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Das Modell Familie am Ende?

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Noch eines:

Es gibt auch ein Leben außerhalb der Familie, auch wenn viele sich das nicht vorstellen können (wollen). Dies kann, wenn die sonstigen Rahmenbedingungen (Geld, Gesundheit, Kontakte) stimmen und man die richtige Einstellung dazu entwickelt hat, sogar ein erfülltes sein. Und umgekehrt ist das Leben in einer Familie nicht zwingend eine Glücksgarantie. Das Leben meiner Mutter war ganz sicher nicht glücklicher dadurch, dass sie eine Familie gegründet hat. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wäre es ihr allein viel besser gegangen. Auch ihre letzten Lebensjahre wären in einem betreuten Wohnen in einer (guten!!!) Einrichtung oder in ihrem Haus (z.B. mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch eine freundliche und zuverlässige Polin) mit Sicherheit viel harmonischer, ruhiger und friedlicher verlaufen als im Zusammenleben mit meiner psychisch kranken Schwester. Auch ich fand unser Familienleben und meine Kindheit und Jugend sooo schön nun wirklich nicht. Deshalb ist noch die ganz große Frage, ob ich als Alleinstehende ohne "eigene" Familie wirklich zwingend so viel verpasst habe.

Das Leben mit kleinen Kindern ist sicher schön, kann aber auch äußerst anstrengend sein, mit Pubertierenden gibt es überwiegend Stress und eines Tages sind sie eh aus dem Haus und führen bei normaler Entwicklung ihr eigenes Leben - so what? Zu Ehescheidungs- und Trennungsraten brauche ich wohl nichts auszuführen, auch nicht zum Prozentsatz der Ehen, die im Grunde nur noch auf dem Papier bestehen. Schade, dass es der Gesellschaft eher darauf ankommt, dass die Fassade stimmt, als auf das, was sich dahinter verbirgt.

Sicher gibt es auch Leute, die mit Ehe und Familie wirklich Glück gehabt haben. Die sollten sich dann aber auch der Tatsache bewusst sein, dass dies - genauso wie Gesundheit - nicht ausschließlich ihr eigenes Verdienst ist, sondern immer auch eine gehörige Portion Glück dazu gehört. Wenn die eigenen Bemühungen um Familiengründung, Harmonie und Frieden in der Familie von Erfolg gekrönt werden, sollte dies ein Grund zur Dankbarkeit sein - und kein Grund, auf problembeladene Menschen, denen das Schicksal nicht so gewogen war, herabzuschauen und ihnen das eigene Wohlergehen bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit triumphierend vorzuhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieviele Frauen in meinem Alter gibt es, die bewußt keine Familie gegründet haben, die keine Familie wollten. In meinem Umfeld ist das die Regel, da hat niemand eine Familie gegründet, für mich wäre das eine völlig fremdartige Vorstellung, dass jemand eine Familie haben könnte.

Ich habe auch bewußt keine Familie gewollt und vermisse auch nichts. Ich habe nicht den Eindruck, dass etwas feht oder dass ich etwas verpaßt habe. Bedauernswert sind die Menschen irgendwo alle, wenn man genauer hinguckt, hat jeder sein Schicksal. Die meisten Menschen sind nicht bereit, das vor sich selber, geschweige denn vor anderen, einzugestehen.

Das Leben hat mich gelehrt, hinzuschauen. Die anderen Menschen sind nicht besser dran. Ich möchte mit niemandem tauschen. Die Fähigkeit, wirklich hinzuschauen und schonungslos ehrlich zu sich selber zu sein, ist das Beste, was einem passieren kann. Für nichts bin ich dem Leben so dankbar wie hierfür.
 
Bedauernswert sind die Menschen irgendwo alle, wenn man genauer hinguckt, hat jeder sein Schicksal. Die meisten Menschen sind nicht bereit, das vor sich selber, geschweige denn vor anderen, einzugestehen.

Das Leben hat mich gelehrt, hinzuschauen. Die anderen Menschen sind nicht besser dran. Ich möchte mit niemandem tauschen. Die Fähigkeit, wirklich hinzuschauen und schonungslos ehrlich zu sich selber zu sein, ist das Beste, was einem passieren kann. Für nichts bin ich dem Leben so dankbar wie hierfür.

Wenn man sein Leben betrachtet, so ist es wohl fast immer so, dass es einem noch besser oder noch schlechter gehen könnte. Dieser ständige Vergleich mit anderen scheint mir allerdings ein ziemlich sinnloser und destruktiver Weg zu sein. Also ich habe ja den Verdacht: solange man sich ständig mit anderen vergleicht, kultiviert man ein gewisses eigenes Defizit.
 
Wenn man sein Leben betrachtet, so ist es wohl fast immer so, dass es einem noch besser oder noch schlechter gehen könnte. Dieser ständige Vergleich mit anderen scheint mir allerdings ein ziemlich sinnloser und destruktiver Weg zu sein. Also ich habe ja den Verdacht: solange man sich ständig mit anderen vergleicht, kultiviert man ein gewisses eigenes Defizit.

Eben, die Vergleiche bringen nichts. Jedes Schicksal ist einzigartig. Jedes Leben muss auf seine ganz besondere Weise angegangen werden. Das macht es schwer, aber es macht es auch spannend. Es ist gerade die immense Verschiedenheit der Individuen, welche die Menschheit als Ganzes so überlebensstark gemacht hat.
 
Letztes Jahr schrieb ich:

Gegen eine echte Emanzipation von Frau und Mann (gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, gleiche Rechte usw.) ist nichts einzuwenden.
Nur das was Rockefeller mit seiner Stiftung realisiert hat, hat damit leider nichts zu tun.
Auch Alice Schwarzer hat im Endeffekt nicht die Emanzipation erreicht, sondern intakte Familien zerstört.
Übrigens wurde Frau Schwarzer auch von einem Superreichen finanziert (langjährige Millionenförderung durch Mäzen Jan Philipp Reemtsma).
Was diese Oberschicht damit erreicht hat, ist ein System das dazu dient die Bevölkerung arm zu halten. Und Frauen weltweit geht's so schlecht wie noch nie (sie werden erniedrigt, vergewaltigt, müssen für Hungerlöhne in Textilfabriken und auf Feldern arbeiten, werden mißbraucht und ausgebeutet, während die Frau Schwarzer sich die Taschen mit Millionen vollstopft).
Die haben uns alle verarscht.
Und sie wollen uns immer mehr und mehr überwachen.
Drohnen wollen sie jetzt unter dem Vorwand zivile Nutzung bzw. Transport von Postpaketen in jeder Gemeinde einsetzen. Dass jede Drohne mit Kameras versehen sein wird und in jedes Fenster reinschauen kann, brauche ich nicht zu erwähnen.
Als nächstes haben sie vor, jedem Neugeborenen so eine Art Chip unter die Haut zu implantieren damit jeder Bürger überwacht werden kann wo er sich gerade befindet und was er gerade denkt.
Ich habe Angst Kinder in diese Welt zu setzen, nur damit sie dann zu Arbeitssklaven einer Oligarchie werden, sprich zu kontrollierten Robotern.

Da muss mich jetzt korrigieren.
Frau Schwarzer stopft sich nicht ihre Taschen mit Millionen, die sie von Hr. Reemtsma und den anderen superreichen Männern bekommt.
Sie legt diese Millionen in der Schweiz und anderen Steueroasen an, s. die aktuelle Meldung hier:

Alice Schwarzer räumt Fehler mit Schweizer Konto ein

Also liegt das Geld nicht in ihren Taschen, sondern im Ausland. 😉
 
Heute sind mir in der Fußgängerzone mal wieder sehr viele Rechtsanwaltskanzleien (darunter überproportional viele für Familienrecht), psychologische und auch noch viele zahnärztliche Praxen aufgefallen.

Bei den letzteren ist klar: In Deutschland isst man viel Schokolade. Und man ernährt sich generell ungesund.

Aber warum gibt's extrem so viele Familienanwaltskanzleien und psychologische Praxen?

Diese Industrie übernimmt die Aufgabe, die in jedem normalen Land der Welt Familien zugeteilt ist, und verdient sich dumm und dämmlich. Offenbar ist die Nachfrage sehr hoch.

Man könnte meinen, diese Industrie dient dazu Probleme zu lösen, aber nein, ganz im Gegenteil: es wird nur noch schlimmer und jährlich gehen immer mehr Menschen zu diesen "Helfern". Wenn intakte Familien als Modell ach so schlecht sind und Selbstverwirklichung außerhalb einer Ehe Frauen glücklich machen soll, warum sieht man dann auf deutschen Straßen kaum eine lächelnde und zufriedene Frau, aber in asiatischen Ländern, wo es noch Rückhalt der Familie gilt, strahlende Frauen?

Man hat in Deutschland eine egoistische Gesellschaft "erzeugt". Nehmen gilt cooler als geben.

Die Menschen sind kaputt, die Psychologen und Anwälte doktern daran für viel Geld rum, aber besser wird es nicht.

Was meint ihr, wie lange kann sich ein Land so eine kaputte Bevölkerung leisten? Und wo wird das enden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn intakte Familien als Modell ach so schlecht sind und Selbstverwirklichung außerhalb einer Ehe Frauen glücklich machen soll, warum sieht man dann auf deutschen Straßen kaum eine lächelnde und zufriedene Frau, aber in asiatischen Ländern, wo es noch Rückhalt der Familie gilt, strahlende Frauen?

Wären die Familien intakt bräuchte man auch keine Hilfe bzw, würde sich nicht trennen. Die Zahl der Angebote steigt aufgrund der gestiegenen Nachfrage. Heutzutage gestehen sich immer mehr Menschen ein mit ihren Problemen nicht alleine fertig zu werden und suchen sich Hilfe. Früher wäre so etwas ein Tabu gewesen. Was nicht bedeutet, dass die Familien früher glücklicher waren. Im Gegenteil.

Asiatische Länder stehen in ihrer gesellschaftlichen Entwicklung was den Bruch mit alten Konventionen und Tabus angeht weit hinter Ländern wie Deutschland. Probleme und negative Emotionen werden nicht nach außen getragen. Darum auch das ständige, oft gestellte, Lächeln.
Sie sind zudem mehr kollektivistisch ausgerichtet. Das Wohl der Gruppe steht somit über dem des Individuums.
Mit all den dazugehörigen Begleiterscheinungen.

Wer tatsächlich immer noch denkt Selbstaufgabe zum "Wohle" der Familie wäre ein schützenswertes Gut, sollte dringend mal seine Wertvorstellungen updaten.
 
Heutzutage gestehen sich immer mehr Menschen ein mit ihren Problemen nicht alleine fertig zu werden und suchen sich Hilfe.

Die älteren Generationen hatten nicht weniger Probleme, und nein, das war kein Tabu sich Probleme zu gestehen. Ich kann mich daran erinnen dass meine Großeltern ihre Probleme offen angesprochen bzw. keineswegs verheimlicht haben. Der Unterschied war nur dass sie nicht mit jedem kleinen Problemchen gleich zu Psychologen rannten. Und was soll ich sagen, sie waren glücklich mit ihrem Leben und ihrer Familie.
 
Na wenn man eine intakte Familie hat, ist ja alles klasse.
Kommt man aber aus einer furchtbaren Familie (in welchem Sinne auch immer), braucht man manchmal jemanden, der einen anleiten kann wie man aus den gelernten Mustern ausbrechen kann.
Was soll daran falsch sein?
Ich bin froh, dass mir jemand hilft.
 
Die älteren Generationen hatten nicht weniger Probleme, und nein, das war kein Tabu sich Probleme zu gestehen. Ich kann mich daran erinnen dass meine Großeltern ihre Probleme offen angesprochen bzw. keineswegs verheimlicht haben. Der Unterschied war nur dass sie nicht mit jedem kleinen Problemchen gleich zu Psychologen rannten. Und was soll ich sagen, sie waren glücklich mit ihrem Leben und ihrer Familie.

Was für tief persönliche Probleme waren das denn, die sie so offen angesprochen haben? Aber wieder mal ist das natürlich eine ziemlich alberne "Beweisführung". Zu welchen Psychologen hätten deine Großeltern denn gehen sollen als sie jünger waren? Psychologie und Psychiatrie war bis in die 90er in der breiten Öffentlichkeit nur eine Sache für "Verrückte" und ein Stigma und bei vielen ist das heute noch so.

Woher weißt du eigentlich so genau wie sich deine Großeltern tief in ihnen drin wirklich gefühlt haben? Weil sie immer gelächelt haben und freundlich waren? Die Menschen haben früher von klein auf gelernt die Fassade um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Selbst wenn es bei deinen Großeltern anders gewesen sein sollte, wären sie lediglich die Ausnahme von der Regel.
Außerdem vieles was früher als "normales Verhalten" angesehen wurde ist nach heutigen Maßstäben nicht mehr tragbar. Es war ja schließlich auch völlig unproblematisch und normal seine Kinder zu schlagen.

Aber Jemandem, der Selbstverwirklichung von Frauen außerhalb der Ehe als Problem ansieht braucht man ja eh nix erzählen. Hoffnungslos.🙄
 
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