Dann hast du bei der Auswahl deiner Arbeitsplätze den richtigen Riecher gehabt. Die TE hatte das nicht, sonst stünde sie jetzt nicht vor einem Problem. Gerade wenn finanziell nicht ganz so gut aufgestellt ist, sollte man sich das besonders gut überlegen, bei wem man einen Arbeitsvertrag unterschreibt.
Das mit dem Riecher ist so eine Sache. In der Privatwirtschaft habe ich erlebt, dass Firmen ehrlicher sind, weil sie es nicht gebrauchen können, wenn sie X erzählen und wissen, dass Y auf den Bewerber wartet und der Bewerber nach kürzester Zeit wieder geht, wenn er beschissen wird, umgekehrt ist es so, wenn der Bewerber sich schöner verkauft als er leisten kann, fliegt er auch schneller wieder raus. Im öff. Dienst habe ich die Erfahrung gemacht, dass denjenigen, die die Stellen besetzen müssen, eher daran gelegen ist, einen guten Bewerber zu bekommen (im Zweifel überhaupt jemanden), und gern auch mal das blaue vom Himmel erzählen, obwohl sie wissen, dass da eine mieserable Stelle auf den Bewerber wartet, die man intern nicht besetzen konnte, weil einfach jeder weiß, was ihn erwartet, der schon dort arbeitet, man auch weiß, ist der Bewerber erstmal da, ist da wenigstens eine Wahrscheinlichkeit, dass er die Stelle erstmal "belegt" und man wenigstens den Stellenplan erfüllt hat als Vorgesetzter.
Häufig kommt dann was anderes, die typischen Floskeln der Ausschreibungen "Fortbildungsmöglichkeit", "Flexible Arbeitszeiten" sind dann oft nichts mehr wert, aber es ist auch keiner ernsthaft betroffen, wenn auf der Stelle jemand schnell wieder aufhört, dann hat man halt wieder den Prozess der Ausschreibung am Backen und der Kram bleibt wieder liegen.