Vielleicht ist es auch einfach lukrativer an Feriengäste zu vermieten?
Und wenn schon. Das mag der eine Grund sein, der andere ist tatsächlich, dass man weiß wann die Mieter wieder gehen.
Man muss doch auch mal ganz klar festhalten, dass eine Wohnung das Eigentum des Wohnungseigentümers ist und der das Recht hat damit zu tun was er will, solange es gesetzlich erlaubt ist und niemandem darüber Rechenschaft ablegen muss.
Wie man jemanden aus seiner Wohnung herausekelt, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Mein Ex-Vermieter hat es z.B. mit der Psychonummer versucht. Ist jeden Tag bei uns aufgetaucht und hat vor unserer Wohnung herumgelungert (Er wollte die Immobilie verkaufen und uns deshalb raus haben.)
Oder man stellt die Immobilie schon zum Verkauf (wie bei einer Freundin geschehen) und kommt dann regelmässig (jedes Wochenende) mit Interessenten zur Besichtigung vorbei. Das macht mürbe.
Oder dringend notwendige Reparaturen werden nur zögerlich bis gar nicht durchgeführt.
Wobei ich glaube, dass die Spezie "Mietnomade" ohnehin ein dickes Fell hat, und sich von Psychospielchen nicht aus dem Konzept bringen lässt.
In den von Dir geschilderten Fällen wollte der Wohnungseigentümer ja verkaufen. Was aber , wenn man nur vermieten will und dann einfach die Miete nicht bezahlt wird oder die Wohnung beschädigt wird? Oder noch schlimmer - beides.
Für eine Wohnungsbaugesellschaft mag das ja noch verkraftbar sein, aber bei jemandem , der nur diese eine Wohnung zu vermieten hat sieht es schon ganz anders aus.
Aber selbst wenn der Wohnungseigentümer verkaufen will, ist das ja auch seine Sache, denn es ist sein Eigentum.
Ich verstehe ja schon, dass man als Vermieter Angst vor Mietnomaden hat. Es ist nur so, dass ich nur Fälle von Mietern, die von ihren Vermietern terrorisiert werden, kenne. Fälle von Vermietern, die auf Mietnomaden reingefallen sind, hingegen keine.
Ich kenne jetzt mindestens 2 Fälle bei denen der Vermieter nicht nur keine Miete bekommen hat und ewig klagen musste bis die Mieter ausgezogen sind und dazu noch Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro hatte und die Wohnung grundsanieren musste.
Mich stört einfach nur, dass man sich als Mieter, dadurch, dass man all diese Dokumente vorlegen muss, wie ein Bittsteller vorkommt. Obwohl beide Seiten von dem "Geschäft" profitieren.
Nochmal, niemand muss dort einziehen, wo diese Dokumente verlangt werden, wenn es ihm nicht gefällt, aber andererseits ist es nunmal das Eigentum des Vermieters und seine Entscheidung an wen er vermietet und unter welchen Bedingungen.
Es ist nunmal sein Eigentum, mit dem er tun kann , was er will, solange er gegen keine Gesetze verstößt.
Er kann es alternativ auch ganz leer stehen lassen. Auch das ist seine Entscheidung.