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Das Modell Familie am Ende?

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Ich sage mir immer, denken kann man, was man will, aber manches behält man besser für sich. Mit den Jahren entwickelt sich eine gesunde Distanz zu allem, die das Leben leichter macht. Da läßt man andere einfach anders sein und gut ist. Ich sage mir immer, ich habe diese Welt nicht geschaffen, und ich werde sie auch nicht retten können. Das befreit. Bei der Erkenntnis geht es mir richtig gut.
 
Ich sage mir immer, denken kann man, was man will, aber manches behält man besser für sich.
Ja. Ist wohl besser so.😀 Oder man tauscht sich mit Gleichgesinnten darüber aus.

Da läßt man andere einfach anders sein und gut ist.
Stimmt. Mit Leuten, die ein völlig anderes Leben führen als man selbst, gibt man sich besser gar nicht erst großartig ab. Gegenseitiges Verständnis kann man da sowieso nicht erwarten. Am besten sucht man sich Leute, die sich in einer vergleichbaren Lebenssituation befinden, und bleibt unter sich. 😉
 
Mit Leuten, die ein völlig anderes Leben führen als man selbst, gibt man sich besser gar nicht erst großartig ab. Gegenseitiges Verständnis kann man da sowieso nicht erwarten. Am besten sucht man sich Leute, die sich in einer vergleichbaren Lebenssituation befinden, und bleibt unter sich. 😉
Finde ich gar nicht. Klar, gibt es Leute, bei denen man sich am Kopf kratzt. Aber es gibt auch Verschiedenheiten, bei denen einem ein Licht aufgeht. Kann dann auch Kopfkratzen sein, ist aber eben erhellend am eigenen Schädel.

Kopf natürlich vorausgesetzt. 🙂
 
Das "früher waren die Kinder kreativer und nicht so verwöhnt" ist ein typischer Satz von Erwachsenen.
Ich bin zwar kein Kind mehr, aber noch relativ jung und ja, ich bin mit Gameboy und Co aufgewachsen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht fähig bin kreativ draußen zu spielen. Da ist immer sehr viel schwarz-weiß Malerei dabei.
Auch bekommen die, die noch Kinder sind in unserer Familie sehr viele Geschenke und teilweise auch sehr teure Sachen. Sie sind aber eben trotzdem nicht abgehoben. Wenn du erzählst, dass die Milch 85 Cent kostet oder dass dieses und jenes 2 Euro gekostet hat, machen sie immernoch große Augen und sagen "Das ist aber viel Geld".
Wie gesagt, viel schwarz- weiß Malerei, aber die Mehrheit der Kinder wird dazwischen liegen. Aber, wie sagt man so schön bei uns, "früher war ja angeblich eh mehr Lametta" 😀
 
Ja. Ist wohl besser so.😀 Oder man tauscht sich mit Gleichgesinnten darüber aus.

Stimmt. Mit Leuten, die ein völlig anderes Leben führen als man selbst, gibt man sich besser gar nicht erst großartig ab. Gegenseitiges Verständnis kann man da sowieso nicht erwarten. Am besten sucht man sich Leute, die sich in einer vergleichbaren Lebenssituation befinden, und bleibt unter sich. 😉

Das würde ich vielleicht nicht ganz so eng sehen. Zwischen dir und mir z.B. gibt es ja auch große Verschiedenheiten von der Lebenssituation her, und doch verstehen wir uns hier doch wirklich gut, und es gibt eine Menge Verbindendes. All die vielen Leute, die ich hier kennen lerne, sind immer wieder anders, jedes Schicksal ist da einzigartig. Wichtig sind Toleranz und Verständnis, niemand darf sich überlegen fühlen, und Aufschneidereien jeder Art sind ganz daneben.

Was ich sehr aufschlussreich finde ist, dass Leute in anderen Lebenssituationen oft die gleichen Probleme haben wie ich. Das bringt mich zum Nachdenken, ich erkenne, dass die Ursachen tiefer liegen. Gerade das verbindet mich mit den Menschen.

Aber es gibt natürlich Zeitgenossen, die einem definitiv nicht liegen und nicht guttun. Das wird immer so sein.
 
Genau. Wir alle stammen ja aus einer Familie, haben also durchaus eigene Erfahrungen damit gemacht, und spätestens als Erwachsener erkennt man, was die Eltern bei der Erziehung geleistet (oder manchmal auch: sich geleistet 😉) haben. Es ist deshalb eine äußerst dümmliche, primitive Einstellung zu glauben, Kinderlose könnten da nicht mitreden. Letztlich Hilflosigkeit und mangelnde Kritikfähigkeit, weil einem keine gescheiten Argumente einfallen oder man sich als Mutter oder Vater nicht gern kritisieren lässt von Leuten, die das Ganze aus einer gewissen emotionalen Distanz heraus und daher mit mehr Objektivität betrachten können.

Als Kind hast du deine Welt mit der Fähigkeit, die Kinder ihrer Entwicklungsstufe gemäß mitbringen, wahrgenommen. Du kannst sicherlich beurteilen, ob du dich geliebt gefühlt hast oder im Vergleich mit anderen gut behandelt wurdest.
Was du als Kind jedoch sicherlich nicht konntest, das war die Erwachsenenwelt in ihrer Gänze zu begreifen (denn diese hat sich Kindern naturgemäß noch nicht wirklich erschlossen) mit all ihren Verantwortlichkeiten, Zwängen, Gefühlen und Gedanken.
Was ein Kind ebenfalls nicht kann, das ist ein Perspektivwechsel. Das muss es auch nicht können, schließlich hat es erstmal andere Dinge zu lernen.
Das heißt - eine nachträgliche Betrachtung ist lückenhaft, aufgebaut auf den unvollständigen Wahrnehmungen des Kindes. Zumindest, wenn es darum geht aus der Sicht des Kindes die damalige Erwachsenenwelt im Perspektivwechsel zu betrachten.

Hinzu kommt der Aspekt, dass es für JEDEN Menschen nahezu unmöglich ist, sich wirklich in Situationen einzufinden, die er noch nicht erlebt hat. Und das ist auch gut so. Empathie und verstandsmäßiges Verständnis in allen Ehren, sie haben jedoch ihre Grenzen. Wäre man in der Lage alles wirklich empathisch nachzuempfinden, würde man wahrscheinlich verrückt werden. Verstandsmäßig sind einem da eh Grenzen gesetzt, weil es die Mitempfindung ausschließt.

Dies ist auch beim Onkologen so. Sicherlich weiß er die medizinischen Details, das sollte er auch. Sicherlich weiß er um das Leid der Patienten. Wenn er jedoch nicht selbst mit einer solchen Krankheit und dem drohenden Tod konfrontiert war in seinem Leben, dann wird er nicht genau nachvollziehen können, was dies emotional und existentiell für diese Menschen heißt. Das muss er auch nicht wirklich, seine Aufgabe ist eine andere.

Es ist egal um was es geht. Frage Selbständige - dir wird nahezu jeder sagen, dass er/sie es sich in dem Ausmass nicht vorgestellt hat. Frage Menschen, die sich neuen Lebenssituationen gestellt haben, die meisten sind überrascht, was alles auf sie zukam womit sie nicht gerechnet haben. Das Selbe ist mit dem Kinderkriegen.

Du meinst von außen be-(ver-)urteilen zu können. Und das ist nicht in diesem Ausmaß richtig.
Du möchtest geachtet werden als Kinderlose. Ich habe niemals Kinderlose missachtet. Ich weigere mich jedoch auch von jemanden, der keine Kinder hat, missachtet zu werden, weil ich eines habe und damit mein Leben naturgemäß anders verläuft.
 
Die wenigsten Menschen sind heute noch partnerschaftsfähig. Wer tut oder unternimmt schon etwas dem anderen zuliebe, wozu er selbst keine große Lust hat? Damit fängt es doch schon an. Oft - wenn auch natürlich nicht immer (!) - sind die Frauen diejenigen, die zuviel geben, die Männer dagegen diejenigen, die zuviel nehmen.

Welcher Mann würdigt es denn, wenn die Frau z.B. einen Tisch schön gedeckt oder ein leckeres Essen gekocht hat? Oder wenn sie den Mann mit einer sonstigen Kleinigkeit überrascht hat? Kommt da irgendetwas zurück? Denkt sich der Mann mal was Nettes für die Frau aus, weil es ihr - nicht immer nur ihm - gefallen könnte? Meist wird an allem herumgemault. Der Mann fläzt sich auf dem Sofa herum und tut im Haushalt keinen Handschlag. Oder nur, wenn es vorher deswegen Krach gegeben hat. Das Essen wird einfach in sich reingeschaufelt. Auf gute Manieren oder ein nettes Tischgespräch hat man keinen Bock. Mit der Körperpflege nimmt man es auch nicht so genau. Und dann ist die Frau noch die angeblich Zänkische. Interesse an gemeinsamen Unternehmungen gleich Null, wenn es nicht das ist, was den Mann total vom Hocker reißt. Man👎 lässt sich einfach gehen. Man👎 erscheint und geht, wann und wie es ihm gerade passt. Egal, ob Wochenende oder Feiertag ist, egal, für wie viele Personen die Frau eingekauft hat. Und erwartet obendrein, dass die Frau dabei noch immer gut gelaunt sein soll und keine Kritik an seinem Verhalten üben darf. So können Gleichgültigkeit und Abneigung gezüchtet werden. Warum sollte man da als Frau überhaupt noch Interesse an einer Beziehung haben, die sie bis zur Erschöpfung strapaziert?

Jetzt werden einige Frauen behaupten: Doch, mein Mann tut das alles für mich. Okay, vielleicht sind diese Frauen jung und entsprechen dem gängigen Schönheitsideal. Dann mag das eine Zeitlang so sein. Aber auf Dauer? Nach meinen Erfahrungen glaube ich daran nicht mehr. Ich glaube eher, dass die meisten Frauen sich hormonell bedingt Partnerschaft und Familie schönreden. Für ältere Frauen sind Männer meist nur noch eine Belastung, die ihnen nicht guttut und ihnen nur faule Kompromisse abverlangt.


Klingt interessant.

Aber warum war und ist das in unserer Familie anders?

Liegt es vielleicht daran, dass wir noch nicht so westlich dekadent sind?

Und wir haben schon einen Enkel der auch bei glücklichen Eltern, Tochter und Schwiegersohn, aufwächst.
 
Aber warum war und ist das in unserer Familie anders?

Liegt es vielleicht daran, dass wir noch nicht so westlich dekadent sind?

Und wir haben schon einen Enkel der auch bei glücklichen Eltern, Tochter und Schwiegersohn, aufwächst.
Schön für dich. Wahrscheinlich sind die, die keine guten Erfahrungen mit Familien gemacht haben, einfach nur zu doof und zu hässlich, eine glückliche Familie zu gründen. Zufrieden?
 
Schön für dich. Wahrscheinlich sind die, die keine guten Erfahrungen mit Familien gemacht haben, einfach nur zu doof und zu hässlich, eine glückliche Familie zu gründen. Zufrieden?

Das ist das Vorurteil, welches wir schon von den Freunden her kennen: Wer keine Freunde hat, ist selber schuld und ein schlechter Mensch.

Aber das Leben ist komplizierter, da gibt es immer ein komplexes Geflecht und Ursachen, und es spielen Zufall, Schicksal und Glück mit. Und jedes Leben ist einzigartig, unvergleichlich. Pauschalurteile sind völlig fehl am Platz.

Meiner Erfahrung nach sind die Leute mit Familien weder glücklicher, noch besser als die ohne. Es sagt nichts über den Wert des Menschen und nichts über die Lebensqualität aus, ob man Familie hat oder nicht. Es gibt auch unglückliche Familien.
 
Das ist das Vorurteil, welches wir schon von den Freunden her kennen: Wer keine Freunde hat, ist selber schuld und ein schlechter Mensch.
Und wie wir hier gelernt haben, können Leute mit Freunden und mit Familie gar nicht beurteilen oder auch nur ansatzweise nachempfinden, wie es ohne Freunde und Familie ist. Deshalb können sie da auch gar nicht mitreden und dürfen sich dazu auch nicht äußern, es sei denn, sie würden ausdrücklich darum gebeten. 😉 Das Leben ohne "eigene" Famile und Freunde ist eine so einzigartige, unvergleichliche Erfahrung, die nur derjenige zutreffend beurteilen kann, der diese Erfahrung höchstpersönlich gemacht hat. Nichts anderes reicht an diesen Zustand heran. 😀
 
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