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Das Modell Familie am Ende?

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Doch ich kann mitreden.

Ich lebte 52 Jahre ohne Familie und den Rest lebe ich mit Familie.
 
Und wie wir hier gelernt haben, können Leute mit Freunden und mit Familie gar nicht beurteilen oder auch nur ansatzweise nachempfinden, wie es ohne Freunde und Familie ist. Deshalb können sie da auch gar nicht mitreden und dürfen sich dazu auch nicht äußern, es sei denn, sie würden ausdrücklich darum gebeten. 😉 Das Leben ohne "eigene" Famile und Freunde ist eine so einzigartige, unvergleichliche Erfahrung, die nur derjenige zutreffend beurteilen kann, der diese Erfahrung höchstpersönlich gemacht hat. Nichts anderes reicht an diesen Zustand heran. 😀

Leute, die keine Familie haben, dürfen zum Thema Familie nur dann etwas sagen, wenn sie gefragt werden, und dann dürfen sie selbstverständlich dazu auch nur Positives sagen. Wenn sie etwas Kritisches sagen, spricht der reine Neid und die Mißgunst aus ihnen.

Leute mit Familie und Freunden können nicht beurteilen, wie ein Leben ohne ist, aber sie erkennen klar und deutlich, dass die Betroffenen selber schuld sind.

Wie schnell kann alles weg sein im Leben, der Partner, die Kinder, der Beruf, die Gesundheit, die Freunde... Das machen sich viele Leute gar nicht klar, wie fragil alles im Leben ist - es ist verdammt fragil, es ist so fragil, dass es Angst macht.
 
Wie schnell kann alles weg sein im Leben, der Partner, die Kinder, der Beruf, die Gesundheit, die Freunde... Das machen sich viele Leute gar nicht klar, wie fragil alles im Leben ist - es ist verdammt fragil, es ist so fragil, dass es Angst macht.
Und dann geht der Katzenjammer los. Dann sind die vormals größten Angeber diejenigen, die sich als erste einen Strick nehmen, weil sie sich für bleibende Werte nie interessiert haben. Wie kann das Schicksal nur zu ihnen so grausam sein, wo sie doch immer so toll und unwiderstehlich waren und immer alles "richtig" gemacht haben? Schicksalsschläge, Leiderfahrungen? Das war doch immer nur was für die Doofen, nicht Gesellschaftsfähigen, in den unteren Ligen Spielenden, mit denen man sich besser erst gar nicht abgab...
 
Und dann geht der Katzenjammer los. Dann sind die vormals größten Angeber diejenigen, die sich als erste einen Strick nehmen, weil sie sich für bleibende Werte nie interessiert haben. Wie kann das Schicksal nur zu ihnen so grausam sein, wo sie doch immer so toll und unwiderstehlich waren und immer alles "richtig" gemacht haben? Schicksalsschläge, Leiderfahrungen? Das war doch immer nur was für die Doofen, nicht Gesellschaftsfähigen, in den unteren Ligen Spielenden, mit denen man sich besser erst gar nicht abgab...

Ja ja, das Leid kommt zu den schlechten Menschen, die negativ denken, die egoistisch sind, die dumm sind, die nicht so schlau und reif sind wie die Glücklichen... In dieser Einbildung leben tatsächlich viele Leute, das kann ich oft gar nicht glauben, wie oft so gedacht wird, da sind die Menschen wie verwöhnte Kleinkinder, und sie sind ahnungslos wie die, die meinen, dass die Erde eine Scheibe sei.

Vor Leid und Unglück kann man sich nicht schützen. Es kommt, wenn es kommen will, und niemand kann es aufhalten. Wer zu lange gelacht hat, hat am Ende nichts mehr zu lachen. Wenn das Schicksal treten will, dann tritt es, egal, wie man gelebt, egal, wie man sich ins Zeug gelegt hat.

Mit einigen Leuten habe ich aus den genannten Gründen kein Mitleid gehabt als diese vom Schicksal getreten wurden. Es hat mich kalt gelassen. Und wenn man Übung hat mit dem Leid, dann ist man tatsächlich im Vorteil. Man ist einen großen Schritt weiter. Das ist durch nichts zu ersetzen.
 
Das Leben in einer Familie ist im Wesentlichen "Kampf", Kompromisse sind von Nöten, auch unangenehme. Das ist auch in der Tierwelt so.
Wer sich das nicht antun will* und deshalb allein bleibt, ist selber Schuld. Oder?

FG Gelinda

*egal mal ob bewußt oder unbewußt, ob "nicht kann" oder "nicht will"
 
Super Thema!

Bin froh zu lesen dass ich anscheinend nicht die Einzige bin die diesen Verlauf bemerkt...

Es ist grauenvoll…

Ich werde dann weiterlesen 🙂

VG
 
Ja, grauenvoll, wenn man nicht vor jeder Familie in Ehrfurcht erstarrt....
Wir wissen doch alle, wodurch Kinder entstehen, nicht wahr? Ist das eine Leistung? 😀
 
Also meiner Erfahrung nach ist das Alleinsein nicht so schlimm wie das Leben in einer destruktiven Familie. Familien, wo dauernd Streit ist, Gewalt an der Tagesordnung ist waren für mich furchtbar. Das habe ich früher oft erlebt wenn ich wo war, deshalb habe ich selber schon als Kind Angst vor dem Familienleben bekommen.

Mütter, die dauernd schwadronierten, wann das Kind wieder die nächste Tracht Prügel bekommt, und das in Gegenwart von Gästen, haben mich das Fürchten gelehrt. Da taten mir die Kinder voll Leid. Da war es bei mir zu Hause immer noch besser, obwohl ich auch nicht glücklich war.

Ich bin Jahrgang 1965, und in meiner Altersgruppe haben sich sehr viele Leute bewußt gegen eine Familie entschieden. Ich habe auch den subjektiven Eindruck, dass die jungen Menschen es heute sehr schwer haben. Ich glaube, ich würde mit einer eigenen Familie in ständiger Angst leben.

Natürlich habe ich Respekt vor jenen, welchen ein einigermaßen akzeptabeles Familienleben gelingt.
 
Ja, grauenvoll, wenn man nicht vor jeder Familie in Ehrfurcht erstarrt....
Wir wissen doch alle, wodurch Kinder entstehen, nicht wahr? Ist das eine Leistung? 😀

Also, wenn die Leute ihre Erziehungsarbeit wirklich gut machen, ihre Kinder als eigenständige Individuen respektieren, ihnen den nötigen Halt geben auf dass diese zu gesunden, stabilen und lebenstüchtigen Menschen heranwachsen, dann habe ich da schon Respekt vor.

Diese Aufgabe dürfte schwerer sein als man denkt, zumal die meisten Leute aus ihrer eigenen Kindheit erhebliche Traumata, Belastungen und unglückselige Prägungen mitbringen. Das ist das Tragische daran, dass die Leute von ihrem eigenen Leben so sehr gezeichnet sind, dass ihnen die Kräfte fehlen und sie ihr Elend an ihre Kinder weitergeben.

Es ist ein Teufelskreis.
 
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