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Bundestagsabgeordnete wollen mehr Geld während Millionen von Bundesbürgern Not leiden

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Diese 1900 Euro können ja überhaupt nur ein Durchschnittswert sein, denn nicht jeder hat dieselbe Mietzahlung z.B.

Ich glaube auch, das sich manche nicht im klaren sind, wie es mit den Pensionen der Politiker aussieht: Es ist nicht so, das zum Beispiel ein vierzigjähriger Politiker, der für meientwegen für 10 Jahre dem Bundestag angehört, nun die Pension ab dem Tag des Ausscheidens aus dem Bundestag bekommt - diese Pension läuft am 65. Lebensjahr erst los.

Aber insgesamt keine Frage: Die Pensionen sind viel zu hoch. Die Diäten aber - gemessen an anderen die das Geld vom Staat bekommen - aber keineswegs.
 
Darf ich nach dieser Argumentation überhaupt noch irgendjemanden kritisieren? Ich halte es übrigens für eindeutig schlecht, wenn Politiker sich ihre Diäten über das Maß der Bedürftigkeit erhöhen, während andere Bürger, für die sie verantwortlich sind, Not leiden und stark bedürftig sind.
Doch, man darf kritisieren - aber ich denke, aus pragmatischen Gründen sollte man auch berücksichtigen, dass kaum ein Mensch aus rein altruistischen Motiven handelt. Wie gesagt, denke ich, dass viele Staatsdiener -die gute Arbeit machen- in die Wirtschaft wechseln würden, wenn sie nur noch nach Bedürftigkeit bezahlt würden. Damit wäre niemandem geholfen.
Staatsdiener, die Politiker sind, haben nicht die Sicherheiten, wie Beamte sie haben. Sie sollten sie auch nicht haben. Es ist schlimm genug, dass der eine oder andere Beamte in seiner Lebensstellung eher langsam arbeitet. In der Politik braucht aber jedes Land fitte und engagierte Leute, die ihr Bestes geben.
Und wie gesagt, sehe ich nicht, warum ein stressiger Job nur nach Bedürftigkeit bezahlt werden darf.

Verstehe ich nicht! Für mich gehören Ethik und soziale Aspekte meistens zusammen.
Meistens, ja - aber nicht immer. Ethische Werte sind universal - soziale Leistungen erfordern aber eine Reserve aus der geschöpft werden kann.
Ein Beispiel aus dem Lehrbuch wäre die Tradition der Inuit, die in schlechten Zeiten alte Verwandte zurück lassen. Wenn die Zeiten so schlecht sind, dass die Versorgung der Alten das Überleben der Familie gefährdet, entspricht die Entscheidung ethischen Werten. Sie widerspricht aber sozialen Werten.

Das habe ich in diesem Thread schon zur Genüge erklärt. Der Ursprungsbeitrag (#1) dürfte zur Beantwortung reichen.
Du schreibst, dass der Diätenerhöhung Millionen notleidende Bürger gegenüberstehen und dies nicht mit sozialen Werten vereinbar ist. Du nennst auch die Diskrepanz zwischen Arm und Reich und schreibst, dass die Politiker für die notleidenden Menschen verantwortlich sind.
Aus meiner Sicht ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich. Die Aufgabe der Politik ist es, Gerechtigkeit und soziale Sicherheit herzustellen - und zu sichern!
Die soziale Sicherheit sehe ich in unserem Land als gegeben an. Wir haben ein sehr gutes soziales Netz.
Wir haben aber auch ein freies Wirtschaftssystem. Das bringt es mit sich, dass nicht alle Menschen nach Bedürftigkeit bezahlt werden. Es ist darum nicht nur den Politikern vorzuwerfen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Die Politik ist hier mehr ein Regulativ als die Ursache. Die Politik muss Ausbeutung verhindern, aber nicht alle Stundensätze gleich machen. Es muss Chancengleichheit, Mindestlöhne und Sozialleistungen geben, aber gleichzeitig darf es nicht verboten sein, für mehr Leistung auch mehr zu bezahlen.
 
Jeder hat ein anderes Rechtsverständis, doch das die Diätenerhöhung durch irgendwas gerechtfertigt ist, kann ich eindeutig verneinen!! Die Begründung die plausiebel ist dafür möchte ich gern mal hören. Wer da noch sagt das haben sich die Politiker verdient, naja möchte ich jetzt mal in keine Wertung bringen ! Scheinbar haben einige absolut den Bezug zur Realität verloren! Ändern wird sich nichts daran, beschlossen ist beschlossen und wenn es sogar noch Leute gibt die das beführworten, aus dem sogenannten allgemeinen Volk, na guten Nacht ! PMD

Willkommen im Club der Sehenden 🙂
 
Ja, es gibt eine Kinderarmut in Deutschland.
Allerdings habe ich in vielen Fällen die Vermutung,dass die Kinder zu kurz kommen, weil das Geld, welches zu ihrem persönlichen Unterhalt
gezahlt wird ,von den Eltern für andere Zwecke mißbraucht wird.
Autounterhalt, Handykosten, Zigarretten usw.

das streite ich nicht ab - aber ein Kind nur vom Kindergeld zu ernähren und einzukleiden ist nicht möglich - es ist unterstützend, aber mehr auch nicht.

Und wenn ich dann persönlich sehe, das meine Tochter zur Bestreitung ihrer Ausbildungskosten 192€ Bafög bekommt und das Arbeitsamt wieder das Kindergeld mit einrechnet, was es doppelt tut, und von den 192€ nur 1€ übrigbleibt - von dem sie Monatskarte, Kopiergeld und weitere anfallende Schulkosten bestreiten muss - dann sage ich einfach nur - Danke.

In meinem HartzIV Bescheid steht bei meiner Tochter - Leistung zur Bestreitung des Lebensunterhaltes - 1 €
 
Hallo Benjamin-29!

Danke für Deine Antwort 🙂!

...kaum ein Mensch aus rein altruistischen Motiven handelt...
Das Sein, der status quo steht nicht automatisch über dem Sollen (über dem Zustand also, wie es eigentlich sein sollte).

...Wie gesagt, denke ich, dass viele Staatsdiener -die gute Arbeit machen- in die Wirtschaft wechseln würden, wenn sie nur noch nach Bedürftigkeit bezahlt würden.
Wer Kohle machen will, hat in der Politik nichts verloren.

...Staatsdiener, die Politiker sind, haben nicht die Sicherheiten, wie Beamte sie haben. Sie sollten sie auch nicht haben...
Gerade Staatsdiener haben eine besonders wichtige Aufgabe mit einer hohen Verantwortung. Sie sollten einen besonders hohen Schutz und ein Höchstmaß an Sicherheit genießen. Von ihrer Sicherheit hängt die Sicherheit der Bürger ab.

... In der Politik braucht aber jedes Land fitte und engagierte Leute, die ihr Bestes geben...
Richtig!

...Und wie gesagt, sehe ich nicht, warum ein stressiger Job nur nach Bedürftigkeit bezahlt werden darf...
Ein Politiker kann auch nur drei Schnitzel zu Mittag essen. Was über normale Bedüftigkeit geht, wird den wirklich Notleidenden geklaut. Es ist ja nicht so, dass es allen Bürgern in diesem Land gut geht. Nein, es wird auch zB gehungert in unserem Land.

...Ethische Werte sind universal - soziale Leistungen erfordern aber eine Reserve aus der geschöpft werden kann.
Ein Beispiel aus dem Lehrbuch wäre die Tradition der Inuit, die in schlechten Zeiten alte Verwandte zurück lassen. Wenn die Zeiten so schlecht sind, dass die Versorgung der Alten das Überleben der Familie gefährdet, entspricht die Entscheidung ethischen Werten. Sie widerspricht aber sozialen Werten...
Ein gutes Beispiel! Ich darf es mal auf unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit übertragen? Ich Augenblick befürchte ich, dass ein sogenanntes "Präkariat" zurückgelassen wird, aber nicht nur aus ökonomischen Gründen, sondern aus egozentrischen Gründen (und zudem von gewählten Volksvertretern). Dabei ist genug Geld vorhanden! Wir müssen die Armen nicht zurücklassen, sondern mit dem vorhandenen Vermögen gerecht und sinnvoll umgehen.

...Aus meiner Sicht ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich...
Aber die Politiker sind für uns verantwortlich.

...Die Aufgabe der Politik ist es, Gerechtigkeit und soziale Sicherheit herzustellen - und zu sichern!...
Stimmt! Aber sie kommen ihrer Aufgabe nicht in angemessener Weise nach.

...Es ist darum nicht nur den Politikern vorzuwerfen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft...
Nicht nur! Aber es ist schon bedenklich, dass sie als Spitze der Gesellschaft, als diejenigen, die an den Hebeln sitzen, hier die falschen Entscheidungen treffen und damit auch die falschen Signale geben. Wenn große Bereiche des Volks der Spitze nicht vertrauen können, ist dies eine bedenkliche und gefährliche Situation.

...Die Politik ist hier mehr ein Regulativ als die Ursache...
Wenn sie denn mal wenigstens richtig regulieren würde!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo EuFrank,
Das Sein, der status quo steht nicht automatisch über dem Sollen (über dem Zustand also, wie es eigentlich sein sollte).
Ja, das sehe ich auch so. Das Sollen ist die Vorgabe, die Richtung in die es gehen muss. Aber das Sein kann diesem Ideal nicht in jedem Fall entsprechen. Darum halte ich es für nicht gut, wenn man von Politikern absoluten Altruismus verlangt. Also nicht nur bei politischen Entscheidungen, sondern auch bei ihren Diäten.
Man muss natürlich ein hochmöglichstes Maß an Altruismus verlangen und auch vorrausetzen. Nach meiner Meinung ist das mit der gegenwärtigen Diätenerhöhung auch noch gegeben. Aber das ist natürlich eine Frage des Maßes und darüber kann man geteilter Meinung sein.

Gerade Staatsdiener haben eine besonders wichtige Aufgabe mit einer hohen Verantwortung. Sie sollten einen besonders hohen Schutz und ein Höchstmaß an Sicherheit genießen. Von ihrer Sicherheit hängt die Sicherheit der Bürger ab.
Ja, aber ich meinte etwas anderes. Mit Sicherheit meinete ich, dass Beamte unkündbar sind. Sie haben die Sicherheit, dass sie ihr geringeres Gehalt lebenslang beziehen. Das hat man in der freien Wirtschaft nicht - und in der Politik auch nicht.
Es ist ja leider ein weit verbreitetes Phänomen, dass sich Menschen in unkündbaren Stellungen weniger engagieren. Das ist nicht bei allen Menschen so, aber es gibt viele Beispiele dafür. Darum sollten Politiker immer auf einem heissen Stuhl sitzen.

Ein Politiker kann auch nur drei Schnitzel zu Mittag essen. Was über normale Bedüftigkeit geht, wird den wirklich Notleidenden geklaut. Es ist ja nicht so, dass es allen Bürgern in diesem Land gut geht. Nein, es wird auch zB gehungert in unserem Land.
Sorry, aber das sehe ich nicht. Es kann sein, dass ich mich irre, aber wenn in unserem Land jemand hungert, dann liegt das nicht an Löchern im sozialen Netz, sondern an Dingen, wie Deichgräfin in dem Beispiel im Altersheim erzählt hat.
Ich hatte ja schon von meinem Job in der Notunterkunft erzählt. Dort habe ich eimerweise Lebensmittel in den Müll geworfen, weil es mehr zu essen gab als verbraucht werden konnte. Und ich glaube, dort sammelten sich schon die Ärmsten in unserem Land. Ich treffe immer auch wieder einige von ihnen hier in der Stadt und es geht ihnen nicht gut - aber Hunger leiden sie nicht. Es sind meist persönliche Gründe, warum sie auf der Strasse leben. Ich denke auch nicht, dass es ihnen mit mehr Geld besser ginge - ich habe mehr den Eindruck, dass sie ein paar persönliche Worte von Mensch zu Mensch sehr viel mehr schätzen. Von Mensch zu Mensch heisst ohne Bedauern, aber das wird jetzt OT.

Ein gutes Beispiel! Ich darf es mal auf unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit übertragen? Ich Augenblick befürchte ich, dass ein sogenanntes "Präkariat" zurückgelassen wird, aber nicht nur aus ökonomischen Gründen, sondern aus egozentrischen Gründen (und zudem von gewählten Volksvertretern). Dabei ist genug Geld vorhanden! Wir müssen die Armen nicht zurücklassen, sondern mit dem vorhandenen Vermögen gerecht und sinnvoll umgehen.
(...)
Aber es ist schon bedenklich, dass sie als Spitze der Gesellschaft, als diejenigen, die an den Hebeln sitzen, hier die falschen Entscheidungen treffen und damit auch die falschen Signale geben. Wenn große Bereiche des Volks der Spitze nicht vertrauen können, ist dies eine bedenkliche und gefährliche Situation.
Da gibts da zwei Zitate - die sicher MagicSun 😉 auch gefallen werden:

"Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen."
Friedrich Wilhelm I.

"Hier in Frankreich herrscht gegenwärtig die größte Ruhe. Nur ein leiser, monotoner Tropfenfall. Das sind die Zinsen, die fortlaufend hinabträufeln in die Kapitalien, welche beständig anschwellen; man hört ordentlich, wie sie wachsen, die Reichtümer der Reichen. Dazwischen das leise Schluchzen der Armut. Manchmal klirrt etwas wie ein Messer, das gewetzt wird.
Heinrich Heine, 1842

Aus heutiger Sicht kann man wohl sagen, dass Heine der klügere Beobachter war. Weiter ist man mit der Revolution damals allerdings auch nicht gekommen. Darum halte ich es auch nicht für konstruktiv, wegen Diätenerhöhungen auf Politiker zu schimpfen. Das ist ein Nebenkriegsschauplatz. Sich über eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Güter Gedanken zu machen, das macht sicher mehr Sinn.
Aber wie? Und sollte man dann nicht eher in Richtung Börse schauen? EuFrank, hast du nicht letztens über Ethik in der Wirschaft gepostet?

Willkommen im Club der Sehenden 🙂
MagicSun, wenn sich mehrere Millionen Menschen an der richtigen Stellte auskotzen um den Staat damit im Herz zu treffen - dann hätte man sich zwar ausgekotzt, aber was würde dadurch besser? Wirds wirklich besser, wenn man sämtliche deutsche Politiker austauschen würde?
In dem Zusammenhang von Oben hat Heine mal geschrieben: "Es gibt zwei Sorten von Ratten, die Hungrigen und die Satten." Nimms nicht persönlich, aber hast du deine letzte Gehaltserhöhung abgelehnt? Spendest du alles, was über deiner Bedürftigkeit liegt? Und wo liegt deine Bedürftigkeit?
Ich kenne in meinem gesamten Bekanntenkreis nur einen Menschen, der so lebt. Also sein Gehalt spendet und selbst sehr bescheiden lebt. Witzig ist, dass über ihn viele den Kopf schütteln und sich ohne schlechtes Gewissen freuen, wenn sie selbst mehr verdienen. Oft schimpfen aber die gleichen Leute über diese Diätenerhöhung.
 
Ein Politiker kann auch nur drei Schnitzel zu Mittag essen. Was über normale Bedüftigkeit geht, wird den wirklich Notleidenden geklaut

Das hat wirklich nur was komisches. Eine Bezahlung nach Bedürftigkeit. Ein großes Nordkorea mitten in Europa. Am besten auch erst gar keine Anzüge oder Krawatten zulassen - eine olivene Einheitsuniform tut´s doch auch.
( aber bitte dann für alle )
Obiges ist völlig weltfremdes Zeug.
 
Hallo Benjamin-29!

... Darum sollten Politiker immer auf einem heissen Stuhl sitzen...
Es sollten Massnahmen existieren, die einen funktionsuntüchtigen Polikter durch einen funktionierenden ersetzen. Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Politiker sich sehr unwohl fühlen (auf ihrem heißen Stuhl). Der heiße Stuhl scheint mir eher ein gemütliches Schlummerkissen zu sein.

...Sorry, aber das sehe ich nicht. Es kann sein, dass ich mich irre, aber wenn in unserem Land jemand hungert, dann liegt das nicht an Löchern im sozialen Netz, sondern an Dingen, wie Deichgräfin in dem Beispiel im Altersheim erzählt hat.
Ich hatte ja schon von meinem Job in der Notunterkunft erzählt. Dort habe ich eimerweise Lebensmittel in den Müll geworfen, weil es mehr zu essen gab als verbraucht werden konnte. Und ich glaube, dort sammelten sich schon die Ärmsten in unserem Land. Ich treffe immer auch wieder einige von ihnen hier in der Stadt und es geht ihnen nicht gut - aber Hunger leiden sie nicht. Es sind meist persönliche Gründe, warum sie auf der Strasse leben. Ich denke auch nicht, dass es ihnen mit mehr Geld besser ginge - ich habe mehr den Eindruck, dass sie ein paar persönliche Worte von Mensch zu Mensch sehr viel mehr schätzen. Von Mensch zu Mensch heisst ohne Bedauern, aber das wird jetzt OT...
Können wir uns darauf einigen, dass es in unserem Land breite Volksschichten gibt (ca. 5 % sind bestimmt betroffen), die in einem besorgniserregendem Zustand leben. Dieser Zustand läßt sich durch eine Vielzahl von Kriterien belegen (schlechter Gesundheitszustand, verminderte Lebenserwartung, erhöhte Wahrscheinlichkeit in soziale Konflikte zu geraten (inklusive körperlicher Gewalt), geringer Bildungsstand etc.)?
Um diesen Zustand in den Griff zu bekommen, müßten finanzielle Investitionen getätigt werden, die bei dieser Volksgruppe besser aufgehoben wären als bei den oberen Schichten.


...Sich über eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Güter Gedanken zu machen, das macht sicher mehr Sinn...
Das wäre sicher ein für dieses Forum würdiges Thema. Dieses Thema läßt sich aber nicht nur allgemein diskutieren. Es müssen Beispiele genannt werden. Und die DiätenAffaire ist so ein Mosaiksteinchen.

...MagicSun, wenn sich mehrere Millionen Menschen an der richtigen Stellte auskotzen um den Staat damit im Herz zu treffen - dann hätte man sich zwar ausgekotzt, aber was würde dadurch besser?...
Rechte Erkenntnis ist der erste Schritt vor eventuellen Handlungen. Hier in diesem Forum werden sicher auch nicht nur Meinungen ausgetauscht. Die eine oder andere Handlungsentscheidung dürfte hier schon geboren sein. Dasselbe gilt für alle Medien. Information hat Einfluss auf Aktion.

...In dem Zusammenhang von Oben hat Heine mal geschrieben: "Es gibt zwei Sorten von Ratten, die Hungrigen und die Satten."...
Nicht alles, was Heine schreibt und sich reimt, muss stimmen. Es gibt zum Glück die Vernunft, die die Ratten nicht besitzen. Die Vernunft erlaubt uns, einen Sachverhalt relativ unabhänig von unserer individuellen Perspektive einzuschätzen. Man kann sich in andere Menschen hineinversetzen und überindividuelle Urteile fällen.

...Nimms nicht persönlich, aber hast du deine letzte Gehaltserhöhung abgelehnt? Spendest du alles, was über deiner Bedürftigkeit liegt? Und wo liegt deine Bedürftigkeit?
Ich kenne in meinem gesamten Bekanntenkreis nur einen Menschen, der so lebt. Also sein Gehalt spendet und selbst sehr bescheiden lebt. Witzig ist, dass über ihn viele den Kopf schütteln und sich ohne schlechtes Gewissen freuen, wenn sie selbst mehr verdienen. Oft schimpfen aber die gleichen Leute über diese Diätenerhöhung.
Nochmal: auch wenn es längst zur Gewohnheit geworden ist, dass die Oberen die Unteren treten (die Faktizität des Wirklichen oder Empirischen) ist damit noch keine Priorität über die Möglichkeit des Sollens gegeben. Das Ideal der Gerechtigkeit bleibt unangetastet.
 
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