Soooo.. hier muss ich jetzt doch noch ein paar Worte schreiben, denn jemand verhielt sich hier nicht wirklich nett.. nämlich ich.
@Nessuno: Bei Dir muss ich mich erst mal ganz lieb entschuldigen....😱 Bitte nicht böse sein, ich habe da gestern ziemlich überreagiert, eigentlich nicht meine Art. Ich bin einfach im Moment sehr dünnhäutig und da habe ich die Worte einfach in meinen wirren Hirnwindungen falsch angenommen. Ich weiß, dass Du mir nur helfen möchtest....
@BaM: Ich danke Dir für die Worte. Ja, so habe ich das auch immer gesehen, es hilft sehr, einfach die Gedanken niederzuschreiben, etwas von meinem inneren Schmerz möglicherweise mitzuteilen. Denn wenn ich Dinge schreibe, dann kann ich in dem Moment auch meine Gedanken ordnen. Und das hilft doch sehr. Dennoch muss beachten, dass das hier immer noch ein öffentlicher Bereich ist, das heißt ich muss bei allem, was ich schreibe mit jeder Reaktion rechnen und klarkommen, die darauf erfolgt. Etwas, das mir gestern leider nicht gelungen ist....🙁
@Archeo: Auch Dir danke ich, denn genau so ist es. Einfach nur schreiben, meinen ganzen Schmerz aus mir herausschreiben hilft mir einfach besser als alles andere. Und es ist ja nicht so, dass sich bei mir nichts ändert, nein, es ändert sich ganz viel. Im Moment bin ich sogar so weit, dass es mir grundsätzlich hin und wieder ziemlich gut geht. Aber meine Angst und Depression kommt leider immer wieder durch. Und genau das ist der Moment, in dem ich so etwas schreibe...😱
@lostsouls: Ja, das hier ist mein Platz, um meine Gedanken einfach ungefiltert zu schreiben. Es tut gut, so einen Ort zu haben, an dem man dies tun kann. Und die Gedanken hier drücken immer meine inneren Gefühle aus. Dies ist die einzige Stelle im ganzen Forum, an der ich bisher vollkommen ungefiltert und ohne darüber nachzudenken geschrieben habe, normalerweise achte ich wesentlich mehr auf das was ich schreibe. Deswegen drücken die Texte hier auch immer nur eine direkte 'Momentaufnahme meiner Gedanken' aus, ohne Erklärung von Ursachen und ohne Filter durch irgendwelche Bedenken, die ich normalerweise habe, Dinge zu schreiben.
Generell ist der Schreibstil hier in diesem Thread ein anderer, als an allen anderen Stellen hier im Forum. Ich habe das Problem, dass - wenn es mir wirklich richtig schlecht geht - ich keine klaren Worte mehr formen kann. Ich kann meinen Zustand dann nicht mehr erklären. Und ich kann ihn dann auch niemandem mehr mitteilen, da ich keine erklärenden Worte mehr formulieren kann. Es ist, als wenn mir jemand gegenüber steht, mich fragt, wie es mir geht und ich plötzlich vollkommen stumm bin.
In diesen Momenten - oft von tiefster Verzweifelung - kann ich dann meine Gedanken nur noch auf eine einzige Art und Weise formulieren, nämlich direkt. Und das tue ich in diesem Thread an ganz vielen Stellen. Ich schreibe nicht mehr überlegte Worte, die mich beschreiben, ich schreibe nur noch das, was ich fühle, und zwar genau so wie ich es fühle. Der Mensch denkt und fühlt in Bildern. Und ich beschreibe nur noch diese Bilder, die in mir sind. Ich kann es nicht erklären... es ist zu wirr, wie mein Hirn funktioniert.
Und - wie ich hier beobachte - führt dass dann dazu, dass diese direkte Beschreibung meiner Gefühle offensichtlich auch meinen Geisteszustand in Frage stellt. Dem möchte ich auch nicht wiedersprechen, denn ich leide seit dreißig Jahren unter mehr oder minder starken Depressionen und Angstzuständen, teilweise so stark, dass ich das Haus nicht mehr verlassen kann, teilweise so schwach, dass es mir niemals jemand anmerken würde.
Der Ruf nach einem Therapeuten verhallt bei mir nicht ungehört. Aber es ist auch nicht so einfach. Ich habe Angst vor Menschen, Angst vorm Telefonieren, sehr große Angst davor, eingesperrt zu sein.... Da ist die Terminabsprache mit einem Arzt eine sehr große Hürde. Und die Stunden im Wartezimmer schaffe ich meistens nicht, sobald ich irgendwo 'eingesperrt' bin, d.H. nicht gehen kann wann und wohin ich will, gerate ich ziemlich schnell in Panik.
Das hat bei dem letzten Therapeuten dazu geführt, dass ich nach der Wartezimmerfolter so durch war, dass vernünftige Gespräche gar nicht mehr möglich waren. Damit verlief das im Sande.
Auch meine letzte Therapie, das ist ettliche Jahre her, endete für mich ziemlich fies, der Therapeut meinte damals zum Abschluss, dass meine Ängste nicht heilbar sind und ich niemals ein normales Leben führen können werde, niemals normal arbeiten kann, niemals einem Menschen nahe kommen werde. Hat mich nicht sehr aufgebaut damals, diese Therapie.
Und ich habe danach, nach einigen Jahren, in denen ich diese Isolation gelebt habe, offensichtlich doch einen Weg gefunden, diesen lieben Arzt lügen zu strafen, zumindest teilweise, habe ein Leben gefunden, das ich Leben kann, so nah an dem, was viele Menschen als 'normal' bezeichen' wie möglich.
Leider ist mein Verhältnis zu Therapeuten dadurch nicht das Beste. Ich weiß natürlich, dass das Ausnahmen sind, die mir passiert sind und diesen Satz meine ich so, wie ich ihn schreibe, keine Ironie. Aber das ändert ja nichts an meiner Angst davor. Dazu kommt, dass ich irgendein nicht näher bestimmtes Kindheitstrauma mit einem Arzt hatte, meine Mutter hat das schon öfters angedeutet. Aber näher möchte sie da auch nicht drauf eingehen. Ärzte sind für mich Angstgestallten, ich gehe ihnen so weit es geht aus dem Weg. Leider. Ich würd's ändern, wenn ich's einfach könnte.....🙁