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Das Maximale aus seinem Leben herausholen

@F ini
Ist in D. Die Vor-Vorpächter haben das Objekt in meinem Alter wegen zu viel Stress gegen ein anderes, kleineres Pachtobjekt getauscht.
Hab aber ganz andere Konzept- und Finanzierungsideen. Der Bedarf ist definitiv da, mal abwarten, wie sich die Situation für die Gastronomen in 2024 mit dem "neuen", alten USt-Satz entwickelt.
Tatsächlich denke ich, dass dieses Objekt irgendwie auf mich wartet. Klingt komisch, ist aber so.
Mach das. Wenns nicht zu weit weg von meinem Apfelland ist, komme ich dich besuchen.
 
Wir als - mehr oder weniger - Selbständigen-Haushalt werden, trotz Altersvorsorge, sowieso noch recht lange arbeiten müssen. Finde ich aktuell auch nicht schlimm. Als Mausschubser geht ziemlich lange was, so lange das Gehirn noch ordentlich funktioniert. ;-)
 
Ich lasse mich wahrscheinlich auch früher Pensionieren. Ich rechne mit dem weiterleben für 10-15 Jahre, je nach Luxus leben oder nicht. Dann ist meine Kohle aufgebraucht.
Aus dem Arbeitsumfeld raus zu kommen ist wahrscheinlich für die meisten kein Vergnügen, weil da die neue Realität beginnt. Die meisten werden weiter buckeln müssen.
Es gibt aber vielleicht tatsächlich Menschen, für die ihre Tätigkeit nicht tägliches nerviges "Buckeln" darstellt, sondern die Freunde an ihrer Arbeit haben. Für mich ist das, was ich tue, im Moment noch deutlich spannender als die Aussicht, als Pensionärin meine Zeit totzuschlagen.
Wie sieht denn die "neue Realität" von Rentnern aus? Wer kein Hobby, keine Interessen oder keinen stabilen Freundeskreis hat, findet sich da schnell in einem Loch wieder.
 
Wie sieht denn die "neue Realität" von Rentnern aus? Wer kein Hobby, keine Interessen oder keinen stabilen Freundeskreis hat, findet sich da schnell in einem Loch wieder.

Wenn ich nichts mit mir und meiner Zeit anfangen kann, ist das in jedem Alter schwierig. Der Job hilft dann vielleicht, das vor sich selbst zu verschleiern und sich abzulenken.
Da folgt im Alter dann natürlich das Loch.

Ich mag meine Arbeit, aber ich brauche sie nicht, um meinen Tag so zu füllen, dass es mir gut geht.
Wäre das so, würde mir das Altern bzw. die Rentenzeit vermutlich Angst machen.

Etwas für sich zu finden, ein Hobby, Ehrenamt, soziale Kontakte, Interessen, die auf gute Weise das Leben füllen, es bereichern, finde ich sehr wichtig.
 
Ich verstehe tatsächlich den Ansatz nicht, warum ein Job mir angeblich dabei helfen muss, vor mir selbst zu verschleiern, dass ich nichts mit mir und meiner Zeit anzufangen weiß.

Wir können unsere Tage vielleicht alle mit Selbstverwirklichung füllen, Malen, Golfen, Tennis, Wandern, Stricken, oder was auch immer. Wäre das das Maximale für unser aller Leben? Und dann?

Lohnabhängige Arbeit erfüllt im Allgemeinen durchaus einen Zweck für die Allgemeinheit. Und ich schätze, der eine oder die andere muss einfach dieses Land am Laufen halten.
 
Ja, ich denke, dass es das ist, was ich möchte.

Ansonsten habe ich keinen nennenswerten Plan.

~~~

Zu meiner Person:

Ich bin ein 47-Jähriger Taiwanese, der in Deutschland geboren wurde. Zurzeit mache ich beim Berufsförderungswerk eine Reha-Vorbereitung. Wenn das alles klappt, mache ich anschließend eine Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten.

~~~

Was macht ihr so?


Mittlerweile definiere ich dieses "alles heraus holen" als 3stündige Meditation bei absoluter Stille.....aber ich bin auch 60 Jahre alt.
 
Ich verstehe tatsächlich den Ansatz nicht, warum ein Job mir angeblich dabei helfen muss, vor mir selbst zu verschleiern, dass ich nichts mit mir und meiner Zeit anzufangen weiß.

Wir können unsere Tage vielleicht alle mit Selbstverwirklichung füllen, Malen, Golfen, Tennis, Wandern, Stricken, oder was auch immer. Wäre das das Maximale für unser aller Leben? Und dann?

Lohnabhängige Arbeit erfüllt im Allgemeinen durchaus einen Zweck für die Allgemeinheit. Und ich schätze, der eine oder die andere muss einfach dieses Land am Laufen halten.

Naja, wer meint, das Land am Laufen zu halten müssen im Rentenalter, kann das so sehen. Das erfüllt dann eben den Zweck, sich nützlich und gebraucht zu fühlen.

Ich denke an die Sorte Rentner, die nur Arbeit als Lebensinhalt kannten (manche denken auch, sie seien in ihrem Job wichtig und hielten die Firma am Laufen; zu sehen, dass man ersetzt wird, ist dann schwer) und nach Renteneintritt ein großes Vacuum in ihrem Leben vorfanden. Dass das runterzieht, finde ich logisch.

Sieht man da vorher schon genauer hin, kann man den Renteneintritt planen und vorbereiten, damit es leichter und schöner wird, z.B. vorher bereits nach einem passenden Ehrenamt Ausschau halten, eine kleine Selbständigkeit aufbauen; wofür es aber wieder Interessen oder Hobbys braucht.

Das Maximale - es ist ja nicht nicht geklärt, welches Maximum hier im Strang gemeint ist.
Jeder hält etwas anderes für sein persönliches Maximum.
Ich brauche bei nichts das Maximum, obwohl ich manche Extreme mag, jedoch nicht bis zum Maximum.
Ich bin völlig zufrieden mit einem langweilig normalen Leben, in dem ich mir kleine Abenteuer verschaffen kann, wenn mir danach ist, ohne das Maximale anstreben zu müssen und wollen, in keinem Bereich.

Daran ändert sich auch mit Renteneintritt nichts für mich. Mir ist gal, ob ich Geld für etwas bekomme, das ich gerne tue oder nicht, wenn ich eine andere Geldquelle (Rentenbezug) habe.
Dann mache ich trotzdem, was mir Spaß macht, sofern ich noch kann.
Und da gibt's Vieles. Auch weniger Anstrengendes, Ruhigeres als das, womit ich bisher meine Brötchen verdiente; aus gesundheitlichen Gründen baue ich das gerade etwas um, Verlagerung zu schonenderen Aufgaben. Und das wird sich weiter verändern, immer nachjustiert werden müssen, egal, ob Geld im Spiel ist oder nicht.

Ohne verschiedene Interessen ginge es beruflich gar nicht mehr bei mir, dann hätte ich bei nachlassender Leistungsfähigkeit kein Standbein mehr.
Dann wäre da nichts mehr. Und dann tut sich ein Loch auf.
Wie bei denjenigen Angestellten/Arbeitern, die außer ihrem Job keine Interessen usw. haben und in Rente gehen.
Deshalb ist es gut, rechtzeitig einen Plan zu haben für diese Zeit.

Wo die einen sich auf Ruhe und Zeit für ihre Interessen, Hobbys, Freunde, Reisen, Gartenarbeit und/oder in den Tag hineinleben freuen, lechzt ein anderer nach dem Gefühl, gebraucht zu werden. Für ihn ist ein Plan und Vorbereitung viel wichtiger, um das drohende Loch zu umgehen.

Ich tue gerne etwas, ob gegen Entgelt oder ohne spielt letztlich keine Rolle, ich chille aber auch gerne. Beides brauche ich nicht bis zum Maximum.
Ich glaube, jetzt hab' ichs:
Entspannte Ausgewogenheit.
Das ist für mich erstrebenswert.
Nicht das Maximum.
 
An dem Gefühl gebraucht zu werden, liegt mir persönlich überhaupt nichts. Wenn wir nicht noch superreich erben, werden bei uns auch noch einige Sachzwänge geben, dass wir weiter arbeiten. Und wir sind beide Menschen, die, wenn das Umfeld stimmt, Spass an der Arbeit haben. Meine Hobbies übe ich auch heute schon aus. Trotzdem bleibt noch Zeit zum chillen. Fairerweise muss ich aber gestehen, dass wir beide nur eine halbe Stelle haben plus derzeit noch 1 Selbständigkeit. Da ist die Zeiteinteilung für die Arbeit deutlich flexibler als bei einem 9 to 5 Job.
 

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