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Buddhismus und Wiedergeburt

Wenn ich von der "Karma-Ideologie" ausgehe, würde ich sagen, dass mein vorheriges Ich ein vollkommes A******* war, und ich jetzt die ganze Scheiße ausbaden muss.
 
Ehrlich gesagt, hätte ich gehofft, dass ich nochmal wieder geboren werden könnte in eine halbwegs intakte Familie, mit Geborgenheit und Liebe usw.

Aber anscheinend scheint ja jede Religion auf Leid aufzubauen, sei es bei den Christen, Jesus musste leiden, sei es bei den Buddhisten, man muss erstmal das Leid immer wieder durchleben, bevor man befreit ist.

Wie es bei den anderen Religionen ist, weiß ich nicht genau, aber bisher hat mich noch nichts überzeugt mit meinem Halbwissen.

Naja, ich bin wohl auch nicht der Religionsmensch. Schade eigentlich, ich würde so gerne glauben an etwas, ich würde so gerne Halt finden.

Naja, ich glaube an die Menschlichkeit. Diese sollte man immer wieder anstreben. Manchmal gelingt es nicht, aber man sollte es immer wierder versuchen.
 
erscheint im ersten Moment als äußerst Ungerecht oder?In eine Familie geboren zu sein,in der man mehr Leid als Liebe und Aufmerksamkeit erfahren hat und als unschuldiges Kind nichts anderes war,als ein unschuldiges Opfer.Im Buddhismus könnte man sich die Frage stellen,warum man ausgerechnet sich so eine Familie ausgesucht hat,was gibt es zu lernen,wenn man nichts anderes als ein Kind ist und müssten nicht vielmehr die Eltern lernen.Aber vielleicht ist es auch nur das lernen an Stärke zu gewinnen,sich bestimmten Dingen stellen zu können und mit erhobenen Hauptes sein Leben zu meistern.

Naja, wenn man es denn schafft, da seine Stärke zu finden und mit erhobenen Hauptes sein Leben zu meistern. Naja, wenn nicht, auf ein Neues. Wir werden sehen
 
Naja, ein bisschen Zeit habe ich ja noch, weiter im Leben zu versuchen, an Stärke zu gewinnen. Fürchte nur, es wird nicht so ganz gelingen.

Und dann wieder so ein Leben, in dem mir so eine Prüfung auferlegt wird? Habe ich eigentlich keine Lust drauf.

Aber was solls, es wird passieren, was passiert, nach meinem Tod. Hätte nur einmal den Wunsch, nicht ständig kämpfen zu müssen.

Hab manchmal den Wunsch, dass wenigstens nach meinem Tod Frieden in mir herrscht.

Aber wahrscheinlich kommt nach meinem Tod das absolute Nichts. Nix mit Leben nach dem Tod, nix mit Wiedergeburt. Aber vielleicht ist das ja auch gut. Nichts.

Das Nichts, vor dem habe ich seit meiner Kindheit Angst.
 
Saminabi,

ich brauche keinen Buddhismus, aber ich halte die Hoffnung auf Unsterblichkeit (als Synonym für "Wiedergeburt) für einen eigentlich unverzichtbaren Bestandteil eines konsistenten in sich schlüssigen Weltbilds. Nur mit ihm lassen sich zB solche Sachen wie die Theodizeefrage für die Vernunft zufriedenstellend beantworten.

Aber anscheinend scheint ja jede Religion auf Leid aufzubauen, sei es bei den Christen, Jesus musste leiden, sei es bei den Buddhisten, man muss erstmal das Leid immer wieder durchleben, bevor man befreit ist.

Jedenfalls ist es doch irgendwie nötig, dass man einen Standpunkt zum Phänomen des Leidens gewinnt. Wie interpretiert man Leiden? Hält man es für gerecht oder ungerecht? Die Beantwortung dieser Frage hat schon weitreichende Konsequenzen. Der Gottes- und Unsterblichkeitsgedanke integrieren die Leidfrage in einen meines Erachtens ziemlich stimmigen Gesamtzusammenhang. Ich verweise nur mal nebenbei auf Hiob.

Das Nichts, vor dem habe ich seit meiner Kindheit Angst.

Also meines Erachtens brauchst Du vor dem Nichts keine Angst zu haben. Sollte dann wirklich Nichts sein, so merkst Du es ja nicht 😉.

Und wie ich schon sagte, ist es wohl sinnvoller und vernunftgemäßer, auf eine "ewige Fortsetzung des Lebens" zu hoffen. Das macht (unbewußt) wohl fast jeder Mensch. Beweise für oder gegen wird es wohl nie geben. Und auch das ist wohl gut so.
 
Hallo;



also Religion, Re-Ligio, heißt ja: zurück zu Gott.



Bedeutet, daß wir als Seelen alle individualisierte Aspekte des einen Schöpfers sind, die sich entschieden haben, den langen Weg zurück zur Quelle zu gehen, freiwillig.Dazu sind halt unzählige Leben und viele dadurch gesammelte Erfahrungen notwendig.

Daraus kann man auch ersehen, daß es eigentlich nur einer Religion bedarf und nicht mehrerer. Diese eine Religion ist die LIEBE.

Der Effekt, wenn es mehrere gibt ist, die Menschen zu trennen anstatt das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit zu fördern. Alle Religionen sind ungeeignet, dem Menschen die wahre Gottes-Erkenntnis nahe zu bringen, da alle mehr verwirren als Klarheit bringen und mit vielen Halb- und Unwahrheiten behaftet sind.

So glauben die Buddhisten, daß sie z.B. als Insekt wiedergeboren werden könnten. Das ist Unsinn, weil die Entwicklung immer vorwärts geht, und wir unser Insektendasein lange hinter uns gelassen haben.

Man sollte auch darauf achten, daß Reinkarnation, also Wieder-Einfleischung, etwas anderes ist als Wiedergeburt.

Mit Wiedergeburt wird der geistige Vorgang bezeichnet, der uns zur wahren Selbsterkenntnis und wahren Gotteserkenntnis bringt. Wir werden dabei praktisch in unser vollständiges Bewußtsein als göttliches Wesen wieder-geboren, was wir vergessen hatten.

Um den Vorgang der Reinkarnation zu verstehen, muß man wissen, daß wir jeweils davor unseren Lebens- und Lern-Plan erstellen, unsere DNA bauen, das Geschlecht und die Eltern aussuchen und alles, was dazu gehört, um die Umstände zu erschaffen, die uns ans Ziel führen. Natürlich spielen karmische Dinge dabei eine Rolle, aber nicht als Strafe, sondern als Ausgleich zu den Dingen, die wir vielleicht noch nicht richtig gemacht haben.

Es muß immer alles ausgeglichen werden, das ist ein kosmisches Gesetz.


 
Ich weiß nicht, ob das hier hin passt,

aber ich hatte vor vielen Jahren mal ein merkwürdiges Erlebnis.

Ich saß in der U-Bahn und las ein Buch. Einige Sitze weiter saß eine Mutter mit einem kleinen Mädchen, ich weiß gar nicht, ob ich die beiden überhaupt wirklich bemerkt hatte. Ich las jedenfall in meinem Buch, guckte weder Mutter noch Kind an oder so.

Auf einmal stand das Mädchen auf, lief zu mir hinüber, sah mich an und lächelte mich total an in einer Art und Weise, dass ich Gänsehaut bekam. Es sagte kein Wort, ich auch nicht. Dann stand die Mutter auf, rief ihr Kind und stieg mit dem Kind aus. Die ganze Zeit bis zum Aussteigen, wendete es mir sein Gesicht zu mit diesem Lächeln. Auch von draußen schaute es nochmal ins Fenster hinein und lächelte.

Ich hatte das Gefühl, als sei mir ein Engel begegnet. Dann dachte ich, ob das vielleicht meine Mutter war, die wieder geboren ist. Das war mir ein tröstlicher Gedanke.

Naja.
 
Ich weiß nicht, ob das hier hin passt,

aber ich hatte vor vielen Jahren mal ein merkwürdiges Erlebnis.

Ich saß in der U-Bahn und las ein Buch. Einige Sitze weiter saß eine Mutter mit einem kleinen Mädchen, ich weiß gar nicht, ob ich die beiden überhaupt wirklich bemerkt hatte. Ich las jedenfall in meinem Buch, guckte weder Mutter noch Kind an oder so.

Auf einmal stand das Mädchen auf, lief zu mir hinüber, sah mich an und lächelte mich total an in einer Art und Weise, dass ich Gänsehaut bekam. Es sagte kein Wort, ich auch nicht. Dann stand die Mutter auf, rief ihr Kind und stieg mit dem Kind aus. Die ganze Zeit bis zum Aussteigen, wendete es mir sein Gesicht zu mit diesem Lächeln. Auch von draußen schaute es nochmal ins Fenster hinein und lächelte.

Ich hatte das Gefühl, als sei mir ein Engel begegnet. Dann dachte ich, ob das vielleicht meine Mutter war, die wieder geboren ist. Das war mir ein tröstlicher Gedanke.

Naja.

Alles gut. Ich selbst dachte mir in der U-Bahn mal, dass vielleicht ein jeder Mensch mal ein jegliches Leben durchlaufen wird, damit wir alle ein bisschen besser verstehen.

~~~

Es ist ein Graus, wenn Menschen so wenig über sich selbst, andere, die Welt und das Leben verstehen, aber ich denke, dass es alle 100 Jahre ein bisschen besser wird.
 
Aber anscheinend scheint ja jede Religion auf Leid aufzubauen, sei es bei den Christen, Jesus musste leiden, sei es bei den Buddhisten, man muss erstmal das Leid immer wieder durchleben, bevor man befreit ist.
"Leiden" ist im Buddhismus allerdings nicht das leiden das wir kennen, also etwas rein negativ Behaftetes. Eine gute Übersetzung für das Leiden im Buddhismus gibt es in unserer Sprache nicht, auch weil wir sie auf anderen (christlichen, islamischen, jüdischen Ideologien) aufgebaut haben.

Leben ist nicht nur Leiden, es ist viel mehr, am Sterbebett wird plötzlich aller Reichtum, den man angehäuft hat irrelevant und man misst sich selbst nicht an dem was man gebaut hat, sondern dem was man verpasst hat. Leben bedeutet Erfahrungen sammeln, gute wie schlechte, Buddhisten verstehen das und sie haben auch ein Gefühl von Einheit mit allem das existiert, sei das ein Stein, Baum, Tier oder Mensch.

Naja, ich bin wohl auch nicht der Religionsmensch. Schade eigentlich, ich würde so gerne glauben an etwas, ich würde so gerne Halt finden.

Das einzige woran es sich zu glauben lohnt ist man selbst.
 

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