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BSR Streik, BVG Streik, andere Streiks im öffentlichen Dienst

Hier stapelt sich der Müll seit Wochen. Irgendwann reicht es. Die Bäume wachsen doch nicht in den Himmel.
Bahnfahren war heute mal wieder vom Feinsten, Bahn hat Verspätung/Bahn fällt aus/Bahn wird umgeleitet, ich bin Stunden vorher los und war gerade noch pünktlich zum Termin. Den Zugführern und Busfahrern würde ich schon mehr Geld geben, dann würden sich da viel mehr Leute bewerben. Und die Busfahrer haben teilweise richtig Stress und werden angepöbelt. Teilweise verdienen die auch wirklich wenig, ist wohl regional unterschiedlich?
Bahn wird immer schlimmer.
Die Österreicher schaffen das doch auch, sich mal anschauen wie die das machen.
 
Erstmal tut mir jeder Leid, der unter Streiks zu leiden hat.

Zum öffentlichen Dienst gibt es hier einige Zahlen:

Gemessen an der Inflation bzw. des Warenkorbes haben Mitarbeiter des ö.D. seit 3 Jahren jedes Jahr weniger in der Tasche. Im Vergleich zu 2019 verdient jemand im ö.D. heute rund 4 bis 8% weniger.

Deswegen fordern die Gewerkschaften derzeit 8% mehr Lohn. Erfahrungsgemäß wird diese Summe am Ende aber über 2-3 Jahre gestreckt, so dass ein realer Mehr-Lohn von vielleicht 3% im Jahr rauskommt, der vermutlich nur ein Inflationsausgleich ist.

Die Forderungen der Gewerkschaften sind also realistisch.

Vor allem finde ich aber, dass man Worten auch Taten folgen lassen sollte. So oft wird gesagt, dass der öffentliche Dienst ach so wichtig ist. In Krisen wird den Mitarbeitern zugejubelt, weil sie das Land aufrecht erhalten. Und viele Berufe im ö.D. wollen Menschen nicht machen. Ich will auch kein Feuerwehrmann oder Müllmann sein.
Wenn dann um Anerkennung in Form von Bezahlung geht, verstummt diese Anerkennung aber schnell....

Alles ist in den letzten Jahren teurer geworden. Auch wenn der ö.D. nicht schlecht bezahlt wird, hat er imho eine Tariferhöhung verdient, weil er gute Arbeitet leistet, weil er wichtig ist und weil er Menschen im ö.D. höhere Rechnungen zahlen müssen.
Es gibt halt tausend Leute, die nicht im öffentlichen Dienst arbeiten können, dürfen usw. Die arbeiten für sehr viel weniger Geld,

Die wissen dann teilweise nicht, wie sie zur Arbeit können kommen und so.

Also, ich finde das Streikrecht gut. Ich finde auch gut, dass Kitaangestellte streiken, oder auch Pflegekräfte. Wobei das für die Eltern oder für die Kranken teilweise eine Katastrophe ist.

Aber letztendlich trifft es meistens die Falschen.

Und viele Fordereungen sindcerstamal nicht so wirklich zu erfülken. Wir können uns keine Erzieher backen, wenn es zu wenig Auszubildende gibt. Vor allem, weil die Ausbildung zum Erzieher ja bisher nicht wirklich bezahlt wird. Wenn man Glück hat, bekommt man BAföG.

Tja, und Pflegekräfte? Soweit ich intern gehört habe, ist das Gehalt der Pflegekräfte doch schon um einiges gestiegen. Naja, Wo bei Pflegekräfte ja nicht wirklich im öffentlichen Dienst arbeiten. Die Krankenhäuser sind ja alle privatisiert und ein Wirtschaftsunternehmen.

Wenn die Streikenden auf wirklich keinen Vorschlag mehr eingehen, dann ist das alles nicht mehr wirklich tragbar für alle.

Der öffentliche Dienst wird ja auch von Steuergeldern bezahlt. Also wer zahlt denn im Schluss das sehr erhöhte Gehalt?

Der kleine Mann, die kleine Frau.

Oder sehe ich das falsch?
 
Diese Streiks beschweren und beeinflussen mein Leben.
ja, das stimmt.
Ist aber auch Sinn der Sache.
Wenn der Streik vorbei ist, nimmt man diese Tätigkeiten wieder als selbstverständlich hin.
Das sind sie aber nicht.

Inzwischen könnte man ja mal über denn Plan B nachdenken den man der Gemeinde vorlegen möchte, falls wieder mal gestreikt wird. Der muss doch geholfen werden...

Dass soll ja nicht wieder so ausarten beim nächsten Streik und das eigene Leben soll auch nicht wieder "beschwert" und "beeinflusst" werden 😉

Hoffentlich bekommt der öfftl. Dienst das nächste mal von ganz alleine mehr Lohn/Gehalt/Urlaub
Einsetzen kann man sich dafür ja auch nicht jeder...
 
Es gibt halt tausend Leute, die nicht im öffentlichen Dienst arbeiten können, dürfen usw. Die arbeiten für sehr viel weniger Geld,

Die wissen dann teilweise nicht, wie sie zur Arbeit können kommen und so.
Das ist der springende Punkt finde ich. Es gibt ja z. B. auch viele Busfahrer, auch Lokführer die bei privaten Bus- und Bahnbetrieben arbeiten. Von den Busfahrern weiß ich, dass sie wirklich wenig verdienen, überhaupt nicht die Privilegien haben wie die im ÖD. Und wenn da gestreikt wurde, die durften ja nicht streiken, die mussten immer weiter ihren Dienst tun und in meiner Stadt waren die von den privaten Busbetrieben die freundlichsten und hilfsbereitesten.
 
Und viele Fordereungen sindcerstamal nicht so wirklich zu erfülken. Wir können uns keine Erzieher backen, wenn es zu wenig Auszubildende gibt. Vor allem, weil die Ausbildung zum Erzieher ja bisher nicht wirklich bezahlt wird. Wenn man Glück hat, bekommt man BAföG.

Tja, und Pflegekräfte? Soweit ich intern gehört habe, ist das Gehalt der Pflegekräfte doch schon um einiges gestiegen. Naja, Wo bei Pflegekräfte ja nicht wirklich im öffentlichen Dienst arbeiten. Die Krankenhäuser sind ja alle privatisiert und ein Wirtschaftsunternehmen.

Wenn die Streikenden auf wirklich keinen Vorschlag mehr eingehen, dann ist das alles nicht mehr wirklich tragbar für alle.
Du meinst die Streikenden bzw. die Gewerkschaften sind Schuld?

Ich habe aber zuvor ja eine Quelle verlinkt, aus der hervorgeht, dass die Forderungen der Gewerkschaften aktuell im Grunde nichts anderes als Inflationsausgleich sind. Im Schnitt hatte der ÖD reale Lohnverluste in den letzten Jahren von 8% und genau diese 8% fordert er jetzt.

Nach Angaben aus Verhandlungskreisen haben die Arbeitgeber eine Lohnsteigerung im Gesamtvolumen von gerade mal 5,5 Prozent vorgeschlagen und das über 36 Monaten, also real 5,5% geteilt durch 3 Jahre = 1,8% pro Jahr.

1,8% Lohnsteigerung gegenüber 6,9% Inflation in 2022 und 5,9% in 2023. Selbst jetzt wo die Inflation runter gegangen war, lag sie mit 2,2% immer noch über diesem Angebot der Arbeitgeber!

Du sagst, die Streikenden sollen darauf eingehen, dass sie real weniger Lohn bekommen?

Also der öffentliche Dienst bekommt Applaus, jeder will nen KITA Platz aber Lohn soll der ÖD immer weniger kriegen?
 
Ich freue mich sehr darüber, dass in der Berlimer Abendschau schon wieder von einem Verdi Mitglied mitgeteilt wurde,
dass nächste Woche Mittwoch und Donnerstag schon wieder ein BVG Streil stattfinden soll.

Danke dafür.

Wer ist denn derjenige, der darunter leidet? Derjenige, der nicht so gut zu Fuss oder Fahrrad ist, aufgrund von Alter und Krankheit.

Diejenigen, die Auto fahren können, haben aber bei er Verkehrslage und Parkplatzlage in Berlin auch nicht das große Los gezogen.

Abgesehen davon, erlebe ich beim Fahren mit Bussen immer mehr, dass man Glück hat, wenn man zum Beispiel stehen muss, dass man bei rasanten Fahhrstilen nicht auf die Schnauze fällt.

Ausserdem haben viel Busse ja eigentlich die Vorrichting, für Aus- und Einstieg den Bus dort zu senken. Wird aber nicht mehr gemacht. Dauert wahrscheinlich scheinbar zu lange. Andererseits dauert es auch lange, wenn zum Beispiel Leute mit Rollator ihren Rollator runter zu bekommen.

Habe heute beides erlebt. Wäre schön gewesen, wenn ich mit meinen Hüftproblemen nicht die hohe Stufe bewältigen müsste.

Beim Aussteigen half ich einer Frau, die es alleine nicht bewältigen konnte, ihren Rollator alleine darunter zu bekommen. Ich hab den dann runter gewuchtet, war gar nicht so einfach. Sie sagte noch zu mir, aber sie hinken doch auch.

Ich sagte zu ihr, dass ich Probleme mit der Hüfte hätte, sie meinte, sie hätte das gleiche Problem.

Ansonsten, die SBahn fährt ja trotzdem. Aber wirklich jeden Tag gibt es Meldungen von Signalstörungen, Polizeieinsätzen, oder medizinischen Einsätzen bei einem Fahrgast in irgendeiner SBahn, weswegen Züge ausfallen oder nicht regelmäßig kommen.

Die jungen Leute sind überwiegend mit ihren Handys und Kopfhörern beschäftigt, denen fällt gar nicht auf, dass man irgendjemanden helfen könnte. Und so. Also oft. Es gibt sicherlich auch andere.

Das macht mich langsam wirklich fertig.
daran haben aber nicht die Fahrer schuld. Das Personal in den oberen Ebenen legt doch die Abfahrtspläne fest und gibt die Taktung vor. Die Fahrer müssen sich danach richten und haben für spezielle Fahrgäste wenig Zeit. Ich finde du machst hier die falschen Leute dafür verantwortlich.
 
daran haben aber nicht die Fahrer schuld. Das Personal in den oberen Ebenen legt doch die Abfahrtspläne fest und gibt die Taktung vor. Die Fahrer müssen sich danach richten und haben für spezielle Fahrgäste wenig Zeit. Ich finde du machst hier die falschen Leute dafür verantwortlich.
Naja, aber eigentlich dauert es viel länger, wenn der Busfahrer nicht die automatische Absenkung betätigt. Die Leute mit Rollator, Kinderwagen, oder sehr gebrechliche Menschen brauchen viel länger, um aus- und einzusteigen.

Wenn dann auch noch mit rasanter Geschwindigkeit gefahren wird, abrupt abgebremst wird, dann haben es Kinder und Gebrechliche, wenn sie stehen müssen, besonders schwer, nicht hinzufallen.

Ja, die Busfahrer sind nicht die allein Verantwortlichen. Es ist irgendwie das ganze System.
 
Das Problem in Berlin ist ja auch, dass es für den Autoverkehr total schwierig ist. Z. B. durch die Sperrung der Ringbahnbrücke.

Es gibt absolut viele Menschen in Berlin. Und aus Umwelt und Klimagründen sollte ja so viel wie möglich der ÖPNV genutzt werden. S Bahn und Regionzugverkehr läuft ja trotzdem. Aber gefühlt jeden Tag gibt es Probleme. Signalstörung, Stellwerkstörung, Polizeieinsatz oder medizinische Versorgung eines Fahrgastes.

Naja, morgen gibt es ja einen Termin zwischen Verdi und BVG bezüglich einer Schlichtung.

Mal.gucken.
 

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