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Burnout oder doch nur Flucht vor der Realität weil Zukunftsangst?

Bei mir verlief es stufenweise bis zum Totalzuammenbruch. Erstemal bin ich zusammengebrochen, Da habe ich 2 Umzüge innerhalb von Zwei Monaten gewuppt. Dazu Phychoterror durch meinen Ex und Stress auf Arbeit. Im Juli kam der Schlaganfall , wo ich mich gottseidank selber rettete, aber nach 7 Wochen ja wieder "fit" war. 8 Wochen gearbeitet dann ging nichts mehr . Habe mich freiwillig in die Phychatrie einweisen lassen, wo ich dann nochmal nach einer Woche komplett zusammenbrach.
Ich mache jetzt ja auch schon eine Weile Therapie , aber es hilft nicht wirklich. Habe es endlich gelernt Stuktur zu halten, was aber heute wieder bewiesen hat, sobald es nicht nach Plan läuft, es schwer nach hinten los ging. So wunderte ich mich heute, das ich den ganzen Tag müde war und mein Kreislauf total am Boden ist.
Ich hatte vergessen sämtliche Tabletten zu nehmen und stellte es erst um 17.00 Uhr fest, sodass ich den Notarzt anrufen musste um Rat zu erhalten. Jetzt hatte ich eben die Nase voll und habe mir nach Ewigkeiten mal eine Flasche Rotwein aufgemacht.
Man kann doch nicht auf alles verzichten. Ich kann nicht tanzen gehen, nicht allein in die Sauna und alle Freizeitbeschäftigungen muss jemand in der Nähe sein. Manchmal habe ich echt kein Bock mehr , noch in diesem Zustand zu leben. Das schlimme ist , wenns einen gut geht , überschreitet man Grenzen und somit ist der Rückschlag vorprogrammiert.

Bei mir muss es eine krasse Veränderung geben . Habe eh nichts mehr zu verlieren , bin ja im Dezember sogar gekündigt worden.
 
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zurück zur Fragestellung:

wenn Dir etwas an der Freundschaft liegt, solltest Du Dich mit ihr zu einem ruhigen Gespräch unter vier Augen verabreden, wo ihr open end habt zum Reden.

Ich wünschte, ich hätte so ein Gespräch mal mit meinem Ex-Freund auf gleicher Augenhöhe geführt.... vielleicht wären wir dann jetzt nicht getrennt.... wer weiß. So ein Gespräch kann jedenfalls Fremd- und Eigenwahrnehmung aufdecken.

Es ist wichtig, dass Du in eurer Beziehung/Freundschaft auch auf Deine Bedürfnisse achtest. Denn Deine Freundin hat ja nicht Krebs oder so was, ihre Krankheit ist sehr gut heilbar. Du brauchst Dich ihr eigentlich nicht viel anders als sonst gegenüber verhalten.

Meine Psychologin meinte: es ist immer wichtig, den Menschen so nehmen zu können wie er ist und darauf zu schauen, wie er JETZT lebt. Ich rede häufig von der Zukunft und was sich alles ändern wird und so was ist einem Umfeld eines Burnoutkranken häufig zu viel.

Unrealistische Träume bringen also niemanden weiter. Träume aber generell schon. Wenn Du also glaubst, dass Deine Freundin Hilfe von Dir bräuchte, frage sie doch einfach mal was sie denkt und was sie sich gerade von ihren Freunden wünscht.

Und tatsächlich ist es schon eine relativ krasse Diagnose, so dass es vollkommen normal ist, dass der Freundeskreis durcheinandergewirbelt wird. Allerdings sehr schade, wenn die Freundschaft so eine Krisenzeit nicht übersteht......
 
Vielen lieben Dank für Eure Beiträge.
Das hört sich alles schon sehr krass an. Ich werde jetzt mal ein bisschen darüber nachdenken und hoffentlich finde ich eine Position dazu, und weiß dann, wie ich weiter mit meiner Freundin umgehen soll...
Was mich aber natürlich auch beschäftigt: man kann ja raushören bei Euch, dass ihr euch alle verändern wollt. Ist ja auch klar, wenn das Leben, wie ihr es bisher führtet, evtl. auch Ursache der Krankheit ist. Dann muss man sich ja verändern.
Aber wenn sich Freunde wirklich stark verändern in kurzer Zeit, und man selbst ändert sich ja nur in Maßen, weil man gerade keinen Grund hat, sein Leben umzukrempeln, dann kann man sich ja auch gar nicht anpassen. Denn normalerweise ist es doch so, dass man sich zusammen mit seinen Freunden ändert. Man wird älter, schließt Ausbildungen ab, steigt ins Berufsleben ein, gründet Familie...wenn man etwa gleichaltrige Freunde hat, tritt man ja auch in etwa immer gemeinsam in neue Lebensphasen ein und kann das daher auch immer gut verstehen.
Das ist vielleicht auch eine Schwierigkeit bei Burnout (oder ähnlichen Krankheiten).
 
Man muss sein Leben ändern, weil es garnicht mehr anders geht. Und durch diese Veränderung , verändert sich auch der Freundes,-und Bekanntenkreis. Ich lerne im Moment ganz tolle positive denkende Menschen kennen , schätzen und führe auch viel Gespräche mit denen. Das war vorher selten der Fall. Ich kenne ganz tolle Leute, dardurch das ich in der Öffentlichkeit gearbeitet habe , aber jetzt verkehre ich auch halt privat mit denen . Ich fange an mich weiterzubilden , weil vorher keine Zeit war. Ich werde meine Arbeit, wenn es irgend wann mal wieder eine gibt, nach meiner Freizeitbeschäftigung ausrichten. Z.B habe ich mich zu einem Malkurs angemeldet, worauf ich mich schon wahnsinnig freue . Das wäre vor einen halben Jahr aufgrund meiner Schichtarbeit unmöglich gewesen. Und einen guten Rat Naivesgör, warte nicht darauf das deine Freundin sich bei dir meldet, sondern melde du dich bei ihr und frage, auif was sie Lust hat . Und versuche es nicht zu ändern, sonst bist du sie bald ganz los. 😉 Nehme sie so an, wie sie eben ist.
 
Hallo Katrin,

ich finde, das hört sich wirklich gut an bei dir. 🙂 Und das hast du sehr schön beschrieben. Und ich finde mich erneut wieder in dem, was du beschreibst. Genauso ist es bei mir auch, ganz neue Erfahrungen treten in mein Leben ein. Alles wird durcheinandergewirbelt.

Ein Burnout kann durchaus auch eine Chance sein, trotz all dem damit verbundenen Leid, das ich damit nicht geringschätzen möchte. Wahrscheinlich dauert es auch eine ganze Weile, bis die damit verbundenen Erschöpfungszustände aufhören. Da muss man wohl viel Geduld haben, die ganzen Veränderungen sind ja kein Pappenstiel. Und endlich auch mal eigenwillig sein zu können, bei all dem zuvor gelebten zwanghaften Perfektionismus, der oft gar nicht meiner war, das macht ja manchmal inzwischen durchaus Spaß. 😛
 
😉 Ich habe in den letzten Wochen wirklich hart an mir gearbeitet und werde es die nächsten Wochen /Monate auch weiterhin tun. Und jetzt ernte ich eigentlich nur noch. Erstmal die kleinen Rübchen und irgend wann die Loorbeeren. Davon bin ich überzeugt und glaube daran. . Heute habe ich aus freien Stücken eine Bewerbung auf ein Stück Papier gesetzt. Ganz genau und ehrlich formuliert . Ich denk nur so kann ich ans Ziel kommen. Um einen guten Job zu bekommen , muss man ich nicht viel können. Man muss wissen was man will und vorallem klein anfangen. Und da ich ein bunter Hund bin 😀, sehe ich da gute Chancen .

Merkst du eigentlich auch , wie die Kräfte zurück kommen ? Bei mir sind diese bis zu den Knien und voll in den Händen angekommen. Ich spüre es förmlich, wie es
ganz langsam hoch krabbelt. Ich meine die kräfte.😀
 
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😉 Ich habe in den letzten Wochen wirklich hart an mir gearbeitet und werde es die nächsten Wochen /Monate auch weiterhin tun. Und jetzt ernte ich eigentlich nur noch. Erstmal die kleinen Rübchen und irgend wann die Loorbeeren. Davon bin ich überzeugt und glaube daran.

Letzteres ist ja auch total wichtig. 🙂 Dann hast du es dir auch voll verdient, prima!

Heute habe ich aus freien Stücken eine Bewerbung auf ein Stück Papier gesetzt. Ganz genau und ehrlich formuliert . Ich denk nur so kann ich ans Ziel kommen. Um einen guten Job zu bekommen , muss man ich nicht viel können. Man muss wissen was man will und vorallem klein anfangen. Und da ich ein bunter Hund bin 😀, sehe ich da gute Chancen.

Wow, soweit bin ich noch längst nicht. Du siehst es locker, dann wird es schon, ohne den Perfektionismus. 🙂 Ich musste vor allem lernen, auch ohne meinen Job zufrieden leben zu können, es ist heute kein MUSS mehr.

Merkst du eigentlich auch , wie die Kräfte zurück kommen ? Bei mir sind diese bis zu den Knien und voll in den Händen angekommen. Ich spüre es förmlich, wie es
ganz langsam hoch krabbelt. Ich meine die kräfte.😀

Ab und zu habe ich aktivere Phasen, es ist aber leider noch die Ausnahme. Ich mache ja noch eine intensive Therapie, um mich um die tieferen Ursachen gründlich zu kümmern. Die Gefahr eines Rückfalls möchte ich auch endlich ausschließen, denn diese Gefahr besteht ja durchaus.. Das sitzt ja ziemlich tief, was die Eltern einen so mit auf dem Weg gegeben haben, nicht wahr. 🙄
 
Das sitzt ja ziemlich tief, was die Eltern einen so mit auf dem Weg gegeben haben, nicht wahr. 🙄


Das ist wohl wahr. 🙄 Bei mir war es gottseidank NUR meine Mutter, aber das Resultat daraus reicht mir auch. So das ich nun nicht mal mehr auf Dauer, mit jemanden zusammen sein kann.
Auf Abstand geht es super, aber alles andere bloossssss nicht. :wein:
Diese Erkenntnis macht mich sehr, sehr traurig.

Alles andere konnte ich nun gut lösen.
 

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