Es ist sicher doof den Job nicht bekommen zu haben, aber anderseits kannst du a) stolz auf dich sein dass du ehrlich warst und b) bist du drumherum gekommen bei so einem Idioten zu arbeiten - ich schätze dass wenn jemand (also dieser Chef) so argumentiert, dann hättest du u. U. womöglich auch wegen irgendeiner anderen Kleinigkeit oder Banalität Probleme in dem Laden bekommen und wärst schnell "entbehrlich" gewesen, insofern war es, nüchtern betrachtet, vielleicht gar kein sooo großer Verlust. 😉
Ich habe da auch einmal etwas markiert.
😉
Das muss kein Idiot gewesen sein, sondern nur ein Mensch, der in seiner Rolle als Chef kein Verständnis für so ene Situation aufbringen kann oder aus welchen Gründen heraus auch immer aufbringen möchte.
Der Gedanke, er sei ein Idiot, der bringt einen ja innerlich noch ehr "auf die Palme" und ist somit nicht hilfreich. Feindbilder schaffen, das macht agressiv und fördert auch die Agressionsbereitschaft des Gegenübers.
Ich meine, es ist doch schlichtweg so, dass auch ein Chef gucken muss, mit welchen Persönlichkeiten er selber kann und seine anderen Mitarbeiter im Betrieb klarkommen können. Dafür hat er sich auch nicht zu rechtfertigen.
Indem er sagte, er sei nicht die Wohlfahrt, hat er sich schon verletzend ausgedrückt, aber man kann es auch so sehen: besser jetzt als später. Wenn er den Ton auch nicht trifft, gibt es später unangenehme Reibung in der Kommunikation und in den Arbeitsabläufen Probleme. Damit wäre dann ja niemandem gedient.
Der Mann ist also kein Feind, sondern er hat sich ungeschickt verhalten.
Ob er wirklich intolerant gegenüber Menschen mit Problemen ist, selbst das weiss keiner. Die Situation war nur ene Momentaufnahme.
Und Tine, wenn Du ihm später, evtl. auch in anderen Arbeitszusammenhängen begegnest, dann wäre es sicher gut, wenn Du ihm mit Vorsicht ja, aber auch noch mit dem Respekt begegnen kannst, den er schon alleine als Mensch verdient. Dafür ist es wichtig, dass Du Dich im Nachhinein nicht auch noch bedroht oder als ganze Person abgelehnt fühlst, sondern verstehst, er hat aus eben irgendwelchen Gründen so gehandelt. Verstehen heisst nicht, dass Du seine Art und seine Entscheidung gut heisst. Aber trage es ihm nicht nach mit Groll, sondern sehe es als seine Grenzssetzung. Und Du, lasse Dich nicht auihalten, eben eine andere Stelle zu suchen. :blume:
Du musst beruflich einiges drauf haben, sonst wärest Du nicht in die Bewerbung gekommen. Sieh' das doch einmal so.
🙂
Und einem Chef die Wahrheit sagen oder nicht. Manches zu sagen ist wichtig (wenn es die Betriebsabläufe betrifft) und anderes geht ihn schlichtweg nichts an, ist privat.
Chefs hören in Bewerbungsgeprächen mit nicht nur 2 Ohren.
😉 Und manches hören Chefs nicht gerne und bedauern es sogar manchmal, wenn sie eine Absage erteilen müssen. Da kann es machmal Sinn machen, noch ein zweites Mal nach zu haken. (Wie das jetzt bei Deinem einst ja potentntiellen Chef ist, weiss ich nicht.) Ich möchte nur sagen: vergesse nicht, Chefs haben auch ihre Aufgaben, sind Menschen und nicht selten, da sieht man sich auch noch aus Zufall ein zweites Mal. Ist ja nicht ausgeschlossen.
Dann muss man sich zueinander verhalten können.
Denkst Du dann wenn Du ihn z.B. an einer neuen Arbeitsstelle siehst, weil er evtl. en Gespräch mit einer neuen Chefin hat, er ist ein Idiot, bringt Dich das hoch und bestätigt eine evtl. vorgefasste Meinung von Dir. - Und schon sitzt Du in einer Spirale von Angst.
Und Du möchtest ja nicht mehr so schnell ausrasten.
Schau, das lässt sich lernen, dass Du da geschickter wirst und das geht eben nur durch Erfahrung, reflektierte Erfahrung.
Mehr in sich selber zu ruhen, das ist sicher auch ein Ziel.
LG auch an Dr. Rock
Landkaffee