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Buddhismus und Wiedergeburt

"Leiden" ist im Buddhismus allerdings nicht das leiden das wir kennen, also etwas rein negativ Behaftetes. Eine gute Übersetzung für das Leiden im Buddhismus gibt es in unserer Sprache nicht, auch weil wir sie auf anderen (christlichen, islamischen, jüdischen Ideologien) aufgebaut haben.

Leben ist nicht nur Leiden, es ist viel mehr, am Sterbebett wird plötzlich aller Reichtum, den man angehäuft hat irrelevant und man misst sich selbst nicht an dem was man gebaut hat, sondern dem was man verpasst hat. Leben bedeutet Erfahrungen sammeln, gute wie schlechte, Buddhisten verstehen das und sie haben auch ein Gefühl von Einheit mit allem das existiert, sei das ein Stein, Baum, Tier oder Mensch.



Das einzige woran es sich zu glauben lohnt ist man selbst.

Nicht ganz richtig, würde ich sagen. Ein Buddhist würde sich weit weniger Gedanken machen, als du sie dir machst.
 
Dir ist schon klar, dass der Buddhismus eigentlich keine Religion ist?

Du bist offenbar zu sehr in Worte vertieft, das tut mir Leid für dich aber ja, auch laut Wikipedia in diversen Sprachen wird Buddhismus als Religion bezeichnet: "Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien hat."

Die Anzahl der Anhänger, wenngleich auch nicht genau protokolliert sondern geschätzt, qualifiziert natürlich auch den Buddhismus als Religionsgemeinschaft bezeichnet zu werden.
 
worin besteht denn der unterschied zwischen allem und nichts 😕

Interessanter Punkt, denn dialektisch gesehen, macht es keinen Unterschied.

Und doch ist es verständlich, dass wir Angst vor dem Tod und dem Nichts haben. Es wurde uns so beigebracht. Ist's vernünftig? Fraglich.

Wenn wir tatsächlich Angst vor dem Tod haben, erklärt sich natürlich Vieles.
 
Du bist offenbar zu sehr in Worte vertieft, das tut mir Leid für dich aber ja, auch laut Wikipedia in diversen Sprachen wird Buddhismus als Religion bezeichnet: "Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien hat."

Die Anzahl der Anhänger, wenngleich auch nicht genau protokolliert sondern geschätzt, qualifiziert natürlich auch den Buddhismus als Religionsgemeinschaft bezeichnet zu werden.

Bin da jetzt nicht die große Instanz, aber viele bezeichnen den Buddhismus auch nur als Philosophie bzw. Lebenseinstellung, aber ja, das könnte man von jeder Religion sagen.

~~~

Der größte Unterschied zwischen dem Buddhismus und anderen Religionen mag sein, dass es im Buddhismus keinen Gott gibt, wobei sie im Hinduismus wiederum unzählig viele haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, ich hatte schon als Kind Angst vor dem Tod. Der Tod bedeutet für mich nichts. Nicht mehr existent zu sein, nichts mehr fühlen, eben nichts.

Ich hab versucht mir vorzustellen, wie das "Nichts" ist. Das kann man sich eben nicht vorstellen. Das hat mich als Kind manchmal fast verrückt gemacht. Hatte auch oft Angst, zu sterben, wenn ich abends ins Bett ging. Naja, hatte nebenbei auch immer Alpträume, in denen man mich umbringen wollte.

Muss mal sagen, masi, mit deinen theoretischen Ausführungen kann ich nichts anfangen.

Nur, wer herausfindet, was der Tod ist, kann herausfinden, was Leben ist. Und Sex ist Tod, und der Tod ist sexuell. Hat was von Freud, der sagte, es gibt den Todestrieb und den Sexualtrieb.
 
exakt. dialektisch gesehen besteht da kein unterschied. die religionen und das leben muss man dialektisch betrachten. erst dann wird ein schuh draus. mit logik ist da nichts zu machen. darum werden alle die verrück die "die große befreiung" mit dem verstand versuchen zu erreichen.

ich würde behaupten: alle ängste entspringen der todesangst und lebensangst. welchen ursprung könnte es sonst noch geben? tantra aüßert sich wie folgt.
auszug:

Leben oder Tod. Zweifel oder Glaube.

....

Jetzt im Moment haben wir das Gefühl zu leben, aber wir sterben. Jeden Augenblich verlieren wir mehr Leben und gewinnen mehr Tod. Einen Baum erkennt man an seinen Früchten. Also ist " unser " Baum des Lebens eine Fehlbezeichnung, weil seine Frucht nicht das Leben ist, sondern der Tod. Einen Baum erkennt man an seinen Früchten, und wenn auf unserem Baum des Lebens nur Früchte des Todes wachsen, dann haben wir uns von dem Baum täuschen lassen.
Wenn ein Baum eine bestimmte Frucht erzeugt, dann zeigt dies, dass diese Frucht die Saat für den Baum war, sonnst könnte der Baum nicht diese bestimmte Frucht tragen. Wenn das Leben also die Frucht des Todes beschert, muss der Tod auch die Saat gewesen sein......Das iat sehr wichtig zu verstehen. Zwischen einer Geburt und einem Tod, dass nennen wir Leben.

In Wirklichkeit ist das nicht Leben, es ist Tod. Wenn es jenseits des Todes nichts gibt, ist das Leben sinnlos. Alles was wir für unser Leben halten, gehört dem Tod an. Das ist es doch was uns zum Narren hält. Wir glauben, es sei das Leben, dabei ist es nichts als der Tod, der heranrückt. Ein Mensch wird geboren, er ist unterwegs zum sterben. Egal was er tut, egal was er leistet und besitzt- nichts wird helfen. Er bewegt sich auf den Tod zu.

Ein Leben, das den Tod unweigerlich mit einschließt, ist nur ein versteckter Tod. Ein Tod auf Raten.Wir sterben nach und nach und glauben während dessen zu leben. Aber der Tod ist seit eh und je in dir. Genau wie das Leben seit eh und je in dir ist. Du bist in Wirklichkeit beides zu gleich. In Wirklichkeit bist du weder Tod noch Leben. Leben und Tod ist die Dualität deines Seins. Zwischen diesen beiden Polen pendelst du hin und her. Zwischen Leben und Tod fließt deine Energie. Lasst uns das verstehen.



Wir werden geboren, und wir halten die Geburt für den Anfang. Das ist sie nicht. Vor dieser Geburt waren wir in einem anderen Leben gestorben. Jener Tod war die Saat zu dieser Geburt. Und dann wird wieder der Tod zu der Frucht werden.Und diese Frucht wird wieder die Saat zu einer weiteren Geburt werden.
Geburt führt zu Tod Der Tod geht der Geburt voraus. Das Leben wird an beiden Enden von dem Tod abgerundet. Der Tod ist der Anfang und wiederum das Ende und das Leben ist nur die Illusion dazwischen. Leben ist eine Illusion zwischen 2 Toden.

Nur wer heraus findet was der Tod ist kann herausfinden was Leben ist. Und wenn es uns gelingt herauszufinden was Geburt und Tod zusammen sind, erkennen wir was jenseits von beidem ist. Beide sind die Extreme ein und der selben Sache. Sex ist Tod, und der Tod ist sehr sexuell. .....

Schätze schon die Bemühungen des Schreibers, aber man hätte es auch kürzer ausdrücken können:

Wir leben und wir sterben.

(Und werden wiedergeboren?)

~~~

Im Grunde ist jedes Leben eine Wiedergeburt. Was ist denn der Unterschied dazwischen, ob man geboren oder wiedergeboren wird?

~~~

Im Zweifel hat man einfach nur irgendwelche Erinnerungen, an welche man sich aber nicht erinnern kann?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wir leben und wir sterben.

Das weiß ich auch schon immer.

Muss mal sagen, das bringt mich jetzt persönlich nicht unbedingt weiter. Auch dieses Gesülze bezüglich dialektisch usw ist für mich eigentlich intellektuelles Geschwafel, womit ich wirklich nichts anfangen kann.

Könnte mir vorstellen, dass mir so ein Mönch oder so ähnlich das für mein einfach gestricktes Wesen besser erklären könnte.

Trotzdem danke für eure Bemühungen.
 
ich klugscheißere mal. um genau zu sein. im tibetischen buddhismus gibt es 42 friedliche gottheiten.
die 58 rasenden gottheiten. die 7 weisen. die acht torwächter. und den weiblichen und männlichen urbuddha.

Danke für die Info. Stelle fest, dass ich keine Ahnung habe.

Es gibt auch die Liebesgeschichte von Hare und Krishna, wobei das natürlich nicht Buddhismus ist.

Tatsächlich war ich schon drei Male bei der tibetisch-buddhistischen Gemeinde hier in Berlin. Zweimal hatten wir gemeinsam meditiert, und das dritte Mal war es so eine Art Kongress mit etwa 2.000 Menschen. Zumindest die hatten keinen Gott, oder haben mir nichts davon erzählt.

~~~

Und ja, um mal ein bisschen zu prollen und böse zu sein: Ich war auch schon bei der Nuntiatur bzw. dem Nuntius des Vatikan in Berlin.
 
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