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Bürokauffrau = minderwertiger Beruf?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121113
  • Datum Start Datum Start
Ich bin beruflich den ganzen Tag mit dem Auto in der Stadt unterwegs. Und ich bin so dankbar, dass es in allen Parkhäusern eine öffentliche und sogar kostenfreie Toilette gibt. Hin und wieder begegne ich auch dem Mann, der diese Toiletten reinigt. Einmal habe ich ihm 10 Euro in die Hand gedrückt und ihm gesagt, dass er für mich der wichtigste Mann in der ganzen Stadt ist.
Genauso solltest du von deinen Kollegen wertgeschätzt werden.
Dass du auch noch deren private Einkäufe erledigst, ist ja wohl absolut unmöglich! Das ist das erste, was ich einstellen würde.
Ja, ich weiß, es kann schwerfallen, sich gegen so etwas zu wehren, insbesondere, wenn die Abläufe schon so eingefahren sind.
 
Da Du ja für dumm verkauft wirst, hast Du das Recht, dumme Fragen zu stellen.
ZB:
"Letztens hab ich einen Spruch gelesen: Ohne Untertanen wäre der König ein Bettler. Was meinten die damit??!"
 
Ich bin selbst "nur" Industriekauffrau und habe nie noch etwas dran gehängt...
Verdiene aber genauso viel wie meine Mit-Azubis-von-Früher, die noch einen Fachwirt dran gehängt haben. Weil bei uns der Job das Gehalt macht und nicht die Qualifikation.

Alle bekommen zudem gleiche Bedingungen, da Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen. Such dir einen neuen Job, in einer besseren Firma. Das ist so ja kein Zustand.
 
Ich fühle mich langsam immer minderwertiger und frage mich, ob das heutzutage so Gang und Gebe ist, dass man als normale Bürokraft einfach nicht mehr ernst genommen und eher als ein notwendiges Übel angesehen wird, statt als Person, die einem den Rücken freihält und Arbeit abnimmt?!
Nein! Und wenn es doch normal wäre, wäre das natürlich nicht richtig.

Abgesehen davon, dass ich immer die letzten "Drecksarbeiten" aufgebrummt bekomme, wie z.B. für die Kollegen einkaufen fahren, damit sie das nach ihrem Feierabend nicht mehr erledigen müssen, kam man jetzt auch noch auf die Idee, dass man doch die Reinigungskraft kündigen und ich den Job übernehmen könne, damit man Geld spart (habe ich abgelehnt, was mit Augenrollen quittiert wurde).
Du hast doch einen Vertrag, und da steht sicher weder drin, dass du privat?! für andere einkaufen musst noch dass du Putzleistungen erbringen musst. Wenn nochmal sowas von dir verlangt wird, dann weise auf deinen Vertrag hin.

Und such dir eine andere Arbeitsstelle. Das ist doch kein Zustand, wie die mit dir umgehen.
 
für andere einkaufen musst noch dass du Putzleistungen erbringen musst.

Einkaufen sicher nicht, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit, das man auch dauerhaft oder vorübergehend andere Tätigkeiten nach Weisung des AG übernehmen muss, das nennt sich Direktionsrecht und ist üblich. Bezieht sich nicht auf das einkaufen, aber auf das "putzen".

Überspitzt gesagt kann der Chef morgen sagen, "Sie kehren ab jetzt den Hof", Und dabei ist es egal für was man eingestellt ist oder was auch immer. So gut wieder Vertrag enthält diesen Absatz zur Not steht es auch immer in der Gewerbeordnung



In einem Tarifvertrag geht das natürlich nicht so einfach, aber einzelvertraglich? Da geht das.

Alle bekommen zudem gleiche Bedingungen, da Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen.
Sicher nicht, da es bestimmt auch AT Kräfte gibt.


Ich würde mir allerdings auch was anderes suchen. Erinnert mich ein wenig an meine alte Firma, da gab es auch zweierlei Lager.

Mit dem Urlaub hast du noch Glück gehabt, das die wie so viele denken das 24 bzw. 25 das Minium sind, tatsächlich sind es aber 20 Tage bei einer 5 Tages Woche.

In meiner alten Firma gab e auch die normalen Leute und die "High Socetiy", die bekamen Weihnachtsgeld, Gleitzeit usw. Andere nicht, das war unabhängig von der Ausbildung.

Wüßte ich es nicht besser würde ich sagen es wäre meine alte Firma, so wie das klignt.
 
Abgesehen davon, dass ich immer die letzten "Drecksarbeiten" aufgebrummt bekomme, wie z.B. für die Kollegen einkaufen fahren, damit sie das nach ihrem Feierabend nicht mehr erledigen müssen, kam man jetzt auch noch auf die Idee, dass man doch die Reinigungskraft kündigen und ich den Job übernehmen könne, damit man Geld spart (habe ich abgelehnt, was mit Augenrollen quittiert wurde)
Offensichtlich zu Recht:
 
liegt das vielleicht auch daran, dass der Beruf noch nicht so alt ist?
Soweit ich mich erinnere, wurde er als unterste Stufe für büros eingestuft, also unter Kauffrau-mann/Sachbearbeiter.
Es war die Formalisierung eines Anlernjobs.

Trotzdem spinnt Deine Firma und mit Direktionsrecht geht das auch nicht klar;
eigentlich müssen Arbeiten vergeben werden, die der Stellenbeschreibung entsprechen.
 
Einkaufen sicher nicht, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit, das man auch dauerhaft oder vorübergehend andere Tätigkeiten nach Weisung des AG übernehmen muss, das nennt sich Direktionsrecht und ist üblich. Bezieht sich nicht auf das einkaufen, aber auf das "putzen".
Offensichtlich zu Recht:
"offensichtlich zu Recht" wurde die TE mit dieser "Bitte" konfrontiert oder "offensichtlich zu Recht" hat sie das abgelehnt?

Auf der von dir verlinkten Seite steht zu einem Einzelfall aus 2012:
"Welche Arbeiten Sie zu verrichten haben, ergibt sich in der Regel aus dem Arbeitsvertrag. Das Putzen gehört im Allgemeinen nicht zu den Aufgaben einer kaufmännischen Angestellten.

Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn Sie seit längerer Zeit keine Tätigkeiten, die in den Bereich einer kaufmännischen Angestellten gehören, mehr ausüben und stattdessen nur noch putzen.

3.

Um die rechtliche Problematik abschließend beurteilen zu können, bedarf es noch weiter Sachaufklärung. "
 
"Welche Arbeiten Sie zu verrichten haben, ergibt sich in der Regel aus dem Arbeitsvertrag. Das Putzen gehört im Allgemeinen nicht zu den Aufgaben einer kaufmännischen Angestellten.

Und was bringt das? Diese Aussage ist Richterecht, dazu muss der/die TE vors Arbeitsgericht. Und da wertes jedes ArG anders. Jeder Chef wird über diese Googelei herzlich lachen. Das Direktionsrecht ist fest verankert und niemand kann einem Unternehmer vorschreiben wie er sein Unternehmen zu führen hat.

Wenn er meint jemand putzen zu lassen, dann ist das eben erst mal so. Wird natürlich jeder AG ungern machen aber alles Recht dazu hat er.

Soweit ich mich erinnere, wurde er als unterste Stufe für büros eingestuft, also unter Kauffrau-mann/Sachbearbeiter.
Es war die Formalisierung eines Anlernjobs.

Vor vielen Jahren hieß der Beruf wohl mal Bürogehilfe, aber Gehilfe war in den 60er Jahren die gängige Bezeichung für Gesellen die nicht im Handwerk tätig waren. Danach hieß der Beruf Jahrelang Bürokaufmann und dann irgendann Kauffmann für Bürokommunkation und mittlerweile glaube ich Kaufmann für Büromanagement.

Mit der Formulierung sind natürlich alle Geschlechter gemient.
 

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