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BU abschließen trotz Vorerkrankung, eine Frage hierzu

Um den Prozessweg zu beschreiten braucht man a) Geld oder b) eine Rechtsschutzversicherung. Beides haben die Meisten aber nicht. Ich empfehle, wenn man schon eine BU abschließt, auch eine Rechtsschutzvers. abzuschließen, damit man notfalls sein Recht einklagen kann. Allerdings sollte man wissen, das ein Rechtsstreit mit einer Versicherung sehr viel Zeit (mit unter mehrere Jahre) und auch Nerven kostet. Daher werden sich das manche, wie ich damals auch, einfach sparen.
 
Wenn man absolut nichts hat, wäre es fahrlässig nicht den Rechtsweg zu gehen.
Fahrlässig wäre es aber nur, wenn man die Option hätte und sie nicht nutzt.

Mir kommt das ein wenig so vor, als ob es heißen würde, man müsse unbedingt im Auto den Sicherheitsgurt anlegen, aber einen Sicherheitsgurt erhält man nur, wenn man möglichst früh in seinem Leben einen kauft, weil spätestens nach dem ersten geringen Fahrvergehen würde man keinen mehr erhalten.
 
Fahrlässig wäre es aber nur, wenn man die Option hätte und sie nicht nutzt.

Ja natürlich. Davon hatten wir aber gerade auch gesprochen.

Das Unding bei der BU-Versicherung ist ja, dass diejenigen, die am gesündesten sind und diejenigen, die statistisch gesehen ein geringeres Risiko auf Berufsunfähigkeit haben, versichert werden und diejenigen, die es dringender brauchen, mit hohen Zuschlägen rechnen müssen bzw. erst gar keine BU bekommen. Da es sich aber um private Versicherungen handelt und diese auch nicht so einfach mit Steuergeldern querfinanziert werden können, ist das auch verständlich, dass diese Versicherungen nur mit Leuten einen Vertrag eingehen, bei denen es kein Minusgeschäft für die ist. Daher gibt es ja auch Leute, die der Meinung sind, dass die Berufsunfähigkeit wieder über die gesetzliche Rente abgesichert werden soll.
 
Aber nur wenn man eine Rückfalloption hat, wie du mit deinem Mann. Wenn man absolut nichts hat, wäre es fahrlässig nicht den Rechtsweg zu gehen.
Das kommt darauf an... Wenn ich meinen Mann nicht gehabt hätte, wäre ich in die Sozialhilfe gefallen. Das Geld von der BU hätte mir in dem Fall auch nichts genutzt, da es noch unter der Sozialhilfe lag (wie ich bereits schrieb, habe ich aus finanziellen Gründen nur den Mindestbetrag eingezahlt). Ich hätte dann aber auch gar nicht erst einen Antrag auf BU gestellt.

Das Unding bei der BU-Versicherung ist ja, dass diejenigen, die am gesündesten sind und diejenigen, die statistisch gesehen ein geringeres Risiko auf Berufsunfähigkeit haben, versichert werden und diejenigen, die es dringender brauchen, mit hohen Zuschlägen rechnen müssen bzw. erst gar keine BU bekommen.
Ich muss auch dazu sagen: Wenn jemand Bäcker ist (klassisches Fallbeispiel) und eine Mehlstauballergie bekommt, hat derjenige immer noch die Möglichkeit einer Umschulung. Das Geld der BU könnte natürlich während der Zeit der Umorientierung helfen. Allerdings wäre eine vorübergehende Absicherung durch Krankengeld, Arbeitslosengeld und/ oder Hartz IV auch kein Drama. Von daher ist es schon fraglich, ob eine BU in dem Fall sooo sinnvoll ist.
Sinnvoll ist eine BU in meinem Augen erst, wenn man gar nicht mehr in der Lage ist, überhaupt was zu arbeiten - also schon erwerbsunfähig ist und das möglichst dauerhaft. Und hier ist wieder die Frage, wie wahrscheinlich dieser Fall ist, (vor allem, wenn man einen Bürojob hat). Wahrscheinlicher ist es doch, dass man nur vorübergehend nicht arbeitsfähig ist und das ist ja z.B. auch bei vielen psychischen Erkrankungen, die auch Büroleute treffen können, der Fall.
 
hat derjenige immer noch die Möglichkeit einer Umschulung. Das Geld der BU könnte natürlich während der Zeit der Umorientierung helfen. Allerdings wäre eine vorübergehende Absicherung durch Krankengeld, Arbeitslosengeld und/ oder Hartz IV auch kein Drama.

Das hängt aber auch immer vom Vertrag ab. Es gibt Verträge ohne abstrakte Verweisung. D.h. es wird dein zuletzt ausgeübter Beruf versichert und man kann dich nicht zwingen etwas anderes anzunehmen.

Ich glaube schon, dass ich mit Krankengeld und ALG auskommen würde. Aber würde ich Hartz IV bekommen, dann verzichte ich wirklich auf einiges im Vergleich zu jetzt. Für mich wäre das schon ein Drama...
 
Das hängt aber auch immer vom Vertrag ab. Es gibt Verträge ohne abstrakte Verweisung. D.h. es wird dein zuletzt ausgeübter Beruf versichert und man kann dich nicht zwingen etwas anderes anzunehmen.
Das ist mir schon klar. Mir ging es aber nicht darum, was der Vertrag sagt sondern darum aufzuzeigen, dass es nicht zwingend den finanziellen Ruin bedeuten muss, wenn man Berufsunfähig wird und keine Versicherung abgeschlossen hat. Man orientiert sich dann eben um, sofern dies eben möglich ist.

Ich glaube schon, dass ich mit Krankengeld und ALG auskommen würde. Aber würde ich Hartz IV bekommen, dann verzichte ich wirklich auf einiges im Vergleich zu jetzt. Für mich wäre das schon ein Drama...
Wie gesagt, ging es um einem vorübergehenden Zustand. Vorübergehend ist Sozialhilfe/ Hartz IV kein Drama - auf längere Sicht aber schon. Aber gut, DAS kann ja auch wieder jeder anders sehen.
 

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