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BSR Streik, BVG Streik, andere Streiks im öffentlichen Dienst

Ich hab es letztend ja auch ganz persönlich erlebt, wie schwer es ist, einen Rollator über eine so hohe Stufe hinunter zu wuchten. Ich hatte einer anderen Frau geholfen, der das selbst nicht gelungen ist. Das hat dann auch alles etwas länger gedauert.

Dann sagte sie noch zu mir: "Aber sie hinken doch auch". Ich sagte dann: "Ja, ich habe es mit der Hüfte.". Sie meinte dann, sie hätte das gleiche Problem.

Und, ohne dass ich jetzt auf die Jugend schimpfen will, das hat man ja bei unserer Jugend schon gemacht, aber junge Leute bekommen solche Probleme oft gar nicht mit.. Die sind mit ihrem Handy beschäftigt, haben Stöpsel im Ohr und nehmen oft ihre Umgebung kaum wahr.

Wobei ich auch oft erlebt habe, dass junge Männer, Jungs hilfreich sind, einen Platz anbieten oder so. Meistens sind das dann interessanterweise Männer aus südlichen Ländern.

Wie gesagt, ich unterstelle den jungen Menschen überhaupt nichts Böses.

Ein anderes Problem ist, wenn Menschen mit voll gepackten Rucksack auf dem Rücken im Bus unterwegs sind. Sie nehmen dadurch echt viel Platz ein und manchmal muss man aufpassen, dass man den Rucksack nicht ins Gesicht bekommt. Ich selbst nehme meinen Rucksack immer ab im Bus und so. Trage den dann neben mir.

Also, um das Leben im ÖPNV zu erleichtern, könnte jeder etwas dazu tun. Bisschen mehr Aufmerksamkeit. Vom Busfahrer und von den Mitreisenden.
 
Ich finde die Richtung ja interessant.

Einerseits wird ein besserer Service und mehr Aufmerksamkeit von den Busfahrern erwartet. Andererseits sollen sie das doch bitte zum Nulltarif machen, reale Lohnkürzungen hinnehmen und auf keinen Fall für faire Löhne streiken.

Ich finde das widersprüchlich. Wer guten Service will, muss fair bezahlen.

Erleben wir doch überall. Der Lohndruck führt dazu, dass der nicht-deutsch sprechende Zusteller das Paket in den Vorgarten schmeißt statt wie früher die Post es getan hat zu klingen und dir das Paket mit netten Worten zu übergeben.

Wollen wir einen guten ÖPNV? Dann kann der Weg nicht Lohnkürzungen bedeuten.
 
Streik ist von zentraler Bedeutung.
Und er muss spürbare Konsequenzen haben, sonst bleibt er wirkungslos.
Ich nutze die Öffis täglich und muss mich sehr umorientieren an den Streiktagen.
Aber das mache ich gerne, denn ich erkenne die Bedeutung dahinter.
 
Mein Gott, ich bin doch auch nicht gegen Streik. Aber das ist der 5. BVG Streik in diesem Jahr.

Muss man nicht irgendwann mal ein Angebot annehmen? Auch wenn nicht alle Forderungen insgesamt erfüllt werden?
 
Streik ist von zentraler Bedeutung.
Und er muss spürbare Konsequenzen haben, sonst bleibt er wirkungslos.
Ich nutze die Öffis täglich und muss mich sehr umorientieren an den Streiktagen.
Aber das mache ich gerne, denn ich erkenne die Bedeutung dahinter.
Vielleicht wäre es auch mal gut, wenn die Streiktage auch mal gewechselt werden würden. Immer an den gleichen Tagen bedeutet, dass Menschen, die an diesen Tagen einen regelmäßigen Termin haben, regelmäßig im schlimmsten Fall auf diesen Termin verzichten müssen.

Damit meine ich zum Beispiel meine Seniorentheatergruppe. Die findet Donnertstags statt, Regelmäßig muss der Termin dann ausfallen, weil der Ort, an dem das stattfindet, zu weit von der S Bahn entfernt ist.

Wie gesagt, Seniorentheater, die Menschen sind nicht mehr so beweglich, um lange Strecken zu laufen.

In vielen Fällen ist auch zu wenig Geld da, um einfach mal ein Taxi zu nehmen.

Es ist nicht für jeden einfach, sich dann einfach umzuorientieren.

Wie gesagt, es trifft meistens die Schwächsten.

Hab schon Angst, dass es zu einem unbefristeten Streik kommt. Dann müsste ich zu meinem Arzttermin laufen mit meiner Humpelhüfte, den ich viele Wochen vorher geplant hatte. Dann müsste ich auch sehen, wie ich mit der mit Krankenhauseinweisung zu meiner Krankasse komme, damit die mir die Kostenübernahme für die OP gibt.

Heute gab es ja einen Termin bezüglich über eine Verhandlung zu einem Schlichtungstermin. Beide Seiten sagten, dieses Gespräch wäre konstruktiv gewesen. Trotzdem bleibt es bei dem Warnstreik.
 
Streik ist von zentraler Bedeutung.
Und er muss spürbare Konsequenzen haben, sonst bleibt er wirkungslos.
Ich nutze die Öffis täglich und muss mich sehr umorientieren an den Streiktagen.
Aber das mache ich gerne, denn ich erkenne die Bedeutung dahinter.
Wie machst du dassdenn konkret, also dich umorientieren?
 
Damit meine ich zum Beispiel meine Seniorentheatergruppe. Die findet Donnertstags statt, Regelmäßig muss der Termin dann ausfallen, weil der Ort, an dem das stattfindet, zu weit von der S Bahn entfernt ist.

Wie gesagt, Seniorentheater, die Menschen sind nicht mehr so beweglich, um lange Strecken zu laufen.

In vielen Fällen ist auch zu wenig Geld da, um einfach mal ein Taxi zu nehmen.
Die Frage die sich mir stellt:
Was ist gewichtiger?
Seniorentheater oder das die Menschen im öfftl. Dienst bessere Arbeitsbedingungen, mehr Urlaub oder mehr Geld bekommen?
So dass sie eben auch vom Lohn/Gehalt wie jeder andere Leben und ihre Familie ernähren können.

1-2 Wochen nach dem Streik interessiert doch kein Mensch mehr wie die Arbeitsqualität, Verdienst usw. aussieht oder wie die Menschen über die Runden kommen.

Hauptsache der Service ist im vollem Umfang wieder da: die Fahrer besinnen sich auf netten Umgang mit den Mitfahrenden, Service, Pünktlichkeit, Hilfe etc.
Nicht so einfach, wenn das Geld nicht reicht und man laufend unbezahlte Mehrstunden schieben muss.
Aber man kann ja einfach mal in Erwartungshaltung gehen...

Ich finde das ist Jammern auf hohem Niveau.
In kurzer Zeit ist der Streik vorbei und die Unannehmlichkeiten die damit verbunden sind, sind doch dann auch schon wieder vergessen...
 
Mein Gott, ich bin doch auch nicht gegen Streik. Aber das ist der 5. BVG Streik in diesem Jahr.

Muss man nicht irgendwann mal ein Angebot annehmen? Auch wenn nicht alle Forderungen insgesamt erfüllt werden?
Warum?
Wenn dir jemand eine Banane für 100 € anbietet, dann für 99, dann für 98, dann für 97...... sagst du dann auch na irgendwann muss man die Banane mal kaufen?

Ob jemand ein Angebot annimmt, liegt doch nicht an der Anzahl der Angebote oder wie lange es dauert, sondern es liegt daran wie gut das Angebot ist.

Ich habe das letzte Angebot ja ausführlich dargestellt und belegt, dass es nicht mal die Inflation ausgleicht. Warum sollten die Gewerkschaften das annehmen? Würde doch vermutlich niemand von uns an deren Stelle machen.

Ich kann deinen Frust verstehen, weil es Streiks gibt. Aber was ich nicht verstehe, ist dass dein Fokus so sehr auf den Mitarbeitern im ÖD liegt. Warum bist du nicht genauso sauer auf die Arbeitgeber, die keine fairen Angebote machen?
Warum sagst du, dass die Arbeitnehmer irgendwann annehmen müssen aber nicht "irgendwann müssen die Arbeitgeber doch mal ein besseres Angebot machen"?
 
Die Frage die sich mir stellt:
Was ist gewichtiger?
Seniorentheater oder das die Menschen im öfftl. Dienst bessere Arbeitsbedingungen, mehr Urlaub oder mehr Geld bekommen?
So dass sie eben auch vom Lohn/Gehalt wie jeder andere Leben und ihre Familie ernähren können.

1-2 Wochen nach dem Streik interessiert doch kein Mensch mehr wie die Arbeitsqualität, Verdienst usw. aussieht oder wie die Menschen über die Runden kommen.

Hauptsache der Service ist im vollem Umfang wieder da: die Fahrer besinnen sich auf netten Umgang mit den Mitfahrenden, Service, Pünktlichkeit, Hilfe etc.
Nicht so einfach, wenn das Geld nicht reicht und man laufend unbezahlte Mehrstunden schieben muss.
Aber man kann ja einfach mal in Erwartungshaltung gehen...

Ich finde das ist Jammern auf hohem Niveau.
In kurzer Zeit ist der Streik vorbei und die Unannehmlichkeiten die damit verbunden sind, sind doch dann auch schon wieder vergessen...
Es ist mir beides wichtig.

Ich bin natürlich dafür, dass die Mitarbeiter der BVG mehr Geld verdienen, besserer Arbeitsbedingungen haben, besser über die Runden kommen. Aber man kann vielleicht nicht erwarten, dass die Bedingungen, die Verdi stellt, vollumfänglich erfüllt werden.

Irgendwann muss man sich doch immer auf einen Kompromiss einigen.. Das ist überall so.

Und irgendwo muss das Geld ja herkommen. Öffentlicher Dienst bedeutet, es muss Geld vom Staat kommen. Der Staat schein aber sparen zu müssen, es sei denn, es geht um Aufrüstung oder so, weil wir ja jetzt alle Angst vor Krieg haben müssen.

Erzieher z. B. haben auch das Problem, haben ja auch schon öfter berechtigt gestreikt. Erzieher haben eine lange Ausbildung, in der sie nicht bezahlt werden.

Und die haben ganz beschissene Arbeitsbedingungen. Es gibt auch viele Erzieher, die nicht beim öffentlichen Dienst arbeiten, sondern bei gemeinnützigen Trägern. Die bekommen auch Unterstützung vom Staat, aber zu wenig. Es gibt so viele soziale Projekte, die nicht wissen, wie sie überleben sollen.

An allen Ecken und Enden wird es eng.

Die Inflation betrifft auch Arbeitnehmende, die in der Wirtschaft arbeiten, und das Problem mit dem Mindestlohn kennen wir ja.

Also, es gibt viele Menschen, die neben ihrer Arbeit auch noch Bürgergeld, wie es heute heißt, beantragen müssen, weil der Lohn für ihre Arbeit nicht mal das Existenzminimum deckt.

Aber zur Zeit gibt es ja genug Hetze über Bürgergeldempfänger. Die wollen ja alle nicht arbeiten, sind ja überwiegend Schmarotzer.

Was ist mit den Rentnern, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, aber mit ihrer Rente an der Armutsgrenze leben oder eben schon richtig in Armut?

Die Inflation betrifft sooo viele Menschen. Aber viele Menschen können nicht einfach streiken, die verlieren dann ganz schnell ihren Arbeitsplatt.

Und ganz zuletzt. Ja, mir ist die Senioren-Theatergruppe wichtig. Weil sie eins der wenigen Aktivitäten ist, die mein Seniorenleben bereichern, mir Freude, Sozialkontakt und Selbstwertgefühl geben.

Wenn ich da wochenlang nicht hingehen kann, dann bin ich noch mehr in meiner Einsamkeit.

Wenn ich einen Arzttermin nicht wahrnehmen kann, den ich Monate vorher ausgemacht habe, und ich da ohne BVG nicht hinkomme., dann ist das richtig S**** für mich.

Ansonsten lebe ich auch am Existenzminimum. Als Mensch mit einer Erwerbsunfähigkeutsrente, geht aber auch bald in Altersrente über.

Ich hab das Glück, dass ich durch Familie und Freunde manchmal zum Kino, Theater oder Essen eingeladen werde. Dieses Glück hat aber nicht jeder.
 
Streik ist von zentraler Bedeutung.
Und er muss spürbare Konsequenzen haben, sonst bleibt er wirkungslos.
Ich nutze die Öffis täglich und muss mich sehr umorientieren an den Streiktagen.
Aber das mache ich gerne, denn ich erkenne die Bedeutung dahinter.
Wir gesagt, mich würde die konkrete Antwort interessieren, wie das bei dir funktioniert mit dem Umorientieren.
 

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