P
primavera7
Gast
Noch eines:
Es gibt auch ein Leben außerhalb der Familie, auch wenn viele sich das nicht vorstellen können (wollen). Dies kann, wenn die sonstigen Rahmenbedingungen (Geld, Gesundheit, Kontakte) stimmen und man die richtige Einstellung dazu entwickelt hat, sogar ein erfülltes sein. Und umgekehrt ist das Leben in einer Familie nicht zwingend eine Glücksgarantie. Das Leben meiner Mutter war ganz sicher nicht glücklicher dadurch, dass sie eine Familie gegründet hat. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wäre es ihr allein viel besser gegangen. Auch ihre letzten Lebensjahre wären in einem betreuten Wohnen in einer (guten!!!) Einrichtung oder in ihrem Haus (z.B. mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch eine freundliche und zuverlässige Polin) mit Sicherheit viel harmonischer, ruhiger und friedlicher verlaufen als im Zusammenleben mit meiner psychisch kranken Schwester. Auch ich fand unser Familienleben und meine Kindheit und Jugend sooo schön nun wirklich nicht. Deshalb ist noch die ganz große Frage, ob ich als Alleinstehende ohne "eigene" Familie wirklich zwingend so viel verpasst habe.
Das Leben mit kleinen Kindern ist sicher schön, kann aber auch äußerst anstrengend sein, mit Pubertierenden gibt es überwiegend Stress und eines Tages sind sie eh aus dem Haus und führen bei normaler Entwicklung ihr eigenes Leben - so what? Zu Ehescheidungs- und Trennungsraten brauche ich wohl nichts auszuführen, auch nicht zum Prozentsatz der Ehen, die im Grunde nur noch auf dem Papier bestehen. Schade, dass es der Gesellschaft eher darauf ankommt, dass die Fassade stimmt, als auf das, was sich dahinter verbirgt.
Sicher gibt es auch Leute, die mit Ehe und Familie wirklich Glück gehabt haben. Die sollten sich dann aber auch der Tatsache bewusst sein, dass dies - genauso wie Gesundheit - nicht ausschließlich ihr eigenes Verdienst ist, sondern immer auch eine gehörige Portion Glück dazu gehört. Wenn die eigenen Bemühungen um Familiengründung, Harmonie und Frieden in der Familie von Erfolg gekrönt werden, sollte dies ein Grund zur Dankbarkeit sein - und kein Grund, auf problembeladene Menschen, denen das Schicksal nicht so gewogen war, herabzuschauen und ihnen das eigene Wohlergehen bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit triumphierend vorzuhalten.
Es gibt auch ein Leben außerhalb der Familie, auch wenn viele sich das nicht vorstellen können (wollen). Dies kann, wenn die sonstigen Rahmenbedingungen (Geld, Gesundheit, Kontakte) stimmen und man die richtige Einstellung dazu entwickelt hat, sogar ein erfülltes sein. Und umgekehrt ist das Leben in einer Familie nicht zwingend eine Glücksgarantie. Das Leben meiner Mutter war ganz sicher nicht glücklicher dadurch, dass sie eine Familie gegründet hat. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wäre es ihr allein viel besser gegangen. Auch ihre letzten Lebensjahre wären in einem betreuten Wohnen in einer (guten!!!) Einrichtung oder in ihrem Haus (z.B. mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch eine freundliche und zuverlässige Polin) mit Sicherheit viel harmonischer, ruhiger und friedlicher verlaufen als im Zusammenleben mit meiner psychisch kranken Schwester. Auch ich fand unser Familienleben und meine Kindheit und Jugend sooo schön nun wirklich nicht. Deshalb ist noch die ganz große Frage, ob ich als Alleinstehende ohne "eigene" Familie wirklich zwingend so viel verpasst habe.
Das Leben mit kleinen Kindern ist sicher schön, kann aber auch äußerst anstrengend sein, mit Pubertierenden gibt es überwiegend Stress und eines Tages sind sie eh aus dem Haus und führen bei normaler Entwicklung ihr eigenes Leben - so what? Zu Ehescheidungs- und Trennungsraten brauche ich wohl nichts auszuführen, auch nicht zum Prozentsatz der Ehen, die im Grunde nur noch auf dem Papier bestehen. Schade, dass es der Gesellschaft eher darauf ankommt, dass die Fassade stimmt, als auf das, was sich dahinter verbirgt.
Sicher gibt es auch Leute, die mit Ehe und Familie wirklich Glück gehabt haben. Die sollten sich dann aber auch der Tatsache bewusst sein, dass dies - genauso wie Gesundheit - nicht ausschließlich ihr eigenes Verdienst ist, sondern immer auch eine gehörige Portion Glück dazu gehört. Wenn die eigenen Bemühungen um Familiengründung, Harmonie und Frieden in der Familie von Erfolg gekrönt werden, sollte dies ein Grund zur Dankbarkeit sein - und kein Grund, auf problembeladene Menschen, denen das Schicksal nicht so gewogen war, herabzuschauen und ihnen das eigene Wohlergehen bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit triumphierend vorzuhalten.
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