe.Leider,das gebe ich zu,habe ich mich jedoch von meiner Familie (Eltern ausgenommen!) in Richtung Studium drängen lassen.Wieso ich mich für Lehramt entschieden habe,habe ich weiter oben beschrieben.
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Kontakt mit Menschen
das „brauche“ ich auch
Das Gefühl,wenn ich ihnen helfen bzw sie beraten kann
viel selbst entscheiden und kreativ sein
Ohne Dich jetzt gänzlich verwirren zu wollen:

all diese Punkte finden sich doch im Lehramt ebenfalls wieder; ich habe Lehrer im Freundes- und Bekanntenkreis.
Die auf sehr unterschiedlich engagierte Weise an ihren Job herangehen.
Wie kreativ, beratend und entscheidungsfreudig Du das umsetzen würdest, läge in Deiner Hand.

Zur Enttäuschung Deiner Mutter:
Was würde sie empfinden, wenn Du etwas tun würdest, was Dich unglücklich macht, nur um ihr zu gefallen?
Was wünscht sie sich für Dich? Vermutlich, dass Du glücklich wirst?

Ich wäre stolz, wenn mein Kind entscheidungsfreudig, entschlusskräftig, zielstrebig IHREN Weg gehen würde.

Hier gab es auch einen Studiengangwechsel und ich habe nicht nur verstanden, sondern bestärkt, bestätigt, da der Weg für mein Kind richtig war. Das war auch in der Schulzeit schon immer integriertes Thema, mit Begeisterung aufgesaugt, der erste Studiengang hingegen eine reine Vernunftentscheidung und wäre ein Fehler gewesen.

Bei Dir erscheint es mir wegen o. g. Punkte nicht so eindeutig. Die Arbeit im Kindergarten gefiel Dir zudem so gut, dass sie den Ausschlag für Deine Entscheidung lieferte.
Der Lehrberuf scheint mir nicht das Problem zu sein.
Fühlst Du Dich überfordert?

Dass Dir Marketing einfach dennoch MEHR Spaß bereitet, kann ja sein.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Ich lehre an der Uni und habe auch Einblick in das LA-Studium und ich empfinde es als richtig stupide;
bzw. die Inhalte wären passend , wenn sich die Studenten mal richtig damit beschäftigen würden, sie bekommen eigentlich viele Hinweise auf Interessantes,
aber da machen sie nicht weiter. Sie suchen immer nach Abkürzungen und viele Lehrende brechen das soweit runter,dass das Material nur noch aus Skripten und homepages besteht.
Aber:
mit einem LA-Abschluss muss man nicht Lehrer werden. Dieser gilt teilweise alsa genauso qualifizierend wie ein Promotion, zumindest in der Forschung.
Und auch sonst sind LA-Absolventen in Ämtern oder Organsiationen beliebt. Bevor Du abbrichst, beschäftige Dich mal mit Alternativen zum klassischen Lehrerjob.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Irgendwie sind wir auf das Thema "Studium" gekommen und meine Mutter hat gemeint, wie stolz sie doch auf meinen Berufswunsch (Lehrerin) wäre...als wir wieder zuhause waren, war ich total aufgelöst und bin in Tränen ausgebrochen...das war wie ein Schlag

woher soll sie denn wissen, dass du abbrechen willst?
Du weißt ja auch gar niht, ob sie wirklich stolz ist, als Eltern unterstützt man halt die kids und wenn man ein kind hat, welches la studiert, sagt man natürlich, man ist stolz auf das kind.
so what?
du siehst das zu eng. deinen eltern wird es voll egal sein (!) , was du machst, hauptsache, du machst (!) was.
 

~Lain~

Mitglied
Wenn du dir Marketing und Co gefällt, könntest du meines Erachtens auch etwas in diese Richtung studieren, um die Ausbildung zu ergänzen und ggf. mehr Möglichkeiten zu haben. 2 Jahre sind nicht die Welt und 23 ist kein Alter. Wenn es nicht an dem Studium liegt, sondern generell am Studieren solltest du deine Ziele für dich formulieren.
Schlussendlich ist es Teil des üblichen Prozesses, dass man sich irgendwann von den Vorstellungen der Eltern entfernt und bewusst macht, was man selbst möchte. Aus deinen Posts kann ich jedoch kein Interesse am Lehramt herauslesen - zumal das etwas ist, das Verantwortung und Interesse benötigt meines Erachtens nach.

Gleichzeitig würde ich mir bewusst machen, dass es unzählige Studiengänge gibt. Bevor du dich daher entschließt, diesen Pfad komplett aufzugeben, würde ich mich noch einmal sehr genau und konkret informieren.
 

Catley77

Namhaftes Mitglied
Mir stellt sich die Frage: Möchtest du überhaupt LEHRERIN werden?
Denn wenn nicht - dann wechsel den Studiengang oder suche dir eine Ausbildung.
Denn Lehrer, das ist eine Berufung, kein Job!
Aber ich denke, das weißt du.
Ich wollte es immer werden und ich habe diesen Beruf geliebt, bis ich in Rente ging.
Aber das muss man - oder eben andere Wege gehen. Und noch ist doch dazu für dich Zeit, es zu tun!
 
T

TEwiederda123

Gast
Hier die TE:

Erstmal danke für eure Antworten:)

Ich wurde gefragt,ob ich es mir überhaupt vorstellen kann,Lehrerin zu werden.Ganz ehrlich:Ich weiß es nicht...ich weiß es wirklich nicht.Wie Weltkind schon geschrieben hat,gibt es einige,für mich wichtige Aspekte,die auch in diesem Beruf zu finden sind.Trotzdem bin ich absolut unentschlossen und vor allem unsicher...

Letztes Wochenende habe ich mit meinen Eltern gesprochen und quasi die Karten auf den Tisch gelegt.Ich habe ihnen von meinen Sorgen und Zweifel berichtet und sie waren total verständnisvoll.Sie haben gemeint,sie stehen hinter mir und sind auch immer stolz auf mich,egal,was ich mache.Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen...ich habe mir große Sorgen gemacht,dass sie enttäuscht sein könnten,es war jedoch genau das Gegenteil der Fall.Also wenigstens eine positive Sache gibt es zu berichten.

Leider bewege ich mich irgendwie im Kreis,was meinen weiteren Weg betrifft...mein Freund und meine Eltern versuchen,mir so gut es geht zur Seite zu stehen,aber diese Entscheidung können sie mir natürlich auch nicht abnehmen...ich habe sogar Pro und Contra Listen geschrieben...

Völlig verwirrt hat mich folgendes:Ich habe ja das Studium etwas schleifen lassen,da ich so unsicher war bzw immer noch bin.Im Sommer habe ich einige Prüfungen gemacht,viel gelernt und gute Resultate erhalten.Irgendwie verunsichert mich das noch mehr...ich habe gemerkt,dass ich in diesem Studium relativ „leicht“ vorankomme,wenn ich nur genug tue,wobei mir das lernen eben eher leicht fällt.Mein Freund meinte dazu:Bitte mach aber nicht nur deswegen weiter,weil es dir einigermaßen leicht fällt,du musst auch mögen,was du tust.Damit hat er natürlich vollkommen recht,das ist klar.Meinen derzeitigen Beruf liebe ich nach wie vor,dort aufhören kommt für mich auf keinen Fall infrage...

Ich bin so verwirrt und unsicher...
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Dann komme ich jetzt mal mit etwas, womit ich bei Unschlüssigkeit und Verwirrung immer komme.

Versuche mal, Dich auf ein kleines Spiel einzulassen und stelle Dir vor:

Es gibt keinerlei Begrenzungen, Du musst niemandes Erwartungen erfüllen, wirst niemanden enttäuschen, finanziell bist Du absolut abgesichert, es kann überhaupt nichts passieren.
Du würdest morgens gutgelaunt bei Sonnenschein aufwachen.
Du kannst alles tun was Du willst.

Wie würdest Du Dir Dein Leben vorstellen?

Wo siehst Du Dich?
Ist jemand bei Dir?
Wie möchtest Du die Tage verbringen?
Was würdest Du machen?
Würdest Du arbeiten?
Wenn ja, was würdest Du tun?

Träume einfach mal.
 

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